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* Prof. Dr. Karl-Friedrich Alexander

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Institutsdirektor i.R
Diplomphysiker
Wissenschaftliche Institute, Forschung
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Profil

Zur Person

Prof. Dr.
Karl-Friedrich
Alexander
01.05.1925
Berlin
Maria und Eduard
Verheiratet mit Christel
Vater Eduard Alexander war Rechtsanwalt, Mitbegründer der KPD und Reichstagsabgeordneter. Er wurde im August 1944 verhaftet und starb im KZ

Service

Karl-Friedrich Alexander
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Alexander

Zur Karriere

Zur Karriere von Karl-Friedrich Alexander

Welche waren die wesentlichsten Stationen Ihrer Karriere?
Nach dem Abitur 1942 in Berlin lernte ich durch meine Mutter den Physiker Prof. Karl-Friedrich von Weizsäcker kennen, der mich in meinem Wunsch bestärkte, Physik zu studieren. Deshalb nahm ich 1943 an der damaligen Friedrich-Wilhelm-Universität in Berlin ein Physikstudium auf. Nach einer Unterbrechung durch Kriegsdienst und Gefangenschaft nahm ich das Studium 1946 an der zur Humboldt-Universität umbenannten Lehreinrichtung wieder auf. 1947 wechselte ich an die Universität Göttingen, wo auch von Weizsäcker lehrte. Dort schrieb ich unter Anleitung von Prof. Karl Wirtz meine Diplomarbeit zum Thema Thermoosmose in wäßrigen Systemen und legte 1950 meine Diplomprüfung ab. Danach kehrte ich nach Berlin zurück, wo ich von 1951 bis 1954 eine Aspirantur an der Humboldt-Universität und einen Lehrauftrag für Kernphysik erhielt. 1954 verteidigte ich meine Doktorarbeit Zur Theorie der Thermodiffusion in Flüssigkeiten und erhielt die Promotion. Ab 1955 wirkte ich an Planung und Aufbau des Zentralinstitutes für Kernforschung in Rossendorf bei Dresden/Sachsen mit. 1959 habilitierte ich an der Technischen Hochschule Dresden mit dem Thema Isotopentrennung durch Thermodiffusion in flüssiger Phase. 1961 wurde ich zum Leiter des Bereiches Reaktortechnik und Neutronenphysik des Zentralinstitutes für Kernforschung und zum Professor mit Lehrauftrag an die Universität Leipzig berufen. Meine eigene wissenschaftliche Arbeit in dieser Zeit konzentrierte sich auf Kernspektroskopie am Neutronen- und Ionenstrahl. 1966 ging ich mit meiner Familie nach Dubna/UdSSR und war dort bis 1969 stellvertretender Direktor des Laboratoriums für Kernprobleme im Vereinigten Institut für Kernforschung. Hier setzte ich auch meine eigene Arbeit zur Kernspektroskopie fort. 1970 kehrte ich in die DDR zurück und wurde zum Direktor des Zentralinstitutes für Elektronenphysik der Akademie der Wissenschaften der DDR berufen. Hier begann ich eigene Arbeiten zur Plasmaphysik. 1973 wurde ich zum Ordentlichen Mitglied der Akademie gewählt. Ab 1975 baute ich in meinem Institut einen Bereich zur Bearbeitung der Thematik Plasma-Wand-Wechselwirkung in Kernfusionsanlagen auf. Von 1981 bis 1983 war ich Mitglied und von 1984 bis 1990 Sekretär der International Commission on Plasma Physics der International Union of Pure and Applied Physics. Für die Arbeiten zur Plasma-Wand-Wechselwirkung erhielt ich 1986 als Mitglied eines Kollektivs den Nationalpreis II. Klasse der DDR. Mit Erreichen der Altersgrenze wurde ich emeritiert. Nach Auflösung der Akademie der Wissenschaften der DDR gehörte ich zu den Gründungsmitgliedern der Leibniz-Sozietät. Während meiner wissenschaftlichen Laufbahn habe ich mehr als 80 wissenschaftliche Publikationen in Fachzeitschriften und Sammelwerken publiziert.

Zum Erfolg

Zum Erfolg von Karl-Friedrich Alexander

Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Ich hatte Glück, daß meine Vorbildung und meine Interessen mit dem übereinstimmten, was die Gesellschaft und das soziale Umfeld an Qualifizierungsmöglichkeiten boten. Meinen Erfolg habe ich meiner politischen Grundüberzeugung zu verdanken, meinem Glauben an die Verwirklichung der Ideen des Kommunismus.Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Ich habe einen für die DDR üblichen akademischen Weg vielleicht etwas schneller als andere zurückgelegt. Ich hatte eine Begabung zur wissenschaftlichen Karriere, bin in einem intellektuellen Umfeld aufgewachsen und wurde von meiner Mutter gezielt auf die wissenschaftliche Laufbahn geleitet.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Ich schätze mich nicht als überragenden Wissenschaftler ein.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Schon mit dem Abitur stand für mich fest, daß ich Physiker werden will. Die Entscheidung, ein Physikstudium zu beginnen, war die wichtigste Entscheidung in meinem Leben.Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat? In meiner Weltanschauung wurde ich von meinem Vater beeinflußt, der Mitbegründer der KPD und später Reichstagsabgeordneter war. Beruflich war die Zusammenarbeit mit Prof. Wirtz am Anfang meiner wissenschaftlichen Laufbahn wichtig, und später die Förderung von Prof. Rompe, dessen Nachfolge ich als Institutsdirektor antreten durfte.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Für die wissenschaftlichen Arbeiten zur Plasma-Wand-Wechselwirkung erhielt ich 1986 als Mitglied des Forschungskollektivs den Nationalpreis der DDR II. Klasse.Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst? Es ist schwierig, eine ökonomisch effektive Methode der Kernfusion zu entwickeln. Es wird noch Jahrzehnte dauern, bis Großkernkraftwerke entwickelt und gebaut werden können. Dabei wird das in der Sowjetunion entwickelte Tokamak-Prinzip eine entscheidende Rolle spielen.Wie wurden Sie von Ihrem Umfeld gesehen? Ich war ein zurückhaltender, loyaler Leiter.Welche Rolle spielten die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg? Die Mitarbeiter sind der entscheidende Faktor für den Erfolg eines Institutes. Bei der Umsetzung großer Projekte spielt das Kollektiv die entscheidende Rolle.Nach welchen Kriterien wählten Sie Mitarbeiter aus? Ich habe meine Mitarbeiter nach ihrer fachlichen Qualifikation ausgewählt und danach, ob sie sich in das Kollektiv einfügen können.Wie motivierten Sie Ihre Mitarbeiter? Ich habe meinen Mitarbeitern keine Anweisungen gegeben. Es gab öffentliche und institutsinterne Diskussionsgremien, in denen die Mitarbeiter ihre neuen Ideen vortragen und andere Kollegen davon überzeugen konnten. Wer gute Ideen vorbringen und andere überzeugen konnte, hatte gute Karten für die Umsetzung der Ideen. Wie vereinbarten Sie Beruf und Privatleben? Da meine Frau im gleichen Institut wie ich arbeitete, gab es volles Verständnis für meine wissenschaftliche Arbeit.
Ihr Lebensmotto?
Ich habe versucht, neben meiner wissenschaftlichen Tätigkeit die Ideen des Kommunismus in die Gesellschaft hineinzutragen, weil ich schon in meinem Elternhaus Bekanntschaft mit dem Kommunismus geschlossen hatte. Meine wissenschaftliche Karriere und mein Engagement für den Kommunismus bilden eine Einheit.

Publikationen

80 wissenschaftliche Publikationen in Fachzeitschriften und Sammelwerken.

Ehrungen

Nationalpreis II. Klasse der DDR.

Mitgliedschaften

Leibniz-Sozietät.

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