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* Prof. Paul Walter Fürst

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Präsident
Österreichische Interpretengesellschaft
1060 Wien, Bienengasse 5
Musiker
Kulturmanagement
5
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Profil

Zur Person

Prof.
Paul Walter
Fürst
25.04.1926
Wien
Rudolf und Anna
Alice (1954) und Martin (1959)
Verheiratet mit Maria
Gartenarbeit, Musik
Präsident der AKM seit 1993 (Vorstandsmitglied seit 1993), und seit 1984 Geschäftsführer der LSG - Wahrnehmung von Leistungsschutzrechten GmbH.

Service

Paul Walter Fürst
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Fürst

Zur Karriere

Zur Karriere von Paul Walter Fürst

Welche waren die wesentlichsten Stationen Ihrer Karriere?
Nachdem ich bereits im Kindesalter zweimal knapp dem Tod entgangen war, ging ich mein Leben mit viel Tatendrang an und scheute auch nie den Wettbewerb, der im Leben immer gegeben ist. Bereits im Vorschulalter bekam ich auf Initiative meiner Mutter Klavier- und später Geigenunterricht und trat im Kinderorchester auf. Das war Wettbewerb ebenso wie Befriedigung und prägte meine weitere Entwicklung. Mit zwölf Jahren war ich bereits von zu Hause weg, absolvierte während des Weltkrieges das musische Gymnasium in Frankfurt und war dadurch sehr früh selbständig. Nach dem Krieg studierte ich von 1946 bis 1952 Klavier, Violine und Komposition an der Musikakademie in Wien, legte 1950 die Lehramtsprüfung ab und war von 1952 bis 1954 Solobratschist beim Niederösterreichischen Tonkünstlerorchester. Von 1954 bis 1991 war ich bei den Münchner Philharmonikern und anschließend bis zu meiner Pensionierung 1990 an der Wiener Staatsoper und bei den Wiener Philharmonikern angestellt. Neben meinem Hauptberuf als Orchestermusiker war ich bereits seit meiner Gymnasiumszeit als Komponist tätig und übernahm zahlreiche Aufgaben im Musikmanagement. Ich hatte stets ein Verlangen nach Herausforderungen (bereits in der Schule war ich Klassensprecher und trainierte mit den Rad- und Handballprofis, obwohl ich keine Sportlerkarriere anstrebte), und wuchs mit jedem neuen Aufgabengebiet mit. Als Musiker fehlte mir anfangs die Fähigkeit, mich kurz und knapp auszudrücken, ich lernte das jedoch bald in meinen Managementfunktionen. 1965 wurde ich in den Verwaltungsausschuß der Wiener Philharmoniker gewählt, deren Geschäftsführer ich 17 Jahre lang (von 1969 bis 1982 und von 1986 bis 1990) war, und bekam in weiterer Folge zahlreiche andere Funktionen (Präsident der Österreichischen Interpretengesellschaft seit 1970, Geschäftsführer der LSG-Interpreten seit 1984, Präsident der Gewerkschaftssektion von 1978 bis 1998, Gewerkschaftsvorsitzender KMSfB 1994 bis 1998, Vorstandsmitglied (seit 1993) und Präsident der AKM seit 1998) übertragen.

Zum Erfolg

Zum Erfolg von Paul Walter Fürst

Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Die Anerkennung einer Tätigkeit durch andere ist für mich Erfolg.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja, ich bekam für meine Tätigkeit Anerkennung durch die Funktionen, mit denen ich betraut wurde. Das Vertrauen, indem man mir diese Funktionen übertrug, und die Bestätigung in Form von Wiederwahl sind Erfolge, keine Geschenke.Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Zum einen meine natürliche Begabung, zum anderen auch pragmatische Überlegungen und das Wissen, daß man in der Musikbranche als Quereinsteiger nicht erfolgreich sein kann, sondern stufenweise Aufbauarbeit nötig ist. Ich habe die Fähigkeit, auch für das scheinbar Unmögliche Verständnis zu haben, kann in meinen Denkprozeß auch Extreme einbauen und schaffe es doch, einen Mittelweg zu gehen. Man sagt mir nach, daß ich durch nichts aus der Fassung zu bringen sei; ich lasse mich nicht von Emotionen fortreißen. Spontaneität wende ich nur dort an, wo es um Hilfestellung geht. Nachdem ich die Kriegszeit erlebt hatte, war die Möglichkeit, mich in einem friedlichen Leben entfalten zu können, die Grundlage meiner Motivation. Ich wurde in die richtige Zeit hineingeboren und so ergaben sich auch Chancen, da ich im richtigen Alter am richtigen Ort war. Meine größten Tugenden sind Ausdauer und die Fähigkeit, Kritik gut einstecken zu können. Ich nahm Kritik immer sehr ernst und habe mein Leben danach ausgerichtet.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Bereits im Schulter war ich bei sportlichen und musikalischen Wettbewerben erfolgreich. Den Tod besiegt zu haben, sah ich nicht als Erfolg, diese Tatsache trug aber zu meinem darauffolgenden Schaffensdrang bei.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Aufgrund meines heutigen Standards habe ich rückblickend alles richtig gemacht. Wenn ich nur freier Komponist hätte werden wollen, wären meine Entscheidungen falsch gewesen. Ich bin aber ein Gemeinschaftsmensch und kein kreativer Eigenbrötler. Mein ganzes Leben war vom Wettbewerb geprägt. Ich habe nie eine Karriere angestrebt, sondern betrachte meinen Lebenslauf als Zwangserfüllung meiner Talente.Ist Originalität oder Imitation besser um erfolgreich zu sein? Auch unter besten bereits bestehenden Voraussetzung war ich stets bestrebt, neue Ideen einzubringen und in die Zukunft zu denken. Ich war auch immer interessiert zu ergründen, weshalb sich manches lange hält und anderes nicht. Wenn man eine neue Funktion übernimmt, muß man in der Lage sein, einige Zeit in einer vorgegebenen Schiene weiterzugehen, bis man bereit ist seine eigenen Gleise zu befahren - und dabei den richtigen Zeitpunkt zur Weichenstellung abwarten können.Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat? Meine Geigenprofessorin schärfte mir schon in der Kindheit ein, daß die höchsten Maßstäbe gelten müssen und die Vorbereitung perfekt sein muß, wenn man sich über den Durchschnitt erheben will. Auch im Gymnasium bekam ich viel Hilfestellung und je weiter ich von dieser Hilfestellung weg war, um so genauer wußte ich sie anzuwenden.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Harmonie und gegenseitiges Vertrauen sind Voraussetzung für den Erfolg. Als Chef werde ich deswegen anerkannt, weil ich gemeinsame Lösungen anstrebe und sie gemeinsam umsetze.Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus? Sie müssen sich in ein vorhandenes System einordnen lassen, dürfen weder Sklaven noch extreme Individualisten sein und müssen Verantwortungsbewußtsein mitbringen. Ausschreibungen machen wenig Sinn, ich verlasse mich lieber auf Empfehlungen.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Nach einer ersten Bewährung ist ein leistungsgerechtes Honorar Voraussetzung. Motivation ist menschliche Behandlung, Wärme und Verständnis in der Not, trotz bestimmtem Auftreten mit einer gewissen Distanz.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Bei mir hängt alles mit dem Beruf zusammen, ein Privatleben im eigentlichen Sinn habe ich nicht. Als Orchestermusiker kennt man weder freie Abende noch Sonn- und Feiertage. Dieser Umstand fordert sehr viel Verständnis von Seiten des Partners. Selbst muß man sich damit auseinandersetzen, was wichtig und was unwichtig ist. Um der Doppelbelastung Musiker und Funktionär gewachsen zu sein, bedarf es der entsprechenden ideellen Einstellung.Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung? Heute steht für mich weniger die persönliche Weiterbildung im Vordergrund, als die ständige Weiterbildung, die im bilateralen und EU-Bereich von außen an die Gesellschaft herangetragen wird. Dafür wende ich zwangsweise sieben bis zehn Tage pro Monat auf.Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben? Die weisesten Ratgeber scheitern am Ich des Anderen. Man muß daran denken, daß man dann etwas leisten kann, wenn man fähig ist, mit Menschen umzugehen und bereit ist, Denkweisen auch einmal über Bord zu werfen. In jedem Beruf können sich Erfolge einstellen, wenn man darangeht, ihn mit Ausdauer, Fleiß und erworbenem Fachwissen aufzubauen. In meiner Funktionärstätigkeit habe ich mir angewöhnt, erst zu überlegen, was ich sage und deutlich zu sprechen. Anträge habe ich nie von mir aus zuerst gestellt. Der erste Antrag wird immer sehr schnell zerpflückt. Wer mit seinen eigenen Ideen zu schnell vorprescht, wird leicht angegriffen, erleidet Schiffbruch und oftmals verlieren diese Antragsteller dann schnell den Mut. Ich höre mir immer zuerst Anträge und die Gegenargumente an, ehe ich einhake.
Ihr Lebensmotto?
Liberaler Umgang mit Menschen, Ausdauer und stete Beschäftigung haben sich noch immer gelohnt

Publikationen

150 Werke (u.a. Oper "Catalina Homar", Ballett "Dorian Gray", Orchester "Farbspiele", "het orgel is een belt" Soloorgel, Chor und Orchester, Orchestron I - IV, Chor a capella "bitte keine musik", Lieder, u.v.a. Kammermusik in herkömmlicher und experimenteller Besetzung, Instrumentkonzerte, Doppelkonzerte, Kompositionsaufträge (Wiener Festwochen, Brucknerfest Linz, Internationale Stiftung Mozarteum Salzburg, Mozartwoche, Österreichischer und Bayerische Rundfunk, NHK-Radio Tokyo, LPs und CDs mit Kammermusik und Orchesterwerken.

Ehrungen

Professor, Großes Ehrenzeichen für Verdienst um die Republik. Österreich, Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse, Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien, Goldenes Verdienstzeichen der Stadt Salzburg, Goldenes Ehrenzeichen der Stadt Gänserndorf, Ehrenpräsident der Sektion Musik in der Gewerkschaft KMSfB, Preis der Stadt Wien für Musik, Förderungspreise der Stadt Wien und des Landes Niederösterreich für Komposition, Dokumentation und Ausstellung in der Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek.

Mitgliedschaften

Gründer des jährlichen Musiksymposions und der Österreichischen Musiktage in Schloßhof, OMEGA-Projekt für nachwuchsfördernde Maßnahmen im Musikbereich, Verband Österreichischer Kurorchester, Starthelfer beim Sozialfonds für Musikschaffende, Fachgruppe Komposition in der Gewerkschaft KMSfG. (Präsident der Sektion in der Gewerkschaft KMSfB 1978 bis 1998, Gewerkschaftsvorsitzender KMSfB 1994 bis 1998), Philharmonie Marchfeld, Initiator in bilateralen Bereichen und Interessensvertretungen (z.B. SCAPR).

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