Bitte drehen Sie Ihr Smartphone auf die Breitbild-Ansicht
hübnerbanner
51700-otti1
150374 - Ankenbrand
sigma
bondi
cst
10691

 

* Dr. Rudolf Kirchschläger

‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾

Bundespräsident a. D
Diplomat
Diplomatie
Banner

Profil

Zur Person

Dr.
Rudolf
Kirchschläger
20.03.1915
Niederkappel
Christa und Walter
Verheiratet mit Herma, geb. Sorger

Service

Rudolf Kirchschläger
Werbung

Kirchschläger

Zur Karriere

Zur Karriere von Rudolf Kirchschläger

Welche waren die wesentlichsten Stationen Ihrer Karriere?
Für das Fahrgeld in die Bürgerschule arbeitete ich als Hilfsarbeiter bei einem Friseur und ging danach auf das 5 Jahre beschränkte Gymnasium in Horn. Danach war ich 3 Monate Gemeindesekretär und ging dann nach Wien, um Jus zu studieren. 1938 verließ ich die Universität, da ich mich weigerte, der NSDAP oder einer ihrer Gruppierungen beizutreten. Somit wurde mir die Sozialhilfe nicht mehr gewährt. So wurde ich Angestellter bei der OÖ-Volkskreditbank in der Kontokorrent-Abteilung und legte am 21. Oktober 1938 die Judizielle Staatsprüfung ab. Wir hatten damals im ganzen Instiut nur zwei Addiermaschinen und machte eigentlich den ganzen Tag nichts anderes als addieren. Da Mitarbeitermangel herrschte, wartete ich immer, bis keine Beamten da waren und machte deren Arbeit. Dadurch erwarb ich mir jenen Ruf, der dazu führte, daß ich selbst bei einem Wechsel des Direktoriums (politischer Wechsel) aufgenommen wurde. 1938 mußte ich zur Wehrmacht, noch während des Einrückens wurde ich Referent bei Gericht. Nach kurzer Gefangenschaft bei den Amerikanern und zweimaliger Verwundung im Krieg, kam ich nach Niederösterreich zurück. Ich war dann Richter am Bezirksgericht in Langenlois und dann am Landesgericht für Zivilrechtssachen in Wien. Ich dachte eigentlich nie daran, ins Außenministerium zu gehen, doch eines Tages wurde ich dorthin beordert. Man suchte einen Rechtsberater als Leiter für die Völkerrechtsabteilung. Im Juli 1954 wurde ich ins Außenministerium berufen und habe dann auch an den Staatsvertragsverhandlungen teilgenommen. Ich war aber noch immer Landesgerichtsrat, im Februar 1956 wechselte ich vom Richter zum Beamten des auswärtigen Dienstes. Von der Möglichkeit Bundespräsident zu werden, las ich in der Zeitung. Das war während der Krankheit von Franz Jonas. Am Abend vor einer Geschäftsreise, fragte ich Bruno Kreisky, ob ich, sollte mit Bundespräsident Jonas etwas passieren, zurückkommen oder meine Geschäftsreise fortsetzten sollte. Er meinte: Es wäre sinnvoll, wenn du zurückkommen würdest. Außerdem möchte ich dir mitteilen, daß meine Partei überlegt, dich als nächsten Bundespräsidenten aufzustellen. Würdest du einer Kanditatur zustimmen? Ich meinte zu ihm, da schon längere Zeit in den Zeitungen darüber geschrieben wurde, hätte ich mich mit der Frage bereits auseinandergesetzt. Und wenn seine Partei hinter mir stünde, könnte ich es mir schon vorstellen, zu kanditieren. Ich sagte ihm auch, daß das keine Zusage wäre, sondern nur eine Information. Das nächste Gespräch hatten wir nach dem Begräbnis von Franz Jonas, wo Kreisky sagte, daß er am nächsten Tag eine Parteisitzung hätte und ich mich auf alle Fälle bereithalten sollte. Ich bekam auch prompt den Anruf, daß ich zu der Parteisitzung kommen sollte. Ich wurde als Kanditat nominiert.

Zum Erfolg

Zum Erfolg von Rudolf Kirchschläger

Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Ich bin kein Erfolgsmensch, ich habe mich bei den Tätigkeiten, die mir zugefallen sind, immer bewährt. Armut war der Schlüssel zum Erfolg.

Wie ist man politisch erfolgreich?
Wissen ist wichtig, man muß die Dinge kennen, über die man spricht. Man muß die Menschen gern haben (das war auf alle Fälle in meiner Zeit so), akzeptieren. Man muß mit den Menschen Feste feiern, sich unter sie mischen, dann erfährt man viel mehr von ihnen (was sie ärgert und wo sie der Schuh drückt) als durch Meinungsumfragen. Ich denke, das war seinerzeit das Geheimnis, auch von Bruno Kreisky. Die heutige Tendenz ist, daß man mehr auf Meinungsumfragen hört. Ich hatte auch nie eine Geheimtelefonnummer, doch einmal 3 Monate lang, als ich als Richter nach Wien kam. Ich dachte die Wiener Prozeßparteien wären lästiger als die Landparteien. Aber sonst nie, auch nicht als Bundespräsident.
Spielen Niederlagen in Ihrer Karriere eine Rolle? Ich kann mich nicht erinnern, eine Niederlage zu bewältigen gehabt zu haben.

Warum haben sich die Leute immer wieder für Sie entschieden?
Ich denke, weil ich bereit war, zu entscheiden - zu sagen was richtig und was falsch war. Ich erlangte rasch das Vertrauen von Außenminister Figl und später auch von Staatssekretär Kreisky, der ein guter Freund von mir wurde.

Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Die Familie ist nicht nur für den Erfolg, sondern für das ganze Sein wesentlich. Man braucht die Ausgeglichenheit der Familie, wo man still sein kann. Ich traf eigentlich die meisten Entscheidungen mit meiner Frau gemeinsam, ob es darum ging nach Wien zu gehen oder ob ich Bundespräsident werden sollte.

Kommentare



Es wurden keine Kommentare gepostet.
Wenn Sie Kommentare abgeben möchten, registrieren Sie sich bitte gratis und loggen Sie sich ein.
Linktab

Link zum Interview von Rudolf Kirchschläger:

ANDERE INTERESSANTE PROFILE

Schnecker
Graf
Putz-Haas
Baumann
Holic

 


Club Carriere

Enzyklopädie des Erfolges

Die bibliophile Rarität beinhaltet nicht nur die vollständige sozialpsychologische Analyse der Parameter und Faktoren des Erfolges aufgrund einer qualitativen Analyse, sondern auch ca. 1200 Interviews je Band. Die Komplett-Ausgabe umfasst 19 Bände, die auch einzeln erhältlich sind. Jeder der hier Interviewten findet sich in zumindest einem der Bände wieder. Es sind aber auch Interviewte in den Büchern veröffentlicht, die sich hier auf der Web-Site nicht mehr finden.

Weitere Informationen bitte
per e-Mail anfordern.

Geführte Interviews

45829

LOGIN-INFO

Als registrierter Besucher können Sie gratis auch Fachbeiträge lesen und Kommentare schreiben.

Als Club Carriere Persönlichkeit können Sie sich einloggen, die eigene Kontaktmöglichkeit zu anderen Persönlichkeiten freischalten und Fachbeiträge schreiben, um Ihre Kompetenz darzustellen.

Gold Mitglieder können darüberhinaus Ihr eigenes Profil verändern und Werbung schalten.

Details

Veröffentlichte Interviews

20931

Empfehlung

Empfehlen Sie eine Persönlichkeit zur Aufnahme in Club-Carriere, wenn Sie der Meinung sind, dass:

  • Öffentliches Interesse besteht
  • die Person als Vorbild für Berufseinsteiger dienen kann
  • das Berufsbild ein sehr Seltenes oder Ausgefallenes ist

Empfehlung verfassen

Aufgenommen werden Unternehmer, Führungskräfte und Persönlichkeiten aus folgenden Bereichen:

  • Wirtschaft
  • Verwaltung
  • Kunst
  • Kultur
  • Politik
  • Sport und
  • Klerus

Bei Kontakt ist es für uns hilfreich den Namen des Empfehlenden nennen zu können. Geben Sie also bitte, wenn möglich Ihren Namen an und vergessen Sie nicht auch Ihre Kontaktdaten anzugeben. Sie erleichtern unsere Arbeit auch, wenn Sie einige Stichwörter zum Empfohlenen vermerken. Danke!

Fotos und Logos

20931

TIP FÜR CLUB-CARRIERE MITGLIEDER

Loggen Sie sich ein, und verfassen Sie Fachbeiträge, um Ihre Kompetenz noch besser darzustellen.

Ihre Login-Daten wurden Ihnen bereits zugesandt. Gerne senden wir Ihnen diese auch nochmals zu.

ZERTIFIKAT

Club Carriere wurde ins
Auftragnehmerkataster als geeigneter
Dienstleister für die Republik Österreich
aufgenommen

Mission Statements

672

Kontakt

Algomedia Presseservice
Sterngasse 3
A-1010 Wien

  +43 699 1000 2211
  +43 1 532 0180 611

  algomedia@club-carriere.com

DESIGNED BY ALGOPRINT MARKETING GMBH 2019 ©
Donnerstag 13 August 2020

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen.