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* Dipl.-Dolm. Gisela Bock

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Freiberufliche Konferenzdolmetscherin
14167 Berlin, Bertholdstraße 1
Diplom-Dolmetscherin
Sonstiges B to B
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Profil

Zur Person

Dipl.-Dolm.
Gisela
Bock
05.05.1936
Dresden
Harald (1966) und Sven-Holger (1968)
Verheiratet mit Wolfgang
Goldschmiedearbeiten

Service

Gisela Bock
Werbung

Bock

Zur Karriere

Zur Karriere von Gisela Bock

Welche waren die wesentlichsten Stationen Ihrer Karriere?
Geboren wurde ich in Dresden. Mein Vater war Rechtsanwalt und flüchtete 1951 aus der DDR in den Westen Berlins. Ich besuchte in Berlin-Dahlem die Oberschule und legte 1958 dort das Abitur ab. Eigentlich wollte ich Mikrobiologie studieren, damals hieß es aber, daß Frauen in diesem Beruf keine Chance hätten. Auf einem internationalen Juristenkongreß in Berlin hörte ich die berühmte Schweizer Konferenzdolmetscherin Marie Ginsberg, die mich sehr faszinierte, und las dann auch das Buch von Paul Schmidt Statist auf diplomatischer Bühne 1923-1945, worin er seine Karriere als Dolmetscher im Dritten Reich beschreibt. Da ich schon als Schülerin längere Auslandsaufenthalte in Amerika und Frankreich absolviert hatte, brachte ich gute Voraussetzungen für ein Sprachstudium mit. Ich bewarb mich am Sprachen- und Dolmetscherinstitut in München, wo Paul Schmidt als Direktor wirkte. Während der Aufnahmeprüfung fragte mich der Leiter der englischen Abteilung, ob ich den Mut hätte, das Vordiplom als Aufnahmeprüfung abzulegen, um so die Studienzeit zu verkürzen. Ich meisterte diese Herausforderung und konnte somit gleich in das fünfte Semester einsteigen. Damit wurden meine Eltern finanziell entlastet, und ich erwarb 1959 bereits mein Diplom. Es war damals nicht schwierig, in den Beruf einzusteigen. Vertreter vieler Institutionen kamen zu den Abschlußprüfungen und machten den Absolventen entsprechende Angebote. Ich wollte nach Berlin zurückkehren, wo unter anderem die Deutsche Stiftung für Entwicklungsländer gegründet worden war, und stellte mich dort vor. Trotz meines jugendlichen Alters und meiner fehlenden Erfahrungen wurde ich angestellt und durfte den Sprachendienst aufbauen. Die Stiftung organisierte Fachseminare für Führungskräfte aus den Entwicklungsländern, die auch Exkursionen beinhalteten, und dafür mußten Dolmetscher organisiert werden. Ich hatte bei meiner Einstellung mit der Personalabteilung vereinbart, auch freiberuflich tätig sein zu können, und begleitete als freiberufliche Konferenzdolmetscherin viele internationale Veranstaltungen und Kongresse.

Zum Erfolg

Zum Erfolg von Gisela Bock

Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Der Erfolg beim Dolmetschen bedeutete für mich, das Verständnis von Menschen unterschiedlicher Sprachherkunft herzustellen. Das Verständnis der Menschen untereinander war für mich das wichtigste. Ich habe erreicht, daß die Menschen miteinander reden konnten und dabei darauf vergaßen, daß ein Dolmetscher im Hintergrund agiert und übersetzt.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja, gemessen an dem eben genannten Prinzip war meine Tätigkeit erfolgreich. Sonst hätte ich als freiberufliche Dolmetscherin nicht so viele interessante Aufträge auch auf internationaler Bühne bekommen. Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Wesentlich war meine Bereitschaft, immer wieder Neues zu lernen und mich auf neue Aufgaben einzustellen. Um diese Aufgaben zu bewältigen, mußte ich mich selbständig vorbereiten, d.h. Fachtermini und deren Übersetzung in der jeweiligen Sprache lernen. Ein weiterer wichtiger Erfolgsfaktor war meine Fähigkeit, auf Menschen zuzugehen und mich in die Rolle der Person zu versetzen, für die ich übersetzte. Wie begegneten Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags? Als ich heiratete, stand für mich fest, daß ich meinen Beruf nicht aufgebe. Ich gab zwar die Leitung des Sprachendienstes in der Stiftung ab, arbeitete aber trotzdem weiterhin vor allem freiberuflich. Nach der Geburt meiner beiden Kinder wurde ich von einem Kindermädchen unterstützt, das sich von morgens bis abends um die Kinder kümmerte, wenn ich unterwegs war. Ist es für Sie als Frau in der Wirtschaft schwieriger, erfolgreich zu sein? Die Anforderungen sind in diesem Beruf für Männer und Frauen gleich. Männer werden in der Regel von Männern gedolmetscht, und Frauen eben von Frauen, insofern besteht in diesem Beruf Chancengleichheit.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Ich erinnere mich besonders an den Welttierärztekongreß in Hannover im Jahre 1963. Damals war ich noch sehr jung und hatte die Aufgabe, abends beim großen Festessen die Reden zu übersetzen. Als man mich anschließend sehr für meine Übersetzungen lobte, wurde mir zum ersten Mal bewußt, eine sehr gute Dolmetscherin zu sein. Ein großes Erlebnis war, die Reden der amerikanischen Astronauten in Berlin nach ihrer Landung auf dem Mond zu dolmetschen.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Die Entscheidung, ein Sprachstudium aufzunehmen und Dolmetscherin zu werden, war die wichtigste Entscheidung in meinem Leben.Ist Originalität oder Imitation besser, um erfolgreich zu sein? Ein Konferenzdolmetscher kann nicht seine Originalität einbringen, sondern muß sich als Wiedergabe des Redners begreifen. Insofern ist die Fähigkeit zur Imitation in diesem Beruf wichtig. Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat? Ja. Donata Helmrich, die Mutter der ehemaligen Bundesministerin Cornelia Schmalz-Jacobsen, hat mich nach meinem Studium besonders gefördert und beim Einstieg in den Beruf unterstützt. Sie war mein großes Vorbild.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Ich habe sehr viele anerkennende Worte durch die Redner erhalten, die ich gedolmetscht habe. Meine Auftraggeber sind mir jahrzehntelang treu geblieben, z.B. die Materialprüfanstalt der Universität Stuttgart. Das ist für mich genug Anerkennung. Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst? Die gesundheitlichen Probleme für die Dolmetscher bei der Arbeit in den Kabinen sind immer noch groß. Die Kabinen bieten oft nur eine schlechte Sicht auf den Saal und sind meist unzureichend belüftet.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Das war am Anfang oft schwierig, besonders weil der Beruf eine umfangreiche Reisetätigkeit mit sich bringt. Nach der Geburt meiner Kinder schränkte ich meine Reisetätigkeit etwas ein, hatte aber trotzdem eine Tagesmutter im Haus, bis die Kinder ihre Schulausbildung beendet hatten. Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung? Ich mußte mich ständig fortbilden, um meinen Beruf ausüben zu können. Das ist aber auch das Interessante an meinem Beruf. Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben? Ich rate jungen Leuten, sich auf ein bestimmtes Fachgebiet zu konzentrieren, stets Interesse für neue Erkenntnisse zu zeigen und offen an neue Aufgaben heranzugehen. Aus Erfahrung besonders wichtig ist die gründliche Vorbereitung auf jede neue Konferenz anhand von Texten des entsprechenden Fachgebietes und dazu Unterlagen zu beschaffen.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Gerne würde ich noch einige interessante Konferenzen naturwissenschaftlicher Art dolmetschen. Privat möchte ich meine Kenntnisse im Goldschmieden vervollkommnen und wünsche mir auch Enkelkinder.

Mitgliedschaften

AIIC - Internationaler Verband der Konferenzdolmetscher.

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