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* Dipl.-Ing. Dr. Bernhard Wittmann

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Geschäftsführer
Sigmapharm Arzneimittel GmbH
A-1200 Wien, Leystraße 129
Chemiker
Pharmazie
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Profil

Zur Person

Dipl.-Ing. Dr.
Bernhard
Wittmann
14.02.1973
Wien
Meine Kinder
- Geschäftsführung der MoNo chem-pharm Produkte GmbH
- Vizepräsident der PHARMIG (seit 2019)
- Vorstandsmitglied der AMVO (Austrian Medicines Verification Organisation)
- Vorstandsmitglied im Österreichischen Pharmacercle

Service

Bernhard Wittmann
Werbung

Wittmann

Zur Karriere

Zur Karriere von Bernhard Wittmann

Welche waren die wesentlichsten Stationen Ihrer Karriere?
Nach der Matura an der Höheren Bundeslehr- u. Versuchsanstalt für chemische Industrie in Wien-Hernals studierte ich Allgemeine Technische Chemie an der Technischen Universität in Wien. Mein beruflicher Werdegang begann im Jahre 1993 mit dem Eintritt in die Agepha GmbH. Von 1998 bis 2002 war ich freiberuflich in der Pharmabranche tätig, wo ich mich primär mit Qualitätsmanagement, Zulassung und IT-Projekte beschäftigte. 1999 schrieb ich meine Diplomarbeit und von 2000-2002 erfolgte meine Dissertation am Institut für chemische Technologie anorganischer Stoffe. Die Befähigungsprüfung zum Großhandel mit Arzneimittel absolvierte ich im Jahre 2000. Im Juni 2002 trat ich als Assistent der Geschäftsleitung bei Mono chem-pharm Produkte GmbH ein. Im Jahre 2004 übernahm ich die Funktion des gewerberechtlichen Geschäftsführers sowie des Herstellungsleiters. Im Jahre 2005 übernahm ich die Geschäftsleitung der Mono chem-pharm Produkte GmbH und der Sigmapharm Arzneimittel GmbH. Im Jahre 2007 besuchte ich den Praxis- u. Qualitätsmanagementlehrgang an der Wiener Universität. Seit 2008 übe ich die Funktion der Qualified Person sowie der QP-Pharmakovigilanz aus.

Zum Erfolg

Zum Erfolg von Bernhard Wittmann

Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Unter Erfolg verstehe ich die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens und Firmenziele zu erreichen. Dies gelingt nur durch hohe Kundenzufriedenheit und motivierte Mitarbeiter.

Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja weil es uns gelungen ist, Unternehmensziele zu erreichen, zufriedene Kunden zu schaffen und wir auch in der glücklichen Lage sind, Mitarbeiter zu beschäftigen, die durch ihre Leistung zum Unternehmenserfolg wesentlich beitragen.

Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Eine große Herausforderung unserer Branche ist es, unser Augenmerk auf die betriebswirtschaftlichen Aspekte zu richten, ohne dabei die zahlreichen gesetzlichen Vorschriften außer Acht zu lassen. Bis jetzt ist es sehr gut gelungen, diese Bereiche unter einen Hut zu bringen.
Wie begegnen Sie den Herausforderungen des beruflichen Alltags? Zur erfolgreichen Bewältigung der beruflichen Herausforderungen bedarf es mehrerer Faktoren. Den einen Faktor sehe ich darin, als Führungskraft immer den Überblick zu haben, trotz täglicher Überraschungen Prioritäten setzen zu können. Als zweiten Faktor sehe ich, über ein motiviertes Mitarbeiterteam zu verfügen, um gemeinsam Projektumsetzungen in Angriff nehmen zu können.

Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Einen genauen Zeitpunkt kann ich nicht nennen. Ich war immer vielseitig interessiert und dies hat auch in meiner Ausbildung seinen Niederschlag gefunden. Wichtig war mir, sehr engen Bezug zur Praxis zu haben. Diese Kombination hat mich auch in früheren Tätigkeiten in dieser Branche weitergebracht. Hintergrundwissen bekommt man an den bekannten Bildungseinrichtungen wie Fachhochschulen oder Universitäten für den beruflichen Alltag nicht so vermittelt, wie es vielleicht notwendig wäre. Meiner Ansicht nach kann die schulische Ausbildung aber dennoch als Rüstzeug betrachtet werden, auch wenn sich die tägliche Praxis oft anders gestaltet.

Ist Originalität oder Imitation besser, um erfolgreich zu sein?
Ich bin der Überzeugung, dass es die Mischung ist, die einen weiterbringt. Zu sehen, was zu einem passt, ist sicherlich eine Erfahrung die jeder Mensch macht. Aus den positiven aber auch aus den negativen Beispielen sollte man lernen und dies erachte ich als eine wichtige Erfahrung. In Summe betrachtet, würde ich die persönliche Weiterentwicklung über die momentane Anwendbarkeit des Gelernten stellen. Abgesehen davon, sollte man die Authentizität nicht verlieren. So ist mir etwa die persönliche Wertschätzung den Mitarbeitern gegenüber sehr wichtig.

Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Eine große Herausforderung sehe ich darin, dass wir einem technischen und regulatorischen Wandel in den verschiedenen Bereichen unterliegen, wie z.B. im Produktionsbereich, der Zulassung oder dem Qualitätsmanagement. In allen diesen Bereichen sind wir ständig zur Weiterentwicklung gezwungen. Ebenfalls eine Herausforderung stellt die Rekrutierung von fachlich qualifizierten Mitarbeitern für die vielen speziellen Themenbereiche unserer Branche dar. Speziell Absolventen technischer und naturwissenschaftlicher Ausbildungsgänge müssen an die spezifischen Themen der Branche herangeführt werden. Dies ist aber nur dann möglich, wenn die Bereitschaft bei jungen Mitarbeitern, über Jahre hinweg die Praxis kennenzulernen und sich auch dementsprechend, innerhalb des Unternehmens aus- und weiterzubilden vorhanden ist. Leider ist es so, dass es keine Ausbildung bzw. kein Studium gibt, die fachspezifisches Wissen ausreichend vermittelt. Diese Situation betrifft die unterschiedlichsten Funktionen und Arbeitsgebiete in der ganzen Branche.

Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Eine sehr große Rolle. Wichtig ist mir, dass der einzelne Mitarbeiter sich bei uns wohl fühlt und in seinem eigenen Arbeitsbereich auch persönlich Verantwortung übernimmt. Unsere leitenden Mitarbeiter übernehmen diese Verantwortung auch im Sinne des Unternehmens und sind sich der Tatsache bewusst, dass wir nur durch das Zusammenwirken aller Beteiligten zu unternehmerischem Erfolg kommen können.

Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
In sämtlichen Fachbereichen des Unternehmens sind motivierte Mitarbeiter wichtig, die neben der Bereitschaft zu persönlicher Weiterbildung auch bereit sind, den Weg der Entwicklung des Unternehmens mitzugehen. Es ist mehr als schwierig Mitarbeiter zu finden und noch schwieriger ist es, Mitarbeiter zu finden, die diese Motivation auch mitbringen und nicht einen „08/15" Job machen wollen. Mitarbeiter, die sich einbringen, unabhängig von den Bereichen und der Hierarchie, die bereits sind über den eigenen Tellerrand zu blicken und sich Gedanken machen, sind bei uns richtig.

Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Wir bieten jeden Mitarbeiter verschiedenste Weiterbildungsmöglichkeiten an um sich zu entwickeln und das Fachwissen für seinen Bereich zu vergrößern. Ich praktiziere den Führungsstil der „offenen Tür", d.h. ich stehe für die Anliegen der Mitarbeiter gerne und jederzeit, wenn es die Zeit erlaubt, zur Verfügung. Dies ändert sich allerdings, mit der Vergrößerung unseres Unternehmens, wobei ich nach wie vor versuche, für alle Mitarbeiter ansprechbar zu sein.

Wie verhalten Sie sich dem Mitbewerb gegenüber?
Wir befinden uns in der glücklichen Lage aufgrund unserer Ausrichtung wenige direkte Mitbewerber zu haben. Selbstverständlich geht es immer wieder um einen gemeinsamen Markt, sei es bei den Anwender und Patienten oder im Firmenkundenbereich. Aber trotzdem hat man viele Kontakte innerhalb der Branche. Der Erfolg des Unternehmens wird eher durch Kooperationen und Partnerschaften erreicht, nicht durch Feindseligkeiten unter Marktteilnehmern.

Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Auf Grund unserer Eigentümerstruktur ist es uns möglich, langfristig und nachhaltig zu agieren, d.h. wir müssen keine kurzfristigen Shareholderinteressen befriedigen und dies ist ein großer Vorteil. Dies bedeutet, dass wir nicht gezwungen werden, unser Augenmerk kurzfristig auf rasche Gewinnoptimierung zu richten. Unsere solide Basis bietet uns die Möglichkeit sich den zukünftigen Herausforderungen des Marktes zu stellen. Dazu gehört auch der neue zusätzliche Standort in Hornstein im Burgenland und die offizielle Eröffnung wird im Frühjahr 2020 stattfinden. Zunächst übersiedelt die Steril-Produktion und später auch in weiteren Schritten alle anderen Abteilungen. Im Zuge der Errichtung des neuen Standortes wuchs die Gesamtbelegschaft auf über 120 Mitarbeiter an, darunter genauso Akademiker wie ungelernte Kräfte, die im Betrieb weiter ausgebildet werden sollen, insbesondere aber natürlich auch Fachleute.

Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Irgendwann beginnen sich diese Bereiche zu vermischen, d.h. man nimmt berufliche Gedanken und Tätigkeiten auch in das Privatleben mit. Wesentlich ist, sich bei allem Einsatz nicht vom Beruf vereinnahmen zu lassen und genug Zeit für die Familie zu haben.

Wie viel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Konkrete Angaben kann ich auf Grund der Tatsache, dass die tägliche Arbeit auch eine Art von Fortbildung beinhaltet, nicht machen. Die eigene Fortbildung ist aber sicher das Um und Auf, um erfolgreich tätig sein zu können.

Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Grundsätzlich sollte man immer flexibel und offen für Neues sein. Den Abschluss eines Studiums bzw. einer schulischen Ausbildung darf man nicht als das Ende des Wissenserwerbes sehen, sondern als Rüstzeug für die Praxis um Neues aufzunehmen. Es ist kein Nachteil, wenn man über den eigenen Tellerrand blickt und mit Neugierde auf andere Themen sein Augenmerk richtet. Die Pharmabranche ist eine zukunftsorientierte Branche. Es gibt zahlreiche Chancen und Möglichkeiten für die Mitarbeiter sich laufend aus- und weiterzubilden. Es gibt zahlreiche Tätigkeitsbereiche die, wie bereits erwähnt, keine theoretische Ausbildung voraussetzen, und zwar deshalb, weil es keine dafür gibt. Wenn ein Bewerber die Bereitschaft hat, sich innerbetrieblich aus- und weiterzubilden, dann steht einer erfolgreichen Karriere in unserer Branche nichts im Wege.

Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Beruflich werde ich weiterhin versuchen den bisher erfolgreich eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Daneben auch genug Zeit für meine Familie aufzubringen ist mir enorm wichtig. Priorität hat das gesunde Wachstum unseres Unternehmens, dazu gehört insbesondere die Übersiedlung von Wien-Brigittenau nach Hornstein. Darüber hinaus steht die fachliche Aus- und Weiterbildung sämtlicher Mitarbeiter im Vordergrund um den zukünftigen Anforderungen des Marktes gerecht zu werden.

Mitgliedschaften

- MEGRA (mitteleuropäische Gesellschaft für Regulatory Affairs)
- ISPE (International Society für Philosphical Enquiry)
- GÖCH (Gesellschaft Österr. Chemiker)
- ACS (American Chemical Society)
- VÖCHICHT (Verein Österreichischer Chemie-Ingenieure und Chemotechniker)

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