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* Matthias Vogt

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General Manager
The Ritz-Carlton Hotel Company, L.L.C
A-1010 Wien, Schubertring 5-7
Hotelfachmann
Unterbringung, Hotels, Pensionen
200
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Zur Person

Matthias
Vogt
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Matthias Vogt
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Vogt

Zur Karriere

Zur Karriere von Matthias Vogt

Welche waren die wesentlichsten Stationen Ihrer Karriere?
Im Jänner 1989 begann ich mit der Lehre zum Hotelfachmann im Hotel-Restaurant -Erbprinz- in Ettlingen, in Baden-Württemberg. Nach der Beendigung dieser Ausbildungszeit, im Jahre 1992 absolvierte ich die Ausbildung zum Koch im Hotelrestaurant "Zur Traube" in Grevenbroich, in Nordrhein-Westfalen. Von 1994 bis Jänner 1996 besuchte ich die Hotelfachschule in Heidelberg. Nach erfolgreichem Anbschluss zog es mich nach London, wo ich mir als Trainee im -The Dorchester Hotel London- das Wissen rund um Food and Beverage Management aneignete und auch praktisch anwenden durfte. Nach weiteren Stationen in Berlin und Hong-Kong war ich von April 2006 bis Mai 2009 im Hotel The Ritz-Carlton, Wolfsburg als Director of Food & Beverage tätig. Danach wurde ich mit der Leitung des Hotels The Ritz-Carlton in Sanya auf Hainan, einer Ferieninsel im Süden von China betraut. Diese Funktion übte ich bis Februar 2012 aus, bevor ich mit März 2012 die Tätigkeit als General Manager des Hotels The-Ritz-Carlton in Wien übernommen habe, welches im August 2012 eröffnet wurde.

Zum Erfolg

Zum Erfolg von Matthias Vogt

Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg im Beruf hat weniger damit zu tun, dass man im Mittelpunkt steht. Ich sehe mich als Coach und meine Mitarbeiter können und müssen von mir erwarten, dass ich Ihnen Anregungen gebe, um sie bei der Bewältigung ihrer Aufgaben optimal zu unterstützen. Wir haben hier in Wien, ein sehr junges Mitarbeiterteam und ich schätze es mit jungen und motivierten Menschen zu arbeiten. Die Ladies und Gentlemen können von einem Generaldirektor Führungskompetenz verlangen. Dies umfasst, sich selbst die Messlatte sehr hoch anzulegen und auch von den Mitarbeitern gleiches einzufordern, was ich ebenso praktiziere. Ich sehe mich auch als Vorbild für mein Team und zeige ihnen Wege auf, welche sie vielleicht bis dato noch nicht erwogen haben. Wenn Fehler gemacht werden, stelle ich mir die Frage, ob ich seinerzeit dem Betreffenden genügend Mittel in die Hand gegeben habe. Als Führungskraft muss ich dafür Sorge tragen, dass ich mit meinen Erfahrungen alles daran setze, dass diese Fehler nicht mehr gemacht werden. Fehlerquellen zu vermeiden ist deshalb von eminenter Bedeutung, denn mein Gehalt und auch das meiner Mitarbeiter wird vom Gast bezahlt und nicht vom Unternehmen. Der Gast und mein Mitarbeiterteam stehen an erster Stelle, denn ohne Team würden Gäste nicht bedient.

Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja! Ich bin mit meiner bisherigen Karriere mehr als zufrieden. Es gab mehrere Etappen, welche ich im Nachhinein als Erfolg bezeichnen würde. Einen Erfolg sehe ich auch darin, dieses Haus hier in Wien führen zu dürfen, welches sich aus vier historischen Gebäuden des 19. Jahrhunderts zusammensetzt, die sich durch klassische Ringstraßen-Architektur auszeichnet und unter Denkmalschutz steht. Festhalten möchte ich, dass ich mich im Laufe meines bisherigen Werdeganges nirgendwo so wohl gefühlt habe wie hier in Wien.

Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Meine Zielstrebigkeit, denke ich, ist seit meinen frühesten Jugendtagen für meinen Erfolg hauptverantwortlich. Auch die Selbstmotivation besonders nach erhaltenen Tiefschlägen wieder Mut zu fassen, erachte ich als eine wesentliche Eigenschaft. Nicht unerwähnt lassen möchte ich, dass man seinen Job mit Herz ausüben sollte. In unserer Branche ist Service mit Herz eine Kombination, die keinen Gast unberührt lässt. Dies betrifft auch den Umgang mit den Mitarbeitern. Darüber hinaus sollte man auch auf seine Gesundheit achten, denn eine Führungsposition über eine längere Zeit hinweg, erfolgreich zu gestalten, kann leicht auf Kosten der Gesundheit gehen. Wichtig ist für mich, dass ich aus Fehlern lerne und denselben Fehler kein zweites Mal mache. Nach Beendigung des Arbeitstages versuche ich über den vergangen Tag nachzudenken, was ist gut gelaufen und was nicht, um daraus meine Schlüsse zu ziehen, um die nächsten Aufgaben am kommenden Tag noch ein wenig besser machen zu können.

Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Mein Großvater stammte aus der Pfalz und lebte ein Leben mit großen Herausforderungen. Er hat mich deshalb sehr beeindruckt, weil er es immer wieder schaffte, von Null beginnend, einen gewissen Wohlstand zu erreichen und dies mit persönlichem Einsatz.

Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter hat einen sehr hohen Stellenwert bei The Ritz-Carlton. Pro Jahr sind 120 Stunden für Manager und für die Angestellten 90 Stunden an Weiterbildung reserviert. Diese Pflichttrainings werden penibel eingehalten. Am Beginn eines Jahres wird der Ist-Zustand bei jedem Mitarbeiter festgehalten; nach weiteren sechs Monaten wird der Ist-Zustand neuerlich wertungsfrei überprüft und aufgezeigt, auf welchem Stadium sich er oder sie befindet und am Ende des Jahres wird festgestellt, ob das Ziel erreicht wurde oder nicht. The Ritz-Carlton Hotels gehören zur Marriott-Hotel Kette, welche weltweit 3800 Hotels besitzt, wodurch es mehr als reichlich Möglichkeiten der beruflichen Weiterbildung gibt.

Wie verhalten Sie sich dem Mitbewerb gegenüber?
Wenn man ein Luxusprodukt verkaufen möchte und diesen Anspruch stellt, kann man dies nicht zu Dumpingpreisen hergeben. Wenn man es trotzdem macht, schädigt man nicht nur sich selbst, sondern auch den Markt. Andererseits darf man die Preise auch nicht künstlich hochhalten, sondern der Service muss mit der gebotenen Qualität im Einklang stehen - dies versteht auch der Gast. Wir vergleichen uns mit FOUR SEASONS, einer kanadischen Hotelkette, welche weltweit über siebzig Hotels und Resorts im Luxussegment betreibt. Ich behaupte, dass man sich an den Mitbewerbern messen sollte, und beobachten sollte, wie sie ihren Job machen. Auch die zahlreichen Internetplattformen, in denen Hotelgäste ein Statement abgeben, sollte man genau beobachten. Es schadet auch nie, andere Hotels kennenzulernen. Wichtig ist, dass man wirklich versucht, den Stil seines Hauses zu pflegen und seine Klasse zu wahren.

Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Unser junges ambitioniertes Mitarbeiterteam welches gerne bereit ist, manche Dinge anders zu tun als die Mitbewerber: so z.B. haben wir einen eigenen Schokoladen-Sommelier und unsere eigene Ritz-Carlton-Torte. Nicht unerwähnt lassen möchte ich unsere Company, welche augenblicklich stark in Asien und im mittleren Osten expandiert. Auf Grund der Größe unseres weltweit agierenden Unternehmens, versuchen wir, Führungspositionen aus den eigenen Reihen zu besetzen. Unser Haus, hier in Wien, zeichnet sich sicherlich durch die einzigartige Ausstattung gegenüber manchen Mitbewerbern aus, so ist die spektakuläre Roof Top Bar - Atmosphäre- mit Blick über ganz Wien, einzigartig.

Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Ich versuche Beruf und Privatleben strikt zu trennen. Für mich ist es wichtig, dass sich in meinem Freundeskreis auch Mitmenschen befinden, welche mit der Gastronomie nichts zu tun haben. Obwohl meine Frau ebenfalls aus der Hotellerie kommt, versuchen wir eine Trennung der genannten Bereiche einzuhalten. Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke weibliche Persönlichkeit - diesen bekannten Ausspruch kann ich unterschreiben. Die Hälfte meines Erfolges müsste ich abschreiben, wenn nicht meine Frau ein so starker Lebenspartner wäre.

Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Für einen Job in der Hotellerie bedarf es der Begeisterung für das Dienen! Es muss einem bewusst werden, dass der Gast im Mittelpunkt steht. Man sollte sich immer in die Lage des Gastes versetzen, auf Kleinigkeiten achten, denn diese Kleinigkeiten machen den feinen Unterschied zu anderen Hotels aus, welche sehr vom Gast geschätzt werden. Fremdsprachen zu beherrschen, ist eine Notwendigkeit um in unserer Branche erfolgreich tätig zu sein.

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