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* Mag. Dr. phil. Matthias Strolz

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Vorsitzender NEOS – Das Neue Österreich
NEOS – Das Neue Österreich und Liberales Forum
1070 Wien, Neustiftgasse 73-75/7
Politiker
Politische Parteien
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Profil

Zur Person

Mag. Dr. phil.
Matthias
Strolz
10.06.1973
Bludenz

Service

Matthias Strolz
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Strolz

Zur Karriere

Zur Karriere von Matthias Strolz

Welche waren die wesentlichen Stationen Ihrer Karriere?
Bereits in der Oberstufe des Gymnasiums in Bludenz empfand ich die Schule als zu eng. Dank der Funktionen als Klassen- und später als Schulsprecher entkam ich dem Schulalltag, hüpfte von einem Seminar zum nächsten, reiste durch ganz Österreich, konnte mir selber Entschuldigungen schreiben und hatte plötzlich sogar ein Büro in Bregenz. Das alles wirkte auf mich wie ein Ventil, neue Welten taten sich auf, ich war begeistert, nutzte die Freiheit um eine Fachbereichsarbeit zu schreiben und arbeitete an verschiedenen Projekten. Danach studierte ich in Innsbruck Internationale Wirtschaftswissenschaften und Politikwirtschaft mit Fächerbündel und wechselte anschließend für ein Marketing- und Managementstudium ins Ausland nach Dublin. Schon vor meinem Irland-Jahr war ich Fakultätsvorsitzender-Stellvertreter auf den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften und Chefredakteur der Fakultätszeitung. Nach meiner Rückkehr brachte ich mich wieder als Tutor voll in die Österreichische Hochschülerschaft ein. Die Erfahrungen als Vorsitzender der ÖH in Innsbruck und meine ehrenamtlichen Engagements prägten mich mehr als jedes Studium. Ich wäre jetzt nicht hier, hätte ich diese Erfahrung nicht gesammelt. Mit 17 absolvierte ich bereits die erste Trainerausbildung, machte mich später als Trainer in der Erwachsenenbildung selbständig und war im Jahr 2000 für ein Jahr parlamentarischer Mitarbeiter. Dann erhielten mein Firmenpartner und ich einen großen Auftrag von BMW, wir gründeten zu Zweit eine GmbH und ich stieg als Parlamentsmitarbeiter aus. Nationalrat Karlheinz Kopf wollte mich halten und als er zum Generalsekretär des Wirtschaftsbundes aufstieg, bot er mir einen Konsulentenvertrag an, den ich acht Jahre lang erfüllte. Gleichzeitig vertiefte ich mich in die Systemische Organisationsentwicklung, legte das Doktorat ab, wurde zu Ausbildungen in die weltweite BMW-Akademie eingeladen, betreute viele Kunden in der Wirtschaft, war aber auch für viele Kunden im politischen und öffentlichen Bereich tätig. Ich begleitete Kammern und Ministerien bei Veränderungsprozessen und begann dann auch Bücher über ein systemisches Politikverständnis sowie über ein systemisches integrales Gesellschaftsverständnis zu schreiben. Unser Unternehmen florierte. Doch nach zwölf Jahren stieg ich aus, weil ich zwar immer wusste, ich habe viel unternehmerischen Esprit, aber noch stärker spürte ich das politische Feuer in mir brennen. Das konnte ich nicht verleugnen, ich hatte in den letzten Jahren das Gefühl, dass ich in den althergebrachten Strukturen, mit dem was ich will und was mir wichtig ist, keinen sinnvollen Beitrag leisten kann. Das war der Ausgangspunkt für die Gründung einer eigenen Partei. Es war kein Geistesblitz über Nacht, die Idee musste sich über Jahre freilegen. Meiner Frau kündigte ich bereits 2005, vor unserer Hochzeit an, ich werde in der Politik sein. In den Jahren davor arbeitete ich ehrenamtlich im Europäischen Forum Alpbach, wo mich Erhard Busek bestärkte, nicht nur über wesentliche Dinge zu schreiben, sondern sie auch zu tun. Bevor ich den Schritt in die Politik machen konnte, musste ich einige Dinge aufarbeiten, zum Beispiel persönlich bedrohliche Erlebnisse während meiner Zeit als ÖH-Vorsitzender, die über einen längeren Zeitraum Albträume verursachten. Defacto musste sich die Angst abbauen und die Lust Oberhand gewinnen. Als es dann soweit war, begann ich meinen Weg zu gehen, begleitet von Verbündeten und Freunden. Es erschien mir als Pflicht, dem von mir mitgegründeten Unternehmen gute Überlebenschancen und unsere wirtschaftliche Basis als Familie für die Zeit der Parteigründung zu gewährleisten. Dafür habe ich unter anderem zwei Kredite aufgenommen. Wichtig war mir auch darauf zu warten, bis unsere jüngste Tochter die Nächte durchschlief. Bereits in den Jahren davor begann mich zu sortieren, ich war zwar leidenschaftlich aber auch verwirrt, ich wollte für mich ordnen, wie die Politik funktioniert und wie man sie besser machen kann. Bücher und Buchbeiträge darüber zu schreiben half mir dabei sehr. Irgendwann war also der Zeitpunkt da, wo alle Vorzeichen auf positiv standen, ab da war es nur mehr eine Frage des Mutes, dem Ruf des Herzens nun auch zu folgen. Natürlich fragte meine Frau „muss es das sein?“ Es handelte sich doch für die Familie um eine brachiale Intervention, die alles auf den Kopf stellte, was ich mir bisher als Rahmen und Organisation gegeben hatte. Im Herbst 2011 fiel die Entscheidung. Gemeinsam mit Veit Dengler, damals General Manager von Dell in Bratislava, trommelten wir gut dreißig ähnlich denkende Personen zusammen, gingen in Klausur, stellten fest, da ist genug Energie und gründeten sofort eine nach außen aktive Bürgerinitiative. Es entstand der Verein „Österreich spricht“, der mit neuen Formaten in der Politik experimentierte und sich der politischen Teilhabe verpflichtete, mit Bürgerforen, mit Worldcafe-Formaten, Straßenaktionen usw. Als Zweites gründeten wir einen Parteivorbereitungsverein und am 27. Oktober 2012 folgte die formale Parteigründung. Da zählten wir schon über 300 Leute und verfügten über ein erstes umfangreiches Programm. In 14 Klausuren mit bis zu 350 Teilnehmern, online-Konsultationen und Taskforces erarbeiteten und erstritten wir uns bis zu den Nationalratswahlen eine breite inhaltliche Ansage und eine tragfähige Beziehungsbasis. Wir sind eine zutiefst wertebasierte Bürgerbewegung, es war wichtig, dies als Basis ganz tief zu verwurzeln. Wir sind undogmatisch, das heißt, wir sind nicht sehr ideologisiert, wir wollen wahrhaftig sein, wir haben unsere fünf Kernwerte: Eigenverantwortung, Freiheit, Nachhaltigkeit, Authentizität und Wertschätzung. Und an denen wollen wir gemessen werden. Das sind permanent unsere inhaltlichen Paten und wenn immer eine Frage kommt wie zum Beispiel Bildung, dann folgt: was sagt die Freiheit, was sagt die Eigenverantwortung usw. und so kommen wir zum Beispiel zu unserem Autonomiekonzept für die Schulen. Diese Kernwerte leiten unser Handeln. Für unsere Organisation ist es enorm wichtig, sie in jede Tiefenstruktur einzuweben, das ist unsere DNA. Und dieses Erbgut soll uns über Jahrzehnte prägen, die es uns hoffentlich gibt.

Zum Erfolg

Zum Erfolg von Matthias Strolz

Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg ist das Verspüren, dass ich in Übereinstimmung mit meinem Wesen tätig bin und dabei auch noch Nutzen stifte. Für mein Umfeld und für mich. Die Vorarlberger verwenden den Begriff „zfrida“. Das heißt „zufrieden sein“. Das steht auf einem meiner T-Shirts. Fragen die Leute „wie geht es dir?“, antworte ich „ich bin zufrieden“. Und da sehen sie mich groß an, vor allem in Wien, weil sie das nicht verstehen. Das klingt für manche zu wenig spektakulär. Zufriedenheit ist für mich auch ein Zustand des Tätigseins. Zufriedenheit bedeutet eben, eine Baseline an Glück. Doch nicht das flüchtige Glück, eher Joy statt Fun. Das ist ein Grundempfinden, und obwohl tagsüber alle möglichen Dinge passieren, kannst du trotzdem sagen, ich bin heute zufrieden gewesen. Dieses Grundempfinden steht nicht auf klein-klein, sondern auf ein großes Empfinden, mit dem eigenen Wesenskern, mit dem Ruf des Herzens, seiner inneren Notwendigkeit übereinzustimmen. Wir sind keine Götter und wir sind auch nicht der irdischen Ambivalenz enthoben. Was heute noch stimmig ist, kann schon morgen nicht mehr stimmig sein. Wir reisen ja ständig auf dem Fluss des Lebens und müssen immer auf Richtung geben, gleichzeitig auch akzeptieren, dass der große Fluss seine eigene Richtung hat. Das heißt aber nicht, dass ich da einfach mitschwimme, weil dann bin ich Treibgut im Fluss des Lebens. Ich kann schon eine Richtung geben, Dinge ansteuern, die sich im Fluss zeigen. In Harmonie mit dem Umfeld.

Sehen Sie sich selbst als erfolgreich?
Ja, durchaus. Ich hoffe nicht, dass ich morgen sterbe, denn ich hab noch viel zu tun, als Vater, als Parteigründer und in vielen anderen Rollen. Auf der anderen Seite könnte ich auch in Frieden gehen. Ich habe Kinder bekommen und begleitet, ich habe Bücher geschrieben, ich habe Bäume gepflanzt, ich habe mich verliebt und liebe. Ich glaube, ich werde in jeder Lebensphase wieder neue Herausforderungen auf den Weg bekommen und ich denke, dass ich bisher vom Leben reich beschenkt bin. Es werden sicher noch schwierigere Zeiten kommen, die mich möglicherweise persönlich treffen, denn die großen negativen Schicksalsschläge sind bisher zum Glück noch ausgeblieben. Aber wie in jedem Leben war auch nicht alles eitel Wonne und Waschtrog. Es waren große und kleine Herausforderungen dabei. Das wird auch so bleiben. Manchmal zipft mich Dieses oder Jenes auch an. Aber ja, ich halte das, was mir gegeben ist und was ich führe, für ein erfolgreiches Leben. Ich habe auch das Gefühl, es wurde mir bis dato eher leicht gemacht und ich bin dankbar dafür. Gerade für die jungen Menschen scheint mir essentiell: Bildung und Ausbildung sind ganz wichtig, damit die Talente blühen und es ist ebenso wichtig, den Ruf des Herzens zu hören und zu verstehen. Das Bild vom Orakel von Delphi gefällt mir sehr gut. Dort sind die antiken Griechen hingegangen und wollten etwas über ihre Zukunft erfahren, wollten wissen, was Sache ist. Und das Orakel von Delphi empfängt sie mit der Überschrift: Erkenne dich selbst. Das finde ich so schön, da kommen die Leute und sagen: Sag mir endlich wie geht’s mit mir weiter und die erste Antwort die da kommt ist, erkenne dich selbst. Das sind wir, wir Menschen. Wir müssen uns selbst erkennen und dem entlang auch unser Leben führen. Es wird noch viel passieren, was uns ab und an aus der Bahn wirft oder einen Abzweiger verursacht. An meinen Kindern bemerke ich, dass sie für ihr Alter eine andere Qualität haben, als ich sie hatte, und dass es viele Menschen gibt, die mir viel voraushaben, schon von Geburt weg oder aus der Erziehung heraus. Das ist gut so und ich bin überzeugt, dass wir die Welt zu einem besseren Ort machen können, wenn die Menschen sich selbst verstehen.

Wo sehen Sie Ihre persönlichen Stärken?
Ich verspüre eine große Klarheit in meinem inneren Ort, von dem aus ich diese Parteigründung initiierte und von dem aus ich diese Bewegung jetzt führe. Dieser Ort liegt in großer Ruhe, im Gegensatz zu manch äußerlicher Hektik, manch großer Geschäftigkeit, die ich für manche verbreite. Wahrscheinlich erleben mich manche wirklich wie einen Duracell-Hasen. Mein innerer Ort dagegen befindet sich in großer Ruhe und das ist meine größte Kraft. Die Politik ist eine wilde, übergriffige Branche. Sie zerrt an dir, in jeder Minute und du wirst so abgegriffen, den ganzen Tag. Am Abend muss ich mich manchmal unter die Dusche stellen, um wieder zu mir zu kommen und das Übergriffige wegzubringen. Andererseits liebe ich dieses Leben, ich liebe es augenscheinlich und ich liebe die Menschen. Ich bin strukturiert und ergebnisorientiert, bin aber auch kompromissbereit, leidenschaftlich, gleichermaßen wie sachorientiert, ich habe eine gute Balance in vielem, ab und zu bin ich zu ungeduldig, aber es ist hoffentlich die Gnade des Alters, dass man lernt, dass auch das vergeht.

Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Da bin ich nicht so gut, weil auch die sozialen Medien hier eine Übergriffigkeit haben, die ich noch nicht beherrsche. Aber es gibt auch Tage, an denen ich das Handy mehrere Stunden ausschalte oder wo ich auch einen Tag nicht auf Facebook oder Twitter bin. Die Familie ist sicherlich als Gegenwelt sehr wichtig. Wenn ich nach Hause komme und noch bei den Kindern vorbeischaue, wenn sie schon im Bett sind, bin ich in der Sekunde in einer anderen Welt. In einer Welt, die mich aber auch vereinnahmt, denn Kinder sind ja auch kompromisslos, sie wollen dich mit Haut und Haaren. Meine Frau übt eine ganz wichtige Rolle aus. Erstens ist die Familie ein gemeinsamer Betrieb und sie ist die Betriebsleiterin, und ohne sie käme der Betrieb ins Stottern. Dann hätte auch ich nicht die Kraft und Entschlossenheit. Wir haben einen Deal, dass jeder die Träume des anderen stützt und nährt und die Umsetzung des Rufes des Herzens auch begleitet. Als unpolitischer Mensch hat meine Frau große Skepsis gegenüber der Politik. Das ist hilfreich für uns beide.. Wir beide schöpfen Kraft aus der Natur und ich nehme mir auch Zeit für Sport und Yoga. Nicht nur wegen der körperlichen Ertüchtigung, sondern um mich auch einmal für eineinhalb Stunden rauszunehmen und zu fokussieren, nur um bei mir zu sein.

Was erwarten Sie von Ihren Mitarbeitern?
Ich erwarte sachliche Leidenschaft, eine Passion für unsere Sache und dass sie unsere Kernwerte verstehen und auch leben. Denn wenn jemand nicht viel auf Eigenverantwortung hält, auf die Freiheit und auf die Nachhaltigkeit, dann ist er oder sie hier falsch. Ich erwarte auch Einsatzbereitschaft, gerade jetzt beim Startup. Wir leben vom Enthusiasmus und von der Einsatzbereitschaft unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Es gibt keine 40-Stunden-Woche bei uns, andererseits geben wir immer Acht, dass dabei keine ausbeuterische Szenerie entsteht. Wir müssen aufeinander schauen, dass die Leute auch nicht verbrennen. Das heißt, ich erwarte schon auch Selbstführung. Dazu erhält jeder hilfreiche Unterstützung, wenn jemand ein Coaching haben will, übernimmt das der Parlamentsklub. Wenn jemand eine Auszeit braucht, haben wir dafür Verständnis und wenn jemand Familie hat, nehmen wir darauf Rücksicht, das wollen wir auch vorleben. Auf diesem Feld experimentieren wir, da ist jeder von uns in der Pflicht. Meine Vorstellung ist es nicht, dass die Politik meine Ehe sprengt, wie es bei vielen der Fall war. Da bin ich selbst gefordert. Verlässlichkeit ist sehr wichtig, da muss man auch selber die Grenzen ziehen, gemeinsam verhandeln. Wir pflegen in der Familie und auch in unserer politischen Bewegung eine gute Aushandlungskultur und gegenseitige Wertschätzung.

Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Mir gefällt das Bild, mich zu finden. Ich habe lange gesucht. Du wirst dann fündig, wenn du die Zweifel auf der Suche in den Hintergrund gibst, in die Schwebe. Wenn du sagst, ich bin offen, offen im Geist, offen im Herzen, offen im Willen. Offen, um zu finden. Da passieren die unglaublichsten Dinge. Sie fügen sich, und ich glaube, so ist das mit dem Lebensziel auch zu sehen. Man soll sich in großer Klarheit Visionen und Ziele geben und sie dann loslassen. Das ist die Ambivalenz von Treiben und Halten im Alltag. Man soll sich als ein Gefäß des Lebens verstehen, mit einem großen Urvertrauen, dem die Dinge einfach widerfahren. Gleichzeitig ist das Können eine Tochter des Wollens. Ich habe versucht, das im letzten Buch „Die vierte Kränkung“ zu beschreiben. Beim Nacherzählen merke ich, dass mir die Worte fehlen. Diese Ambivalenz ist eher ein Gefühl aus feurigem Wollen und gleichzeitigem Loslassen. Das passiert zur selben Zeit und ist gleichzeitig präsent. Im Coaching habe ich damit gearbeitet und die Leute gefragt: Kannst du diesem Ziel, diesem Wunsch auch eine Form geben? Ist es eine pinke Kugel, dann fokussiere erst die Kugel und dann gib sie in den Augenwinkel. Sie ist da, ich gebe sie in die Schwebe. Das wäre die Technik des Suspen ding, das heißt, sie kann für sich selbst immer in den Fokus kommen und sich aufdrängen, das kann von Zeit zu Zeit passieren, aber ich kann sie auch aktiv holen und sagen, jetzt brauch ich dich wieder. Aber ich starre nicht immer darauf, weil das verengt dann den Horizont. Wenn ich nur mit Blick auf die Uhr auf den Gipfel stürme, werde ich die Wunder unterwegs nicht erleben. Da kann ich noch viel lernen, mich in Gelassenheit üben. Wenn du ein Startup leitest, dann bist du eine Energiewalze. Gelassenheit ist in der Anfangsphase einer Organisation nicht die wichtigste Zutat. Sie wird sicherlich in den kommenden Jahren wichtiger. Wir müssen schauen, dass wir diese Lebendigkeit, die ein Teil unserer Qualität ist – die sich am Anfang in einer Euphorie ausgedrückt hat, auch manche in ihrer Schrillheit erschreckt hat –, in eine ruhige Vitalität bringen. Ich glaube, dass Politik auch eine spirituelle Dimension hat.

Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Da habe ich ein Bild: Flügel heben. Die Flügel heben kannst du nur selbst. Deine Eltern, das Bildungssystem sollen dir den einen oder anderen Ansporn geben und die eine oder andere Technik. Ich glaube aber, dass wir dazu geboren werden, um zur Entfaltung zu kommen. In Österreich sind wir tatsächlich gleich an Freiheit und Würde geboren. Das ist großartig, das funktioniert in diesem Land. Und dann geht’s nach unserem Menschenbild darum, dass wir uns entfalten. Die Talente sollen blühen wie ein Baum im Frühling. Nur wenn ein Kirschbaum blüht, gibt es Aussicht auf Früchte im Sommer. Die Natur wuchert geradezu von Talenten. Jeder von uns kann was und jeder von uns kann was Unterschiedliches. Und es ist großartig sich selbst zu entdecken. Seine persönliche Berufung muss man nicht bereits mit 18 gefunden haben, ich habe viele als Coach begleitet, die erst mit 40 erkannten: so, jetzt will ich auf den Ruf meines Herzens hören. Dann bin ich wirklich dort, wo ich sein will, dann will ich meinem Leben eine Richtung geben. Da setzen viele noch einmal Segel mit 40 oder später – für ein neues großes Ziel und das finde ich großartig. Ich bin überzeugt, dass der Zugang zu den eigenen Talenten, den eigenen Emotionen, zu den eigenen Wünschen, Neigungen und Sehnsüchten der Schlüssel zum Glück ist. Die Lebensweise soll im Idealfall die Reise in Schritten zu mir selbst sein, zum eigenen Wesenskern.

Ehrungen

2012 Friedensnobelpreis (gemeinsam mit 500 Mio EU-Bürger_innen),
2008 Republik Österreich: Bundes-Ehrenzeichen für besondere Verdienste um das Gemeinwesen,
2007 Ehrenzeichen Europäisches Forum Alpbach für besondere Verdienste

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