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* Dr. Gunter Erker

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Geschäftsführender Gesellschafter
Slavonia Baubedarf GmbH
A-1110 Wien, Hauffgasse 3-5
Jurist
Baunebengewerbe
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Profil

Zur Person

Dr.
Gunter
Erker
Schifahren, Schwimmen
- Experte in Komitees des Österr. Normungsinstitutes
- Vorstandsmitglied im Verband für Bauwerkbegrünung

Service

Gunter Erker
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Erker

Zur Karriere

Zur Karriere von Gunter Erker

Welche waren die wesentlichen Stationen Ihrer Karriere?
Nach dem Jusstudium in Graz und Straßburg absolvierte ich von 1967 bis 1968 ein Wirtschaftsstudium am Bologna-Center der Johns Hopkins University (School of Advanced International Studies), Baltimore. In den Jahren 1968 bis 1969 leistete ich den Präsenzdienst ab. Im Jahre 1969 trat ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter in das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung ein und verfasste Studien über Tourismus und Verkehr. Im Jahre 1972 wechselte ich zur „Erste Allgemeine Versicherungs AG“ (Generali), in den Bereich internationale Rückversicherungen. 2 Jahre später übernahm ich die Funktion eines Vertriebsleiters für Verkehrsleitsysteme bei Futurit AG in Wien. Im Jahr 1978 stellte ich mich einer neuen Herausforderung und wechselte zur Schoeller Bank AG, Abteilung für Industriebeteiligungen und wurde 1979 in deren Tochterunternehmen, der Slavonia Baubedarf als Geschäftsführer eingesetzt. Dieses Unternehmen entstand im Jahre 1893 durch die Übernahme der K&K Parquettfabrik Biach & Cie. Der Firmenname leitet sich von der slawonischen Eiche ab, die zu den schönsten Holzsortierungen für Massivparketten zählt. Im Jahr 2000 trat mein Sohn Stefan Erker in das Unternehmen ein und setzte als IT-Experte neue und effiziente Standards für Arbeitsabläufe fest. 2006 übernahm er Geschäftsanteile und wurde in die Geschäftsführung berufen.

Zum Erfolg

Zum Erfolg von Gunter Erker

Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg hat viele Gesichter und dessen Definition ändert sich im Laufe des Lebens. Wenn man eine Familie mit 4 Kindern hat, reicht der Finanzrahmen als junger Angestellter selten für alle Wünsche aus. Somit bedarf es auch einer beruflichen Veränderung um mehr Geld zu verdienen, weshalb ich in dieser Phase, neue berufliche Herausforderungen suchte. . Ich hatte im Gegensatz zu ehemaligen Schulkollegen, die während der Schulzeit bereits wussten, was sie beruflich machen wollten, keine bestimmten persönlichen Ziele betreffend Beruf oder Studium, sondern nur ein sehr diffuses Bild von meiner Zukunft. Als Studium währe ich Jus, weil es für mich die breiteste Basis für die berufliche Zukunft erschien. Damals umfasste das Jusstudium auch die Wirtschaftsbereiche wie Volkswirtschaft und Betriebswirtschaft somit ökonomische Grundlagen, worin ich mein wirkliches Interesse erkannte. Zur Erweiterung meiner Rechtskenntnisse und internationaler Kontakte nahm ich die Möglichkeit für ein Stipendium an die Universität Straßburg wahr, wo renommierte Professoren aus dem angloamerikanischen Rechtskreis, der UdSSR, Skandinavien und Südeuropa ihre Rechtssysteme vortrugen. Zur Vertiefung meiner Economics-Kenntnisse erhielt ich ein Stipendium für die Johns Hopkins University in Bologna, das sich vom österreichischen System eines Universitätsstudium grundlegend unterschied, weil für einhundert Studenten, dreißig Professoren bereitgestellt wurden. Durch die persönliche Betreuung der Professoren und der effizienten Aufbereitung des Lehrstoffes, aber auch enormen Druck profitierte ich von diesem einem Jahr mehr als von den vorherigen Studienjahren in Österreich. Dadurch hatte ich auch keine Probleme einen Job zu bekommen, unabhängig davon, ob ich genaue Kenntnisse von der geforderten Materie hatte oder nicht. Zusammengefasst bedeutet Erfolg für mich, sich mit Neugierde und Leistungsbereitschaft neuen Aufgaben zu stellen und die damit verbunden Ziele konzentriert zu verfolgen.

Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja! Es gelang mir größtenteils die an mich gestellten Herausforderungen im Laufe der Jahre positiv zu bewältigen.

Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Am Beginn meiner beruflichen Laufbahn kann ich mich als „Job-Hopper" bezeichnen. Ich übernahm mit Begeisterung neue Aufgaben, die mich ausfüllten. Die Suche nach Neuem begleitet mich mein ganzes Leben. Speziell das Thema „Vertrieb" entsprach meinem Naturell. Der „Jagdinstinkt" im übertragenen Sinn und die Suche nach geschäftlichem Erfolg, neuen Produkten und deren Entwicklung, sind Herausforderungen, die mich bis heute faszinieren. Ein Beispiel dazu: Nachdem in der Firma Slavonia das Bauwesen für mich neu war, musste ich mich intensiv mit der Materie beschäftigen und stellte zunächst alles in Frage. Hätte ich, zum Beispiel als Baufachmann schon mit Abdichtungen zu tun gehabt, wäre mir der Erfolg vermutlich nicht gelungen, weil ich bestehende Grundsätze nicht in Frage gestellt hätte. Mein Ziel war es Bestehendes zu verbessern, neue Produkte zu entwickeln und vorausschauend zu handeln. Deshalb dachte ich damals schon an Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung. Somit lieferten - meiner Ansicht nach, erneut Neugierde und der Wille zur Leistung jene Parameter, die das Unternehmen und mich zum Erfolg führten.

Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Für mich gab es keine klassischen Vorbilder. Vorgesetzte waren für mich der Anreiz es besser zu machen. In diesem Sinn gelang es mir auch, durch ein Management Buy Out im Jahre 1985 das Unternehmen von der Schoeller Bank zu erwerben.

Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Der extreme Preisdruck, vor allem durch produktionsbedingte Überkapazitäten und der Mangel an qualifiziertem Nachwuchs sehe ich als die größten Probleme unserer Branche an! Es gab zahlreiche Fusionen, wodurch Mitarbeiter freigesetzt wurden, die aufgrund ihrer Qualifikation in andere Branchen wechseln konnten. Der Konkurrenzdruck ist in vielen Marktsegmenten so groß, dass es zahlreiche Burnout-Fälle durch Leistungsdruck gibt, die nun durch den allgemeinen Mangel an Fachkräften als erfahrenen Mitarbeiter fehlen.

Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Ideal sind Personen, die sich nicht mit dem Vorhandenen zufriedengeben, sondern den ausgeprägten Willen besitzen, etwas zu verbessern, ein offenes Ohr für die Anliegen von Kunden haben und zur Hilfestellung bzw. Lösung der Probleme bereit sind. Dieses umtriebige und kundenorientierte Verhalten, gepaart mit einer qualifizierten technischen Ausbildung wären die optimalen Voraussetzungen für einen Job in unserem Unternehmen. Leider tendiert der junge Nachwuchs für seine berufliche Zukunft mehr zu Konzernunternehmen und glaubt dort mehr „Sicherheit" zu finden, die es aber dort nicht wirklich gibt. Wer Innovation und Kreativität zu seinen positiven Eigenschaften zählt, und sich weiterentwickeln möchte ist, in Klein- und Mittelunternehmen wesentlich besser aufgehoben, weil die Entscheidungen wesentlich direkter und schneller umgesetzt werden können.

Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Jeder Mitarbeiter hat hier die Chance quasi als eigener Unternehmer zu handeln. Unsere Mitarbeiter müssen bereit sein, den unternehmerischen Gedanken auch zu leben und für ihren Bereich verantwortlich zu sein. Selbstverständlich, sind bei uns ein leistungsgerechter Gehalt und die üblichen Benefits im Außendienst. Sehr wichtig ist aber ein positives Betriebsklima und den Zusammenhalt im Unternehmen wie in einer großen Familie zu betrachten.

Wie verhalten Sie sich dem Mitbewerb gegenüber?
Der Mitbewerb nimmt aufgrund des immer stärkeren Konkurrenzdrucks kontinuierlich zu. Vor ca. zehn Jahren begann ein Konzentrationsprozess, der laufend zu Übernahmen und Fusionen führt. Unsere Strategie ist es durch Qualitätsprodukte und nachgewiesene Nachhaltigkeit dem Preisdruck auszuweichen. Da sich der Mitbewerb hauptsächlich über die Preisschraube und verminderte Qualität abspielt, sinkt deren Haltbarkeit. Im Gegensatz dazu können wir im Dach- und Fassadenbereich auf 30 Jahre alte Referenzen verweisen, wobei der Mitbewerb hier stark hinterher hinkt.

Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Als Beispiel möchte ich anführen, dass unser Unternehmen aus dem Holzbereich kam, aber schon frühzeitig in den 60er-Jahren den Vorteil von Diversifikation erkannte und eine Abdichtungssparte gründete. Dies erfolgte auf Basis des innovativen Produktes ISO-FLAMM, das auch heute - 60 Jahre später - durch Qualität und Nachhaltigkeit einen Erfolg garantiert. Eine ähnliche Entscheidung traf ich 1980 als Konsequenz des „Ölschocks" der 70er-Jahre, was Energiesparen zum Thema machte und mehr Wärmedämmung auf den Gebäuden erforderte. Wir nutzten diesen Trend mit der Entwicklung der patentierten SPIDI - Konstruktion für hinterlüftete Fassaden, womit wir auch heute, 40 Jahre später noch immer Marktführer sind. Eine „Jahrhundertchance" ergab sich durch den Fall des Eisernen Vorhanges 1989. Schon wenige Monate später gründeten wir Neiderlassungen in Bratislava, Prag und Budapest und „eroberten" mit unseren innovativen Produkten Märkte, die solche Standards nicht kannten. In einer zweiten Welle in den 90er-Jahren folgten Firmengründungen in St. Petersburg, Bukarest, Sofia, Belgrad und Zagreb zur Abwicklung internationaler Projekte.

Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Beruf und Privatleben haben beide ihren Stellenwert! Am Beginn meiner beruflichen Karriere stand für mich fest, dass eine Familiengründung erst dann in Frage kommt, wenn ich einen guten Job mit dementsprechenden Einkommen erreicht habe. Dies war auch später einer von mehreren Gründen, dass ich die Firma Slavonia seinerzeit gekauft habe. Selbstverständlich ist es eine persönliche Entscheidung, jahrelang mit 60-Stundenwochen zu leben und persönliche Interessen und teilweise auch die Familie hintanzustellen.

Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Neugierig und wissensbegierig bleiben, keine Scheu(klappen) vor Neuem haben und Lernen als Lebensaufgabe betrachten. Sprachen sind der Hebel des Wissens und die Globalisierung als Nutzen für sich selbst begreifen. Gesundheit nicht als gegeben annehmen, sondern durch Sport und Bewegung festigen. Die Familie als Basis für sich selbst und als Verantwortung für die Zukunft zu sehen. Wenn man in einem Metier wie dem unseren tätig sein möchte, zählt, wie bereits erwähnt, Innovation, Kreativität, Leistungsbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein zu den wesentlichen Eigenschaften um eine erfolgreiche Karriere zu führen.

Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Wir wollen den bisherigen erfolgreichen Weg fortsetzen und mit den in der Pipeline befindlichen Projekten deren Umsetzung betreiben und damit auch die Marktposition weiter ausbauen.

Ehrungen

1995 - staatliche Auszeichnung: Führen des Staatswappen im Firmennamen

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