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* Prof. Susi Nicoletti

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Ordentliche Professorin
Max-Reinhardt-Seminar
1140 Wien, Penzinger Straße 9
Schauspielerin
Darstellende Künste
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Profil

Zur Person

Prof.
Susi
Nicoletti
03.09.1918
München
Consuela Nicoletti und Ernst Habersack
Mischa und Christl
Beruf, Freunde, Hunde

Service

Susi Nicoletti
Werbung

Nicoletti

Zur Karriere

Zur Karriere von Susi Nicoletti

Welche waren die wesentlichsten Stationen Ihrer Karriere?
Als ich drei Jahre alt war, übersiedelten meine Eltern mit mir nach Amsterdam. Mein Vater arbeitete als Direktor der Amsterdamer Bank, und für mich begann eine schöne und unbeschwerte Kindheit. Meine Eltern nahmen mich zu Einladungen, in Konzerte, auf den Tennisplatz und ans Meer mit. Meine Mutter war eine Schauspielerin, so war es ihr nur recht, daß sich das Familientalent vererbte. Sie meldete mich in der klassischen Ballettschule James Meier zur Aufnahmeprüfung an, und ich war die jüngste Bewerberin, die aufgenommen wurde. Darüber hinaus besuchte ich zum Ausgleich auch die moderne Tanzschule von Gertrud Leistikov. Mit sechs Jahren kam ich in die Willemspark-School und war dort restlos glücklich. 1927 übersiedelte ich mit meiner Mutter nach München, wo ich eine Privatschule besuchte. Meine Ballettausbildung setzte ich bei der ehemaligen Primaballerina der Münchner Hofoper, Anna Ornelle, fort. Dreimal in der Woche besuchte ich Ballett, zweimal in der Woche modernen Tanz bei Frances Metz im Maximilianeum. Im März 1928 bestand ich die Aufnahmeprüfung für das St. Anna-Lyceum, wo ich als gute Schülerin galt. Ich war theaterbesessen und sah Klassiker, Schwänke, Konversationsstücke und Lustspiele mit Musik und Gesang. Ich liebte den Tanz und das Theater. Mit 13 bekam ich vom Lyceum die Sondererlaubnis, öffentlich aufzutreten, und tanzte kleine Rollen in Kindermärchen in den Münchner Kammerspielen. Das letzte Schuljahr war durch die politischen Ereignisse getrübt - am 30. Januar 1933 wurde Adolf Hitler Reichskanzler. Im März - kurz vor meiner Tanz-Abschlußprüfung - ließ mich der Direktor der Münchner Opernbühne, der mich von meinen Auftritten kannte, wissen, daß er mich engagieren würde, wenn ich die Prüfung bestünde. Am 16. März bestand ich und war Solotänzerin, einen Tag später unterschrieb meine Mutter für mich - ich war erst 15 und nicht zeichnungsberechtigt - einen Jahresvertrag an der Münchner Opernbühne. Parallel dazu statierte ich im Residenztheater und machte Kabarett mit der Gruppe Die weißblaue Drehorgel. In der gleichen Zeit wurde ich Schülerin der Schauspielschule im Maximilianeum, die von der Charakterdarstellerin Magda Lena geleitet wurde, und lernte den Beruf von der Pieke auf. Bei der Abschlußprüfung habe ich von 75 Prüflingen als eine von sieben bestanden und wurde sofort von Direktor Hans Schlenck an die Bayerische Landesbühne engagiert. Das nächste Engagement erfolgte in Nürnberg, wo ich schon eine Gage von 300 Mark im Monat bekam - im Vergleich zu den 100 Mark bei der Landesbühne in München. Für meine erste richtige Premiere erarbeitete ich die Rolle der Bianca in Der Widerspenstigen Zähmung. Ab September 1940 war ich am Wiener Burgtheater engagiert, wo ich bis August 1992 tätig war, ehe ich in Pension ging. Mein Rückzug aus dem Burgtheater erfolgte sang- und klanglos. Ich hatte dem damaligen Direktor Peymann nichts mitgeteilt, er hatte nichts von sich gegeben - umso besser, wir hätten ohnehin wieder aneinander vorbeigeredet. Meine Rollen spielte ich aber dort bis 1994. Regisseure sind für einen Schauspieler so wichtig wie die Luft zum Atmen. Es gibt wunderbare Regisseure - leider nur sehr wenige -, die Emotionen aus einem herausholen können, von denen man gar nicht geahnt hat, daß man sie besitzt. Als ich die Widerspenstigen mit Walter Felsenstein probte, war ich von seiner Arbeit so aufgewühlt, daß ich die letzten acht Tage vor der Premiere in die Pension Schneider zog, um ganz mit mir allein zu sein und durch nichts und niemanden gestört zu werden. Partner sind für einen Schauspieler auch sehr wichtig. So spielte ich bei den Salzburger Festspielen in Was Ihr wollt die Viola und hatte Partner, von denen man nur träumen kann: Werner Krauß als Malvolio, O. W. Fischer als Orsino, Josef Meinrad als Bleichenwang, Alma Seidler als Marie, weiters Ewald Balser, Judith Holzmeister, Albin Skoda, Hans Thimig - es war fabelhaft. Als ich am Reinhardt-Seminar zu unterrichten begann, bedeutete das Gefühl der Verantwortung den jungen Menschen gegenüber für mich eine Aufregung. Lehrer sind mitverantwortlich, was aus den Menschen wird, die sie unterrichten. Es stellt sich in unserer Branche jedoch immer die Frage, ob junge Talente außer ihrer Begabung und dem erlernten Handwerk auch die Kraft, die Disziplin, die starken Nerven, die Gesundheit und die ständige Neugierde haben, Neues auszuprobieren, sowie den Willen, freiwillig und mit selbstverständlicher Gelassenheit auf viel Privatleben zu verzichten.

Zum Erfolg

Zum Erfolg von Susi Nicoletti
Wie empfinden Sie den Erfolg im Beruf und im Leben? Ich finde den Erfolg im Leben wesentlich wichtiger, und dazu zähle ich Erfolgserlebnisse mit meinen Schülern. Ich habe wahnsinnig gern unterrichtet und noch immer gute Verbindungen zu vielen Menschen, die bei mir am Reinhardt-Seminar waren. Wenn ich sehe, daß etwas herauskommt, was man schon in den Anfängen spürt , dann bedeutet es für mich eine große Freude. Der Erfolg der anderen bedeutet mir fast mehr als mein eigener. Das heißt nicht, daß ich meinen Erfolg im Beruf nicht genieße, aber neben dem Erfolg gibt es auch Mißerfolg, und man darf weder das eine zu hoch, noch das andere zu nieder bewerten. Ich hatte großes Glück, mit vielen wunderbaren Kollegen zusammenzuarbeiten. Das schöne an diesem Beruf ist, daß man immer weiter lernt. Erfolg ist für mich eine Sache, die sich ergibt.
Ist der Applaus auf der Bühne für Sie ein Erfolg? Nein. Das ist sehr angenehm, aber es handelt sich um eine Momentaufnahme und noch lange nicht um Erfolg. Erfolg ist, wenn es im Leben ohne Druck beruflich weitergeht.
Was macht Ihren persönlichen Erfolg aus? Ich weiß nicht, ob ich ihn überhaupt habe.
Hat die Tatsache, daß Sie aus einer künstlerischen Familie stammen, eine Rolle gespielt? Das ist nicht abzustreiten, ebenso wie eine gewisse Veranlagung - sprich Talent - und eine fundierte Ausbildung. Oft ist es aber so, daß es die Kinder von prominenten Eltern schwieriger als andere haben, weil sie oft mit diesen verglichen werden. Sehr wichtig sind bei unserem Beruf Disziplin, Pünktlichkeit und vor allem ständige Arbeit. Nicht zu unterschätzen ist auch der menschliche Kontakt zu den Kollegen. Ich kann auch mit Leuten spielen, die ich gar nicht mag. Wenn sie gut sind, kommt man immer zurecht. Das ist zwar keine Freude, aber es geht. Schöner ist natürlich, wenn durch eine Zusammenarbeit eine gute menschliche Beziehung entsteht.
Wie gingen Sie mit Mißerfolgen um? Ich habe sie eingesteckt. Meistens konnte man sie schon ahnen - Um Gottes Willen, da bin ich hineingeraten ! - und man dachte dann: Es muß ein Mißerfolg werden! Das ist nicht angenehm, aber es geht weiter, und dann kommt der nächste Erfolg. Mein Vorteil ist, daß ich immer in festen Engagements war, so verkraftet man unangenehme Erlebnisse viel leichter, weil anschließend sofort etwas Positives kommt. Für mich ist es wichtig, in einem Ensemble zu arbeiten, wo man weiß, wer was kann.

Woraus schöpfen Sie Ihre Kraft?
Ich habe in einer Zeit gelebt, in der man Kraft brauchte, und ich hatte sie.
Was können Sie den Menschen empfehlen, die diesen Beruf ergreifen möchten? Man muß gewillt sein, sehr viel Privatleben aufzugeben, alles nach dem Beruf auszurichten und nie aufhören zu arbeiten, sich weiterzuentwickeln und in alle Richtungen weiterzubilden. Nicht das Schauspiel allein macht es aus, man muß auch singen und tanzen können. Es ist auch nicht abzuraten, einen zweiten Beruf zu haben, wie es in Amerika üblich ist, wo es keine festen Engagements gibt. Ich habe eine Enkelin, die mit sechs Jahren behauptete: Ich werde Tänzerin! und das wurde sie auch. Das heißt, es ist wichtig, etwas Konkretes zu wollen.
Was ist für Sie persönlich im Leben wichtig? Zu wissen, wie man leben will, sich danach zu richten und dabei den Humor nicht zu verlieren.

Publikationen

"Nicht alles war Theater" - Econ Tb. Verlag (1998)

Ehrungen

Nestroy-Ring

Mitgliedschaften

Ehrenmitglied des Burgtheaters

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