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* Kathryn Walt Hall

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Botschafterin
Embassy of the United States (US-Botschaft)
1090 Wien, Boltzmanngasse 16
Diplomatin
Diplomatie
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Profil

Zur Person

Kathryn
Walt Hall
09.01.1947
Berkeley / California / USA
David (1981) und Jennifer (1983)
Verheiratet mit Craig
Skifahren

Service

Kathryn Walt Hall
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Walt Hall

Zur Karriere

Zur Karriere von Kathryn Walt Hall

Wie war Ihr Werdegang?
Ich hatte eigentlich einige Karrieren: als Frau und Mutter, als (gemeinde) politische und humanitäre Aktivistin, Anwältin, Geschäftsfrau und jetzt als Diplomatin. Der erste wesentliche Punkt meiner Ausbildung war ein eineinhalbjähriger Internatsaufenthalt in der Schweiz, wo ich zum ersten Mal Internationalität erfuhr. Auslandsstudien waren zu dieser Zeit auch in den USA noch nicht so selbstverständlich wie heute. Anschließend studierte ich Wirtschaft an der University of California/Berkeley (A.B in Economics 1968) und Jus (J.D. der University of California Hastings College of Law). Schon in dieser Zeit war ich politisch engagiert und verstärkte ab 1971 diese Aktivitäten. Ursprünglich wollte ich sogar Politikwissenschaften studieren, denke aber, daß ein Wirtschaftsstudium eine noch bessere Grundlage - auch für eine politische Laufbahn - ist. Von 1973 bis 1975 volontierte ich als Pflichtverteidigerin (Assistant City Attorney) in San Francisco. Diese Erfahrung war wieder ein wesentlicher Lebensabschnitt, da ich dabei mit einer armen Bevölkerungsschicht in Berührung kam, mit der ich zuvor nie etwas zu tun hatte. Ich wuchs in einer glücklichen, geborgenen Umwelt auf und in dieser Zeit erfuhr ich, daß es nicht jedem Menschen auf der Welt so gut geht. In jener Zeit war es für eine Frau auch noch fast unmöglich in einem privaten Anwaltsbüro eine Anstellung zu finden, die einzige Möglichkeit war, in einer Regierungsstelle als Anwältin zu arbeiten. Für meinen nächsten Job war es umgekehrt wieder förderlich, daß ich eine Frau bin: In der Supermarktkette Safeway Stores (mit 150.000 Mitarbeitern damals die größte) war ich für die Erstellung und Durchführung des nationenweit ersten und größten Gleichberechtigungsprogrammes (Affirmative action programs) zuständig, nachdem eine Frauenbewegung gegen das Unternehmen (weil es keine Frauen beschäftigte) einen Prozeß angestrengt hatte. Für den Erfolg ist aber auch das Timing und etwas Glück, das man nicht kontrollieren kann, wesentlich. Als mein Vater 1982 starb übernahm ich sein Weingut in Kalifornien als Präsidentin der Kathryn Hall Vineyards Inc.. 1985 schied ich bei Safeway Stores aus, ging in die Politik und bewarb mich um den Posten des Head of County Government Dallas (Vorsteher des politischen Bezirks Dallas/Texas). Nachdem ich um ein halbes Prozent unterlag arbeitete ich weiter als Anwältin und Geschäftsfrau und bewarb mich 1991 um den Bürgermeisterposten von Dallas. Leider verlor ich auch diese Wahl. 1992 gründete ich die Immobilienmakler und Realitätenentwicklungsfirma Walt Management Inc. und war Managing Director und Partner in der Investment-Firma meines Gatten, der Hall Financial Group Inc. Mit Ernennung zur Botschafterin durch Präsident Clinton 1997 gab ich all diese Funktionen auf und habe zum ersten Mal in meinem Leben nur diesen einen Job. Parallel zu meiner beruflichen Laufbahn war ich, besonders in meiner Gemeinde, auch immer politisch und humanitär aktiv: Neben meinem Engagement in zahlreichen Non-Profit-Organisationen (Soziales und Gesundheit) war ich auch in mehreren Wirtschaftsorganisationen federführend tätig.

Zum Erfolg

Zum Erfolg von Kathryn Walt Hall
Was verstehen Sie unter Erfolg? Mit dem was man tut zufrieden zu sein. Ein Element des Erfolges ist es, auf seine Tätigkeit stolz und in ihr glücklich zu sein.
Sehen Sie sich selbst als erfolgreich?
Ja, aber nicht im angeberischen Sinn. Ich bin vor allem zufrieden und glücklich mit meinen Karrieren.Wie sieht Sie Ihr Umfeld? Man fühlt sich in meiner Umgebung wohl, ich kann zuhören und werde als fair angesehen - das ist besonders wichtig.Als was werden Sie vor allem gesehen - als Diplomatin, Anwältin, Geschäftsfrau oder Politikerin? Jetzt werde ich vor allem als Diplomatin gesehen, da ich diesen Job wirklich liebe und es die glücklichste Zeit meines Lebens ist, in der ich jede Minute genieße.
Wobei haben Sie erfolgreich entschieden?
Die Universität zu besuchen beschloß ich mit zehn oder zwölf Jahren. Damals arbeitete ich im Drugstore meines Vaters und ich fadisierte mich dabei so gewaltig, daß ich mich entschied etwas mehr aus meinem Leben zu machen. Einerseits wollte ich damals einen Schreibtischjob, aber auf der anderen Seite wollte ich auch unter Menschen sein. Letztlich muß man wissen, was einem Freude bereitet, denn nur in so einem Beruf ist man glücklich, und mit der Zeit findet man das auch heraus. Ebenso wichtig war die Entscheidung zu heiraten und Kinder zu haben.
Haben Sie diese Tätigkeit angestrebt?
Schon in meiner Jugend wollte ich etwas Internationales tun, dachte damals aber nicht an den Beruf einer Botschafterin. Es ist auch schwer, eine Karriere lange vorauszuplanen. Man muß flexibel, offen für alle Möglichkeiten, sein und Chancen ergreifen. Daß mir dieser Job Freude bereitet, fand ich erst kurz zuvor beim Training in Washington heraus. Vorher wußte ich gar nicht, welche wundervolle Herausforderung mit diesem Beruf auf mich zukommt.
Was ist für Ihren Erfolg ausschlaggebend?
Harte Arbeit: in einem Beruf, der einen freut arbeitet man auch gern und ist automatisch besser. Ich hatte, neben meiner Ausbildung und Training, auch Glück, daß ich zur rechten Zeit am richtigen Platz war.Weshalb wurden Sie zur Botschafterin ernannt? In den USA werden (anders als in Österreich) 30 % der Botschafter - als politische Botschafter - direkt vom Präsidenten ernannt, die übrigen 70 % sind reguläre Staatsbeamte/Diplomaten. Ich bin eine, der von Bill Clinton persönlich ernannten politischen Botschafter. Dabei war die Tatsache, daß ich bereits praktische Erfahrung in vielen politischen Bereichen (als Wahlhelferin, Aktivistin und auch als Kandidatin) mitbrachte wohl ebenso ein Grund, wie meine frühere Tätigkeit für Al Gore und unsere Bekanntschaft mit Bill und Hillary Clinton.Was ist für den Erfolg hinderlich? Ein interessanter Aspekt dieser Frage ist, daß man generell zwischen kurz- und langfristigem Erfolg unterscheiden muß. Viel befriedigender ist natürlich der Langzeit-Erfolg und den hat man in der Politik nur dann, wenn man es liebt mit und für Menschen zu arbeiten, ehrlich und fair zu sein. Mit Unaufrichtigkeit wird man langfristig keinen Erfolg haben.Welche Rolle spielt Ihr Umfeld? Mit dem Erfolg ist das Umfeld untrennbar verbunden. Im Sinne meiner Begriffsdefinition muß vor allem das Umfeld stimmen, um zufrieden zu sein. Ich kann das Familienleben vom Berufsleben auch nicht so einfach trennen. Vielleicht spielt auch die Zufriedenheit für Frauen generell eine größere Rolle als für Männer - für mich ist das sicher zutreffend. Ich muß auch meinem Mann (der eine erfolgreiche Firma in Amerika leitet) dafür dankbar sein, daß er das Opfer auf sich genommen hat und ich hier sein kann. Extrem wichtig ist für mich auch, einen Partner zu haben, der einem abends zuhört und mit dem man sich aussprechen kann, wenn etwas schiefgelaufen ist. Das kann ich mit meinem Mann.Sie haben zweimal eine Wahlniederlage einstecken müssen, was bedeuten für Sie Niederlagen? Das waren große Niederlagen, da ich mit meinem Herzblut bei diesen Wahlen war; Niederlagen, die für mein Leben signifikant waren. Aber man braucht auch Mißerfolge um den Erfolg zu schätzen, als Person zu wachsen und Demut zu lernen: Everybody needs to eat Humble Pie.
Wie gehen Sie mit Niederlagen um?
Ich denke, mit ihnen ganz gut umgehen zu können. Sobald man über schwere Niederlagen hinweggekommen ist, sie akzeptiert hat, sind sie eine gute Bestätigung; ein beruhigender, aufbauender Prozeß, in dem man die Sicherheit gewinnen kann, daß Niederlagen nur temporär sind, und auch schwierige Zeiten nicht ewig dauern.
Woraus schöpfen Sie Kraft?
Ich bin sehr entschlossen: sobald ich etwas will, arbeite ich hart daran, um es zu bekommen. Ich denke, das von meinen Eltern mitbekommen zu haben. Mir wurde von Ihnen der Gedanke mitgegeben, daß ich alles was ich erreichen will auch erreichen kann. Die Unterstützung und Bestätigung der Eltern ist sicher ein wesentliches Element.Bekommen Sie Anerkennung? Üblicherweise ja, vor allem verbale Anerkennung, darunter verstehe ich auch konstruktive Kritik.Welche persönlichen Ziele haben Sie? Zum ersten Mal in meinem Leben bin ich so zufrieden in meinem Job, daß ich noch nichteinmal darüber nachgedacht habe, was ich als nächstes machen will.Was sind Ihre nächstgelegenen Ziele als Botschafterin? In meiner Funktion als Botschafterin will ich die Beziehungen zwischen den USA, der US Botschaft und der österreichischen Jugend - signifikant verstärken. Die Zukunft eines jeden Landes hängt letztlich von der Jugend ab, und hier sehe ich noch ein großes Potential. Die Kontakte, die wir heute mit der österreichischen Jugend knüpfen, bestimmen die Beziehungen unserer Länder für die nächsten 50, 60 Jahre oder länger. Die Zukunft der Diplomatie liegt generell in der Volksnähe und hat die Aufgabe Kommunikationskanäle zu schaffen. Eine Botschaft soll nicht nur zwischen den Politikern vermitteln, sondern auch Kontakte zwischen den Völkern herstellen und Ideen (Demokratiegedanke, freie Marktwirtschaft) vermitteln. Dazu nutze ich auch verstärkt die modernen Zukunftstechnologien. So haben wir z.B. einen Chatroom im Internet eingerichtet und forcieren Austauschprogramme, wie das Fullbright-Programm (Akademikeraustausch) oder Austauschprogramme für junge Unternehmer, Politiker und Journalisten.
Haben Sie Vorbilder?
Am prägendsten war für mich mein familiäres Umfeld. Meine Familienmitglieder, Mutter und Vater respektiere ich am meisten.

Publikationen

Artikel zu verschiedenen außenpolitischen Themen.

Mitgliedschaften

Mitbegründerin der North Texas Food Bank, Mitglied des US House of Representatives Hunger Advisory Commitee, Direktorin / Vizepräsidentin der Texas Mental Health Association, 1995 von Präsident Clinton in das National Advisory Council for Violence Against Woman und als Verwalterin der Woodrow Wilson International Center for Scholars berufen. Zahlreiche Funktionen in Wirtschaftsorganisationen wie Dallas Area Chamber of Commerce, Dallas Assembly, Commercial Real Estate Women, Texas Retailers Association, u.a.

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