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 alias Gunther Philipp

* Dr. med. univ. Gunther Placheta

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Selbständig
Agentur Ruth Killer
Schauspieler
Darstellende Künste
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Profil

Zur Person

Dr. med. univ.
Gunther
Placheta
08.06.1918
Marosheviz / Siebenbürgen in Rumänien
Dr. Hugo und Therese
Univ.-Prof. Peter (1943), Dipl.-Ing. Alexander (1967) und Gero (1983)
Verheiratet mit Gisela
Lesen medizinischer Werke

Service

Gunther Placheta
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Placheta

alias Gunther Philipp

Zur Karriere

Zur Karriere von Gunther Placheta

Welche waren die wesentlichsten Stationen Ihrer Karriere?
Lernen war für mich eine Selbstverständlichkeit, da ich wußte, daß ich für mich selbst lerne und durch das Anhäufen von Wissen Vorteile haben würde. Matura 1937, Medizinstudium (Promotion 1944), in den letzten Semestern inskribierte ich auch Psychologie (Grenzdisziplinen). Sieben gültige Semester Philosophie, Psychologie, Anthropologie, Theaterwissenschaften (Professor Kindermann). Während des Krieges Ausbildung in innerer Medizin, Schwerpunkt Kardiologie (bei Professor Karl Fellinger), parallel dazu Studium am Rainhard-Seminar (1942-43). 1932 Beginn der Laufbahn als Schwimmsportler, 1935 Österreichischer Rekord über 100 m Brust, Mitglied der Nationalmannschaft, 1937 mehrere Rekorde in 100 m Brust, Europabester, Erster in der Europa-Jahresliste, 1939 neuer Österreichischer Rekord, Zweiter der Weltrangliste. 1957 verschiedene Rennfahrer-Kurse. Ab 1960 GT-Rennfahrer, Werksfahrer bei Mercedes, bis 1963 Staatsmeisterschaften auf Ferrari, vierfacher Sieger im Großen Preis von Österreich. Bereits während des Krieges war ich als Mediziner in Rußland, 1943/1944 Stationsarzt in der Abteilung innere Medizin, Herzambulanz am Krankenhaus Rudolfsstiftung, kam bei Kriegsende in US-Gefangenschaft, hatte als Nicht-Parteimitglied bei den Amerikanern gute Karten und bekam 1945 eine ärztliche Landpraxis als Distriktsarzt in Eberstallzell/Oberösterreich zugewiesen. 1946 bis 1949 war ich Stationsarzt an der Neurologisch-Psychiatrischen Universitätsklinik Wien, ehe ich den Arztberuf (wie ich damals meinte, vorübergehend) aufgab. Schon während des Studiums war ich Solo-Entertainer, Conférencier und Parodist, war ab 1946 als Kabarett-Autor und Interpret für den Sender Rot-Weiß-Rot (104 halbstündige Unterhaltungssendungen), als Conférencier beim Sender RAWAG und Moderator einer Jazz-Konzert-Serie der Austrophon im Großen Konzerthaussaal tätig. In dieser Zeit schrieb ich vier Revuen für die Revue-Bühne Casanova, bei denen ich als komischer Hauptdarsteller agierte. Meine erste Filmrolle hatte ich im Märchen vom Glück als Partner von O.W. Fischer, Hans Holt und Nadja Tiller. Meine Filmkarriere begann so richtig 1949 mit der Hauptrolle im Antel-Film Kleiner Schwindel am Wolfgangsee, für den ich auch das Drehbuch schrieb. Anschließend gab ich den Arzt-Beruf auf, übersiedelte 1950 nach München, war Kabarettist in der Österreichischen Gruppe Die kleinen Vier und widmete mich meiner Karriere als Drehbuchautor und Filmdarsteller. Bis heute schrieb ich 21 Film-Drehbücher (darunter die ganze Serie der Kaiserfilme und Tantenfilme) und wirkte bis 1965 an über 130 Filmen als Hauptdarsteller mit, wo ich 16mal Partner von Peter Alexander war. Nach 1965 bis 1970 verlagerte ich mich als Schauspieler auf das Boulevardtheater, wirkte in weiteren 17 Filmen als Hauptdarsteller mit und gab Bühnen-Gastspiele im gesamten deutschsprachigen Raum. Ab 1970 moderierte ich vier Jahre lang die monatliche ORF-Sendung Motorama und war bis 1974 Motor-Journalist und Feuilletonist der Kronenzeitung. 1983 schrieb ich mein erstes Boulevardstück Wer mit Wem (das bereits weit über 1000 mal aufgeführt wurde), 1988 das zweite Damenroulette, und 1998 Da wird Daddy staunen. Weiters moderierte ich zahlreiche Shows und wirkte in verschiedenen TV-Produktionen und Serien mit, darunter Forsthaus Falkenau. Es kommt darauf an, daß man Leistung bringt und die Erwartungen erfüllt. Das Dasein eines Schauspielers wird langlebiger, wenn er keine Liebhaber-Rollen spielt, da diese zeitlich begrenzt sind. An schönen Menschen sieht man sich schnell satt. Ich war als Autor immer gut zu mir und schrieb mir die Rollen so auf den Leib, daß ich in der Liebe stets der Verlierer war. Dadurch wurde ich von den männlichen Zusehern nie als Rivale gesehen und bekam durch die Schadenfreude auch mehr Fans von der männlichen Seite. Das Drehbuchschreiben war für mich Lernprozeß, bei dem ich merkte, daß man in der Durchsetzung seiner kreativen Ideen sehr beharrlich sein muß. Ich bin solange kompromißlos, bis man mich aufgrund eines logischen Denkvorganges von einer Alternative überzeugt. Damit zog ich mir das Attribut, schwierig zu sein, zu. Manchmal ließ ich auch Geschäfte an einer Lappalie scheitern, wie zum Beispiel an fünf Schilling bei Gagenverhandlungen oder an einem falschen Wort beim Casanova. Das war aber letztlich gut so, weil ich damit für den Film frei wurde.

Zum Erfolg

Zum Erfolg von Gunther Placheta

Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Parameter für Erfolg ist die Kasse, so trivial das klingt. Erfolg schlägt sich in rein materiellen Dingen nieder, beim Fernsehen sind das Einschaltquoten. Ich sehe das an der Tatsache, daß meine alten Filme heute noch gefragt sind (im vergangenen Jahr hatte ich 71 Filme, die abgerechnet wurden). In meinem Metier hängt Erfolg auch mit Beliebtheit zusammen und man muß mit den Produzenten auf gutem Fuß stehen. Dazu muß man seine Kompromißlosigkeit gut verpacken und Überzeugungsarbeit leisten, um die eigenen Prinzipien durchzusetzen. Wesentlich ist auch ein gutes Arbeitsklima.

Sehen Sie sich selbst als erfolgreich?
Ja, nach 150 Filmen durchaus.

Wie werden Sie von Ihrem Umfeld gesehen?
Vielseitigkeit, Flexibilität und Anpassungsfähigkeit. Man hält mich auch für intelligent und eloquent. Ich bin mehrsprachig und kann mit der deutschen Sprache gut umgehen, habe eine differenzierte Wortwahl, kann mit den richtigen Vokabeln operieren und verwende manchmal auch wenig gebräuchliche Worte, weil sie zu einer genauen Definition unabdingbar sind.

In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Der Schritt vom österreichischen zum deutschen Film. Das wäre beinahe verhindert worden, da man mir das telegrafische Angebot vorenthalten wollte, um mein Abwandern zu verhindern. Durch Zufall kam ich drauf, und konnte dieses Angebot annehmen. Auf Dauer wäre ich sonst unter ungünstigeren Gagenbedingungen in Österreich geblieben.

Haben Sie diese Tätigkeit angestrebt?
In die Schauspielerei kam ich durch Zufall. Als ich im Schwimmerclub als Entertainer auftrat, sah mich ein Schauspieler, der mich ermutigte, die Aufnahmeprüfung am Rainhard-Seminar zu machen.

Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Vom Kabarett kommend, hatte ich schon ein Dutzend Kabarett-Programme und vier Revuen geschrieben, bei denen ich mir die Rollen auf den Leib schreiben konnte. Mit Rollen, die man sich selbst schreibt, kann man leichter erfolgreich sein. Ich habe auch ein gut funktionierendes Gedächtnis und bin dafür bekannt, daß ich mir hunderte Telefonnummern merken kann. Beim Schwimmen ist es vor allem die Gnadenlosigkeit sich selbst gegenüber. Man muß sich zum Training zwingen.

Was ist für den Erfolg hinderlich?
Untalentiert zu sein. Man muß die Grenzen seiner Fähigkeiten in Sachen Begabung und die Grenzen seiner physischen Leistungsfähigkeit ausloten und abstecken. Das habe ich beim Schwimmen gelernt. Dabei lernte ich, wie man seine Leistungsfähigkeit steigert. Ohne Entfaltung einer gewissen Intelligenz ist das nicht möglich. Vieles habe ich begonnen und wieder aufgegeben, wenn ich merkte, daß ich es nicht so gut konnte oder es mir nicht lag.

Welche Rolle spielt die Familie?
Wenn die Familie das, was man tut, gutheißt und die Leistung anerkennt, ist das ein Vorteil.

Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Im Kollegenkreis kann man keine Führungsrolle einnehmen, wenn man nicht in der Lage ist, eine friedliche, freundschaftliche Atmosphäre zu schaffen. Die positive Atmosphäre zwischen den Kollegen gehört zum Erfolg. Erotische Beziehungen im Ensemble sollte man aber auf alle Fälle unterlassen, da dies Konfliktsituationen schafft.

Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Motivation ergibt sich automatisch dann, wenn man mit dem gemeinsamen Vorhaben Erfolg hat.
Was bedeuten Niederlagen für Sie? Sie stellen einen Lernprozeß dar.

Wie gehen Sie damit um?
Ich beginne mit der Ursachenforschung, sobald ich den Grund des eigenen Fehlers erkannt habe, werde ich nicht zum Wiederholungstäter.

Woraus schöpfen Sie Ihre Kraft?
Kraft ist eine Himmelsgabe, ein Teil meiner Kraft kommt daher, daß ich für mein Alter ziemlich gesund bin.

Ihre Ziele?
Lange gesund zu bleiben. Die physische und mentale Arbeitsfähigkeit ist für den beruflichen Erfolg entscheidend.
Bekommen Sie Anerkennung? Im wesentlichen Ja.

Ihr Lebensmotto?
Nicht aufhören zu lernen.

Haben Sie Vorbilder?
Ja, ich bin mir aber bewußt, daß man das, was ein Vorbild erreicht hat, selbst nicht erreichen kann. Vorbilder sind Hinweise auf die richtige Richtung. Mein Vorbild wäre ein Persönlichkeitskonglomerat von Thomas Mann, Franz Werfel und Albert Einstein.
Anmerkung zu Erfolg: Die Eigenschaften, die Erfolg bedingen, sind Beharrlichkeit, Kompromißlosigkeit, Anpassungsfähigkeit und Flexibilität.

Publikationen

Autor von 21 Filmen, vier abendfüllenden Revuen, drei Boulevardstücken, 13 neunzehnminütigen Kabarett-Programmen, über 100 Radiosendungen, Autobiographie "Mir hat's fast immer Spaß gemacht", Schauspieler in über 150 Filmen.

Ehrungen

Bundesverdienstkreuz erste Klasse für Kunst und Wissenschaft, Ehrenmedaille der Stadt Wien, Goldenes Ehrenzeichen des Landes Wien, Goldener Rathausmann. Mehrere Rekorde über 100 m Brustschwimmen, dreifacher Österreichischer Staatsmeister Autorennfahren, vier Siege des Großen Preises von Österreich (Kategorie GT).

Mitgliedschaften

Mitbegründer des Ferrari-Club Austria (fuhr professionelle Rennen, Formel J, war dreimal Österreichischer Staatsmeister und hatte fünf Ferrari Zwölf-Zylinder - Rennwägen).

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