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* Erwin Perzy

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Inhaber
Original Wiener Schneekugel Erwin Perzy III
1170 Wien, Schumanngasse 87
Werkzeugmachermeister
Geschenkartikel
10
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Profil

Zur Person

Erwin
Perzy
20.10.1956
Wien
Erwin II und Rosa
Sabine (1989)
Großvater: Erwin Perzy - Firmengründer 1900
Fotografie, Wandern, Reisen

Service

Erwin Perzy
Werbung

Perzy

Zur Karriere

Zur Karriere von Erwin Perzy

Welche waren die wesentlichsten Stationen Ihrer Karriere?
Nach der Werkzeugmacherlehre und dem Bundesheer trat ich in den väterlichen Betrieb ein, legte 1981 die Meisterprüfung ab und übernahm 1984/85 den Betrieb, den ich seit dem Tod meines Vaters 1989 alleine führe. Das Unternehmen wurde 1900 von meinem Großvater gegründet und produziert Souvenirartikel, Miniaturen für Setzkästen, Neujahrs-, Weihnachts-, Oster- und Nikoloartikel, den original Wiener Silvesterguß und die bekannten Schneekugeln. Die beiden letzteren Artikel wurden von meinem Großvater um die Jahrhundertwende erfunden. Mein Großvater war Mechaniker für chirurgische Instrumente und wurde von Ärzten immer wieder gebeten, spezielle Instrumente zu entwickeln. Damals wurde im Licht von Kohlefadenlampen, deren Lichtausbeute eher gering war, operiert und die Ärzte wünschten sich eine Methode, um das Licht zu verstärken. Mein Großvater erinnerte sich an die Schusterkugel, eine mit Wasser gefüllte Glaskugel, die das Licht einer dahinter plazierten Kerze verstärkt und begann, mit verschiedenen Zusatzstoffen im Wasser, die den Effekt verstärken sollten, zu experimentieren, die meisten Stoffe, wie etwa Flitter, sanken aber zu schnell zu Boden. Dieses Abwärtsrieseln erinnerte ihn an Schneefall, und er stellte eine Miniatur der Basilika von Mariazell hinein. Diese erste Schneekugel schickte er einem Freund, der in Mariazell einen Souvenirladen besaß. Der Prototyp wurde sofort verkauft, und so begann mein Großvater, diese Kugeln auch mit anderen Motiven zu versehen. Ähnlich begann auch die Geschichte der Bleigußformen: Seinerzeit sammelten seine Schwestern Schrotkugeln und die Bleifäden aus Unterröcken und Gardinen, um sie zu Silvester zum Bleigießen zu verwenden. Sie ärgerten sich immer wieder darüber, daß es so lange dauerte, bis das Blei schmolz. Mein Großvater, der wußte, daß Zinn einen weitaus niedrigeren Schmelzpunkt als Blei hat, nahm dies zum Anlaß, um Zinn in Form von Hufstollen, die auch als Glückssymbol galten, in seinem Freundeskreis zu verschenken, um ihnen das Bleigießen zu erleichtern, im Laufe der Zeit kamen immer mehr Formen dazu. Auch die Tip-Kick-Fußballerfiguren waren ursprünglich eine Erfindung meines Großvaters. Diese kleinen Fußballerfiguren, die durch einen Klick auf den Kopf mit dem Fuß einen Ball wegschießen, waren ursprünglich aus Metall und ein beliebtes Spielzeug. Darauf meldeten wir aber kein Patent an, und so produziert dieses Spielzeug heute ein anderes Unternehmen - aus Plastik. Heute exportieren wir unsere Artikel - insbesondere die Schneekugeln (die auch häufig mit Kundenmotiven versehen als Werbeartikel genutzt werden) - in die ganze Welt bis in die USA. Heuer stelle ich auf den internationalen Spielwarenmessen wieder ein neues Produkt vor, das ich zum Patent angemeldet habe und das jetzt schon auf großes Interesse stößt: dreidimensionale Bilderrahmen nach dem Schneekugelprinzip.

Zum Erfolg

Zum Erfolg von Erwin Perzy

Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Für mich bedeutet Erfolg, etwas Neues zu kreieren, das von anderen angenommen wird. Wenn ich eine neue Schneekugel entwerfe, die sich gut verkauft, fühle ich mich erfolgreich. Erfolg hat für mich nicht mit Reichtum zu tun, der finanzielle Aspekt spielt nur insofern eine Rolle, als ich für meine Arbeit auch adäquat entlohnt werden will.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Durchaus. Wäre ich nicht erfolgreich, würden sich meine Kunden nicht für meine Produkte interessieren.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Ich verfüge über Organisationstalent und handwerkliche Fähigkeiten, erfasse Situationen relativ schnell und ziehe daraus die richtigen Schlüsse. Ausschlaggebend ist auch meine Zielstrebigkeit: Sobald ich ein Ziel erreicht habe, peile ich schon wieder das nächste an.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Wenn man sich als Tagträumer zu sehr mit sich selbst beschäftigt, hat man für seine Umgebung kein offenes Auge und Ohr, erkennt keine Chancen und kann auch nicht darauf reagieren. Chancen erkenne ich, indem ich mit offenen Augen durch die Welt gehe.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Vor einigen Jahren, als das Exportgeschäft mit den USA besonders stark war, rieten mir viele, ich solle doch auf einen anderen Standort ausweichen und auf der grünen Wiese ein neues Betriebsgebäude errichten. Da ich aber sehr viele Mitarbeiter beschäftige, die in der unmittelbaren Umgebung wohnen und viele Maschinen mit diesem Gebäude, das unser Eigentum ist, verwachsen sind, hätte das sehr weitreichende Folgen und neben einer enormen Investition auch einen halbjährigen Betriebsstillstand zur Folge gehabt. Also entschied ich mich dagegen. Kurz darauf fiel der Dollarkurs dramatisch und bescherte mir starke Umsatzeinbußen. Hätte ich damals auf die Ratschläge gehört und mit Schulden expandiert, würde es das Unternehmen heute vielleicht gar nicht mehr geben.
Ist Originalität oder Imitation besser, um erfolgreich zu sein?
Originalität spielt für mich persönlich eine sehr wichtige Rolle.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Ich hatte niemals Vorbilder. Ich bin ein absoluter Individualist, der, wenn an einem heißen Sommertag alle im Bad sind, im Wald spazieren geht, und, wenn im Herbst alle auf den Berg gehen, etwas total Konträres macht. Was den Betrieb betrifft, konnte ich mir niemals vorstellen, etwas anderes zu machen - ich fühle mich durchaus meinen Vorfahren verpflichtet. Allerdings würde es mich freuen, wenn mir der finanzielle Bereich keine Kopfschmerzen bereiten würde.
Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Ein gewaltiges Hindernis stellt die Bürokratie dar. Mein Erfolg wurde dadurch sehr gebremst. Manche realitätsfremde Gesetze zwingen mich dazu, Auswege zu suchen und lange Umwege in kauf zu nehmen, oder verschlingen unnütze Zeit. Ein weiteres, nicht branchenspezifisches, sondern sehr umfassendes Problem ist die Zahlungsmoral, die sich seit der Einführung des Euro drastisch verschlechtert hat, bzw. die allgemeine schlechte Wirtschaftslage, gegen die man als Unternehmer ohnmächtig ist.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Über Nachbestellungen, wenn ein Produkt besonders gut verkauft wird, freue ich mich ebenso wie über Einladungen zu Werbebesuchen auf Messen oder Weihnachtsmärkten von Kunden, oder nette Briefe von Menschen, die ein bestimmtes Motiv suchen - weil sie diese eine bestimmte Schneekugel z.B. vor 50 Jahren bei der Großmutter bewunderten, mit ihr aber nicht spielen durften und diese Kugel nun selbst haben wollen. Die eine wichtige Form der Anerkennung besteht einfach darin, daß der Endverbraucher mein Produkt will und es sich gut verkauft, ich also wirtschaftlich erfolgreich bin. Auf der anderen Seite freue ich mich über das Interesse und die Präsenz von nationalen und internationalen Journalisten und Filmteams, die von selbst auf uns zukommen und Werbung für die Firma machen.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Im persönlichen Gespräch finde ich heraus, ob sich der Bewerber für die Arbeit interessiert, dann lege ich Wert auf persönliche Sympathie und darauf, daß die Mitarbeiter auch im Umgang miteinander harmonieren. Wir haben eine sehr geringe Fluktuation, in den letzten zehn Jahren habe ich nur eine neue Mitarbeiterin eingestellt, weil ihre Vorgängerin in Pension ging.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Ich praktiziere ein japanisches System mit wöchentlichem gemeinsamen Briefing, das das Zusammengehörigkeitsgefühl stärkt. Dabei kann jeder seine Wünsche vorbringen, wir besprechen die aktuellen und kommenden Aufträge, und jeder weiß, was der andere gerade macht - und warum. Auch fallweises Lob, das mir nur selten über die Lippen kommt, ist nötig. Ich führe meinen Betrieb sehr familiär und lasse meinen Mitarbeitern sehr große Freiräume; im Prinzip ist es egal, ob die Schneekugeln um sieben oder acht Uhr früh zusammengebaut werden, wichtig ist, daß sie fertig sind, wenn der Kunde sie möchte.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Die beiden Bereiche verschwimmen allein schon insofern, als meine Lebensgefährtin ebenfalls sehr kreativ ist. Ich arbeite rund 70 Stunden pro Woche, auch von zuhause aus, und möchte Beruf und Privatleben gar nicht trennen, weil ich meine Tätigkeit liebe und grundsätzlich Freude daran habe.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
2002 entstand im Haus ein Schneekugelmuseum mit all den alten Motiven, das einen Überblick über den Werdegang des Unternehmens und alle Produkte geben soll. Im Laufe der Zeit hatte sich sehr vieles angesammelt, was zu schade ist, um in Kartons zu verstauben. Mein Ziel liegt heute darin, das Geschäft weiterhin erfolgreich zu führen, um es in ein paar Jahren in wohlgeordneten Verhältnissen an meine Tochter zu übergeben, die gerade ihre kaufmännische Ausbildung abgeschlossen hat, jetzt noch die Ausbildung zum Werkzeugmacher absolviert und demnächst in den Betrieb einsteigen wird.
Ihr Lebensmotto?
Die Sorgen - soweit es geht -, über Bord zu werfen.

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