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* Franz Hinkel

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Inhaber
Hinkel Anlagen und Maschinenbau GesmbH
8502 Lanach, Radlpaßstraße 7
Maschinenbauer
Maschinenbau, Werkzeugbau
16
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Profil

Zur Person

Franz
Hinkel
12.11.1940
Graz
Anna und Nikolaus
Wolfgang (1961)
Verheiratet mit Mathilda
Schwimmen, gut Essen, Herausforderungen
Maschinenhandel.

Service

Franz Hinkel
Werbung

Hinkel

Zur Karriere

Zur Karriere von Franz Hinkel

Welche waren die wesentlichsten Stationen Ihrer Karriere?
Nach Abschluß der Pflichtschule absolvierte ich in Weiz eine Lehre zum Dreher und Werkzeugmacher. Anschließend absolvierte ich im zweiten Bildungsweg noch eine Ausbildung zum Konstrukteur und war in verschiedenen Großbetrieben als Konstrukteur tätig. In der Folge wurde ich Einkaufsleiter eines größeren Mittelbetriebes. 1969 beschloß ich, den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen. Ich betreibe meine Firmen, die Hinkel Anlagen- und Maschinenbau Ges.m.b.H. und den dazugehörigen Maschinenbaubetrieb mit 16 Mitarbeitern in Graz. Wir bauen Maschinen und Anlagen bis zu einem Teilgewicht von zehn Tonnen, zu unserem Kundenkreis zählen verschiedentlich Firmen mit weltbekannten Namen aus dem industriellen Bereich. Unser Betätigungsfeld erstreckt sich hauptsächlich auf den österreichischen Raum.

Zum Erfolg

Zum Erfolg von Franz Hinkel

Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Persönlicher Erfolg bedeutet für mich, wenn eine von mir entworfene und konstruierte Maschine hervorragend funktioniert. Im privaten Bereich ist auch der Erfolg meiner Kinder in diesem Zusammenhang wichtig, weil ja ich als Erzieher dafür verantwortlich bin, ob meine Kinder aus ihrem Leben etwas machen oder nicht.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ich habe meinen Betrieb praktisch aus dem Nichts aufgebaut, über die Jahre immer wieder investiert; ich stehe trotz aller Schwierigkeiten ohne Schulden da und arbeite ausschließlich mit Eigenkapital. Das werte ich für mich selbst als äußerst erfolgreich.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Ausschlaggebend für meinen Erfolg war die Kombination einer Ausbildung in der Lehre zum Werkzeugmacher mit der anschließenden Ausbildung zum Konstrukteur, was mir in fachlicher Hinsicht einen ausgezeichneten Start ins Berufsleben ermöglichte. Für die Führung meines Betriebes war auch wesentlich, daß ich mich intensiv mit Kostenrechnung und Betriebswirtschaft auseinandergesetzt habe.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Schon sehr früh, zwischen meinem fünfundzwanzigsten und dem siebenundzwanzigsten Lebensjahr, als ich Einkaufleiter war und für mich selbst feststellte, daß ich in meiner Branche langsam einen gewissen Überblick bekam.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Hier möchte ich vor allem meine Berufswahl nennen, hiermit meine ich vor allem den Wechsel aus der Konstruktion zur Position des Einkaufsleiters. Eine weitere wichtige Entscheidung war der Schritt in die Selbständigkeit. Im aktuellen Betrieb lag eine wichtige Entscheidung im Komplettneubau der Betriebsanlagen.
Ist Originalität oder Imitation besser um erfolgreich zu sein?
Imitation ist nur für gewisse Zeit durchführbar, danach aber läßt sich der Markt nicht täuschen.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Mir wurde vom zuständigen Finanzamt eine hervorragende Buchführung bescheinigt. Auch ist für mich die jährliche Bilanz eine sehr wesentliche Anerkennung meines Tuns.
Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Ein großes Problem ist, daß manche Konkurrenzfirmen unterpreisig arbeiten, anschließend natürlich in Konkurs gehen, aber auf diese Art und Weise die Reputation der gesamten Branche schädigen. Vor allem sollten die Banken ihre Verantwortung bei der Vergabe von Krediten an solche Unternehmen verstärkt wahrnehmen. Hier möchte ich die Vorgangsweise in manchen Fällen sogar fahrlässig nennen. Auch findet man bei gescheiterten Firmen oft eine Folgegesellschaft, in der oft die vormals gescheiterte Geschäftsführung wieder zu finden ist. So werden oft Investitionen verschleudert, die Kosten trägt die gesamte Wirtschaft in Form von überhöhten Bank- und Kreditgebühren. Weitere dringende Probleme sind die in Österreich extrem überhöhten Lohnnebenkosten und die aus meiner Sicht besonders für Kleinbetriebe unzumutbaren Abfertigungsregelungen sowie die unternehmensfeindliche Steuergesetzgebung. Als Problem in der gesamten Wirtschaft sehe ich, daß das Niveau der Lehrlingsausbildung ständig sinkt.
Wie werden Sie von Ihrem Umfeld gesehen?
Ich bin an der Meinung meines Umfeldes über meine Person nicht interessiert.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Eine sehr wichtige. Eine Firma ist wie ein Getriebe, ein Zahnrad greift in das andere. Ohne gute Mitarbeiter kann ein Betrieb wie der unsere nicht funktionieren. Die meisten unserer Mitarbeiter haben wir selbst ausgebildet, die Verweildauer unsere Fachkräfte im Betrieb ist überdurchschnittlich hoch.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Vor allem bei Bewerbern für eine Lehrstelle sehe ich mir das Zeugnis besonders in den mathematischen und technischen Fächern sehr genau an. Großen Wert lege ich auch auf das Bewerbungsgespräch.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Vor allem durch das gute Betriebsklima. Wir veranstalten auch Betriebsfeiern und Ausflüge.
Wie werden Sie von Ihren Mitarbeitern gesehen?
Ich habe für alle Probleme der Mitarbeiter immer ein offenes Ohr.
Wie ist Ihr hierarchischer Strukturkoeffizient?
Mir obliegt die oberste Leitung, meine Frau macht seit der Firmengründung die Buchhaltung. Für die Montage und Schlosserei gibt es einen Vorarbeiter, die mechanische Fertigung und die Kalkulation obliegt einem Abteilungsleiter, der auch zu einem geringen Prozentsatz an der Firma beteiligt ist. In vielen Fällen spielt aber das hierarchische Denken keine Rolle, da gibt es meinerseits direkten Kontakt zum Mitarbeiter an der Maschine.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Wir sind bei unseren Kunden und in der Branche für unsere Liefertreue und unsere Qualität bekannt. Wir zählen nicht zu den Billigbietern, so können wir entsprechende Qualitätsstandards halten, und arbeiten mit weltweit bekannten Firmen wie Phillips, Siemens oder Elin zusammen.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Das Privatleben hat natürlich unter der beruflichen Anstrengung gelitten, seit meinem fünfzigsten Lebensjahr nehme ich mir aber bewußt Zeit für mein Privatleben, vor allem für meine Enkelkinder.
Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Ich lese sehr viel Fachliteratur, für andere Fortbildungsmaßnahmen bleibt leider keine Zeit.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Wer sich selbständig macht, muß damit rechnen, daß er mindestens doppelt so viel arbeiten muß wie andere Menschen. Wichtig ist auch, daß das verdiente Geld im Betrieb bleibt und nicht ausgegeben wird. Für wesentlich halte ich auch ein effizientes Zeitmanagement, um sich Leerläufe zu ersparen.
Ihr Lebensmotto?
Leben und leben lassen.

Mitgliedschaften

Wirtschaftskammer, Europäischer Normungsausschuß.

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