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* MedR. Dr. Gertrude Harrer

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Geschäftsführerin
Organisation der Ärztinnen Österreichs
1100 Wien, Dr. Eberle Gasse 3
Fachärztin für Dermatologie
Fachärzte für Dermatologie
36
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Profil

Zur Person

MedR. Dr.
Gertrude
Harrer
16.09.1925
Wien
Dipl.-Ing. Friedrich Jockl und Leopoldine
Andreas und Dr. Georg
Familie, Lesen, Reisen, Arbeit
Inhaberin der Firma Phylaton-Kosmetik.

Service

Gertrude Harrer
Werbung

Harrer

Zur Karriere

Zur Karriere von Gertrude Harrer

Welche waren die wesentlichsten Stationen Ihrer Karriere?
In den wirtschaftlich schwierigen Zeiten der dreißiger Jahre durfte ich eine private Mittelschule besuchen, wie es damals üblich war. Es handelte sich um eine hervorragend gute jüdische Schule, in der ich enorm viel lernte. 1938 wurde die Schule aufgelöst und ich wechselte in die Privatschule in der Billrothstraße, wo ich 1943 maturierte. Da ich nicht wußte, welchen Beruf ich wählen sollte, nahm ich eine Stelle als Ordinationshilfe bei Frau Dr. Domes an. Anläßlich eines schweren Unfalls, der sich am Kriegsende 1945 ereignete und bei dem ich mit Frau Dr. Domes die Erstversorgung durchführte, fiel die Entscheidung, Ärztin zu werden. Im Medizinstudium nach dem Krieg fehlten oft Lehrende mit entsprechender Qualifikation, man mußte viel selbst dazulernen, und ich war zudem teilweise Werkstudentin. Das Studium war nicht angenehm, aber sehr schön, ich promovierte 1954. Als junge, sogenannte Gastärztin, die unentgeltlich in Krankenhäusern praktizieren mußte, ohne versichert zu sein, war ich zweieinhalb Jahre im Dauereinsatz. Unter diesen schlecht abgesicherten Umständen gab es den ersten Ärztestreik in Wien. Nun war die Gemeinde Wien gezwungen, Verträge zu vergeben. Ich bekam meinen Arbeitsvertrag über ca. 1.200 Schilling im Februar 1957. Im Rahmen des Turnusdienstes blieb ich längere Zeit auf der Internen Abteilung, da ich von meinem Wunsch, Kinderärztin zu werden, abgekommen war. Ich leitete jahrelang eine Interne Ambulanz, was sonst Facharztsache war, bekam aber als Frau die angestrebte Fachausbildung nicht. Ich interessierte mich auch für Dermatologie und wechselte auf die Hautabteilung, wo die Dienstzeit jahrelang über 100 Wochenstunden betrug. Aber auch der dortige Chef war gegen Frauen und ich erhielt erst nach 4 Jahren eine Fachausbildungsstelle. Ich verlegte mich auf die interne Seite der Dermatologie, was besonders in der Allergieambulanz, die zahlreichen anderen Abteilungen diente, möglich war. Außerdem rief ich1975 eine Kosmetikambulanz ins Leben, weil kosmetische Unzulänglichkeiten zwar oft keine Krankheit an sich darstellen, aber großen Leidensdruck hervorrufen können. Diese Tätigkeit konnte ich nur in meiner Freizeit ausüben, was ich mit großem Engagement tat, obwohl ich mittlerweile schon das zweite Kind hatte. Ich arbeitete bis zu meinem 64. Lebensjahr. Bald nachdem ich 1989 in Pension gegangen war, starb mein Mann. Seitdem führe ich hobbymäßig eine Wohnsitzordination als Dermatologin, was bedeutet, daß ich die Familie behandeln und Privatrezepte ausstellen darf, ohne Ärztekammerbeitrag zahlen zu müssen. Diese Tätigkeit baue ich nun ab, weil mein jüngerer Sohn, der auch Arzt wurde, die Ordination in diesen Räumen führt. - Seit den Siebziger Jahren bin ich Mitglied der Organisation der Ärztinnen Österreichs, die sich der Gleichstellung der Frauen verschrieben hat. Frau Dr. Lore Antoine , die längjährige Präsidentin der Organisation der Ärztinnen Österreichs und der übergeordneten Medical Women International Organisation gründete nach ihrer Vereinstätigkeit ein Seniorenheim für ca. 100 Personen, das Haus der Ärztinnen im 10. Wiener Gemeindebezirk. Als Frau Professor Antoine vor 15 Jahren starb, übernahm ich die ehrenamtliche Geschäftsführung des Ärzteheims und habe seit sechs Jahren auch die Präsidentschaft inne. Mein zweites Standbein geht auf meinen Mann zurück. Er war ausgebildeter Masseur und hatte 1949 als Medizinstudent zu Ergänzung des rein theoretischen Studiums Massagekurse für Mediziner eingeführt, die sich großer Beliebtheit erfreuten.1957 übernahmen wir dazu eine benachbarte Kosmetikschule und gründeten die Wiener Schule für Körperpflege, bald die größte Schule dieser Art im deutschsprachigen Raum. Wir führten sie 40 Jahre lang. Bald waren wir international bekannt und hatten Schüler aus ganz Europa, aber auch aus Kanada, USA, Argentinien, Ägypten, Israel, Persien, Libanon u.a. Kosmetik wurde tagsüber, Massage und Fußpflege abends, in zunächst ein-, dann zweijährigen Lehrgängen, unterrichtet. 1975 - in der Kreisky-Ära - erhielten wir auf Drängen der österreichischen Schüler das Öffentlichkeitsrecht, was zur Folge hatte, daß das Unterrichtsministerium uns zahlreiche allgemeinbildende Fächer wie Religion, Deutsch, Staatsbürgerkunde u.a. vorschrieb, wofür wir AHS-Lehrer anstellen mußten. Das hatte zur Folge, daß zwar die Schülerzahlen laufend anstiegen - die Schüler erhielten Schülerbeihilfe, Freifahrt und Schulbücher - aber sämtliche ausländischen Schüler wegblieben, weil der Lehrstoff auf Österreich zugeschnitten war. Ich unterrichtete alle medizinischen Fächer, mein Mann Physik, Chemie, Apparatekunde und Massage. Unser jüngerer Sohn absolvierte als Medizinstudent die Massage- und die Fußpflege-Ausbildung und arbeitete in der Schule mit, was vor allem nach dem Tod meines Mannes 1989 hilfreich war. Da mein Sohn die Schule nicht übernehmen wollte, sondern eine medizinische Laufbahn anstrebte, schloß ich die Schule 1993. Als die Schule geschlossen war und meine Söhne in Beruf und Familie glücklich und erfolgreich waren, unternahm ich 1995-1999 zahlreiche caritative Fahrten in den Osten. Wir waren nur Frauen und fuhren - oft unter schwierigen Bedingungen - in mit Hilfsgütern vollgepackten Kleinlastwagen nach Rumänien, Moldavien und in die Ukraine. Als im Jahre 2000 mein Sohn Andreas an einem Hirntumor starb, verlor ich für längere Zeit meine Tatkraft. Vorigen Winter erfüllte mir mein Sohn Georg einen lang gehegten Wunsch: ich erlebte einen herrlichen Paragleitflug von der Gerlitzen auf den zugefrorenen Ossiacher See. Seither widme ich meine Freizeit wieder meiner Familie, besonders meinen Enkelkindern, die Freunde im Osten versorge ich per Post. Derzeit bin ich mit der Aufarbeitung der schulischen Unterlagen beschäftigt, weil sie dem Stadtschulrat noch 30 Jahre zur Verfügung stehen müssen. Die in unserer Studienzeit gegründete Kosmetikfirma PHYLATON besteht noch, wofür meine zahlreichen Stammkunden verantwortlich sind.

Zum Erfolg

Zum Erfolg von Gertrude Harrer

Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich die Befriedigung, daß ich auf dem richtigen Weg bin und die Art und Weise, wie ich meine Sache mache, gut ist.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ich sehe mich - durch das Echo der anderen - eigentlich schon als erfolgreich, die Anerkennung durch meine Familie, unter anderem durch meinen jüngeren Sohn, ist dabei sehr bedeutend.Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Für meinen Erfolg waren die tägliche Bemühung, es gut zu machen, die Koordination der verschiedenen Tätigkeiten und das Setzen von Prioritäten von großer Bedeutung. Ich hatte keine Vorurteile und war meinen Nächsten gegenüber stets altruistisch. Ich fühlte mich immer vom Gesundheitswesen beauftragt, für den Patienten da zu sein und hatte nie Beanstandungen seitens der Patienten. Eine gewisse Rolle bei meinem Erfolg spielte vermutlich auch meine Fähigkeit zu lehren. Lehren kann man nur, wenn man eine Sache wirklich weiß.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Täglichen Herausforderungen versuche ich möglichst rasch zu begegnen, ohne Fehler zu machen und mit Hilfe der geeigneten Mitarbeiter.Ist es für Sie als Frau in der Wirtschaft schwieriger, erfolgreich zu sein? Bis zu meinem dritten Chef in der Abteilung für Dermatologie war es sicherlich viel schwerer für mich als Medizinerin. Ich mußte sehr viel leisten.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Zur Matura und zur Promotion, aber wirklich erfolgreich fühlte ich mich, als mein erstes Kind zur Welt kam.Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat? Frau Dr. Domes hatte einen großen Einfluß auf mich, vor allem während der ersten Studienjahre. Meine Eltern haben mein soziales Verhalten geprägt.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Meine Mitarbeiter haben eine große Rolle bei meinem Erfolg gespielt, weil ich in Zeiten, in denen ich unter Druck stand, auf sie bauen konnte. Oft hatte ich als Ärztin nicht die Zeit, mich den Patienten länger zu widmen, da kam es darauf an, daß mich die Stationsschwester tatkräftig unterstützte und bereits alles vorbereitet hatte.Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus? Meine Mitarbeiter müssen in erster Linie arbeitswillig und kompetent in ihrem Fachgebiet sein. Sie sollten aufrichtig sein, Fehler offen zugeben und die Arbeit ihrer Kollegen achten und akzeptieren.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Ich gebe ihnen zu verstehen, wie wichtig sie mir persönlich sind und auch dem Team. Je nachdem, wie sie sich verhalten, versuchte ich immer ihnen ehrliches Feedback zu geben.
Wie werden Sie von Ihren Mitarbeitern gesehen?
Meine Mitarbeiter haben mich als streng und gerecht betrachtet und vielleicht etwas zu wenig familiär. Ich achtete auf eine gewisse Distanz, weil ich dadurch freiere Hand hatte.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Es war mein sehnlichster Wunsch, neben meinem Beruf Familie zu haben. Das ist mir mit Hilfe meiner Eltern gelungen, wofür ich täglich dankbar bin.Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung? Die Fortbildung kam leider anfangs zu kurz. Durch meinen großen Arbeitseinsatz in den ersten Jahren verpaßte ich doch einiges an Basiswissen, unter anderem auf dem Gebiet der Molekularbiologie. Während der Neunziger Jahre begann ich, die Geschichte der Medizin zu studieren, so daß ich heute einigermaßen weiß, wohin der Hase läuft.Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben? Die junge Generation, also meine Enkel und ihre Freunde, halten von Allgemeinbildung eigentlich wenig, obwohl sie meine Bildung bewundern. Ich möchte ihnen zeigen, wie man Bildung erwirbt: man muß wissen, wo man nachschauen kann und man muß auch wirklich nachschauen. Ich empfehle viel zu lesen, auch Belletristik. Gute Allgemeinbildung schult die Urteilskraft und das Selbstbewußtsein. Heutzutage ist Fachwissen im Beruf natürlich sehr wichtig. Sprachen sind sehr wichtig, um kommunizieren zu können.
Ihr Lebensmotto?
Optimismus im Sinne von Wenn du glaubst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her. Was mir ebenfalls sehr viel bedeutet, wäre: Es gibt nichts Schlechtes, was nicht auch etwas Gutes hätte, was einen Versuch darstellt, die Hoffnung nicht aufzugeben.

Mitgliedschaften

Verschiedene medizinische Vereinigungen, dzt. Präsidentin der Organisation der Ärztinnen Österreichs, Ehrenmitglied des CIDESKO, Vorsitzende der Gesellschaft der Anne Seidl - ISMAKOGIE.

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