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* Dr. Klaus-Peter Schrammel

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Inhaber
Rechtsanwälte Schrammel & Ertl Dr. Klaus-Peter Schrammel
1010 Wien, Riemergasse 14
Rechtsanwalt
Rechtsanwälte
4
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Profil

Zur Person

Dr.
Klaus-Peter
Schrammel
15.01.1942
Bregenz
Friedrich und Irma
Stella Jones (1971) und Isabella Schrammel (1981)
Lebensgemeinschaft mit Christine Jones
Urgroßvater Johann Schrammel und Urgroßonkel Josef Schrammel, Gründer des Wiener Schrammelquartetts
Marathonlaufen, Musik, Schifahren
Ausübender Jazzmusiker (gemeinsam mit Christine Jones).

Service

Klaus-Peter Schrammel
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Schrammel

Zur Karriere

Zur Karriere von Klaus-Peter Schrammel

Welche waren die wesentlichsten Stationen Ihrer Karriere?
Ich wuchs, obwohl ich Nachfahre der Wiener Schrammelmusiker bin, in Vorarlberg auf, da mein Vater zwar Wiener Musiker war, bei einem Gastspiel in Vorarlberg jedoch meine Mutter kennenlernte und heiratete. Ich besuchte zunächst die Handelsschule und startete anschließend in diversen Firmen wie Heizbösch eine kaufmännische Karriere, die mir allerdings nicht zusagte. 1964 holte ich die Reifeprüfung an der Maturaschule Roland binnen eines Jahres nach. Anschließend studierte ich in Wien Jus. Das Studium finanzierte ich durch Schilehrertätigkeiten in Kitzbühel und am Arlberg, da ich von zuhause keine Unterstützung erhielt. In der Folge verbrachte ich ein Jahr in Amerika als Trainer der Abfahrtsmannschaften in Pennsylvania und in Maine, wofür ich mich bei Egon Zimmermann für eine amerikanische Lizenz ausbilden ließ. Einige meiner Leute waren recht talentiert. 1969 kam ich wieder nach Österreich zurück. Ich wollte nie Jurist werden, da ich aber Geld brauchte, begann ich bei Dr. Mathias Mayer und Dr. Günther Neuhuber, beide Verkehrsspezialisten, als Konzipient zu arbeiten. Die Aufgabe erschien mir zu simpel für meine Ausbildung und befriedigte mich nicht. Ich beendete mein Dienstverhältnis, fuhr mit Freunden per Auto über die Türkei nach Indien und war ein dreiviertel Jahr unterwegs. Als ich zurückkam, war ich pleite und bewarb mich bei Dr. Erich Haase als Konzipient. Erst in dieser Kanzlei konnte ich erkennen, wie vielfältig und interessant dieser Beruf sein kann und wurde schließlich Anwalt. Ich schloß 1974 die Rechtsanwaltsprüfung ab und machte mich 1975 selbständig, zuerst gemeinsam mit einem Kollegen in der Josefstadt und später alleine in der Riemergasse, wo ich meine Kanzlei bis dato führe.

Zum Erfolg

Zum Erfolg von Klaus-Peter Schrammel

Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich, innerlich befriedigt und glücklich zu sein. Ich setze fast voraus, daß materieller Erfolg eintritt, wenn man seine Sache gut macht. Das wichtigste ist, sich in den Spiegel sehen zu können.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ich bin zufrieden, man darf sich aber nie zurücklehnen, sondern muß hungrig und neugierig bleiben.Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Man muß beharrlich und fleißig sein. Disziplin gehört zum Erfolg. Wenn man etwas macht, soll man die Sache gut machen und darf sich nicht auf sein Talent verlassen. Sehr prägend waren meine Auslandsaufenthalte. Es ist wichtig zu erkennen, daß es eine Vielfalt von Lebenseinstellungen gibt, die alle ihre Berechtigung haben, und Toleranz anderen Kulturen und Leuten gegenüber zu üben. Indien und vor allem Afghanistan, wohin ich viermal reiste, prägten mich sehr. Ich habe dort faszinierende Menschen kennengelernt, Frauen blühen nur im Verborgenen, die Männerkultur ist natürlich sehr durch den Islam geprägt.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Ich versuche regelmäßig und gesund zu leben. Als junger Mensch habe ich eher liederliches Leben geführt, geraucht und mich wenig bewegt. Eines Tages bekam ich starke Ischiasschmerzen, konnte eineinhalb Jahre nur gebückt gehen, ein Bein war teilweise gelähmt. Es war so schlimm, daß ich am Leben fast verzweifelt bin. Ich besuchte sämtliche Spitäler Wiens und Geisterheiler, ernährte mich streng vegetarisch, aber alles, einschließlich Massagen, hat nichts gebracht. Mein Orthopäde riet mir zur Operation, wobei er die Erfolgschance gering einschätzte. Durch Zufall geriet ich an Dr. Rauch, einem Chiropraktiker in der Währingerstraße, der mich in fünf Minuten vom Schmerz befreite. Er wies mich allerdings darauf hin, daß mir der Zusammenbruch drohen würde, wenn ich weiterlebte wie bisher. Ich müßte mein Leben komplett ändern, meine Ernährung umstellen und auf Rauchen und Trinken verzichten. Mein Schmerz war weg, und ich hatte die Warnung schnell vergessen, bis ich zwei Wochen später einen Bluttest machen ließ und mein Arzt mir genau dieselbe Warnung aussprach. Ich war extrem herzinfarktgefährdet. Kurz danach traf ich meinen Schulfreund Dr. Wolfgang Petritsch, den bekannten Außenamtspolitiker, der sich in New York mit Tennis und Laufen fit hielt. Er wollte beim New Yorker Marathon mitlaufen und lud mich ein, mitzumachen und für diese Aufgabe zu trainieren. Nach einem Kilometer im Prater war ich so außer Atem, daß ich abbrechen mußte und den ganzen Tag nach Luft schnappte. Daraufhin, das war vor 20 Jahren, stellte ich mein Leben radikal um, begann regelmäßig zu joggen, hörte mit dem Rauchen auf, aß weniger Fleisch, dafür mehr Obst und Gemüse und schlief regelmäßiger. Das kann ich nur jedem empfehlen. Es dauerte rund drei Jahre, bis meine Werte wieder normal waren. Bisher lief ich 25 Marathons. Das Marathonlaufen bringt auch eine unglaubliche persönliche Disziplin mit sich, die ganz wichtig ist, um Erfolg zu haben.Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat? Mein Vater war zwar auch Musiker, und ich habe eine klassische Ausbildung genossen, ich habe mich aber schon in jungen Jahren entschlossen, Jazz zu spielen. Beeinflußt hat mich, daß ich nach dem Krieg im Südwestfunk viel Jazz hörte. Auch als Anwalt wollte ich neue Bereiche erschließen und war eher ein Einzelkämpfer.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Ich habe Erfolgserlebnisse, die ich genieße.Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst? Fast jeder Anwalt hat Problem mit der Anwaltskammer, die etwas starr ist und in vielen Dingen mittelalterlich erscheint. Es gibt auch kein richtiges System der Ausbildung. Betriebswirtschaftliche Kenntnisse werden den Studenten auf der Universität leider nicht vermittelt, sie müssen sich in der Praxis durchschlagen.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Eigentlich haben die Mitarbeiter einen eher geringen Anteil an meinem Erfolg.Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus? Ich entscheide nach dem ersten Eindruck. Allerdings mußte ich Mitarbeiter oft schon nach kurzer Zeit wieder freistellen.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Motivation ist nicht sehr notwendig, denn in meiner Kanzlei herrscht ein sehr gutes Betriebsklima.
Wie werden Sie von Ihren Mitarbeitern gesehen?
Sie schätzen die gute und kooperative Atmosphäre, aber ich bin vielleicht zu wenig autoritär. Ich vertraue lieber auf meine eigenen Leistungen, es fällt mir sicher schwer, Aufgaben zu delegieren.Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens? Schwerpunkt meiner Kanzlei ist das Urheberrecht. Ich vertrete viele Künstler, war auch Anwalt von Hans Hölzl alias Falco und arbeite für einige Kultur- und Kunstorganisationen. Ich versuche kooperative Lösungen im Sinne meiner Klienten zu erreichen. Ich halte es für sehr schlecht, beispielsweise bei Scheidungsverfahren Öl ins Feuer zu gießen, um die Prozeßdauer zu verlängern.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Es ist nicht sehr einfach, Beruf und Privatleben zu vereinbaren, denn ich kann berufliches nicht einfach vergessen, wenn ich die Tür zusperre. Außerdem ist jeder der Familie auf irgendeine Weise musikalisch tätig, und somit arbeite ich in meinem Zweitberuf als Musiker auch mit meiner Familie.Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung? Man darf nie stehen bleiben. Ich lese Fachliteratur, besuche fünf- bis zehnmal im Jahr Seminare. Für meine Laufbahn als Musiker bin ich zur Auffrischung wieder Schüler am Konservatorium. Ich spiele hauptsächlich Klavier, aber auch Akkordeon und Keyboard. Ich hatte Auftritte in aller Welt, wie beispielsweise Washington, Paris, Istanbul, Hongkong, Capetown, Taipei. In Wien trete ich oft im Porgy & Bess auf.Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben? Ich bin der Ansicht, daß der Anwaltsberuf ein harter ist. Es wird erwartet, daß man jeden Tag Höchstleistungen erbringt, dazu gehört sowohl geistige als auch körperliche Fitneß. Ich bin in meinem Job sehr glücklich, weil ich Spaß daran habe, viele Ideen zu verwirklichen. Man kann schöpferisch sein, sozial tätig sein, sein Ego verwirklichen, viele Dinge in die Richtung lenken, die man möchte, was man in vielen anderen Berufen nicht könnte. Man hat das Gefühl einer gewissen Freiheit. Andererseits gibt es rund 4.400 Rechtsanwälte in Österreich, davon etwa zwei Drittel in Wien, darunter aber nur vielleicht hundert, die vom großen Kuchen naschen. Es gibt ein Anwaltsproletariat, das um jeden kleinen Auftrag kämpfen muß.
Ihr Lebensmotto?
Der Weg ist das Ziel.

Publikationen

Verschiedene Kompositionen und rechtliche Beiträge.

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