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* Dr. Sylvia Mattl-Wurm

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Direktorin
Wienbibliothek im Rathaus, MA 9 der Stadt Wien
1082 Wien, Rathaus, Stiege 4, 1. Stock, Zimmer 327
Historikerin, Kunsthistorikerin
Museen, Archive
44
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Profil

Zur Person

Dr.
Sylvia
Mattl-Wurm
20.08.1954
Wien
Karl und Rosa Wurm
Verheiratet mit Univ.-Doz. Dr. Siegfried Mattl
Zeitgenössische bildende Kunst, österreichische Literatur, Tennis

Service

Sylvia Mattl-Wurm
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Mattl-Wurm

Zur Karriere

Zur Karriere von Sylvia Mattl-Wurm

Welche waren die wesentlichsten Stationen Ihrer Karriere?
Nach der Matura 1972 studierte ich zunächst Kunstgeschichte und Geschichte. Für meinen Werdegang bedeutend war sicher die Tatsache, daß ich im Jahre 1976 mehrere Monate Führungen durch die Niederösterreichische Landesausstellung in Lilienfeld (Die Babenberger in Österreich) gehalten habe. Bei dieser Gelegenheit lernte ich meinen späteren Dissertationsvater Univ. Prof. Karl Gutkas kennen, der mich in der Folge bat, ihm bei der Vorbereitung der Ausstellung über Joseph II. in Melk zu assistieren. Zweifellos prägte mich diese Erfahrung nachhaltig, da ich sowohl inhaltlich als auch bezüglich der Organisation in dieses Projekt eingebunden war. Anschließend arbeitete ich als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Bundesdenkmalamt, wo ich zunächst in der praktischen Denkmalpflege tätig war. Allerdings erkannte ich recht schnell, daß ich mich in der Ausstellungsorganisation wohler fühlen würde. Ich wechselte in das Wien Museum (damals noch Historisches Museum der Stadt Wien). Dessen damaliger Direktor, Robert Waissenberger, vertraute mir mit der Assistenz der Ausstellung Traum und Wirklichkeit im Jahre 1985 im Künstlerhaus sehr schnell eine sehr große Aufgabe an. So leitete ich einige Jahre lang Großprojekte des Museums, bevor mir die Kuratierung der kunstgewerblichen Sammlung (Möbel, historische Waffen und Uhrenmuseum) anvertraut wurde. Ich betreute zahlreiche Ausstellungen sowohl inhaltlich als auch organisatorisch (siehe oben). 2001 nahm ich ein Sabbatical Year, in dem ich eine Menge privater Projekte realisieren konnte - eine sehr wichtige Erfahrung. 2004 wurde meine Bewerbung für die Direktion der Wiener Stadt- und Landesbibliothek (ab 2006 Wienbibliothek im Rathaus) angenommen, und seither darf ich diese Schwesterinstitution des Wien Museums leiten. Das 150jährige Jubiläum der Bibliothek gab mir die Möglichkeit, in der nunmehrigen Wienbibliothek einiges von meiner Erfahrung in den Bereichen Ausstellungsorganisation, Buch -und Katalogerstellung sowie Öffentlichkeitsarbeit einzubringen.

Zum Erfolg

Zum Erfolg von Sylvia Mattl-Wurm

Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg heißt für mich, daß ich durch meine Arbeit etwas Positives bewirken bzw. eine Entwicklung oder eine Neuorientierung begleiten kann. Dabei lege ich Wert darauf, daß dies zur Zufriedenheit der Kollegen und der Mitarbeiter erfolgt.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja, ich denke schon, daß ich erfolgreich bin.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Sicher war es sehr wichtig, daß ich ein Mensch bin, der gut auf andere zugehen kann, und daß ich schon früh begann, in größeren Teams zu arbeiten und diese auch zu führen. Ich vertraue auf die Gabe, die Talente und Stärken meiner MitarbeiterInnen zu erkennen und diese zu fördern. Und ich glaube, daß ich größere Zusammenhänge erkennen kann und entwickle gerne Gesamtstrategien. Ist es für Sie als Frau in Ihrem Beruf schwieriger, erfolgreich zu sein? Ich habe das Glück, in einem Bereich zu arbeiten, in dem Frauen durchaus anerkannt sind. Ich arbeite allerdings hier in einer von Männern dominierten Abteilung, was vor allem im Sinne der Gruppendynamik nicht immer ganz leicht ist.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Eigentlich schon relativ früh, ich würde sagen, spätestens ab 1985, der großen Ausstellung Traum und Wirklichkeit und ab der Übernahme eines eigenen Bereiches als Kuratorin im Wien Museum, was mich immer sehr erfüllte.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Ganz sicher war dies die Entscheidung, mich für diesen Posten zu bewerben und damit auch das Risiko einzugehen, etwas doch anderes als bisher zu machen.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Mein Dissertationsvater, Prof. Gutkas, prägte mich vor allem insofern, als er mir zeigte, wie wichtig der Umgang mit Menschen ist. Der bereits erwähnte damalige Direktor des Historischen Museums der Stadt Wien, Robert Waissenberger, war eine für mich sehr prägende Persönlichkeit. Auch ihm lag viel am Gespräch mit den MitarbeiterInnen, wobei er deren persönliche kulturelle Interessen besonders förderte. Schließlich ist auch mein Mann, der ebenfalls Historiker ist, eine für mich und meinen Erfolg sehr entscheidende Persönlichkeit.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Anerkennung erfahre ich täglich durch die Zufriedenheit der KundInnen, aber natürlich vor allem durch die Tatsache, daß mir die Position, die ich heute bekleide, anvertraut wurde. Dadurch wurde mir gezeigt, daß meine bisherige Arbeit auch geschätzt wurde.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Mitarbeiter spielen natürlich eine große Rolle für den Erfolg, denn nur mit und innerhalb eines Teams kann man erfolgreich sein.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Ich glaube, daß die öffentliche Präsenz einer Kulturinstitution, aber auch die Anerkennung durch KundInnen und die verschiedenen Umwelten sehr viel Motivation mit sich bringt. Welche sind die Stärken der Wienbibliothek? Wir sind die drittgrößte wissenschaftliche Bibliothek Wiens und verfügen über großartige Sammlungen, insbesondere im Themenbereich Wien bzw. Österreich mit ca. 550.000 Büchern. In der Handschriftensammlung befinden sich etwa 650 Nachlässe von Grillparzer, Nestroy und Raimund bis zu H.C. Artmann oder Wolfgang Bauer, eine international überaus bedeutende Musiksammlung mit 350 Schubert-Autographen - die übrigens kürzlich in Zusammenarbeit mit der Universität vollständig digitalisiert wurden -, eine große Strauß-Sammlung sowie Autographen aller bedeutenden Komponisten. Wir haben eine riesige Plakatsammlung, darunter das gesamte Gewista-Archiv mit rund 250.000 Plakaten. Weiters verfügen wir über eine Sammlung namens Wien-Dokumentation, mit einem Zeitungsindex, einer Aufnahme von Artikeln der wichtigsten Wiener Zeitungen seit 1900, einer enormen Zeitungsausschnittesammlung sowie dem sogenannten Tagblatt-Archiv, dem wichtigsten historischen Zeitungsarchiv Wiens.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Neugierig zu bleiben, möglichst viel auszuprobieren und vor allem kulturell möglichst breit orientiert zu sein.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Ich möchte ich die Bibliothek öffentlich noch bekannter machen, ich möchte, daß möglichst viele junge Menschen hier wissenschaftlich gut beraten arbeiten, in bezug auf die interne Organisation wünsche ich mir hoch motivierte, inhaltlich leidenschaftliche und zufriedene MitarbeiterInnen.

Publikationen

Künstlerwohnungen 1830 - 1930. Einige Beobachtungen. In: Interieurs. Künstlerwohnungen 1830 - 1930. Ausstellungskatalog des Historischen Museums 1989; Die " Assanierung " Wiens. In: Das Bad. Körperkultur und Hygiene im 19.und 20.Jahrhundert, Ausstellungskatalog des Historischen Museums 1991; Hrsg.: Herbert Lachmayer/ Sylvia Mattl-Wurm/Christian Gargerle (Hrsg.) Das Bad. Eine Geschichte der Badekultur im 19.und 20.Jahrhundert, Salzburg Residenz-Verlag 1991; Wien, wo der Tod auch nicht mehr zu Hause ist. In: Bilder vom Tod. Ausstellungskatalog des Historischen Museums 1992; Reliquien und Relikte. In: Kultobjekte der Erinnerung. Ausstellungskatalog des Historischen Museums 1994; Vom Scheitern der Moderne im Wiener Museumswesen. In: Politik der Präsentation. Museum und Ausstellung in Österreich 1918 -1945. Hrsg. v. Herbert Posch und Gottfried Fliedl, Wien 1996; Wien vom Barock bis zur Aufklärung. Geschichte Wiens, Bd. IV, Pichlerverlag, Wien 1999; Wiener Kunstgewerbe von 1873 bis 1938. In: Ausstellungskatalog des Historischen Museums der Stadt Wien "Wien. Leben und Kunst. 1873-1938." Für Tokio Fuchu Art Museum und Fukushima Koriyama City Museum of Art 2001; Wahrhaftige Gesichter? Die Totenmaskensammlung des Historischen Museums der Stadt Wien. In: Ausstellungskatalog Ebenbilder. Kopien von Körpern-Modelle des Menschen Ruhrlandmuseum Essen (Hrsg. von Jan Gerchow) 2001; Kreative Dichte/Creative density. In : Wiener Silber. 1780 - 1914. Ausstellungskatalog Neue Galerie New York/ Kunsthistorisches Museum Wien 2003/2004; Das Gedächtnis der Stadt: 150 Jahre Wienbibliothek im Rathaus (Mithrsg.), 2006; Ausstellungen in Auswahl: Interieurs. Wiener Künstlerwohnungen 1830 - 1930 (Historisches Museum 1990); Das Bad. Körperkultur und Hygiene im 19.und 20.Jahrhundert (Hermesvilla 1991 ; diese Ausstellung wurde vom Dresdner Hygienemuseum 1992 übernommen); Bilder vom Tod (Historisches Museum 1992); Götterspeisen. Vom Mythos zum Big Mäc (Hermesvilla 1997); Carl Auböck. 1900 - 1957. Maler und Designer (Historisches Museum 1997); Erweiterung und Neugestaltung des Erdgeschosses des Uhrenmuseums, 2000; Vorbereitung der Ausstellung „ Life and Art. Vienna 1873 - 1938“, Fuchu und Koriyama /Japan (Eröffnung März 2001); 175 Jahre Wiener Städtische Versicherung. Ausstellungszentrum im Ringturm Jänner/Februar 2000; Lust auf Kunst. Die Sammlung Eisenberger. Stimmungsimpressionismus. Jugendstil. Moderne. Hermesvilla 2002; Die Hermesvilla und ihre Geschichte - Dauerpräsentation für den ersten Stock der Hermesvilla, Eröffnung April 2003); Kreative Dichte. 100 Jahre Wiener Werkstätte. Interventionsausstellung in den Schausammlungen des Historischen Museums (September bis November 2003); Gastarbajteri. 40 Jahre Arbeitsmigration in Österreich. Eine Ausstellungskooperation mit der Initiative Minderheiten. Jänner bis April 2004 .

Ehrungen

Internationaler Museumsverein, ICOM, VÖB, Verein für Geschichte der Stadt Wien.

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