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* Univ.-Prof. Mag. Dr. Marianne Klemun

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Vizedekanin
Institut für Geschichte an der Universität Wien
A-1010 Wien, Dr. Karl-Lueger-Ring 1
Universitätsprofessorin, Wissenschaftshistorikerin
Wissenschaftliche Institute, Forschung
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Profil

Zur Person

Univ.-Prof. Mag. Dr.
Marianne
Klemun
09.04.1955
Ruden
Anton und Maria
Verheiratet mit Dr. Fred Zimmermann
Musik (klassische Gesangsausbildung), Lesen, Wandern, Trekking, Wüstendurchquerungen (Takla Makan, Timbuktu, Marokko, etc.), Theater, Konzerte
- Konsulentin des Botanischen Gartens Klagenfurt
- Korrespondierendes Mitglied des Naturwissenschaftlichen Vereins von Kärnten (ernannt)
- Organisation von Ausstellungen (z.B. Landesmuseum Kärnten, 1998, GROHAG)

Service

Marianne Klemun
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Klemun

Zur Karriere

Zur Karriere von Marianne Klemun

Welche waren die wesentlichsten Stationen Ihrer Karriere?
Ich maturierte 1974 in Klagenfurt und hatte damals eigentlich vor, eine künstlerische Ausbildung - entweder in klassischem Gesang oder im Restaurieren von Bildern - zu machen. Ich hatte davor bereits eine Gesangsausbildung am Konservatorium Klagenfurt absolviert, die aber nicht sehr gut verlief. Bei den weiteren Vorstellungsgesprächen zur Fortsetzung des Studiums an der Musikakademie stellte sich heraus, daß ich aufgrund falscher Technik zu einer Stimmbandlähmung tendierte und ein Jahr pausieren hätte müssen. Das gab mir sehr zu denken, und daher schloß ich eine künftige Gesangskarriere aus. Beim Restaurieren stand ich auf einer langen Warteliste der Bildenden Akademie, die Alternative wäre eine Lehrausbildung gewesen. Ich wollte aber unbedingt studieren, allerdings möglichst vielseitig und nicht nur auf eine Richtung konzentriert, da ich mit den sogenannten „Fachidioten“ nichts anfangen kann. Sie schaffen sich sehr eingeschränkte Expertisen, und die Welt rund um ihr Fachgebiet existiert eigentlich nicht. Also studierte ich Geschichte und Germanistik (Lehramt), hörte auch Vorlesungen in naturwissenschaftlichen Fächern (wie Geologie und Biologie), wobei ich allerdings keineswegs eine Laufbahn als Lehrerin anstrebte, wie sich das meine Eltern gewünscht hätten. Ich war von Anfang an nebenbei berufstätig, um mir das Studium zu finanzieren. Ich stieg in die Erwachsenenbildung ein und unterrichtete jeden Abend Deutsch für Ausländer in diversen Bildungseinrichtungen. Damals gab es noch keinen Lehrstuhl für Deutsch für Ausländer, und ich nahm an internationalen Kongressen teil, um mir Kernkompetenzen anzueignen. Während dieser Zeit lernte ich sehr viel, was den Umgang mit Menschen betrifft. Die Erwachsenenbildung gab ich erst auf, als ich 1979 das Angebot erhielt, am Institut für Geschichte als Studienassistentin zu arbeiten. Das war zwar eine interessante und vielseitige Tätigkeit, die mich sehr in Anspruch nahm, andererseits wurde ich auch nicht speziell gefördert. Im Jahr 1992 schloß ich das Doktorat ab, 2002 habilitierte ich mich im Fachgebiet „Neuere Geschichte“ und erhielt 2004 das Angebot, als Vizedekanin an der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät zu wirken. Meine Forschungsschwerpunkte sind Wissenschaftsgeschichte und Kulturwissenschaften, Wissenschaften im kulturellen Kontext, Geschichte und Kultur der Naturgeschichte, der Botanik, der Erdwissenschaften und Naturwissenschaften im lokalen Kontext. Ich betreibe also keine reine Ideengeschichte, sondern forsche interdisziplinär, wie Wissen in bestimmten kulturellen Zusammenhängen überhaupt produziert und in weiterer Folge legitimiert wird.

Zum Erfolg

Zum Erfolg von Marianne Klemun

Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Mir gefällt das Wort Erfolg überhaupt nicht, ich würde es durch „Zufriedenheit“ ersetzen. Wenn ich in meinem Beruf, in meinen verschiedenen Tätigkeiten zufrieden bin, betrachte ich das als Erfolg.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja, es ist mir gelungen, zu einem Bereich, der vorher gar nicht so definiert war, inhaltlich etwas beizutragen. Ich kämpfe gegen den Graben, der zwischen den Natur- und Kulturwissenschaften gezogen wurde, erfolgreich an.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Ich hatte meine Karriere in dieser Form nicht geplant, sondern arbeitete in Bereichen, die mir Spaß machten, und daraus ergaben sich immer wieder weitere Möglichkeiten. Meine große Stärke ist die Vielseitigkeit, ich war nie darauf konzentriert, nur Geschichte zu studieren. Ich bin stets offen für Gebiete, die mich persönlich interessieren. In meinem Beruf muß man verschiedene Zusammenhänge verbinden und vernetzen können. Aus virtuellen Erfahrungen, die ich beispielsweise beim Lesen gewinne, muß ich einen Zusammenhang zu meinem Wissensalltag herstellen bzw. die Sicht- und Denkweise eines/er Autors/Autorin als Möglichkeit für mich heranziehen.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Als Wissenschafterin arbeitet man sehr zukunftsorientiert. Wenn ich beispielsweise an einem Artikel oder einem Buch schreibe, beschäftigt mich dieses Thema am meisten; ist das Projekt abgeschlossen, kommt schon die nächste Aufgabe, und das eben geschriebene Buch wird mehr oder weniger uninteressant für mich.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Ich war zwölf Jahre lang Gleichbehandlungsbeauftragte an der Fakultät. Diese Tätigkeit kostet unglaublich viel Zeit, und ich war mit unzähligen Lebensläufen, Bewerbungen und Schicksalen konfrontiert. Das war sehr lehrreich und prägend für mich, gleichzeitig fühlte ich die Sinnhaftigkeit meines Tuns.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Die Entscheidung, Kärnten zu verlassen und in Wien zu studieren, war für den weiteren Verlauf meiner Karriere sicherlich von grundlegender Bedeutung.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Es gibt viele Menschen, die indirekt auf mich gewirkt haben. Ich wurde seit meinem Eintritt als Studienassistentin am Institut für Geschichte im Jahr 1979 kaum gefördert. Es war eher umgekehrt - nicht der Professor hatte mich geleitet, sondern ich hatte die Aufgabe, ihn zu coachen. Erst nach dem Tod meines Lehrers 1996 konnte ich mich verstärkt um meine eigene Karriere und die Habilitation kümmern. Trotzdem schätzte ich ihn sehr, weil er mir viel Freiraum gab und ich mir so eine gewisse Eigenständigkeit erwerben konnte. Es war aber niemals so, daß ich in ein bestehendes Netzwerk geholt wurde, wie es normalerweise üblich ist.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Unser Institut für Geschichte ist sehr groß und kann damit eine Vielfalt anbieten, wie sie sonst an keiner anderen Universität im deutschsprachigen Raum zu finden ist. In dieser Hinsicht ist auch die Universität Wien im internationalen Vergleich einmalig.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Achtet auf Eigenständigkeit! Ruht in euch selbst und laßt euch nicht von Ratschlägen aus den Medien, wie Karrieren zu bilden sind, leiten! Macht eure Entscheidungen nicht von Faktoren wie Geld oder aktuellen Trends abhängig!
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Es muß wieder mehr Zeit dafür sein, gewisse Dinge ruhiger anzugehen.
Ihr Lebensmotto?
Neugierig sein!

Publikationen

100 Aufsätze, 2 Monographien, 4 Mitherausgeberschaften, über 100 Vorträge weltweit

Mitgliedschaften

- Weltorganisation INHIGEO (International Society for History of Geology)
- Kommission für Geschichte der Naturwissenschaften, Mathematik und Medizin der Akademie der Wissenschaften
- Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Wissenschaftsgeschichte
- Mitglied der Arbeitsgruppe Wissenschaftsgeschichte am Institut für Geschichte
- Deutsche Gesellschaft für Geschichte und Theorie der Biologie
- Society for the History of Natural History (London)
- Society of History and Philosophy of Biology

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Dienstag 13 November 2018

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