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* Univ.-Prof. DDr. Alois Stacher

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Präsident
Wiener Institut Akademie für Ganzheitsmedizin
1100 Wien, Kurbadstraße 8
Mediziner
Weiterbildung
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Profil

Zur Person

Univ.-Prof. DDr.
Alois
Stacher
16.02.1925
Wien
Verheiratet mit Anny
Hunde (Chow-Chow), Lesen, Basteln

Service

Alois Stacher
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Stacher

Zur Karriere

Zur Karriere von Alois Stacher

Wie war Ihr Werdegang?
Nach der Matura kam ich zum Arbeitsdienst und wurde anschließend zur Wehrmacht (Luftwaffe) eingezogen. 1945 in Italien schwer verletzt und bis 1947 Lazarettaufenthalt (US-Gefangenschaft) in Italien und Deutschland. 1947 Heirat und Rückkehr nach Wien, Beginn des Medizinstudiums. Nach Abschluß des Studiums 1952 kam ich ans Hanusch-Krankenhaus und war bis 1953 Gastarzt am Pathologischen Institut (erste wissenschaftliche Arbeit über Talkumgranulom), 1953 Anstellung als Sekundararzt im Hanusch-Krankenhaus. 1954 kam ich an die chirurgische Abteilung und danach an die 1. Medizinische Abteilung (Schaffung eines Bluttransfusionsraumes, Aufbau und Führung der ersten hämatologischen Spezialstation Österreichs) und 1956 wurde ich zum Oberarzt ernannt. 1959 Anerkennung zum Facharzt für Innere Medizin, 1967 Habilitation zum Univ.-Dozent für Innere Medizin (Uni Wien), 1968 Gründung und Leitung des Ludwig Boltzmann Institut für Leukämieforschung und Hämatologie bis 1994 (dieses Institut war das erste seiner Art). 1972 Gründung einer internationalen Lymphomgruppe, Organisation von Symposien, 1974 Ernennung zum Univ.-Prof. und 1976 zum Vorstand der 3. Medizinischen Abteilung des Hanusch-Krankenhauses (Neubau des Hämatologisch-Onkologischen Zentrums). Trotz der Tätigkeit als Stadtrat führte ich die wissenschaftliche Arbeiten weiter und bildete erfolgreich Hämatologen aus.

Zum Erfolg

Zum Erfolg von Alois Stacher

Was ist für Sie Erfolg?
Erreichen selbstgesteckter Ziele. Nach meiner Verwundung war ich in einer aussichtslosen Situation, konnte nicht gehen und mir wurde vorhergesagt, daß ich nicht älter als 40 werden würde. Seit meiner Genesung war Medizin für mich faszinierend, und alles, was ich dann tat, war für die Medizin.
Sehen Sie sich selbst als erfolgreich?
Ja, weil ich in allen Bereichen - besonders bei der Patientenbetreuung - Erfolge hatte und vielen Menschen das Leben retten konnte. Auch in der Gesundheitspolitik konnte ich vieles - wenn auch nicht alles - verwirklichen. In der Ganzheitsmedizin konnte ich Bewußtsein bilden.
Wobei haben Sie erfolgreich entschieden?
Die Entscheidung Stadtrat zu werden - das wollte ich mir eigentlich nicht antun, wurde aber von Bürgermeister Leopold Gratz dazu überredet. Letztlich war diese Entscheidung aber richtig, denn ich konnte doch einiges in Bewegung setzen.Wie sieht Sie Ihr Umfeld? Als diskussions- und kampffreudig, überzeugend und entscheidungsstark.
Was macht Ihren spezifischen Erfolg aus?
Wenn ich etwas will, kann ich es oder kann ich es lernen. Ich traue mich über fast alles drüber und setze es auch durch. Ich stamme aus einer ganz armen Arbeiterfamilie. Als ich vom Krieg nach Hause zurückkam, verdiente ich mir mein Geld als Nachtwächter, Möbelpacker, etc., nähte mir selbst meine Anzüge und doppelte mir selbst die Schuhe. Immer, wenn ich etwas nicht wußte, habe ich mich auch nicht geniert, zu fragen und habe alles ausprobiert. Um in die Oper gehen zu können, habe ich Schnee geschaufelt - ich habe keine Arbeit gescheut. So wurde der Grundstock zu meinem sozialen Engagement gelegt.
Haben Sie diese Tätigkeit angestrebt?
Ich hatte die Alternativen Architektur oder Medizin. Gegen Architektur sprach, daß ich mich nicht für Mathematik interessierte - gegen Medizin sprach, daß ich damit ständig mit Krankheiten zu tun hätte. In den zwei Jahren, in denen ich im Lazarett lag, legte sich diese Aversion und ich erkannte, welche Möglichkeiten die Medizin bietet. Mediziner wurde ich dann gegen den Willen des Jugendarbeitsamtes. Eigentlich bin ich zu 70 Prozent arbeitsunfähig und schon damals konnte mir keiner sagen, ob ich in ein paar Jahren noch gehen können würde. Ich wußte, daß ich ein bekannter Mediziner werden mußte, damit die Patienten zu mir kommen würden. So begann ich wissenschaftlich zu arbeiten und hatte das Glück, daß mich mein Chef Prof. Fleischhacker führte und so mein Interesse an der Hämatologie weckte. Für ihn lektorierte ich sein Buch und saß nächtelang über einschlägiger Fachliteratur. So habe ich Hämatologie gelernt wie kaum ein anderer.Welche Rolle spielt die Familie? Meine Frau hielt mir immer den Rücken frei und hatte Verständnis, wenn ich bis spät in die Nacht arbeiten mußte.Nach welchen Kriterien stellen Sie Mitarbeiter ein? Das medizinische Personal suchte sich selbst aus - in diesem Bereich mußte man nicht nur von der Tätigkeit fasziniert sein, sondern auch dem psychischen Druck standhalten. In der Politik suchte ich nach organisatorischen Gesichtspunkten aus. Engstirnig durften sie nicht sein, sondern immer im Einklang mit dem Zeitgeist. Ich hatte auch immer hervorragende Mitarbeiter in der Stadt Wien. So habe ich z.B. mit Prof. Rudas 20 Wochenenden lang diskutiert, wie das Psychiatriewesen in Ordnung zu bringen wäre.
Kennen Sie Niederlagen?
Jede Niederlage bewirkt etwas Positives. Im Zusammenhang mit dem AKH gab es wilde Anschuldigungen - das machte neue Strukturen möglich. Oder die Morde in Lainz, für deren Aufklärung ich mich vehement eingesetzt habe.
Wie gehen Sie mit Niederlagen um?
Ich lasse mich nicht psychisch blockieren, sondern habe z.B. bei den Lainzmorden alles unternommen, um den Spitälern wieder Sicherheit zu geben. Erst wenn alles vorbei ist, zeige ich in stillen Stunden Nerven.
Woher schöpfen Sie Ihre Kraft?
Aus der Freude an der Tätigkeit.
Ihre Ziele?
Integration der Komplementärmedizin in die Schulmedizin. Auch die kleinen Wehwehchen und die psychosozialen Symptome müssen ernst genommen werden.
Haben Sie Anerkennung erfahren?
Anerkennung freut mich, darauf ist mein Ehrgeiz aber nicht ausgerichtet. Mich hat es gefreut, daß ich Ehrenmitglied der ungarischen, tschechischen und rumänischen Gesellschaft für Hämatologie wurde. Zur Zeit des eisernen Vorhanges organisierte ich für diese Länder Symposien in Wien, etc.. Damit habe ich erreicht, daß auch in diesen Ländern eine moderne Hämatologie aufgebaut werden konnte.
Ihr Lebensmotto?
Ich bin neugierig, tatkräftig und habe keine Berührungsängste.
Haben Sie Vorbilder?
In der Kommunalpolitik Dr. Tandler, ein Mediziner (wegen seiner zutiefst sozialen Einstellung, der viel für Kinder und Jugendliche tat und so mit der TBC fertig wurde). Ich habe auf derselben sozialen Basis das Altenwesen (Essen auf Rädern, Heimhilfe, etc.) ausgebaut.
Anmerkung zum Erfolg?
Wenn man von etwas überzeugt ist, soll man auch gegen Widerstände ankämpfen und in sich selbst vertrauen.

Publikationen

24 Bücher, über 370 wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der inneren Medizin (bes. Hämatologie, Leukämie und Lymphforschung, Ganzheitsmedizin), zahlreiche Publikationen auf sozialem und gesundheitspolitischem Sektor.

Ehrungen

Zahlreiche Auszeichnungen, Ehrenmitgliedschaften und Preise: Förderungspreis der Stadt Wien, Kardinal Innitzer-Preis, Huneke-Medaille, Goldenes Ehrenzeichen des Österreichischen Zivilinvalidenverbandes, Verdienstkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse, Verdienstkreuz des Roten Kreuz 1. Klasse, Goldenes Ehrenzeichen der Johanniter, Goldenes Ehrenzeichen der Österreichischen Ärztekammer, Großes Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband des Verdienstordens der BRD, Großes Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien, Goldenes Verbandsabzeichen des Herzverbandes Österreich, Österreichische Goldene Ehrenplakette der Stadtgemeinde Ybbs/Donau, A. Pischinger Medaille der Gesellschaft für Akupunktur und Auriculo-Therapie, Bürger der Stadt Wien, Ehrendoktor der Schlesischen medizinischen Akademie (Kattowitz).

Mitgliedschaften

1969 Gründungsmitglied und Sekretär (bis 1985) der österreichischen Gesellschaft für Hämatologie, 1970 Gründungsmitglied und Vizepräsident der IGCI, 1982-90 Präsident der IGCI, 1975-78 Vizepräsident der ISH, ab 1962 Ärztevertreter im Hanusch-Krankenhaus und Landesfachgruppenobmann, 1967-78 Bundesobmann der Fachgruppe Ärzte und Dentisten in der Gewerkschaft für Privatangestellte (Erneuerung des Dienstrechtes aller Ärzte in der Sozialversicherung), 1973-89 Mitglied der Wiener Landesregierung (bis 1986 amtsführender Stadtrat für Gesundheit und Soziales, bis 1989 amtsführender Stadtrat des Gesundheits- und Spitalswesens der Gemeinde Wien - Fertigstellung des AKH, Planung und Baubeginn des SMZ-Ost, etc.). 1974 Präsident des Kuratoriums Wiener Pensionistenheime, 1974-86 Vizepräsident des Kuratoriums zur Unterstützung der Auslandösterreicher, 1975-86 Präsident des österreichischen Komitees für Sozialarbeit, seit 1975 (Gründungsjahr) Präsident der Wiener Arbeitsgemeinschaft für Volksgesundheit, seit 1976 Präsident des Wiener Roten Kreuzes, 1976-86 Präsident des Vereins Wiener Sozialdienste, 1978-89 Präsident des medizinisch wissenschaftlichen Fonds des Bürgermeisters der Bundeshauptstadt Wien, 1979-89 Präsident des Kuratoriums für psychosoziale Dienste in Wien, seit 1984 Vizepräsident des österreichischen Roten Kreuzes, 1975 Gründer und bis 1989 Präsident des Wiener Krankenanstaltenverbandes, 1983-89 Vizepräsident der Krankenhausberatungsagentur, 1974-89 Mitglied des Kuratoriums des Kardinal Innitzer-Studienfonds, 1974-89 Mitglied des Kuratoriums der Hochschuljubiläumsstiftung, 1976-89 Mitglied des Vereinsausschusses des Rudolfiner Vereins, 1988 Gründung der Wiener Internationalen Akademie für Ganzheitsmedizin, seither Präsident (Schwerpunkt ist die Herstellung der Verbindung zwischen naturwissenschaftlich dominierter, universitärer Medizin und Erfahrungsheilkunde, unter Berücksichtigung der psychischen und geistigen Aspekte der Menschen. Besonderer Einsatz für chronisch Kranke). Um mich diesem Zweig voll widmen zu können ließ ich mich pensionieren, obwohl der Vertrag im Hanusch-Krankenhaus unbefristet war. Seit 1995 Mitglied des Obersten Sanitätsrates, Vorsitzender der sozialmedizinisch wissenschaftlichen Kommission des Obersten Sanitätsrates.

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