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* Helga Mramor

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Seniorchefin
Café Helga, Robert Mramor Gastronomiebetrieb
1210 Wien, Donaufelder Straße 65
Speiselokale
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Profil

Zur Person

Helga
Mramor
08.07.1941
Wien
Karl und Leopoldine
Robert (1964)
Selbsthilfegruppe Nierenkrebs, Weiterbildung in einer Vielzahl von Lebensthemen und Weitergabe der langjährigen Erfahrung in vielen Lebensbereichen

Service

Helga Mramor
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Mramor

Zur Karriere

Zur Karriere von Helga Mramor

Welche waren die wesentlichsten Stationen Ihrer Karriere?
Nach Abschluß der Volks- und Hauptschule, die ich teilweise auch in Spanien besuchte, absolvierte ich eine Lehre im Handel sowie eine Ausbildung zur Buchhalterin und Lohnbuchhalterin. Danach war ich einige Jahre in unterschiedlichen Betrieben beschäftigt, beispielsweise in der Ärztezentrale, bei der Mensa der Universität Wien oder in der Steuerkanzlei Beck Koller & Co. 1967 wechselte ich in das Hotel Triest in Wien-Wieden, wo ich als Allrounderin alle administrativen Bereiche verantwortete. Eine kleine Meinungsverschiedenheit mit der damaligen Besitzerin veranlaßte mich 1978, meinen ewigen Wunsch von der beruflichen Selbständigkeit endlich in die Tat umzusetzen. Ich kaufte ein Zuckerlgeschäft im 7. Bezirk und machte daraus die „Confiserie Volkstheater“. Mit viel Engagement entwickelte sich das kleine Geschäft zu einer beliebten Kaffeekonditorei, wo ich Schauspieler wie Dolores Schmidinger, Fritz Muliar oder Gabriele Jacoby ebenso zu meinen zufriedenen Kunden zählen durfte wie Beamte des Justizministeriums oder den damaligen Bezirksvorsteher Karrer. Ich war ja schon als Kind durch meine Großeltern mit dem Gastgewerbe bzw. der Fleischerei und Bäckerei in Berührung gekommen, und die Selbständigkeit machte mir große Freude. In weiterer Folge erwarb ich einen Industriebetrieb für die Erzeugung von Konditorei- und Süßwaren, dessen Kundenstock ich über Wien hinaus bis Laa an der Thaya erweiterte. Zusätzlich betrieb ich das Buffet des Bellaria Kinos und als Saisonbetriebe das Polizei- und E-Werksbad. Meinen Traum eines kleinen Wiener Kaffeehauses in meiner Wohngegend konnte ich aber erst 1983 verwirklichen. Aus einer Herrenschneiderei entstand das heutige Café Helga in der Donaufelder Straße. Der Umbau kostete viel Kraft, Geduld, endlose Behördenwege und eine Menge Geld. Der Start war also sehr schwierig, aber wenn man etwas aus ganzem Herzen will, gelingt es auch. Um mich voll auf das Café konzentrieren zu können, verkaufte ich nach und nach meine anderen Geschäfte. Leider war ich 2001 durch meine eigene schwere Krebserkrankung und den schlechten Gesundheitszustand meines Gatten gezwungen, in Pension zu gehen. Mit der Nachfolge gab es Gott sei Dank keine Probleme, da immer klar war, daß mein Sohn Robert das Lokal übernehmen wird. Er hatte zu dieser Zeit längst die - damals noch sehr schwere - Konzessionsprüfung abgelegt. Er ist ebenfalls mit Freude dabei und wird auch weiterhin den Charakter des Cafés erhalten. Wenn es mir gesundheitlich möglich ist, helfe ich als Seniorchefin noch heute im Betrieb mit, was mir großen Spaß macht.

Zum Erfolg

Zum Erfolg von Helga Mramor

Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Wenn ich etwas gerne mache und meine Ziele erreiche, empfinde ich das als Erfolg.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Es gibt sicher erfolgreichere Menschen als mich, aber ich ließ mich nie unterkriegen und habe das Beste aus meinem Leben gemacht. Ich bin zufrieden. Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Ich halte es für wichtig, stets offen zu sein und zu beobachten, was andere Menschen gut machen. Daraus lerne ich und eigne es mir an - natürlich nicht eins zu eins, sondern umgelegt auf meine Person und auf meine Erfordernisse.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Es gibt immer wieder Rückschläge, sei es durch Krankheit oder geschäftliche Mißerfolge, doch davon darf man sich nicht entmutigen lassen. Ist es für Sie als Frau in der Wirtschaft schwieriger, erfolgreich zu sein? Als Frau hat man es immer schwieriger, weil man ständig beweisen muß, daß man ebenso gut ist wie die Herren der Schöpfung.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Da kann ich keinen speziellen Zeitpunkt nennen. Ich habe immer hart gearbeitet und versucht, das Beste aus der jeweiligen Situation zu machen. So ergab ein Schritt den nächsten.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Die Entscheidung, ein Kind zur Welt zu bringen, war absolut richtig. Auf meinen Sohn Robert, der seit einigen Jahren das Café führt, bin ich sehr stolz. Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat? Meine Eltern hatten nicht die finanziellen Möglichkeiten für Urlaubsreisen, daher wurde ich als Kind in den Ferien zu meinen Großeltern aufs Land geschickt. Sie führten eine Gemischtwarenhandlung, und ich bekam sehr früh mit, was es bedeutet, selbständig zu sein - mit allen Vor- und Nachteilen.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Ich bin stolz darauf, daß wir heute noch Gäste haben, die seit den ersten Tagen unser Lokal besuchen - und das sind immerhin schon bald 25 Jahre! Eine schönere Anerkennung kann ich mir kaum vorstellen. Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst? Laufend werden neue Lokale eröffnet, die mit Dumpingpreisen um jeden Gast kämpfen, meist aber bald wieder von der Bildfläche verschwinden oder unter anderem Namen von Bekannten und Verwandten weitergeführt werden. Leider fehlt es in diesen Betrieben vielfach auch an gut ausgebildetem Personal. All das schadet der gesamten Branche, weil den Gästen für ihr Geld nur wenig Leistung geboten wird.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Weder mein Sohn noch ich können allgegenwärtig sein, daher spielen die Mitarbeiter schon eine wichtige Rolle. Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus? Ich erwarte von einem guten Mitarbeiter, daß er - natürlich in einem vorgegebenen Rahmen - möglichst selbständig arbeitet. Jeder Gast, der zum ersten Mal zu uns kommt, soll uns in puncto Freundlichkeit, Sauberkeit, Service sowie Qualität der Speisen und Getränke in bester Erinnerung behalten. Dazu trägt das Personal entscheidend bei. Nur aus einem zufriedenen Gast wird auch ein Stammgast, und das ist schließlich unser Ziel.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Ich schaffe nichts an, was ich nicht selbst machen könnte. Und wenn ein Mitarbeiter nicht weiß, wie etwas geht, zeige ich es ihm. Ich bin manchmal streng, aber immer gerecht.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Diese Frage stellt sich für mich nicht, weil ich mit und für das Café Helga lebe. Natürlich gönne ich mir ab und zu eine kleine Auszeit, aber sonst gibt es für mich keine Trennung zwischen Beruf und Privat. Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung? Weiterbildung war und ist für mich ein ständiger Bestandteil des Lebens. Nicht nur in fachlichen Dingen, sondern auch in ganz anderen Bereichen - von Qi Gong über Esoterik bis zu Heilkräutern. Ich gründete ja vor einigen Jahren die Selbsthilfegruppe Nierenkrebs, wo wir Betroffene mit Erfahrungen und Tips unterstützen. Daher ist für mich laufende Fortbildung auf diesem Sektor ebenfalls selbstverständlich. Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben? Wer in der Gastronomie arbeiten oder sich selbständig machen will, soll diesen Schritt nur machen, wenn echtes Interesse und die Liebe zum Beruf dahinterstehen. Geld sollte nicht die Motivation sein, das gilt natürlich auch für alle anderen Branchen.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Hoffentlich gelingt es mir, mit meiner Krebserkrankung weiterhin so umzugehen, daß ich damit ganz gut leben kann. Wir dürfen uns glücklich schätzen, in einem Land wie Österreich zu leben, das den Menschen eine derart gute medizinische Versorgung bietet.
Ihr Lebensmotto?
Nicht unterkriegen lassen!

Ehrungen

Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Wiener Kaffeehaus, verliehen von der Fachgruppe Wiener Kaffeehäuser (2007).

Mitgliedschaften

Selbsthilfegruppe SHG Nierenkrebs (Gründerin), Donaufelder Geschäftswelt.

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