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* Prof. Dr. h.c. mult. Dipl.-Ing. Simon Wiesenthal

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Leiter
Jüdisches Dokumentationszentrum
1010 Wien, Salztorgasse 6
Architekt
Museen, Archive
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Profil

Zur Person

Prof. Dr. h.c. mult. Dipl.-Ing.
Simon
Wiesenthal
31.12.1908
Buczacz / Rußland
Ascher und Rosa

Service

Simon Wiesenthal
Werbung

Wiesenthal

Zur Karriere

Zur Karriere von Simon Wiesenthal

Welche waren die wesentlichsten Stationen Ihrer Karriere?
Ich studierte Architektur in Prag und Lemberg, danach war ich acht Jahre als Architekt tätig und wurde nach dem Krieg Leiter des Jüdischen Dokumentationszentrums.

Zum Erfolg

Zum Erfolg von Simon Wiesenthal

Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Schwer zu sagen, weil mein Leben aus vielen prägnanten Momenten besteht. Wenn es keinen Krieg gegeben hätte, wäre ich Architekt geblieben, und meine Lebenseinstellung wäre auch anders. Der Krieg hat mein Schicksal verändert. Ich überlebte durch Wunder alle Grausamkeiten mehrerer KZ-Lager, und als die Amerikaner schon nahe waren, sagte ich: "Ich möchte noch 15 Minuten nach der Befreiung leben, damit ich sehen kann, wie die Nazis den Krieg verlieren". Ich erzählte darüber, als mir im Weißen Haus eine Goldmedaille verliehen wurde. Der damalige Präsident der Vereinigten Staaten, Jimmy Carter, umarmte mich und war zu Tränen gerührt. Nach dem Krieg empfand ich es als meine Lebensaufgabe, zu beweisen, dass es Gerechtigkeit gibt. Ich stellte eine Liste von 93 Naziverbrechern zusammen, die ich angeklagte, Juden in Konzentrationslagern umgebracht zu haben. Nach dem Krieg gründeten wir in Linz ein Jüdisches Dokumentationszentrum und begannen den Kampf für die Gerechtigkeit. Später übersiedelten wir mit diesem Zentrum nach Wien.

Was ist der Sinn Ihrer Tätigkeit?
Vor allem sehe ich den Sinn darin, dass alles was in der Nazizeit geschehen ist, nicht vergessen wird. Ich kenne keinen Hass, ich kämpfe gegen das Vergessen. Ich möchte keine Rache, aber ich möchte Mörder von morgen warnen. Wir arbeiten mit einem kleinen Team von Menschen, die keine Arbeitsstunden zählen und die mich in allen meinen Bemühungen unterstützen. Ich bekomme oft Briefe von jungen Menschen aus Österreich und Deutschland, die mich fragen, ob ich Informationen über ihre Großväter habe, weil die Großväter nichts erzählen. Ich möchte keine Unannehmlichkeiten für die Familie, aber falls im Archiv Zeugnisse bzw. Urteile von den Prozessen vorhanden sind, schicke ich die Kopien. Ich schreibe meine Bücher, ich halte Vorträge mit einem einzigen Ziel: eine Wiederholung der Nazizeit zu verhindern. Ich bin Architekt, aber im Laufe meiner Tätigkeit bin ich sozusagen auch Jurist geworden, und die Leute kommen zu mir, um sich in Rechtsfragen zu informieren.

Welche Rolle spielt Ihre Familie in Ihrem Leben?
Die Familie ist für mich neben meiner Tätigkeit das Wichtigste. Ich hatte meine Frau während des Krieges aus den Augen verloren und wie durch ein Wunder wieder gefunden. Wir verloren alle unsere Verwandten im Krieg. Als unsere Tochter acht Jahre alt war, kam sie einmal ganz verwirrt nach Hause und fragte, warum sie keine Verwandten hätte, wo doch andere Kinder von ihren Omas und Opas, Tanten und Onkeln erzählten. Dies war für mich einer der erschütterndsten Momente meines Lebens. Ich begann Bekannte anzurufen mit der Bitte, sie mögen sich vor den Festtagen bei meiner Tochter als Verwandte ausgeben. So habe ich mit der Zeit eine künstliche Familie für mein Kind geschaffen. Erst später habe ich ihr die Wahrheit erzählt.

Ihr Lebensmotto?
Information ist Kampf gegen die Wiederholung der Naziverbrechen. Freiheit ist kein Geschenk des Himmels, sondern ein wertvolles Gut, um das man sich täglich bemühen muß.

Publikationen

KZ Mauthausen, 1946; Groß-Mufti - Großagent der Achse, 1961; Ich jagte Eichmann, 1961; Verjährung, 1964; Doch die Mörder leben, 1967; Die Sonnenblume, 1969; Segel der Hoffnung, 1973; Der Fall Krystyna Jaworska, 1975; Max und Helen, 1982; Every Day Remembrance Day, 1986; Flucht vor dem Schicksal, 1988; Jeder Tag ein Gedenktag, 1988; Recht; nicht Rache, 1988; Denn sie wußten, was sie tun, 1995.

Ehrungen

Ehrendiplom der Internationale der Resistance, Brüssel; Ehrendiplom der Österreichischen Liga der Vereinten Nationen; 1977 Gründung des Simon Wiesenthal Center for Holocaust Studies an der Yeshiva Universität in Los Angeles; 1978 Auszeichnung für besondere Verdienste (Man of the Year) der Decalogue Society of Lawyers, Chicago; 1978 Commandeur des Ordens von Oranien-Nassau (verliehen durch Königin Juliana der Niederlande); 1979 Commendatore de la Repubblica Italiana (überreicht von Präsident Pertini); Ehrenmedaille der Gedenkstätte Yad Vashem, Jerusalem; 1980 Goldmedaille des Amerikanischen Kongresses, überreicht durch Präsident Carter im Weißen Haus, Washington; Goldmedaille des Bundesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden Österreichs, Parlament, Senat und der Gouverneur Mario M. Cuomo des Staates New York erklären den 13. Juni 1984 zum "Simon Wiesenthal Tag"; 1992 Ehrenmedaille der UNESCO, Paris - überreicht von Generaldirektor Federico Mayor; 1994 Menschenrechtspreis der Karl-Franzens-Universität, Graz, seit 2004 Ritter des englischen Empire, u.v.m.

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