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* General Peter Prechtl

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Leiter
Justizanstalt Wien - Josefstadt
1082 Wien, Wickenburggasse 18-20
Justizwachebeamter
Exekutive
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Profil

Zur Person

General
Peter
Prechtl
06.09.1952
Wien
Johanna
Verheiratet mit Verena
Laufen, Lesen, EDV

Service

Peter Prechtl
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Prechtl

Zur Karriere

Zur Karriere von Peter Prechtl

Welche waren die wesentlichsten Stationen Ihrer Karriere?
Ich wurde 1956 in Wien geboren und wuchs im achten Wiener Gemeindebezirk auf. Als letztes von vier Kindern hatte ich einen um 18 Jahre älteren Bruder. Diese Familienkonstellation prägte mich sehr. Nach dem Polytechnikum absolvierte ich die Lehre zum technischen Zeichner und schloß diese mit der Facharbeiterprüfung ab. Nach dem Bundesheer wechselte ich, da ich Priester werden wollte, zur Verwunderung aller im Alter von 22 Jahren nach Horn in Niederösterreich, um das Aufbaugymnasium abzuschließen. Ich maturierte 1979 und inskribierte an der Theologischen Fakultät der Universität Wien. Im Rahmen meines Theologiestudiums lernte ich meine Gattin Verena kennen und brach mein Studium nach zwei Jahren ab. Durch einen Bekannten, der als Priester in der Seelsorge für die Justizanstalt Wien-Josefstadt tätig war, kam ich erstmals auf den Gedanken, in diesen Berufszweig zu wechseln. Als ich im November 1981 im Gefangenenhaus des Jugendgerichtshofes meinen ersten Dienst antrat, war ich bereits 30 Jahre alt. Nach vier Jahren absolvierte ich die Ausbildung zum leitenden Beamten. Als solcher arbeitete ich dann zwei Jahre lang in diversen Anstalten Österreichs. Meine erste Anstellung als stellvertretender Anstaltsleiter war die Justizanstalt Garsten. Nach der Tätigkeit an der Justizanstalt Sonnberg folgte meine Rückberufung nach Wien-Josefstadt. Nach einem massiven Konflikt mit dem Anstaltsleiter wechselte ich als Anstaltsleiter nach Wien-Erdberg. Das Bundesministerium für Justiz bot mir schließlich die Position des Bundessicherheitsinspizierenden an. Diese Position kostete mich, da ich auf viele Zulagen verzichten mußte, zwar viel Geld, führte mich jedoch einer sehr interessanten Tätigkeit zu. Nach zweieinhalb Jahren wurde mir die Anstaltsleitung für die Justizanstalt Wien-Josefstadt angeboten. Nun bin ich als Vollzugsperson erster Instanz seit September 2002 für 1.200 Häftlinge und 500 Mitarbeiter verantwortlich. Als Weiterbildung schloß ich im zweiten Bildungsweg die Sozialakademie ab.

Zum Erfolg

Zum Erfolg von Peter Prechtl

Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Wenn im Haus nichts Nennenswertes passiert und die Bediensteten eine gewisse Zufriedenheit ausstrahlen, dann sehe ich dies als Erfolg. Aber auch wenn Gefangene sagen, bei uns gerecht behandelt zu werden, ist das ein Erfolg.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Wir sind in unserem Aufgabengebiet fremdbestimmt. Ich kann nicht Fixkosten senken oder Umsätze steigern. Da ich die Verantwortung für Menschen in schwierigen Lebenssituationen habe, gehen meine Leistungen an die Grenzen meiner Persönlichkeit. Es können Dinge wie Flucht, Selbstmord, Verletzung eines Beamten oder ein Todesfall eintreten, und der ganze Erfolg kann über Nacht verschwunden sein. Daher müssen wir uns tagtäglich nicht mit Erfolg, sondern vor allem mit unserer Angst auseinandersetzen. Solange ich mit diesen Fremdbestimmungen erfolgreich umgehen kann, sehe ich mich auch als erfolgreich. Prinzipiell bin ich jedoch kein erfolgreicher Mensch.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Ich hatte das Glück, zur rechten Zeit am rechten Ort das Rechte zu tun. Es gibt keinen Justizanstaltsleiter, der so oft wie ich die Anstalt wechselte. Normalerweise sprechen oftmalige Arbeitswechsel nicht für eine Person, bei mir war dies aber anders. Mir wurden die Anstaltswechsel positiv ausgelegt, was natürlich auch meiner Karriere gut tat. Ich setzte mich jedoch immer bestmöglich für meine Position ein und konnte mir soziale Kompetenz erarbeiten.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Ich habe mich selbst nie als erfolgreichen Menschen gesehen.
Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Daß unsere Aufgabe nicht leicht ist, kann jeder verstehen. Neben psychologischen und medizinischen Aufgabenstellungen liegt mir die Sicherheit meiner Beamten sehr am Herzen. Das Hauptproblem meiner Branche ist der hohe Ausländeranteil an Inhaftierten. Unsere Insassen setzten sich aus 68 verschiedenen Nationalitäten zusammen. Die unterschiedlichen Religionen, Kulturen, Ernährungsgewohnheiten und Wahrnehmungen der einzelnen Menschen in einem Haus zusammenzufassen, ist äußerst schwierig. Ein weiteres Problem der Insassen ist ihre psychiatrische Auffälligkeit. Wir bieten zwar psychiatrische Betreuung, kämpfen aber auch mit der Suchtgiftproblematik. Wir mußten drogenfreie Zonen schaffen und Ersatzmedikationen von unseren Ärzten durchführen lassen. Die Insassen stehen teilweise unter enormer psychischer Belastung, ebenso aber auch das Wachpersonal. Darüber hinaus verzeichnen wir einen relativ hohen Anteil an HIV-positiven oder an Hepatitis C erkrankten Häftlingen. Aus dem vor Jahrzehnten angewandten Fläschchen Novalgin wurde mittlerweile psychiatrisch und medizinisch optimale Betreuung. Daß sich dies natürlich auch extrem auf die Kosten ausgewirkt hat, ist eine weitere Problematik.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Im öffentlichen Dienst gibt es allgemeine (österreichische Staatsbürgerschaft, abgeschlossene Berufsausbildung, Mindestgröße) und spezielle (theoretische und praktische Kenntnisse) Kriterien. Die Aufnahme selbst ist ein Prozeß, der meist mehrere Wochen dauert.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Wir sind in einer organisatorisch schwierigen Lage. Auf der einen Seite sind wir pragmatisiert, möchten jedoch natürlich auch beruflich aufsteigen. Die Frage ist nun wirklich, wie einzelne Posten zu besetzen sind. Man kann im Staatsdienst nicht zehn Positionen überspringen. Daher mußte ich ein Gefühl entwickeln und Dienstjahre mit den einzelnen Fähigkeiten einer Person zu verbinden. Entscheidungen sind in den mittleren Hierarchieebenen daher äußerst schwierig. Entscheidungen bezüglich Tüchtigkeit, Eignung und Dienstalter sind mit Sorgfalt zu treffen, daher muß man alle Mitarbeiter immer unter Spannung halten, um sie nicht zu demotivieren.

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