Beruf: Dozentin. Funktion: Dozentin. Tätig bei: Institut für Anthropologie der Universität Wien., 1010 Wien, Burgring 7. Geboren - Datum, Ort: 24. Oktober 1950. Familienstand: Verheiratet mit Herbert.
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Dr. Doz. Univ. Maria Teschler-NicolaInterview von Dr. Doz. Univ. Maria Teschler-NicolaWie war Ihr Werdegang?Nach der Matura 1970, an der HTLA für Chemie, war mein erster Job an der Gerichtsmedizin, wo ich als chemisch technische Assistentin tätig war. Dort bin ich mit dem Fach der Anthropologie vertraut geworden und habe im Sommer 1971 das Hauptfach Anthropologie und das Nebenfach, Volkskunde an der Wiener Universität belegt. 1976 schloß ich meine Studien ab. In weiterer Folge bin ich gefragt worden, ob ich die Bibliothek übernehmen wollte, somit bin ich von der Gerichtsmedizin in das Institut für Humanbiologie gewechselt und war dann von 1972 bis 1982 als wissenschaftliche Hilfskraft und Assistentin tätig gewesen. 1982 hatte ich die Gelegenheit hier im Hause einen Posten zu übernehmen. Ich habe mir seit 1980 mit dem Thema der Ostheologie befaßt (konkret der Bereich der Skelletanthopologie) und habe in weiterer Folge die Dienstprüfung abgelegt. Ich habe Ausstellungen entwickelt aus dem Bereich meines Spezialgebietes Menschen aus der Bronzezeit. Meine Tätigkeit im Hause ist orientiert in Richtung Öffentlichkeitsarbeit, Führungen und den Blick hinter die Kulissen werfen zu können und führe auch einige Forschungsprojekte aus, welche auch vom Forschungsfond subventioniert werden. Zur Zeit arbeite ich an zwei Projekten mit Studenten und habe 1979 Lehraufträge an der Universität übernommen, die ich bis dato ausübe, um auch den Kontakt zu den Studenten zu haben. Diese Studenten bringe ich auch hier in die Abteilung, welche somit eine sehr lebendige Abteilung geworden ist. Unsere Abteilung wird auch international sehr anerkannt und hat auch einen sehr guten Stand im Bereich der prähistorischen Anthropologie.
Was verstehen Sie unter Erfolg?
Erfolg hat für mich einen hohen Stellenwert. Ich wollte seinerzeit eigentlich keine Karriere im klassischen Sinn machen, sondern nur das tun was mir Spaß und Freude bereitet. Durch die Rückmeldungen der Teilnehmer meiner Vorlesungen und Vorträge spiegelt sich der Erfolg ab. Neben der fachlichen Kompetenz gehört dazu ein hohes Maß an Selbstvertrauen und Stärke sowie Durchhaltevermögen. Woraus schöpfen Sie Kraft? Identifikation und die Erziehung sind sehr wichtig. Auch die positiven Rückmeldungen sind eine Quelle der Kraft dahingehend für mich, um die nächste Aufgabe mit Einsatz zu erledigen. Man kann Visionen und Zielvorstellungen haben, doch gehört auch sehr viel Glück dazu um dies oder jenes zu erreichen. Wie sehen Sie die Bereiche Beruf und Familienleben? Ich wollte immer schon beides, Familie und berufliche Tätigkeit. Auch die Kinder waren beabsichtigt. Nach der Geburt meiner Kinder war klar, wenn ich komplett ausgestiegen wäre, könnte ich meinen Beruf in diesem Fach nicht weiterausüben. Ich fühle mich dahingehend privilegiert, daß ich ein Kindermädchen hatte, ohne dem ich meinen Beruf nicht wahrnehmen hätte können. Unabhängig davon, habe ich 15 Jahre lang nur Familie und Beruf gehabt, ich mußte auf sehr viele andere Interessen verzichten, wie zum Beispiel ins Theater gehen, dies war nicht möglich. Jetzt geht es allerdings wieder, nachdem meine Kinder größer geworden sind und ich finde auch manchmal Zeit um zu lesen, aber nicht nur Fachliteratur sondern auch andere Bereiche zum Beispiel Belletristik. Sehen Sie sich selbst als erfolgreich? Objektiv betrachtet ja, weil ich glaube, daß ich zur rechten Zeit die richtigen Entscheidungen getroffen habe, die richtigen Personen gekannt habe und schließlich ein Team von Kollegen gefunden habe. Es waren aber zuviele Punkte um sie alle namentlich zu nennen. Die Grundbasis ist und war jedoch sicherlich das Interesse für dieses Fach. Ich glaube auch, daß ich diese Sache ganz gut präsentieren kann, dies mußte ich allerdings auch erst lernen. Trotz des Widerstandes der mir anfangs meiner beruflichen Karriere immer entgegengebracht wurde, habe ich so manchen Vorgesetzten zu überzeugen gewußt. |