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* Mag. Johannes Wahala

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Inhaber
Mag. Johannes Wahala Psychotherapie/Coaching/Supervision
1060 Wien, Windmühlgasse 15/1/7
Psychotherapeut, Sexualtherapeut und -forscher, Supervisor, Coach, Theologe
Medizinische Beratungsstellen
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Profil

Zur Person

Mag.
Johannes
Wahala
02.05.1955
Wien
Johann und Johanna
Ahne war der Erzbischof von Olmütz, Großvater mütterlicherseits war aktiv im Widerstand gegen das Nazi-Regime
Laufen, Fitneß, Wandern, Reisen, Lesen, Theater, Konzerte, Kino, Freundschaften pflegen
Vorsitzender der Österreichischen Gesellschaft für Sexualforschung, Leiter der PartnerInnen-, Familien- und Sexualberatungsstelle COURAGE.

Service

Johannes Wahala
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Wahala

Zur Karriere

Zur Karriere von Johannes Wahala

Welche waren die wesentlichen Stationen Ihrer Karriere?
In einem kurzen Satz zusammengefaßt: Vom Kaffeesiedersohn über den Seelsorger zum Psychotherapeuten. Mein Vater war großbürgerlicher Modeschöpfer, von ihm habe ich das Kreative, das Weltoffene und das Gesellschaftliche. Meine Mutter kam aus einfacheren Verhältnissen, sie führte ein Kaffeehaus im 2. Wiener Gemeindebezirk und vermittelte mir in erster Linie Menschlichkeit und vor allem Offenheit für die Sorgen und Anliegen der Menschen. Leider ließen sich meine Eltern frühzeitig scheiden. Damals sehnte ich mich nach Beheimatung und Familie. Heute erkenne ich, daß diese Sehnsucht eine große Chance für die Entwicklung der Selbständigkeit, der Eigenverantwortung und der sozialen Sensibilität war. Ich besuchte ein katholisches Internat und war in jungen Jahren mit einem damals relativ engen religiösen Normenkodex konfrontiert. Daher wurde der Wunsch nach Freiheit und Autonomie deutlich und ausgeprägt. Nach der Hauptschule arbeitete ich als Bankkaufmann in einer renommierten Bank, doch erfüllte mich diese Arbeit nicht. In meiner Jugendzeit faszinierte mich unser Jugendkaplan, vor allem sein offener Umgang mit uns Jugendlichen begeisterte mich. Ich entschloß mich, zu studieren, also absolvierte ich die Abendmatura. Parallel dazu arbeitete ich im mütterlichen Kaffeehaus mit und konnte viele Erfahrungen mit Menschen in ihren unterschiedlichen Lebenssituationen sammeln; so entwickelte sich mein therapeutisches Ohr. Nachdem ich längere Zeit vor der Entscheidung stand, Medizin oder Theologie zu studieren, entschied ich mich für Theologie. In der Studienzeit war ich Studentenvorsitzender. Eine wertvolle Erfahrung für mich war, die Pluralität von Lebenswirklichkeiten und Denken wahrzunehmen und Visionen für die Humanisierung der Gesellschaft gemeinschaftlich zu entwickeln. 1986 wurde ich zum Priester geweiht. Mein Anliegen war und bleibt ein humanes Christentum im Dienste einer humaneren Gesellschaft. Ich war in verschiedenen Pfarren, als Religionsprofessor in einem Gymnasium und als Ausbildungsleiter für den ständigen Diakonat der Erzdiözese Wien tätig. Nach der Wende 1989 engagierte ich mich in der Flüchtlingsbetreuung und leitete in Wien ein Flüchtlingshaus der Caritas und Stadt Wien für 140 Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder. Für diese Tätigkeit wurde ich vom damaligen Bürgermeister der Stadt Wien, Dr. Helmut Zilk, mit dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes und der Stadt Wien geehrt. 1991 begann ich meine Psychotherapieausbildung. Die Gründe dafür waren, daß viele Menschen mit ihren Problemen, Ängsten und Nöten zu mir kamen und ich immer öfter an die Grenzen der seelsorgerischen Begleitung stieß. Mein Anliegen war es, eine Brücke zwischen der Seelsorge und der Psychotherapie zu schlagen. Heute bin ich überzeugt, daß man in der Ausbildung zu den kirchlichen Diensten verstärkt therapeutische Kompetenzen benötigt. 1995 berief mich der Wiener Erzbischof, Kardinal Dr. Christoph Schönborn, anläßlich der Groer-Affäre in den Arbeitskreis Homosexualität und Katholische Kirche. 1996 fand das sechste Österreichische Lesben- und Schwulenforum in Dornbirn statt. Der Generalvikar der Diözese Feldkirch gab ein sehr diskriminierendes Schreiben über Homosexualität heraus. Mir wurde klar, daß die Katholische Kirche sich in Sachen Sexualmoral nicht weiterentwickelt, die Erkenntnisse der Humanwissenschaften nicht rezipiert und somit den Lebensrealitäten der Menschen von heute nicht gerecht wird. Ich verfaßte einen offenen und fachlich fundierten Brief über das Phänomen der Homosexualität, der durch die Medien gereicht wurde, flog nach Dornbirn und feierte dort den Gottesdienst, der mir deutlich machte, wie sehr gleichgeschlechtlich empfindende und l(i)ebende Menschen in der Katholischen Kirche heimatlos geworden sind. Also feierte ich am 24. Dezember 1996 mit anderen Priestern und engagierten KatholikInnen eine Christmette in der Krypta des Wiener Schottenklosters, zu der wir mit Wissen des Abtes gezielt Homosexuelle, deren Familien und Freunde einluden. In der Folge sollten diese Gottesdienste in einem ökumenischen Rahmen monatlich stattfinden. Kardinal Schönborn verwehrte dafür eine katholische Kirche, und so feierten wir zeichenhaft für die Ausgrenzung Homosexueller in der Katholischen Kirche einen Gottesdienst im Wientalkanal. Gleichzeitig gründeten wir den Arbeitskreis Homosexualität und christliche Kirchen und veranstalteten den Studientag Homosexualität und Katholische Kirche - Eine Einladung zum Dialog. Kurz danach wurde ich von Kardinal Schönborn ohne Vorwarnung meines Amtes als Pfarrer enthoben. Ich stehe nach wie vor zu meinen Zielen. Mir geht es um eine Gesellschaft, die von Akzeptanz und Wertschätzung der unterschiedlichen Lebensweisen getragen ist und die sich den Grund- und Menschenrechten sowie den heutigen Humanwissenschaften verpflichtet weiß. Um dem näher zu kommen, rief ich 1999 die PartnerInnen-, Familien- und Sexualberatungsstelle COURAGE ins Leben. Hier stehen fachkompetente BeraterInnen Menschen in den Themenbereichen gleichgeschlechtliche und transgender Lebensweisen, Beziehungen und Sexualität sowie Gewalt und sexuelle Übergriffe zur Verfügung.

Zum Erfolg

Zum Erfolg von Johannes Wahala

Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg empfinde ich, wenn Menschen, die zu mir in die Praxis kommen und entdecken, daß sie eine Vielfalt von Lösungsmöglichkeiten für das Problem haben, das sie beschäftigt, und aus der Enge in die Vielfalt der Perspektiven übergehen, wenn Menschen aufgrund der psychotherapeutischen Begleitung ihre eigene Identität, Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl entwickeln. Ich bin dann erfolgreich, wenn meine KlientInnen zu einer veränderten und für sie hilfreichen Sichtweise finden - ich lasse mich nicht fremdbestimmen und manipulieren, sondern ich habe die Möglichkeit zu handeln. Erfolg ist für mich, wenn Menschen durch Coaching ihre Fähigkeiten erkennen und diese auch präsentieren können. Mein politsch-gesellschaftlicher Erfolg bedeutet für mich, meinen Beitrag zu leisten für eine Gesellschaft, die die Vielfalt menschlichen Lebens und der daraus resultierenden Lebensformen akzeptiert und kreativ gestaltet.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja, ich bin Psychotherapeut im Schwerpunkt und habe in dieser Gesellschaft meinen Platz und meine Aufgabe gefunden, die mir viel Freude und Spaß macht.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Hoffnung statt Pessimismus und Glaube an die Verantwortungsfähigkeit des Menschen tragen mich. Wichtig ist für mich, die eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten zu erkennen und nach Kompetenz und Professionalität zu streben. Ich habe mich in meinem Leben immer fort- und weitergebildet. Albert Einstein sagte einmal: Ich bin nicht besonders begabt. Ich bin nur leidenschaftlich neugierig. Die Neugierde am Leben und am Menschen ist mein Erfolg. Es ist für mich von großer Bedeutung, einen tragfähigen und intensiven Freundeskreis zu haben, Kontakte zu knüpfen und Beziehungen zu pflegen. Enttäuschungen und Niederlagen gehören zum Leben, und ich bespreche sie mit meinen FreundInnen. Oft haben sie sich als Chancen, meine derzeitigen Perspektiven und Strategien zu überdenken und zu verändern, herausgestellt.
Ist Originalität oder Imitation besser, um erfolgreich zu sein?
Die Originalität entwickelt sich, und um seinen Stil zu entwickeln, bedarf es ernstzunehmender Vorbilder.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Ich las viele Biographien, zum Beispiel von Charles de Foucault, dessen Spiritualität mich besonders beeindruckte. Eindruck machte auch Martin Luther King auf mich, und besonders vorbildhaft war Kardinal König, mit dem ich ein Stück weit zusammenarbeiten durfte und den ich auf einigen Reisen begleitete. Seine Weltoffenheit und Ehrlichkeit waren leitbildgebend. In der Psychotherapie begegnete ich einigen Lehrtherapeuten, die mich förderten und sehr wertschätzend mit Menschen umgingen, was mir imponierte.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Es ist eine Freude, wenn man selbst von Jüngeren als Vorbild gesehen wird und positive Rückmeldung erhält.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Das war und ist oft nicht leicht, da ich in vielen Bereichen tätig bin und sich immer wieder neue auftun. Mein Wissensdrang und mein Perfektionismus taten das ihrige hinzu. Heute profitiere ich davon: Ich habe ausreichend Kompetenz und Erfahrung - und das ermöglicht eine gewisse Leichtigkeit. Ich bemühe mich um eine Balance von Arbeit, Beziehungen und Lebensfreude.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Es geht mir nahe, heute bei vielen Menschen festzustellen, daß ihnen der Sinn des Lebens fehlt. Zu oft wird in die Zukunft geblickt, und dabei ist es so hilfreich, im Hier und Heute zu leben und die Zwischenmenschlichkeit zu beherzigen.
Ihr Lebensmotto?
Das Leben ist dem Leben verpflichtet.

Publikationen

Diverse Publikationen zu den Themen Sexualität, sexuelle Orientierungen und geschlechtliche Identität, Beziehungen und Geschlechtsrollenverhalten etc.; Abgesetzt von Schönborn - Österreichs Kirchenkrise und der Fall Wahala, Verlag Ueberreuter 1999; ein Handbuch und Ratgeber über Homosexualität ist in Planung.

Ehrungen

Goldene Verdienstzeichen des Landes und der Stadt Wien.

Mitgliedschaften

Österreichische Gesellschaft für Sexualforschung (ÖGS), Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie (ÖBVP).

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