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* Dr. Peter Philipp

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Inhaber
Rechtsanwalt Dr. Peter Philipp Verteidiger in Strafsachen
1010 Wien, Graben 17
Rechtsanwalt
Rechtsanwälte
6
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Profil

Zur Person

Dr.
Peter
Philipp
11.04.1947
Wien
Gisela und Wilhelm
Alexander (1971) und Patricia (1976)
Verheiratet mit Lucia
Fußball, Fitneßstudio

Service

Peter Philipp
Werbung

Philipp

Zur Karriere

Zur Karriere von Peter Philipp

Welche waren die wesentlichsten Stationen Ihrer Karriere?
Ich schloß die Mittelschule 1965 mit der Matura ab und begann danach das Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien. Ich promovierte 1970 und absolvierte das Gerichtsjahr. Die Grundausbildung erhielt ich während der vier Jahre als Konzipient bei Rechtsanwalt Dr. Michael Stern. Seit 1975 bin ich selbständiger eingetragener Rechtsanwalt. Ich trat als zweiter Anwalt in die Kanzlei meines Vaters in Wien ein. Mein Vater betrieb diese bereits 40 Jahre lang als Strafverteidiger. Als mein Vater 1991 in Pension ging, übernahm ich die Kanzlei. Der Schwerpunkt meiner Kanzlei liegt fast ausschließlich im Bereich der Strafverteidigung, mein Klientel kommt aus Wien und Umgebung, Niederösterreich und dem Burgenland. Zur Zeit beschäftige ich fünf Mitarbeiter. Mein Sohn Alexander ist seit Beginn des Jahres 2003 ebenfalls als selbständiger Rechtsanwalt in dritter Generation in meiner Kanzlei tätig. Auch er übernimmt Verteidigungen in allen Strafsachen. Seit meiner frühesten Jugend war ich aktiver Fußballer zum Ausgleich zu meiner mentalen Tätigkeit. Ich spielte bei Vienna, dem Wiener Sportclub, Austria 17 und heute noch in einem Team, mit dem ich zweimal wöchentlich trainiere.

Zum Erfolg

Zum Erfolg von Peter Philipp

Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Für mich persönlich als Strafverteidiger bedeutet Erfolg die Zufriedenheit des Klienten mit dem Urteil, das er im Endeffekt erhält. Wenn ich durch meine Tätigkeit erreichen kann, daß der Klient das Urteil annimmt, auch wenn er sich schuldig bekennt, und mit dem Urteil zufrieden ist, ist das für mich ein persönlicher Erfolg.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Jeder Strafverteidiger hat eine gewisse Eigendynamik. Es gibt in Wien ungefähr 20 Anwälte, die fast ausschließlich in Strafsachen tätig sind. Jeder arbeitet anders und hat eine eigene Persönlichkeit. Meine Stärke liegt in der Rhetorik und im schnellen Erfassen der Situation in einem Strafverfahren, wenn sich aufgrund von Zeugenaussagen verschiedene Beweise ändern, was man im vorhinein nicht absehen kann. Das unmittelbare Reagieren, den Klienten vielleicht aus dem Gerichtssaal zu führen und die neue Situation zu besprechen, um spontan eine richtige Entscheidung zu treffen, ist eine wichtige Eigenschaft des Strafverteidigers. Ich habe diese Gabe wahrscheinlich von meinem Vater übernommen.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Die Voraussetzung für den Erfolg ist zweifellos, daß man seinen Beruf liebt und gern ausübt. Ich sehe die Strafverteidigung als meine Berufung an. Es war mir immer wichtig, das Beste für den Klienten zu schaffen, das Geld ist sekundär. Geld kommt automatisch, wenn der Erfolg eintritt. Ist der Klient zufrieden, werde ich weiterempfohlen, und meine Klientel erweitert sich, was sich auch finanziell auswirkt. Als Voraussetzung für meinen Erfolg werte ich auch die gute Grundausbildung bei Dr. Michael Stern, der wirklich rund um die Uhr tätig war, so konnte ich immer von ihm profitieren. Ich konnte bereits um fünf Uhr früh mit ihm Akten besprechen, und er beschäftigte sich intensiv mit mir. Schon mein Vater hatte fünf Jahre bei Dr. Michael Stern verbracht.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Etwa vier bis fünf Jahre nach meiner Selbständigkeit als eingetragener Rechtsanwalt empfand ich mich als erfolgreichen Strafverteidiger. In diesem Metier dauert es Jahre, bis sich der Erfolg herumspricht. Mein Vorteil war, daß mein Vater bereits sehr bekannt war, andererseits beobachtete man skeptisch, ob auch ich an die Qualitäten meines Vaters heranreichen konnte. Ich mußte mich anders präsentieren als mein Vater und auch bei Gericht anders auftreten, was in den ersten Jahren ziemlich schwierig war. Ich betreute jedoch eine andere Klientel wie mein Vater, der in erster Linie Wirtschaftsjurist und auf Finanzstrafverfahren spezialisiert war. Ich übernahm auch Fälle der Kriminalität bis hin zu Schwerkriminalität, Suchtgiftfällen, etc.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Vor 30 Jahren habe ich mir angewöhnt, Zeitungsberichte über mich auszuschneiden und ein eigenes Buch anzulegen. Man vergißt manches, und in meinen mittlerweile 500 Ausschnitten aus Zeitungsberichten kann ich meine spektakulärsten Prozesse nachlesen. Dieses Nachschlagewerk möchte ich auf keinen Fall missen.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Die beiden Personen, die meinen Lebensweg prägten und beeinflußten, waren mein Vater und Dr. Michael Stern. Mein Vater, Dr. Wilhelm Philipp, hat die Kanzlei gegründet, führte sie 40 Jahre und war damals einer der bekanntesten Strafverteidiger in Wien. An Dr. Michael Stern schätzte ich vor allem sein unglaubliches Fachwissen und die Gabe, Showeffekte in Verhandlungen zu erzielen, überzeugend zu sprechen und die Leute mit seiner Tätigkeit zu faszinieren. Einen Menschen wie Dr. Michael Stern gekannt und mit ihm gearbeitet zu haben, ist eine hohe Auszeichnung. Er rief auch den sogenannten Ifflandring für Strafverteidiger als eine Art Stiftung ins Leben. Als er starb, wünschte er, daß dieser Ring an den besten Strafverteidiger seiner Wahl weitergegeben werden sollte, das war Dr. Wilhelm Philipp, mein Vater, der diesen Ring viele Jahre bis zu seinem Tod innehatte. Als er vor fünf Jahren starb, wurde der Ring an Dr. Herbert Eichenseder, einem sehr bekannten Wiener Strafverteidiger, auf Wunsch meines Vaters von mir übergeben. Dr. Eichenseder wird nun verfügen, wer den Ring nach seinem Tode erhalten soll.
Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Ein Problem sehe ich in der Entwicklung der Strafjustiz. Ich arbeite als Strafverteidiger bereits 30 Jahre und sehe, daß sich die Prozeßführung im Vergleich zu früher aufgrund der Schnellebigkeit unserer Zeit und der neuen Gesetze nicht zum Guten entwickelte. Wir haben zu wenig Richter, zu wenig Staatsanwälte, und es gibt zu viele Einsparungsmaßnahmen, auch bei der Exekutive. Die Prozeßzeiten verkürzen sich rapide, da alles rasch erledigt werden muß. Das ist eine gefährliche Entwicklung.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Meine Mitarbeiter spielen eine wesentliche Rolle bei meinem Erfolg. Ich betreibe eine Kanzlei mit Sekretärinnen, die schon viele Jahre bei mir arbeiten, die Konzipienten sind seit sieben Jahren bei mir. Mein Büro besteht immer aus dem gleichen Stab, es wechselt niemand. Ich kann mich auf meine Mitarbeiter voll verlassen.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Das Aussehen einer Sekretärin ist uninteressant, wichtig sind Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und eine gute Grundausbildung. Bei Konzipienten ist das anderes. Ich wähle immer weibliche Konzipienten mit einem sympathischen, netten Aussehen. Vor Gericht ist das Auftreten sehr wichtig, eine attraktive Person hat von vornherein bessere Karten. Solides juristisches Wissen setze ich voraus.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Die Stärken meiner Kanzlei liegen zu 80 Prozent in der Strafverteidigung. Die gesamte Palette der Strafdelikte, von Wirtschaftskriminalität bis hin zu Raub, Mord, etc. wird von mir verteidigt.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Ich habe Beruf und Privatleben stets gut getrennt. Ich arbeite stets mit vollem Einsatz, wenngleich sich meine Arbeitszeit oft auf 14 Stunden ausdehnt, aber danach kommt das Privatleben an die Reihe. Ich verfuhr so seit dem ersten Tag meiner Arbeit in der Kanzlei.
Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Ich veranschlage jährlich ungefähr eine Woche für Weiterbildung, besuche Vorträge und Seminare über neue Strafprozeßordnung, neue Strafgesetze und neue Ideen. Laufend orientiere ich mich über mir zugestellte Prozeßentscheidungen und Neuerungen.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Mein Rat ist: Zuerst die Arbeit, dann der Erfolg und zum Schluß das Geld. Die Jugend glaubt, sie könne nach drei Jahren das Wissen von uns Alten haben und daher genau so viel verlangen wie wir, die wir schon erfahren sind. Es ist unmöglich, eine Kanzlei zu eröffnen und nach zwei bis drei Jahren bereits so zu leben wie Anwälte, die bereits auf eine 30-jährige Praxis zurückblicken können. Es müssen von den Jungen daher Einschränkungen gemacht werden, was für die ungeduldigen Berufsanfänger oft ein Problem darstellt. Sie müssen zurückstecken, arbeiten, fragen, mit Älteren sprechen, Erfahrung und Erfolg sammeln, dann erst kann sich der finanzielle Erfolg einstellen. Das ist eine logische Entwicklung, an der sich nie etwas ändern wird.

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