Über Club-Carriere

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Michael Barth

Michael Barth
Inhaber
Supporting Pool - Michael Barth
1070 Wien, Seidengasse 45
Unternehmer
9
27/09/1955
Wien
Lukas und Lois
Geschieden
Eventartikel
Irma und Ing. Arnulf
Musik, Theater, Kino

Zur Karriere von Michael Barth


Welche waren die wesentlichsten Stationen Ihrer Karriere?
Nach der Matura begann ich ein Jurastudium, das ich allerdings wieder abbrach, um Musikwissenschaften und Kunstgeschichte zu studieren. Dies musste ich schließlich wegen meines aufwendigen Lebensstils allerdings aufgeben. Ab 1980 war ich im House of Hifi in der Wiener Neubaugasse als Aushilfe beschäftigt, gleichzeitig absolvierte ich den Tontechniklehrgang an der Hochschule. 1982 begann meine Vollzeitbeschäftigung im House of Hifi, in der ich bereits nach drei Wochen die Position des Geschäftsführers erhielt. Nebenbei begann ich bereits mit dem Aufbau meiner eigenen Firma. Ich hatte nach der Matura damit begonnen, mich mit HiFi-Anlagen, Mischpulten, Lichtanlagen und Boxen auszustatten, die ich mittels Teilzahlung erwarb und für Veranstaltungen vermietete. Schon während der Ausbildung zum Tontechniker konnte ich Kontakte in die Modebranche knüpfen. 1984 meldete ich mein Gewerbe als Einzelunternehmer an und stattete die Modeschauen für die Unternehmen Fürnkranz, Sir Anthony, Trixi Becker und für diverse andere renommierte Unternehmen mit Licht- und Tonanlagen aus. Ich erreichte in der Branche einen gewissen Bekanntheitsgrad, nebenbei schaffte ich es, im House of Hifi den Umsatz extrem zu steigern. 1989 kündigte ich meine Stellung im House of Hifi und war hauptberuflich in meiner eigenen Firma tätig. Zunächst verwendete ich meine Wohnung als Büro und die Garage als Lager. Ich begann aktiv Aufträge zu akquirieren, das Geschäft lief gut, und ich musste das Unternehmen erweitern und einen Techniker einstellen, der die Anlagen wartete. Später kam weiteres Personal hinzu, und ich musste einige Male wegen Vergrößerung übersiedeln. Der Brand der Sofiensäle im August des Jahres 2001 brachte einen großen Einschnitt für meine Tätigkeit. Dieses Schadensereignis brachte es mit sich, dass ich einige Prozesse führen musste und in der Folge ging der Umsatz zurück. Gleichzeitig  verlor ich durch diverse Machenschaften von Personen, welche mir sehr nahe standen, sehr viele Stammkunden. Dies führte dazu, dass ich mit meinem damaliges Unternehmen Music+Light Ton- u. Lichtanlagen Vermietungs-und Handelsgesm.b.H. Konkurs anmelden musste. Seit dem Jahre 2004 führe ich ein Einzelunternehmen, welches sich sehr gut entwickelt und Gewinn abwirft

Zum Erfolg von Michael Barth


Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg ist die Sicherheit, dass meine Firma auch ohne meine ständige Anwesenheit so gut funktioniert, dass ich davon leben kann. Als Erfolg sehe ich einerseits, dass das Konkursverfahren mit Juni 2013 beendet wurde und andererseits, dass das Einzelunternehmen Gewinn abwirft.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ich sehe mich mittlerweile als erfolgreich, da ich meine Vorstellungen von der Entwicklung meines Unternehmens umsetzen konnte.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Ich achtete immer darauf, meine Kunden langfristig binden zu können. Durch diese geknüpften Kontakte und das positive Feedback meiner Kunden erhöhte sich mein Arbeitseinsatz und ich erlangte Selbstsicherheit und Erfahrung. Sehr wichtig war auch mein Durchhaltevermögen, denn nur kontinuierliche Aufbauarbeit führt zum Erfolg.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
In dringenden Fällen kann ich eine unwahrscheinliche Energie mobilisieren, weniger dringende Anliegen schiebe ich auch manchmal auf. Im Laufe der Jahre lernte ich, Geduld aufzubringen, Ich bemühe mich, ausgeglichener zu reagieren und meine Emotionen zu kontrollieren. Seit der Geburt meiner Kinder verschoben sich auch meine Prioritäten, was dazu führte, dass ich Dinge aus einem anderen Blickwinkel sehe, als früher.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Ich erfahre immer wieder Anerkennung. Es ist schön, wenn Kunden sagen, dass wir großartige Arbeit geleistet haben. Andere Kunden wollen ausschließlich mit uns zusammenarbeiten. Diese verhandeln auch nicht mehr wegen der Preise, sie vertrauen uns und wissen, dass wir korrekt sind.
Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Ich bin in einer Branche tätig, welche von den Banken als wenig beachtenswert und von geringer Bonität eingestuft wird. Wir werden nach wie vor als -Gaukler- bezeichnet. Nicht nur im wirtschaftlichen Bereich sondern auch im privaten Umfeld. Daher konnte ich auch nur in kleinen Schritten wachsen und musste immer versuchen, zuerst Gewinne zu erzielen, bevor ich bei den Banken wegen eventueller Kredite vorsprechen konnte. Wegen der Notwendigkeit hoher Investitionen sind die Schuldenlast der einzelnen Unternehmer und der dadurch entstehende Erfolgsdruck in meiner Branche besonders groß. Darüber hinaus ist meine Branche gegenüber der jeweiligen Wirtschaftslage außergewöhnlich sensibel und bei Konjunkturschwankungen oder Ereignissen mit weltpolitischen Auswirkungen (wie dem Anschlag vom 11. September 2001 oder dem Krieg im Irak) ständig mit empfindlichen Umsatzeinbußen bedroht. Ein spezielles Problem meiner Branche in Österreich ist der Vergleich mit dem deutschen Markt, dem jedoch das zehnfache Budget zur Verfügung steht. Dennoch wird von uns verlangt, dass wir annähernd die Erfolge nachweisen können wie unsere deutschen Nachbarn. Daher sind die Anforderungen an das Geschick bei der Selbstdarstellung der Unternehmen hierzulande wesentlich höher, um die selben Werbeeffekte erzielen zu können.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Ich habe keine fix angestellten Mitarbeiter. Wie bereits erwähnt, arbeite ich mit anderen selbständigen Unternehmern aus meiner Branche zusammen, manche davon waren seinerzeit bei mir beschäftigt. Bei größeren Veranstaltungen arbeiten auch freie Mitarbeiter mit.
Wie verhalten Sie sich dem Mitbewerb gegenüber?
Unsere Branche kann man als sehr umtriebig bezeichnen. Es gibt in Wien zahlreiche Mitbewerber. Weit mehr als in den westlichen Bundesländern. Es gibt Mitbewerber, die schon jahrelang und sehr erfolgreich am Markt tätig sind, mit denen man auch gerne zusammenarbeitet. Leider ist es auch so, dass so mancher Mitbewerber den Markt mit Preisdumping ruiniert. Dies sind meist Persönlichkeiten, welche so gut wie keinen betriebswirtschaftlichen Background haben, zum Großteil von dritter Seite (Elternhaus) finanziert werden, diese Tätigkeit als -berufliches Hobby- praktizieren und bei denen Finanzielles so gut wie keine Priorität hat.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Ich lege größten Wert darauf, dass das Gesamtkonzept den Kundenanforderungen entspricht. Auch bei den freien Mitarbeitern achte ich darauf, dass Sie nicht nur technisches Fachwissen mitbringen, sondern auch in der Lage sind, mit den Kunden in angemessener Weise zu kommunizieren. Darüber hinaus ist es selbstverständlich, dass wir Kunden auch bei vor Ort auftretenden Problemen, welche nicht unbedingt in unseren Bereich fallen, speziell im technischen Metier unterstützen. Die Erfahrung zeigt, dass unser Service von Auftraggebern sehr geschätzt wird.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Diese Bereiche ließen sich bis vor kurzem schwer vereinbaren, mein Privatleben kam stets zu kurz. Mit der Geburt meiner Kinder hat sich dies ein wenig verschoben. Bislang habe ich keine Partnerin gefunden, die die äußerst familienfeindlichen, sehr unregelmäßigen Arbeitszeiten, vor allem nachts und an den Wochenenden, akzeptiert hätte.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Es gibt zwei bis drei unterschiedliche Ausbildungsmöglichkeiten für Ton- und Lichttechniker, es muss aber jedem Berufseinsteiger bewusst sein, dass er auch nach einem zweijährigen Studium klein anfangen muss und erst über seine gewonnenen Erfahrungen, Verantwortung übertragen bekommen kann. Ich denke, dass mein Beruf nur für Idealisten geeignet ist, die echte Begeisterung dafür mitbringen. Für die Praxis ist es wichtig, realistisch zu bleiben, viel zu arbeiten, sich zu engagieren, aber dennoch Routine zu bekommen. Es gibt in dieser Branche keine festen Arbeitszeiten und man muss immer auf dem neuesten Stand der Entwicklungen sein. Außerdem muss man sich als freier Techniker auch verkaufen können. Fehler haben in unserem Beruf oft weitreichende Konsequenzen, durch die man leicht Kunden für immer verlieren kann. Unsere Tätigkeit ist nach wie vor gefragt, wobei ich jeden Interessenten empfehle, neben dem technischen Teil eine umfangreiche kaufmännische Ausbildung zu absolvieren. Nur ein Experte in technischen Angelegenheiten zu sein, und keine Ahnung vom Verkauf, Gesprächsführung und Betriebswirtschaft zu haben, erachte ich als sehr fahrlässig. In dieser Branche kann man nur dann als Selbständiger erfolgreich werden, wenn man neben dem nötigen Startkapital auch eine hohe Lernbereitschaft mitbringt, denn die Technik ändert sich ebenso, wie die Erwartungen der Kunden.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Ich möchte weiterhin zur Zufriedenheit meiner Auftraggeber arbeiten und mein Unternehmen am Markt so platzieren, dass es auch den zukünftigen Herausforderungen des Marktes gerecht werden kann. Wenn ich zurückblicke, möchte ich stolz sein können, es geschafft zu haben und dabei korrekt geblieben zu sein.
Michael Barth

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Zitate aus Club-Carriere

Zitate überdauern Jahrhunderte, helfen über schwierige Momente hinweg, leiten den Weg, zaubern manchmal ein Lächeln auf unsere Gesichter und zwingen uns oft nachzudenken. Hier ein kleiner Auszug aus tausenden Interviews.

„Bewahre deine Eigenständigkeit, mache deine Musik, vielleicht kommt der Trend, der deine Musik gefragt sein lässt.“ (Udo Jürgens - siehe Bockelmann)
Prof. Udo Jürgens
Sänger, Komponist, Musiker
„Erfolg ist kontinuierliches Wachstum. Man ist nicht besser als andere, sondern einfach nur anders. Für das Wachstum eines Baumes mit 5 Blättern, der nach 7 Blättern strebt, ist der Baum nebenan mit 10.000 Blättern völlig unerheblich.“
Prof. Samy Molcho
Pantomime
„Erfolg hat nichts mit Geld, Ruhm oder Macht zu tun, sondern zeigt sich in der eigenen Lebensfreude.“
Franco D´Alonzo
Gastronom
„Erfolg ist für mich etwas höchst Verdächtiges, das von den wesentlichen Dingen und von der Menschlichkeit ablenkt.“
DDr. Günther Nenning
Journalist

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