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Christoph Brandstätter

Christoph Brandstätter
Küchenchef
Bar & Restaurant Shambala im Le Méridien Wien
1010 Wien, Opernring 13-15
Koch
25
01/02/1972
Ried im Innkreis
Lebensgemeinschaft mit Christina Schaupp
Gastgewerbe
Reisen, Essen, Schifahren

Zur Karriere von Christoph Brandstätter


Welche waren die wesentlichsten Stationen Ihrer Karriere?
Nach Abschluß der Pflichtschule absolvierte ich die Kochlehre im gutbürgerlichen Restaurant Alexandra in Ried im Innkreis und leistete anschließend den Präsenzdienst ab. In der Folge trat ich in das Hotel Sheraton München ein, wo ich die Anforderungen eines Konzernhotels mit über 1.000 Betten und drei angeschlossenen Restaurants kennenlernte. Ich wurde als Jungkoch aufgenommen und stieg innerhalb von sechs Monaten zum Chef der Partie des A la carte-Geschäftes auf. Nachdem ich sehr viel gelernt hatte, kehrte ich nach einem Jahr wieder nach Österreich zurück und nahm in Obergurgl im Hotel Alpina die Stelle des Chef de Partie Entremetier an. Ich blieb eine Saison lang und bewarb mich aus Reiselust in New York im Restaurant Palio/Manhattan. Ich erhielt, da der Küchenchef kurz vor meiner Ankunft verstorben war, seine Assistenzposition, bis ein neuer Küchenchef gefunden werden konnte. Dies war eine der härtesten Zeiten meines Lebens, da ich als 22-jähriger weder über die Erfahrung noch über genügend Sprachkenntnisse verfügte. Ich schaffte es jedoch, mich zu etablieren und konnte in der Folge auch hier sehr viel lernen. Nach einem Jahr verbrachte ich erneut eine Wintersaison in Obergurgl und war danach im Hotel Haus Paradies in Ftan in der Schweiz, das mit zwei Michelin-Sternen und 18 Punkten von Gault Millau ausgezeichnet worden war, als Chef de Partie für Fleisch und Fischgerichte tätig. Ich kochte auf höchstem Niveau, das man in der Schweiz oder in Österreich finden konnte, und wechselte nach drei Saisonen nach Südafrika in das in der Kapregion gelegene Hotel Grande Roche, das zu diesem Zeitpunkt Hotel des Jahres und „Restaurant des Jahres“ in Südafrika, und eineinhalb Jahre später für vier Monate in ein Tochterhotel nach Singapur. In der Folge bewarb ich mich während eines Heimaturlaubs in Österreich erfolgreich als Küchenchef des neu zu eröffnenden Vitalhotel Geinberg mit 400 Betten. Ich baute die komplette Küchenmannschaft auf und war als Küchenchef erstmals mit großer Verantwortung betraut. Aus privaten Gründen wechselte ich als Geschäftsführer eines Restaurants nach Köln, wechselte jedoch nach drei Jahren und trotz meiner Erfolge - ich hatte eine Haube erkocht und zählte zu den führenden Restaurantköchen Deutschlands - aufgrund der Betriebsblindheit des Inhabers nach Gran Canaria, wo ich im Hotel Residencia, tätig war. In der Folge entschloß ich mich, meinen Weg in Österreich fortzusetzen. Heute bin ich als Küchenchef des Hotel Le Méridien tätig und bin sehr glücklich, für das Wohl unserer Gäste Sorge zu tragen.

Zum Erfolg von Christoph Brandstätter


Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg ist für mich dann meßbar, wenn ich abends mit einem zufriedenen Gefühl nach Hause komme und Mitarbeiter, die mir anvertraut sind, solange als möglich für ihre Arbeit begeistern kann. Wichtig ist mir auch, daß meine Arbeit von der Direktion des Hauses geschätzt wird. Selbstverständlich sind gerade in meinem Beruf die Erwähnungen in den Restaurantführern als sehr wichtig zu bezeichnen.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja, ich erachte meinen Werdegang als zufriedenstellend.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Meine Lehrzeit ermöglichte mir ein fundamentales Basiswissen und forderte mich als Mensch so sehr, daß ich in späterer Folge in der Lage war, mehr Arbeitsleistung als der Durchschnitt zu erbringen. Ich bin der Überzeugung, daß alles, was man in seinen Beruf investiert, eines Tages als positives Feedback zurückkommt, daher war jede Berufsstation ein Meilenstein in meiner Entwicklung. Die ständige Bereitschaft, etwas Neues zu erlernen, und meine Konsequenz verhalfen mir zu großem Fachwissen. Sehr wichtig waren meine Auslandserfahrungen, der Verzicht auf guten Lohn zugunsten von Positionen, in denen ich viel lernen konnte, sowie mein Einsatz- und mein Lernwille. Bis zu einem gewissen Alter sollte man sich nicht zu viele Ziele setzen, um den Anforderungen des Lernens gerecht werden zu können, aber auch später muß man bei der Zielsetzung flexibel bleiben. Das Wichtigste sind Kontinuität und der Anspruch, beste Qualität zu liefern.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Ich glaube, daß das Gefühl des Erfolges ein kurzlebiges ist, das man durch gute Arbeit immer wieder erneuern muß.Gibt es jemanden der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat? Schon meine Lehrzeit war eine sehr positiv geprägte Zeit, die sich auch diesbezüglich auf meine Zukunft auswirkte. Ich mußte sehr hart arbeiten, lernte alle Stationen in der Küche kennen und erkannte, daß man nur mit Durchhaltevermögen zu seinen Zielen gelangt. Generell gab es sehr viele Menschen, die mich in meinem Berufsbild zu prägen verstanden.
Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Das Schwierige in der Lehrlingsausbildung ist, daß man die Verantwortung für Arbeitszeiteinhaltung und freie Wochenenden der Lehrlinge tragen muß. Die Lehrlinge werden dadurch nicht auf ihre Zukunft, die ganz anders geartet sein wird, vorbereitet und entwickeln eine innere Einstellung, die nicht förderlich für einen beruflichen Erfolgsweg sind. Die Menschen wollen immer weniger Zeit in ihr Fachwissen investieren, erwarten aber Löhne, die kein Arbeitgeber bezahlen kann.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Ich arbeite am liebsten mit Mitarbeitern zusammen, die ihren Beruf gern ausüben und eine gute Berufsausbildung vorweisen können. Wichtig ist mir auch, daß wir uns gut verstehen. Eine gute Arbeitsatmosphäre ist in meinem Berufsbild eines der wesentlichsten Kernelemente, um gute Arbeit leisten zu können.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Die Motivation der Mitarbeiter erfolgt über Lob und Tadel. Ich habe hier im Haus Auszeichnungen zum Mitarbeiter des Monats und des Jahres eingeführt. Selbstverständlich führe ich regelmäßige Einzelgespräche und einmal im Monat ein Gespräch mit allen Mitarbeitern.
Christoph Brandstätter

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Maturaniveau
keine Altersbeschränkung
native Speaker - Deutsch, oder Englisch
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Zitate aus Club-Carriere

Zitate überdauern Jahrhunderte, helfen über schwierige Momente hinweg, leiten den Weg, zaubern manchmal ein Lächeln auf unsere Gesichter und zwingen uns oft nachzudenken. Hier ein kleiner Auszug aus tausenden Interviews.

„Bewahre deine Eigenständigkeit, mache deine Musik, vielleicht kommt der Trend, der deine Musik gefragt sein lässt.“ (Udo Jürgens - siehe Bockelmann)
Prof. Udo Jürgens
Sänger, Komponist, Musiker
„Erfolg ist kontinuierliches Wachstum. Man ist nicht besser als andere, sondern einfach nur anders. Für das Wachstum eines Baumes mit 5 Blättern, der nach 7 Blättern strebt, ist der Baum nebenan mit 10.000 Blättern völlig unerheblich.“
Prof. Samy Molcho
Pantomime
„Erfolg hat nichts mit Geld, Ruhm oder Macht zu tun, sondern zeigt sich in der eigenen Lebensfreude.“
Franco D´Alonzo
Gastronom
„Erfolg ist für mich etwas höchst Verdächtiges, das von den wesentlichen Dingen und von der Menschlichkeit ablenkt.“
DDr. Günther Nenning
Journalist

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