Über Club-Carriere

Club-Carriere ist die weltweit größte sozialpsychologische Studie zum Thema "Parameter und Faktoren des Erfolgs". Seit 1997 wurden über 40.000 Interviews persönlich geführt und ausgewertet. Die Analyse kann auf diesem Portal www.club-carriere.com kostenlos eingesehen werden und ist für junge Talente, aber auch für Karriere-Suchende als Orientierung für Ihren Weg zum individuellen Erfolg gedacht.
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Mag. Michael Erwin Obernberger MBA

Mag. Michael Erwin Obernberger MBA
Managing Partner
ARTUS Steuerberatung GmbH & Co KG
A-1010 Wien, Stubenring 24
Steuerberater
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Mag. Obernberger Michael Erwin MBA
05/06/1981
Wien
Berater
Mag.
Österreich
Triathlon, Reisen

Zur Karriere von Michael Erwin Obernberger


Welche waren die wesentlichen Stationen Ihrer Karriere?
Nach dem Abschluss der Volksschule setzte ich meine schulische Laufbahn am Bundes- und Realgymnasium in der Linzer Straße fort, wo ich im Juni 1999 erfolgreich die Matura absolvierte. Im Anschluss daran leistete ich von September 1999 bis April 2000 meinen Präsenzdienst ab. Bereits vor Beginn meines Wehrdienstes und unmittelbar danach konnte ich erste praktische Erfahrungen sammeln: Jeweils einen Monat war ich als Volontär sowohl bei der BAWAG in der Linzer Straße als auch am Flughafen Wien tätig. Diese ersten Einblicke in die Arbeitswelt bestärkten mein Interesse an wirtschaftlichen Themen. Im März 2001 begann ich als freier Dienstnehmer bei der NEXTRA Telekom GmbH zu arbeiten, wo ich bis Juli desselben Jahres wertvolle Erfahrungen im Bereich Telekommunikation sammeln konnte. Direkt im Anschluss daran war ich für einen weiteren Monat als Volontär bei der damaligen Creditanstalt-Bankverein auf der Wiedner Hauptstraße tätig, was meinen Einblick in die Banken- und Finanzwelt vertiefte.
Von Februar bis Juni 2002 war ich bei Baracuda Webconsulting – Mika Ost GesbR angestellt. Dort konzentrierte ich mich insbesondere auf die Bereiche Administration, Kundenaquise, Kundenbetreuung und Marketing. Diese Position ermöglichte es mir, meine organisatorischen und kommunikativen Fähigkeiten weiterzuentwickeln.
Im November 2002 trat ich eine Position bei der Management-Seminar Sales Manager Akademie Betriebs GesmbH in Wien-Döbling an, wo ich bis November 2003 tätig war. Parallel dazu begann ich im Jahr 2000 mein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Wirtschaftsuniversität Wien mit den Schwerpunkten Investmentbanking und betriebswirtschaftliche Steuerlehre. Dieses Studium schloss ich am 11. Mai 2005 mit dem akademischen Grad Mag. rer.soc.oec. erfolgreich ab. Während meines Studiums sammelte ich von Dezember 2003 bis Mai 2004 als Revisionsassistent bei Bernardini & CO Wirtschaftsprüfung GmbH in Wien-Hietzing weitere praktische Erfahrungen, insbesondere im Bereich Wirtschaftsprüfung. Mit dem Ziel, meine Managementkompetenzen weiter auszubauen, absolvierte ich von 2006 bis 2007 das Executive Sales Manager MBA-Programm in Wien und schloss dieses am 11. Januar 2007 mit dem Titel MBA ab. Im Jahr 2008 legte ich erfolgreich die Steuerberaterprüfung ab und konnte mein Fachwissen damit weiter vertiefen. Im darauffolgenden Jahr 2009 sammelte ich internationale Erfahrung bei Ernst & Young in Rumänien. Den größten Teil meiner bisherigen Karriere verbrachte ich von November 2004 bis August 2019 bei der Ernst & Young Steuerberatungs- und WirtschaftsprüfungsgesmbH in Wien. Dort lag mein Tätigkeitsschwerpunkt auf der Erstellung von Steuererklärungen und steuerlichen Expertisen, insbesondere in den Bereichen Einkommensteuer, Körperschaftsteuer sowie internationales Steuerrecht. Im September 2019 wechselte ich zur ARTUS Steuerberatung GmbH & Co KG, wo ich zunächst die Position des Teamleiters übernahm. Seit Juni 2021 bin ich als Equity Partner im Unternehmen tätig. Während meiner gesamten beruflichen Laufbahn habe ich an zahlreichen internen und externen steuerspezifischen Seminaren im In- und Ausland teilgenommen, um mein Wissen stets auf dem neuesten Stand zu halten und meine Kompetenz weiter zu stärken.

Zum Erfolg von Michael Erwin Obernberger


Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich in erster Linie, dass unsere Klientinnen und Klienten bestmöglich betreut werden und mit unseren Leistungen rundum zufrieden sind. Die Zufriedenheit und das Vertrauen unserer Klienten stehen für mich an oberster Stelle, denn sie sind die Basis für eine langfristige und erfolgreiche Zusammenarbeit. Wenn es uns gelingt, individuelle Lösungen zu erarbeiten, die den spezifischen Anforderungen und Erwartungen unserer Klienten gerecht werden, empfinde ich das als persönlichen und beruflichen Erfolg. Aus dieser konsequenten Ausrichtung auf höchste Servicequalität leiten sich für mich alle weiteren Aspekte ab, die gemeinhin mit Erfolg verbunden werden – sei es das kontinuierliche Wachstum unseres Unternehmens, eine positive Entwicklung im Team oder auch wirtschaftlicher Erfolg. Für mich ist echter Erfolg somit kein rein monetäres Ziel, sondern vielmehr das Ergebnis nachhaltiger, engagierter und qualitativ hochwertiger Arbeit im Sinne unserer Klientinnen und Klienten. Erst wenn wir deren Erwartungen nicht nur erfüllen, sondern sogar übertreffen, ist die Grundlage für weiterführenden, umfassenden Erfolg geschaffen.

Sehen Sie sich als erfolgreich?
Die Frage, ob ich mich selbst als erfolgreich betrachte, fällt mir nicht leicht objektiv zu beantworten. Oft ist es das persönliche Umfeld – Kollegen, Freunde und Familie –, das mir rückmeldet, dass ich auf meinem beruflichen Weg bereits einiges erreicht habe und als erfolgreich wahrgenommen werde. Ich selbst bin jedoch mein strengster Kritiker. Ich habe hohe Ansprüche an meine eigene Leistung und neige dazu, Ziele möglichst rasch und effizient umzusetzen. Dieser innere Antrieb führt dazu, dass ich selten mit dem Erreichten vollständig zufrieden bin und mich stets weiterentwickeln möchte. Für mich bedeutet Erfolg daher nicht nur das Erreichen bestimmter Meilensteine, sondern vielmehr einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Die Anerkennung meines Umfelds nehme ich als wertvolles Feedback wahr, das mich motiviert, mich weiterhin zu engagieren und meine Ziele mit Nachdruck zu verfolgen.

Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Für meinen bisherigen beruflichen Erfolg waren mehrere Faktoren ausschlaggebend. Ein zentrales Element ist ohne Zweifel die Fähigkeit zur Empathie. In unserem Berufsfeld ist es essenziell, sich in die Lage der Klientinnen und Klienten versetzen zu können, ihre individuellen Bedürfnisse zu erkennen und entsprechend maßgeschneiderte Lösungen zu erarbeiten. Nur wer in der Lage ist, die Perspektive des Gegenübers einzunehmen, kann langfristig Vertrauen aufbauen und nachhaltige Beziehungen pflegen. Darüber hinaus spielt ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit eine immer größere Rolle. In einer zunehmend komplexen und digitalisierten Geschäftswelt ist es wichtiger denn je, Informationen klar und verständlich zu vermitteln, Missverständnisse zu vermeiden und auf Augenhöhe zu kommunizieren. Dies gilt sowohl im direkten Austausch mit Klienten als auch innerhalb des Teams. Auch der Blick in die Zukunft ist für den betrieblichen Erfolg entscheidend. Themen wie Künstliche Intelligenz und Digitalisierung werden unser Arbeitsumfeld nachhaltig prägen und nehmen bereits heute einen großen Teil unserer täglichen Arbeit ein. Es ist mir wichtig, in diesen Bereichen stets am Puls der Zeit zu bleiben und die damit verbundenen Herausforderungen aktiv anzugehen. Ein weiterer Aspekt, der mir besonders am Herzen liegt, ist die Nachwuchsförderung. Dabei achte ich nicht nur auf fachliche Qualifikationen, sondern auch darauf, dass grundlegende Kompetenzen wie Hausverstand und gute Umgangsformen vorhanden sind.

Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Die Herausforderungen des beruflichen Alltags sind vielfältig und unterliegen einem stetigen Wandel. Eine der größten Herausforderungen besteht derzeit darin, engagierte und motivierte Menschen zu finden, die bereit sind, die Grundlagen unseres Berufs – unser „Handwerkszeug“ – von Grund auf zu erlernen. Immer häufiger begegnen mir junge Bewerberinnen und Bewerber, die sich als Individualisten verstehen und das Bedürfnis haben, bestehende Strukturen zu hinterfragen oder das sprichwörtliche Rad neu zu erfinden. Während Innovation und frische Ideen zweifellos wichtig sind, ist es ebenso essenziell, dass grundlegende Verantwortungsbereitschaft und ein solides Fundament an Fachwissen vorhanden sind. Die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, ist dabei ein Thema, das aus meiner Sicht oft zu wenig Beachtung findet und für den nachhaltigen Erfolg eines Teams unerlässlich ist. Ein weiteres zentrales Thema, mit dem wir uns im beruflichen Alltag zunehmend auseinandersetzen müssen, ist der rasante Fortschritt im Bereich der Künstlichen Intelligenz und Digitalisierung. Diese Entwicklungen bringen einerseits enorme Chancen mit sich, stellen uns aber auch vor neue Herausforderungen. Ich halte es für wichtig, offen und neugierig zu bleiben, sich aktiv mit neuen Technologien auseinanderzusetzen und deren Potenzial für das eigene Berufsfeld zu erkennen. In unserer Branche beobachten wir, dass zahlreiche Prozesse durch den Einsatz moderner Technologien effizienter gestaltet werden können. Gleichzeitig ist ein kritischer Blick notwendig, um sicherzustellen, dass der persönliche Kontakt und die individuelle Beratung weiterhin im Mittelpunkt stehen. Insgesamt begegne ich den Herausforderungen des beruflichen Alltags mit einer Mischung aus Offenheit für Neues, einem starken Verantwortungsbewusstsein und dem Willen, mein Fachwissen kontinuierlich weiterzuentwickeln. Nur so ist es möglich, den ständig wachsenden Anforderungen gerecht zu werden und sowohl das Team als auch die Klientinnen und Klienten bestmöglich zu unterstützen.

Ist Originalität oder Imitation besser, um erfolgreich zu sein?
Meiner Ansicht nach ist es die richtige Mischung aus Imitation und Originalität, die letztlich zum Erfolg führt. Zu Beginn einer beruflichen Laufbahn steht oftmals die Imitation im Vordergrund. Es ist wichtig, die grundlegenden Prinzipien und bewährten Methoden des jeweiligen Fachgebiets zu erlernen und sich an Vorbildern zu orientieren. Diese Basis schafft das notwendige Fundament, auf dem man aufbauen kann. Erst wenn die wesentlichen Grundlagen sicher beherrscht werden, ist man in der Lage, den eigenen Blickwinkel zu erweitern und zunehmend originelle Ansätze zu entwickeln. Mit wachsender Erfahrung gewinnt die Originalität immer mehr an Bedeutung. In meinem aktuellen beruflichen Alltag sehe ich mich oft nicht nur als Steuerberater, sondern auch als eine Art Psychologe. Es ist entscheidend, die Anliegen der Klientinnen und Klienten genau zu hinterfragen und herauszufinden, was sie tatsächlich bewegt. Ebenso wichtig ist es, komplexe steuerliche Sachverhalte so aufzubereiten und zu vermitteln, dass sie für den Klienten verständlich und nachvollziehbar sind. Gerade in diesen Situationen ist Originalität gefragt, um individuelle Lösungen zu finden und auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Klienten einzugehen. Ein zentraler Erfolgsfaktor in unserem Unternehmen ist daher die Kommunikationsfähigkeit. Wir legen größten Wert darauf, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesem Bereich kontinuierlich geschult werden. Aus diesem Grund haben wir ein umfassendes Trainingsprogramm entwickelt, das die kommunikativen Kompetenzen unseres Teams stetig fördert und weiterentwickelt. Zusammenfassend bin ich überzeugt, dass der Weg zum Erfolg mit einer soliden Basis aus bewährten Methoden beginnt, aber letztlich durch originelle Denkansätze und individuelle Lösungen geprägt wird. Nur wer bereit ist, beide Aspekte zu vereinen, kann sich nachhaltig am Markt behaupten und den vielfältigen Anforderungen der Klientinnen und Klienten gerecht werden.

Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Rückblickend auf meinen bisherigen beruflichen Werdegang gab es mehrere Persönlichkeiten, die mich in unterschiedlicher Weise geprägt haben. Besonders eindrucksvoll war für mich mein erster Vorgesetzter, dessen umfassendes Fachwissen und seine professionelle Herangehensweise mich nachhaltig beeindruckt haben. Er vermittelte mir nicht nur das nötige Know-how, sondern auch die Bedeutung von Präzision und Engagement im täglichen Arbeitsleben. Im Laufe meiner Karriere hatte ich das Privileg, mit vielen unterschiedlichen Menschen zusammenzuarbeiten. Darunter waren zahlreiche Persönlichkeiten, die mich sowohl durch ihre positiven Eigenschaften als auch durch herausfordernde Verhaltensweisen beeinflusst haben. Von manchen konnte ich wertvolle fachliche und menschliche Impulse aufnehmen, andere wiederum haben mir durch ihr Verhalten gezeigt, welche Wege ich selbst nicht einschlagen möchte. Gerade diese Mischung aus positiven und negativen Vorbildern hat meine persönliche und berufliche Entwicklung entscheidend mitgeprägt und mir geholfen, meinen eigenen Stil zu finden und kontinuierlich weiterzuentwickeln. Insgesamt bin ich dankbar für die Vielfalt an Erfahrungen und Begegnungen, die meinen beruflichen Lebensweg bereichert und mich zu dem gemacht haben, der ich heute bin.

Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
In unserer Branche gibt es mehrere Herausforderungen, die bislang als ungelöst gelten und uns in den kommenden Jahren intensiv beschäftigen werden. Ein zentrales Thema ist der Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Aktuell sind zwar viele Unternehmen und Einzelpersonen bemüht, einzelne Aspekte von KI in ihre Arbeitsabläufe zu integrieren, doch fehlt oftmals der umfassende Überblick und das ganzheitliche Verständnis für die Tragweite dieser Technologie. Es wird viel ausprobiert, jedoch gibt es bislang keine klare Linie oder verbindliche Standards, wie Künstliche Intelligenz sinnvoll und verantwortungsvoll eingesetzt werden soll. Irgendwann wird es unumgänglich sein, dieses Thema zu strukturieren und zu finalisieren, um sowohl Effizienz als auch Qualität und ethische Standards sicherzustellen. Ein weiteres, sehr präsentes Problem ist der akute Fachkräftemangel. Die Suche nach qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gestaltet sich zunehmend schwierig. Es gibt immer weniger Menschen, die bereit sind, sich intensiv mit den komplexen Anforderungen und dem breiten Aufgabenspektrum unserer Branche auseinanderzusetzen. Dies erschwert nicht nur das Tagesgeschäft, sondern stellt auch die langfristige Sicherung von Know-how und Qualität innerhalb der Kanzleien vor große Herausforderungen. Hinzu kommt, dass in den nächsten Jahren eine große Zahl von Kanzleiinhaberinnen und -inhabern das Pensionsalter erreichen wird. Damit stellt sich die Frage, wer diese Kanzleien übernehmen und weiterführen wird. Es besteht die Sorge, dass letztlich nur einige wenige große Marktteilnehmer – die sogenannten „Player“ – übrigbleiben und kleinere, persönlich geführte Kanzleien zunehmend vom Markt verschwinden. Diese Entwicklung könnte die Vielfalt und Individualität unserer Branche erheblich beeinträchtigen. Insgesamt sehe ich die Notwendigkeit, sowohl für den sinnvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz als auch für die nachhaltige Nachwuchsförderung und die Sicherung von Unternehmensnachfolgen zukunftsweisende Lösungen zu entwickeln. Nur so kann die Branche langfristig attraktiv und wettbewerbsfähig bleiben.

Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Die Auswahl geeigneter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellt in der heutigen Zeit eine immer größere Herausforderung dar. Die Zeiten, in denen man auf den sogenannten „fertigen“ Mitarbeiter zurückgreifen konnte, der bereits alle fachlichen Qualifikationen und Berufserfahrungen mitbringt, gehören mittlerweile der Vergangenheit an. In meinem Auswahlprozess steht daher weniger die bereits erworbene Erfahrung im Vordergrund, sondern vielmehr die Frage, ob die betreffende Person menschlich und charakterlich zum bestehenden Team passt. Aus meiner Sicht sind Motivation, Lernbereitschaft sowie die Fähigkeit zum Mitdenken und zum persönlichen Einsatz entscheidende Kriterien. Wer bereit ist, sich aktiv einzubringen und Neues zu lernen, kann die fachlichen Inhalte unseres Berufsfeldes mit entsprechender Unterstützung durchaus erlernen. Daher spielt die persönliche Einstellung für mich eine weitaus größere Rolle als ein lückenloser Lebenslauf oder langjährige Branchenerfahrung. Wir legen großen Wert darauf, unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern umfangreiche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten anzubieten, um individuelle Stärken zu fördern und die Entwicklung jedes Einzelnen zu unterstützen. Persönliche Weiterentwicklung und lebenslanges Lernen sind für uns zentrale Werte, die wir aktiv fördern. Ich beobachte jedoch, dass in unserer Branche noch immer an traditionellen Auswahlkriterien festgehalten wird und vor allem auf bereits vorhandene Fachkompetenz setzen. Aus meiner Sicht führt dieser Ansatz heute nicht mehr zum Ziel. Viel wichtiger ist es, offen für neue Talente zu sein und Potenziale zu erkennen, die sich durch Engagement, Teamfähigkeit und Eigeninitiative auszeichnen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass für mich die Einfügung ins Team, die Bereitschaft zur Weiterentwicklung und der persönliche Einsatz ausschlaggebend sind, um gemeinsam erfolgreich zu sein.

Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Im Laufe meiner Führungserfahrung habe ich erkannt, dass es kein Patentrezept für Motivation gibt und dass unterschiedliche Menschen unterschiedliche Führungsansätze benötigen. Zu Beginn meiner Karriere orientierte ich mich an dem Prinzip, meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so zu führen, wie ich selbst geführt werden möchte. Ich setzte klare Ziele und erwartete, dass alle im Team eigenverantwortlich darauf hinarbeiten. Für mich persönlich war es nie notwendig, in kurzen Abständen Rechenschaft über meine Arbeit abzulegen oder regelmäßig Statusberichte zu verfassen. Ich schätzte und schätze es, selbstständig arbeiten zu können und erwarte ein ähnliches Maß an Eigeninitiative auch von meinem Team. Mit der Zeit habe ich jedoch gelernt, dass nicht jede Mitarbeiterin und nicht jeder Mitarbeiter mit diesem Führungsstil gleichermaßen zurechtkommt. Es gibt Persönlichkeiten, die sehr gut mit einem hohen Maß an Autonomie umgehen können, während andere mehr Struktur, häufigere Rückmeldungen und eine klarere Anleitung benötigen. Ein prägendes Erlebnis war das Gespräch mit einem Mitarbeiter, der sich grundsätzlich im Unternehmen wohlfühlte, aber offen ansprach, dass ihm die Größe und Komplexität der Aufgaben zu viel wurde. Er bat mich, größere Aufgaben in kleinere, überschaubare Einheiten zu unterteilen. Dieses Feedback war für mich ein wichtiger Impuls, meinen Führungsstil zu reflektieren und anzupassen. Heute ist es für mich selbstverständlich, zu versuchen auf die Individualität jedes einzelnen Teammitglieds einzugehen. Ich nehme mir die Zeit, die Bedürfnisse und Arbeitsweisen meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kennenzulernen, und versuche, entsprechend darauf einzugehen. Das bedeutet in der Praxis, Aufgaben und Ziele so zu formulieren, dass sie für den Einzelnen verständlich und erreichbar sind, und regelmäßig Feedback zu geben, ohne dabei den Freiraum für eigenverantwortliches Arbeiten einzuschränken. Diese individuelle Herangehensweise ist zwar anspruchsvoll und erfordert ein hohes Maß an Flexibilität, zahlt sich jedoch aus: Sie trägt nicht nur zur Zufriedenheit und Motivation im Team bei, sondern fördert auch die Leistungsbereitschaft und das Engagement jedes Einzelnen. Für mich ist das der Schlüssel, um gemeinsam unsere Ziele zu erreichen und ein positives, produktives Arbeitsklima zu schaffen.

Wie verhalten Sie sich dem Mitbewerb gegenüber?
Der Umgang mit Mitbewerberinnen und Mitbewerbern ist in unserer Branche ein ständiges und durchaus sensibles Thema. Grundsätzlich pflege ich einen respektvollen und wertschätzenden Umgang mit anderen Marktteilnehmern. Viele Kolleginnen und Kollegen kennt man persönlich, und im Laufe der Jahre hat sich ein Klima gegenseitiger Anerkennung und Wertschätzung entwickelt. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Klientinnen und Klienten von einer Kanzlei zur anderen wechseln – sei es aufgrund spezifischer Bedürfnisse, neuer Herausforderungen oder einfach aus persönlichen Gründen. Dieser Wechsel gehört zur Dynamik unseres Berufsfeldes und wird von mir mit Professionalität und Verständnis gehandhabt. Darüber hinaus bieten zahlreiche Fachveranstaltungen und Branchenevents die Gelegenheit, sich mit Mitbewerberinnen und Mitbewerbern auszutauschen. Diese Begegnungen fördern nicht nur den fachlichen Diskurs, sondern tragen auch dazu bei, das Netzwerk zu pflegen und voneinander zu lernen. Trotz aller Konkurrenzgedanken steht für mich der respektvolle Austausch im Vordergrund, denn letztlich profitieren alle Beteiligten von einem konstruktiven Miteinander. Insgesamt ist es mir wichtig, dem Mitbewerb gegenüber offen, fair und kollegial aufzutreten. Ich bin überzeugt, dass ein wertschätzendes Miteinander nicht nur zur Qualität der eigenen Arbeit beiträgt, sondern auch das Ansehen der gesamten Branche stärkt.

Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Die besonderen Stärken unseres Unternehmens liegen vor allem in unserer strukturellen Aufstellung und der umfassenden fachlichen Kompetenz unseres Teams. Wir sind in der glücklichen Lage, sämtliche Bereiche der Steuerberatung aus einer Hand abdecken zu können. Das bedeutet, dass wir sowohl für große Konzerne als auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) individuelle und passgenaue Lösungen anbieten können. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist dabei unsere Flexibilität und unser ganzheitlicher Beratungsansatz. Wir holen unsere Klientinnen und Klienten genau dort ab, wo sie sich aktuell befinden – unabhängig von ihrer Unternehmensgröße, ihrer Branche oder ihrer individuellen Ausgangssituation. Durch unsere breit gefächerte Expertise können wir auf spezifische Bedürfnisse eingehen und maßgeschneiderte Strategien entwickeln, die sowohl kurzfristige Herausforderungen als auch langfristige Ziele berücksichtigen. Unsere Mandanten profitieren zudem von einem engagierten und hervorragend ausgebildeten Team, das nicht nur fachlich auf dem neuesten Stand ist, sondern auch großen Wert auf persönliche Betreuung und partnerschaftliche Zusammenarbeit legt. Der enge Austausch mit unseren Klientinnen und Klienten ermöglicht es uns, schnell auf Veränderungen zu reagieren und proaktiv Lösungen zu erarbeiten. Zusammenfassend sehe ich die größte Stärke unseres Unternehmens in der Kombination aus umfassendem Know-how, einer klaren Struktur und einer ausgeprägten Kundenorientierung. Diese Faktoren ermöglichen es uns, auch in einem dynamischen Marktumfeld nachhaltig erfolgreich zu agieren und unsere Mandanten bestmöglich zu unterstützen.

Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ist für mich von großer Bedeutung und ein zentraler Aspekt meines Lebens. Als verheirateter Familienvater von zwei Kindern ist es mir ein besonderes Anliegen, sowohl meinen beruflichen Verpflichtungen als auch meiner Rolle innerhalb der Familie gerecht zu werden. Aus diesem Grund achte ich darauf, den beruflichen Bereich klar vom Privatleben zu trennen. Nach Möglichkeit versuche ich, berufliche Angelegenheiten nicht mit nach Hause zu nehmen, um bewusst Zeit mit meiner Familie verbringen zu können. Neben dem Familienleben spielt auch der Sport eine wichtige Rolle in meinem Alltag. Ich betreibe intensiv Triathlon, was mir nicht nur körperliche Fitness, sondern auch geistige Ausgeglichenheit verschafft. Der Sport bietet mir die Möglichkeit, abzuschalten, neue Energie zu tanken und Abstand vom beruflichen Alltag zu gewinnen. Gleichzeitig hilft mir die sportliche Betätigung, Disziplin und Durchhaltevermögen zu stärken – Eigenschaften, die sowohl im Beruf als auch im Privatleben von großem Wert sind. Insgesamt ist es mir wichtig, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeit, Familie und persönlichen Interessen zu pflegen. Ich bin überzeugt, dass nur durch diese Balance langfristige Leistungsfähigkeit, Zufriedenheit und Lebensqualität gewährleistet werden können.

Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Meinem Nachwuchs und allen, die sich für eine Karriere in der Steuerberatung interessieren, möchte ich vor allem eines ans Herz legen: In unserem Metier steht der Kontakt zu Menschen im Mittelpunkt. Ohne ausgeprägte Kommunikationsfähigkeiten und die Bereitschaft, auf andere einzugehen, ist es kaum möglich, in diesem Beruf erfolgreich zu sein. Die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte verständlich zu vermitteln und individuelle Lösungen gemeinsam mit den Klientinnen und Klienten zu erarbeiten, ist eine Grundvoraussetzung. Der klassische Zugang zu unserem Berufsbild erfolgt in der Regel über ein betriebswirtschaftliches Studium, das die notwendige fachliche Basis vermittelt. Es gibt jedoch auch alternative Wege, etwa über eine Ausbildung in der Buchhaltung und die anschließende Ablegung der Steuerberaterprüfung. Unabhängig vom gewählten Weg ist eine gewisse Zahlenaffinität sicherlich von Vorteil, da unser Beruf ein hohes Maß an analytischem Denken und Genauigkeit erfordert. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die praktische Ausbildung. Bei uns im Unternehmen legen wir großen Wert darauf, dass junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Anfang an in die Mandantenbetreuung eingebunden werden. Sie nehmen an Gesprächen mit Klientinnen und Klienten teil und können so unmittelbar von der Erfahrung und dem Wissen der älteren Kolleginnen und Kollegen profitieren. Dieses „Learning by Doing“ fördert nicht nur das fachliche Know-how, sondern auch die Entwicklung sozialer Kompetenzen und das Verständnis für die Bedürfnisse unserer Klientinnen und Klienten. Mein Rat an die nächste Generation lautet daher: Seien Sie offen für den Umgang mit Menschen, entwickeln Sie Freude an Kommunikation und haben Sie keine Scheu, Verantwortung zu übernehmen. Nutzen Sie jede Gelegenheit, praktische Erfahrungen zu sammeln und sich kontinuierlich weiterzubilden – denn nur so können Sie in unserem spannenden und vielseitigen Berufsfeld nachhaltig erfolgreich sein.

Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Für die kommenden Jahre habe ich mir klare Ziele gesetzt, die sowohl die Weiterentwicklung meines Unternehmens als auch die persönliche und fachliche Weiterentwicklung betreffen. Ein zentrales Anliegen ist es, weiterhin aktiv daran mitzuwirken, die Marktposition unseres Unternehmens nachhaltig zu stärken und unsere Wettbewerbsfähigkeit auszubauen. Dabei ist es mir wichtig, nicht nur auf Bewährtem aufzubauen, sondern auch neue Wege zu beschreiten und innovative Ansätze zu fördern. Ein besonderes Augenmerk lege ich auf die Integration und den sinnvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in unseren Arbeitsalltag. Die Digitalisierung und der technologische Fortschritt eröffnen unserer Branche zahlreiche Möglichkeiten, Arbeitsprozesse effizienter zu gestalten und unseren Klientinnen und Klienten noch bessere Dienstleistungen anzubieten. Mein Ziel ist es, die Potenziale moderner KI-Tools frühzeitig zu erkennen, aktiv zu nutzen und mein Team für den Umgang mit diesen Technologien zu sensibilisieren und zu schulen. Darüber hinaus ist es mir ein Anliegen, die Weiterentwicklung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu fördern, Talente gezielt zu unterstützen und ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das Innovation, Teamgeist und persönliche Entfaltung ermöglicht. Zusammengefasst möchte ich meinen Beitrag dazu leisten, unser Unternehmen zukunftsfit zu machen, die Chancen der Digitalisierung bestmöglich zu nutzen und unseren Klientinnen und Klienten auch in einem sich wandelnden Marktumfeld weiterhin höchste Qualität und individuelle Betreuung zu bieten.
Mag. Obernberger Michael Erwin MBA

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DDr. Christoph Thun-Hohenstein
   

Franz Klammer   

Franz Klammer
   

Zitate aus Club-Carriere

Zitate überdauern Jahrhunderte, helfen über schwierige Momente hinweg, leiten den Weg, zaubern manchmal ein Lächeln auf unsere Gesichter und zwingen uns oft nachzudenken. Hier ein kleiner Auszug aus tausenden Interviews.

„Bewahre deine Eigenständigkeit, mache deine Musik, vielleicht kommt der Trend, der deine Musik gefragt sein lässt.“ (Udo Jürgens - siehe Bockelmann)
Prof. Udo Jürgens
Sänger, Komponist, Musiker
„Erfolg ist kontinuierliches Wachstum. Man ist nicht besser als andere, sondern einfach nur anders. Für das Wachstum eines Baumes mit 5 Blättern, der nach 7 Blättern strebt, ist der Baum nebenan mit 10.000 Blättern völlig unerheblich.“
Prof. Samy Molcho
Pantomime
„Erfolg hat nichts mit Geld, Ruhm oder Macht zu tun, sondern zeigt sich in der eigenen Lebensfreude.“
Franco D´Alonzo
Gastronom
„Erfolg ist für mich etwas höchst Verdächtiges, das von den wesentlichen Dingen und von der Menschlichkeit ablenkt.“
DDr. Günther Nenning
Journalist

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