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Manfred Porsch

Manfred Porsch
Pädagogisches Institut der Stadt Wien, Bereichsleitung Schulentwicklung
1070 Wien, Burggasse 14-16
Hauptschullehrer, freischaffender Musiker, Trainer und Fortbildner
14/04/1950
Wien
Boris (1979), Christian (1981) und Benjamin (1985)
Verheiratet mit Eveline
Bildung
Ing. Erwin und Senta
Musik, Pädagogik

Zur Karriere von Manfred Porsch


Welche waren die wesentlichsten Stationen Ihrer Karriere?
Zur Musik kam ich bereits als Kind. Ich nahm zwar für drei Monate Gitarrenunterricht, dieses Vorhaben ließen jedoch mein Lehrer und ich in beiderseitigem Einvernehmen wieder fallen. So brachte ich mir das Gitarrespielen selbst bei, bis heute möchte ich nicht und kann ich auch nicht nach Noten spielen. Ich bin Musiker nach Gehör, meine Kompositionen entstehen im Kopf. Mit 18 Jahren begann ich meine eigene Musik zu schreiben, da ich nicht mehr Coverversionen spielen wollte. Meine ersten Konzerte kamen sehr gut an, und ich entdeckte mein Talent, mit meiner Musik und meinen Texten mein Publikum zu berühren. Bis 1975 absolvierte ich die Pädagogische Akademie für die Fächer Deutsch und Werkerziehung und unterrichtete anschließend in einer Versuchsschule. Es machte mir schon immer Spaß, mit Jugendlichen zu arbeiten, ich wirkte bei Sozialisierungsprojekten am Jugendgericht mit und erkannte auch dort, daß sich mit Musik und guter Pädagogik sehr viel Gutes bewirken läßt. Ich unterrichtete in den letzten 30 Jahren an verschiedenen Schulen in Wien, fungierte ein Jahr lang als Hauptschulleiter - in Vertretung - in Wien-Simmering und bin seit 1993 Bereichsleiter am Pädagogischen Institut der Stadt Wien für Fortbildung und Schulentwicklung. Meine Aufgaben sind Konzeption und Umsetzung von positiven Veränderungen und Versuchen an Schulen und die diesbezügliche Fortbildung des Lehrkörpers.

Zum Erfolg von Manfred Porsch


Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich, etwas Positives bewirken zu können. Als Erfolg werte ich die Umsetzung meiner Ideale, und als Musiker bedeutet für mich Erfolg, die Menschen mit meinen Liedern zu berühren.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Vor 30 Jahren durfte ich oftmals nicht so unterrichten, wie ich es für richtig hielt, heute werden meine Unterrichtsmethoden in den Lehrplänen vorgeschrieben. Ich sehe mich als erfolgreich, weil sich mein Weg schlußendlich durchgesetzt hat - doch es ist immer noch ein schwerer Weg. Die Schulen, und vor allem die Hauptschulen in Wien, krachen an allen Ecken und Enden. Das hat den Verantwortlichen gezeigt, daß es nötig ist, einen anderen Weg zu gehen. Durch meine jahrelange Erfahrung kann ich nun viele Schulen auf ihrem Weg unterstützen. Als Liedermacher haben meine Lieder oftmals etwas Einschneidendes bewirkt, und es gab Menschen, die durch sie zu mehr Verständnis für ihre Lebenssituation fanden. Es war jedoch nicht immer einfach für mich, mit dem Erfolg umzugehen. In meiner Jugend konnte ich den Erfolg nicht entgegennehmen, das mußte ich erst lernen. Heute kann ich diese Anerkennung genießen.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Meine Philosophie ist geprägt durch meine langjährige Erfahrung als Lehrer. Dadurch bin ich glaubwürdig bei jenen, denen ich Veränderungen näherbringen möchte. Ich hielt immer an meinen Idealen fest, auch wenn ich manchmal dafür kritisiert wurde. In der Musik stieß ich in eine Nische, die in den siebziger und achtziger Jahren sehr boomte. Als Liedermacher war ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort, was für meine Karriere ein glücklicher Umstand war. Daß ich gut Sachverhalte vermitteln kann, kommt mir als Lehrer und nun als Fortbildner zugute.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
In der Schule mußte ich eine Zeitlang meine andere Art zu unterrichten rechtfertigen, und so suchte ich mir damals Verbündete. Die Position des Schuldirektors war für mich eine sehr große Herausforderung, da ich in dieser Situation die Möglichkeit hatte, in einer Schule positive Veränderungen zu initiieren. Ich konnte ein Fundament legen, auf dem aufgebaut wurde.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Es gab einige Lehrer und Fortbildner, die meine Lehrmeister im Bereich der Pädagogik waren - allen voran Edgar Grubich, der einige Jahre mein Kollege im Zentrum für Schulentwicklung war. Ich folgte ihm auch an eine Schule, an der er Direktor wurde, und konnte dort mit ihm gemeinsam einiges entwickeln. Meine Eltern prägten mich in musikalischer Hinsicht, indem sie mir sehr viel Freiheit und bedingungslose Unterstützung gewährten.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Ich unterrichtete auch Physik, ohne eine spezielle Ausbildung hierfür absolviert zu haben, aber meine Schüler liebten dieses Fach, da ich das Wissen anscheinend sehr gut mit Hilfe praktischer Übungen vermitteln konnte. Vor 30 Jahren war es die Lehrphilosophie, alles wissen zu müssen, heute muß man vor allem wissen, wo man sich informiert. So habe ich damals schon unterrichtet, und daher machte es Spaß, den Unterricht zu besuchen.
Wie werden Sie von Ihrem Umfeld gesehen?
Ich denke, ich genieße einen guten Ruf in Lehrerkreisen, die mich wirklich kennen. Es gibt aber sicher auch jene, die mich als spinnerten Visionär bezeichnen.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
In meinem Fall sind die Mitarbeiter die Lehrer, die ich fortbilde. Ich versuche, sie zu motivieren, indem ich sie in ihren Ängsten verstehe, ihnen durch meine Erfahrungen zeige, wie es anders gehen könnte. Meine pädagogische Linie ist inzwischen mit wissenschaftlichen Ergebnissen untermauert, das macht es etwas einfacher. Veränderungen passieren nicht von heute auf morgen, das darf man auch nicht von den Lehrern erwarten. Aber Step by Step ist vieles zu bewirken.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Ich verfüge über musikalisches und sprachliches Talent, was in der Pädagogik sehr wichtig ist. Auch zeige ich große Sensibilität für andere und bin sehr neugierig, wißbegierig und lösungsorientiert.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Eine Zeitlang war die Vereinbarkeit dieser beiden Bereiche sehr einfach, da meine Frau das Familienleben sehr selbständig organisierte. Ich hatte dadurch viel Freiheit, mich beruflich zu engagieren. Vor zwei Jahren erlitt jedoch meine Frau einen schweren Schlaganfall und ist seither pflegebedürftig. Nun fällt die Rolle im Haushalt und in der Familie natürlich mir zu, doch mein jüngster Sohn stellt eine große Stütze zu Hause dar.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Wichtig ist, sich selbst zu verwirklichen, seine Fähigkeiten auch zu nützen und nie aufhören zu lernen.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Vielleicht werde ich noch das Doktoratsstudium absolvieren und eine Publikation in Pädagogik veröffentlichen. Eine neue CD wird bald erscheinen, und diese wird nach den Tageszeiten und den Jahreszeiten nun Lebenszeiten heißen.
Ihr Lebensmotto?
Liebe das, was du tust.
Manfred Porsch
Von der Qualitätsverordnung zur Qualitätsentwicklung. Wiener Schulen übernehmen Verantwortung, in: Erziehung und Unterricht 3/2000, ÖBV Wien; Selbständige SchülerInnen - entlastete LehrerInnen. Von der verordneten und verordnenden Pädagogik zu einer Pädagogik der Selbstverantwortung. Jahreszeiten, CD-Veröffentlichung, 1994 im Eigenverlag.
Vereinigung österreichischer Textautoren, Komponistenbund, Entwicklung und Organisation in Schulen (EOS), Forschungsverein für Schulentwicklung (ÖEFEB).
Österreichischer Beitrag beim Weltfestival im Palazzo dello Sport, Rom, vor 30.000 Menschen 1975; erster Preis beim Weltfestival des religiösen Liedes (Rassegna Mondiale della Canzone Religiosa Populare, Rom. TV-Übertragung aus dem Palazzo dello Sport in 40 Länder 1983, erster Preis beim polnischen Sacrosong für ausländische Beiträge. Mehrstündiges Nachtkonzert vor 3.000 Menschen in Nova Huta, Krakau (Porsch & Romanek & Band).

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Zitate aus Club-Carriere

Zitate überdauern Jahrhunderte, helfen über schwierige Momente hinweg, leiten den Weg, zaubern manchmal ein Lächeln auf unsere Gesichter und zwingen uns oft nachzudenken. Hier ein kleiner Auszug aus tausenden Interviews.

„Bewahre deine Eigenständigkeit, mache deine Musik, vielleicht kommt der Trend, der deine Musik gefragt sein lässt.“ (Udo Jürgens - siehe Bockelmann)
Prof. Udo Jürgens
Sänger, Komponist, Musiker
„Erfolg ist kontinuierliches Wachstum. Man ist nicht besser als andere, sondern einfach nur anders. Für das Wachstum eines Baumes mit 5 Blättern, der nach 7 Blättern strebt, ist der Baum nebenan mit 10.000 Blättern völlig unerheblich.“
Prof. Samy Molcho
Pantomime
„Erfolg hat nichts mit Geld, Ruhm oder Macht zu tun, sondern zeigt sich in der eigenen Lebensfreude.“
Franco D´Alonzo
Gastronom
„Erfolg ist für mich etwas höchst Verdächtiges, das von den wesentlichen Dingen und von der Menschlichkeit ablenkt.“
DDr. Günther Nenning
Journalist

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