Über Club-Carriere

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Klaus Richard Konrad Lippstreu

Klaus Richard Konrad Lippstreu
Vorstandsmitglied
Schenker & Co AG
1010 Wien, Hoher Markt 12
Speditionskaufmann
3800
09/08/1948
Mochow / Deutschland
Jörg (1979)
Verheiratet mit Karin
Transport und Verkehr
Willi und Henriette
Sport, Lesen, Reisen

Zur Karriere von Klaus Richard Konrad Lippstreu


Welche waren die wesentlichsten Stationen Ihrer Karriere?
Nach Abschluß der Handelsfachschule absolvierte ich aufgrund des Rates meines Handelsfachschullehrers, der meinen ausgeprägten Bewegungsdrang kannte, die Speditionslehre bei Schenker in Aachen. 1968 kam ich in die Konzernzentrale nach Frankfurt/Main, wo ich zum Bahntarifspezialisten ausgebildet wurde. 1974 wurde mir die Leitung des Tarifbüros von Schenker in Athen anvertraut. 1976 übersiedelte ich in die Schweiz, wo ich zum stellvertretenden Geschäftsleiter einer Schenker-Beteiligungsgesellschaft, der Fertrans AG, bestellt wurde. 1981 kehrte ich zur Großkundenbetreuung in die Zentrale nach Frankfurt zurück. 1983 übernahm ich im Auftrag der Konzernzentrale die Aufgabe, das Container-Geschäft über die südosteuropäischen Häfen und gleichzeitig den Donau-See-Verkehr zu entwickeln. 1986 wurde ich Geschäftsführer von Schenker in Salzburg und 1991 Geschäftsführer in Wien, 1994 trat ich in den Vorstand von Schenker Österreich ein, mit der Verantwortung für die Bereiche Luftfracht, Seefracht, Bahnfracht, Logistik etc. sowie der regionalen Verantwortung für die Länder Ungarn, Rumänien, Serbien, Montenegro, Mazedonien, Kroatien und Bosnien-Herzegowina.

Zum Erfolg von Klaus Richard Konrad Lippstreu


Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich ein persönliches Wohlbefinden, aber natürlich auch ein gewisses Maß an Anerkennung, das man spüren muß. Es ist aber sehr wichtig, den Erfolg jederzeit in Frage zu stellen. Erfolg verführt ja auch zur Nachlässigkeit.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja, es wäre schlimm, wenn ich das nicht sagen würde, dann wäre ich auf dem falschen Platz.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Ich wurde schon öfters von jungen Leuten gefragt, wie man denn Karriere mache, Karriere ist in diesem Sinne mit Erfolg gleichzusetzen. Ich behaupte, daß sich Karriere zu 50 Prozent aus Glück und zu 50 Prozent aus Können zusammensetzt. Ich hatte das Glück, daß mir mehrmals im richtigen Moment die richtigen Leute begegneten. Ich strebte keinen einzigen Posten bei Schenker aktiv an, ich wurde stets mehr oder weniger dazu überredet. Die Komponente Glück ist einfach sehr bedeutend, obwohl man mit Glück alleine natürlich auch keine Karriere macht.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Ich denke, ich fühlte mich schon während der Lehrzeit erfolgreich. Es kam durchaus vor, daß man mir Aufgaben anvertraute, die über jene eines normalen Lehrlings hinausragten. Das erste wirklich bewußte Erfolgsgefühl hatte ich nach meiner Berufung nach Athen. Ich nahm diese Aufgabe damals hochmotiviert und mit fliegenden Fahnen an, in der Überzeugung, daß ich auch fähig war, diese Funktion fachlich und persönlich auszufüllen.
Ist Originalität oder Imitation besser, um erfolgreich zu sein?
Wir haben völlig neue Zugkonzepte entwickelt, um im Güterverkehr zwischen Zentral- und Südosteuropa mehr Güter auf die Schiene zu bringen, wir haben völlig neue Ganzzugkonzepte entwickelt - auch bei uns zählt Innovation natürlich sehr.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Es gibt drei, vier Personen, die für meinen beruflichen Werdegang entscheidend waren. Vor allem war da während meiner Lehrzeit ein Abteilungsleiter, der mir erklärte, daß er es bereue, es in jungen Jahren verabsäumt zu haben, ins Ausland zu gehen. Er verwirklichte in mir gewissermaßen seinen eigenen Traum. Es gab noch zwei, drei andere Leute, die meinen beruflichen Lebensweg ähnlich entscheidend beeinflußten, auch weil sie mich dazu animierten, Chancen zu nutzen, die ich ohne sie vielleicht gar nicht gesehen hätte.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Die größte Anerkennung besteht sicher in den Karriereschritten, zu denen man mich teilweise überreden mußte, was mit sehr vielen – vor allem auch privaten – Gründen zusammenhängt. Ich habe in diesem Unternehmen auch sehr viel bewegt, und dafür werde ich wohl auch geschätzt. Neben der Zufriedenheit ist das eine hohe Form der Anerkennung.
Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Das Hauptproblem unserer Branche liegt in der mangelnden Akzeptanz unseres Gewerbes durch die Wirtschaft und die Bevölkerung. Transport ist noch immer negativ besetzt: übelriechend, Lärm erzeugend, etc. Wenn man aber bedenkt, daß es ohne Transport keine Wirtschaft gäbe und daß Wirtschaftswachstum zwangsläufig auch Transportwachstum heißt, ist diese Einschätzung kurzsichtig und ungerecht. Auch die Presse hat da ihre Mitverantwortung. Transport ist ein beinhartes Geschäft mit einem enormen Kostendruck, das wird einfach übersehen.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Eine extrem wichtige Rolle. Wir sind ein „people business“. Unser Kapital sind unsere Mitarbeiter. Nicht umsonst nennt man die Spedition „die Architektur des Transports“.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Besonders durch Gespräche, aber auch durch Delegieren von Verantwortung und durch gesundes Zügellassen und Zügelnehmen, Feedback geben, etc.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Ein hohes Maß an Kreativität, Mitarbeitermotivation, ein ausgeprägtes Aus- und Weiterbildungswesen für Mitarbeiter, etc. Damit hängt auch unser gutes Betriebsklima ohne zementierte hierarchische Stufen zusammen. Darüber hinaus sind Marke, Name und Größe des Unternehmens natürlich auch wesentliche Stärken von Schenker.Wie verhalten Sie sich der Konkurrenz gegenüber? Sehr offen. Konkurrenz ist ein Leistungsmotor. Das kommunistische System ist auch daran zerbrochen, daß es keine Konkurrenz gab.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Sehr schwer, das ist wirklich ein Problem. So wie ich meinen Beruf lebe, ist dies nur Dank einer außerordentlich verständnisvollen Ehefrau möglich.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Junge Leute sollten das Risiko möglichst nicht scheuen. Sie sollten ihren Erfolg permanent in Frage stellen und sich dem Umfeld gegenüber so verhalten, wie sie es vom eigenen Vorgesetzten erwarten.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Am Ende meines beruflichen Lebens möchte ich das Unternehmen mit dem guten Gefühl, viel erreicht zu haben, verlassen können. Ansonsten möchte ich endlich all das machen, wozu ich bisher nicht kam.
Ihr Lebensmotto?
Der Erfolg von heute ist das Handeln von gestern.
Klaus Richard Konrad Lippstreu
Vorsitz mehrerer Aufsichtsräte.
Berufsverband Logistik, Speditionsverband.

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Maturaniveau
keine Altersbeschränkung
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Zitate aus Club-Carriere

Zitate überdauern Jahrhunderte, helfen über schwierige Momente hinweg, leiten den Weg, zaubern manchmal ein Lächeln auf unsere Gesichter und zwingen uns oft nachzudenken. Hier ein kleiner Auszug aus tausenden Interviews.

„Bewahre deine Eigenständigkeit, mache deine Musik, vielleicht kommt der Trend, der deine Musik gefragt sein lässt.“ (Udo Jürgens - siehe Bockelmann)
Prof. Udo Jürgens
Sänger, Komponist, Musiker
„Erfolg ist kontinuierliches Wachstum. Man ist nicht besser als andere, sondern einfach nur anders. Für das Wachstum eines Baumes mit 5 Blättern, der nach 7 Blättern strebt, ist der Baum nebenan mit 10.000 Blättern völlig unerheblich.“
Prof. Samy Molcho
Pantomime
„Erfolg hat nichts mit Geld, Ruhm oder Macht zu tun, sondern zeigt sich in der eigenen Lebensfreude.“
Franco D´Alonzo
Gastronom
„Erfolg ist für mich etwas höchst Verdächtiges, das von den wesentlichen Dingen und von der Menschlichkeit ablenkt.“
DDr. Günther Nenning
Journalist

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