Über Club-Carriere

Club-Carriere ist die weltweit größte sozialpsychologische Studie zum Thema "Parameter und Faktoren des Erfolgs". Seit 1997 wurden über 40.000 Interviews persönlich geführt und ausgewertet. Die Analyse kann auf diesem Portal www.club-carriere.com kostenlos eingesehen werden und ist für junge Talente, aber auch für Karriere-Suchende als Orientierung für Ihren Weg zum individuellen Erfolg gedacht.
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Dipl.-Ing. Andreas Winnen

Dipl.-Ing. Andreas Winnen
Geschäftsführer
Tchibo Manufacturing (Austria) GmbH
1110 Wien, Gadnergasse 69
13/06/1969
Nordhorn / Deutschland
Yannick Luca (2005) und Annouk Francesca (2006)
Verheiratet mit MMag. Dana
Genussmittel
Dipl.-Ing.
Dipl.-Ing. Heinrich Ludwig und Johanna Maria
Hochseesegeln, Schifahren

Zur Karriere von Andreas Winnen


Welche waren die wesentlichsten Stationen Ihrer Karriere?
Aufgrund der beruflichen Tätigkeit meiner Eltern wuchs ich in Sfax in Tunesien auf, wo ich Grundschule und vier Jahre Gymnasium an französischen Schulen absolvierte. 1985 zogen wir nach Deutschland zurück, wo ich das Lycée Charles de Gaulle de Baden-Baden besuchte und 1989 mit dem Baccalauréat, was dem deutschen Abitur entspricht, abschloß. Danach wollte ich mich wieder etwas mehr der deutschsprachigen Welt zuwenden und studierte an der Technischen Universität Braunschweig Ingenieurwesen und Maschinenbau mit den Schwerpunkten Organisationstechnik, Fabrikbetriebslehre und Flugzeugbau. Während der letzten beiden Jahre meines Studiums arbeitete ich bereits bei der österreichischen Firma Anger & Co in Wien, wo ich im Rahmen meiner Diplomarbeit ein Labor aufbaute und das Unternehmen nach ISO-Norm 9000 zertifizierte. Im Herbst 1996 wurde ich von Anger & Co, die sich damals mit der Fertigung von flexiblen Folienverpackungen beschäftigten, als Leiter der Qualitätssicherung übernommen; im Juni 1997 machte ich parallel meinen Abschluß als Diplomingenieur für Maschinenbau mit der Gesamtnote Gut. Ich war bis 1999 bei Anger & Co tätig, durfte dort meine ersten Erfahrungen in einer Führungsposition sammeln und als Spezialbeauftragter des Geschäftsführers auch die Unternehmensorganisation verändern und weiterentwickeln. Dann ging ich wieder nach Deutschland, wo ich bei der Dräxlmaier Fahrzeugsysteme GmbH für Planung und Umsetzung der Logistik bei der Fertigung und Auslieferung der Innenausstattung des Audi A2 mit zuständig war. Ein Jahr später, im Herbst 2000, wechselte ich zur Firma Gerhard Eckerle GmbH, die als Zulieferer für Elektromotoren der Automobilindustrie tätig ist. Ich begann als Fertigungsleiter im Mutterwerk in Deutschland, war dann bis 2002 als Betriebsleiter für das Werk in Ungarn verantwortlich, und übernahm 2003 als General Manager den Aufbau und die Führung eines Werkes in Rumänien. Es machte unglaublich viel Spaß, dieses Projekt von der Stunde Null an - von der Standortauswahl bis zur Einstellung der ersten Mitarbeiter - zu betreuen und wachsen zu sehen. Als ich Ende 2005 das Unternehmen verließ, arbeiteten ca. 550 Leute in diesem Werk, das vom ersten Jahr an alle seine Ziele, auch wirtschaftliche, mehr als erfüllte. Die Entscheidung, die Firma und damit Rumänien zu verlassen, traf ich mit meiner Frau, weil unser Sohn geboren wurde und wir ihm die bestmögliche Lebensumgebung geben wollten. Von einem früheren Kollegen bei Anger & Co, der mittlerweile als Leiter der Produktion bei Tchibo in Wien arbeitete, erhielt ich dann das Angebot, wieder nach Österreich zu kommen, da ein Geschäftsführer gesucht wurde. So übersiedelten wir nach Wien, wo ich seit Januar 2006 als Geschäftsführer für die administrative und technische Leitung der Tchibo Manufacturing Austria GmbH verantwortlich bin. Der Schwerpunkt meiner bisherigen Arbeit lag in der Veränderung und Optimierung der Organisation, was bereits im ersten Jahr zu einer deutlich meßbaren Steigerung des Erfolges führte.

Zum Erfolg von Andreas Winnen


Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Wenn ich das, was ich erreichen möchte, auch tatsächlich erreiche, bin ich erfolgreich.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja, weil ich für meine Arbeit bei Tchibo vom Team und auch von meinen Vorgesetzten Anerkennung erhalte.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Der richtige Umgang mit Menschen. Alleine wird man in meinem Beruf als Manager nicht erfolgreich - das gelingt nur, wenn man das richtige Team um sich hat und es mit sich ziehen kann. Ein Team zu führen und zu motivieren ist eine meiner wesentlichsten Aufgaben.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Der Aufbau des Werkes in Rumänien für die Firma Eckerle war sicherlich das erfolgreichste Projekt meiner bisherigen Karriere. Hier binnen drei Jahren von der grünen Wiese weg eine Fabrik zu errichten, hunderte Arbeitsplätze zu schaffen und von Start weg gewinnbringend zu führen, war sicherlich ein Meilenstein für mich und von vielen richtigen, erfolgreichen Entscheidungen geprägt.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Ich komme aus einer Unternehmerfamilie und bin beruflich sicher sehr stark von meinem Vater geprägt. Wir arbeiteten einige Zeit sogar zusammen, lernten gegenseitigen Respekt, und heute verbindet uns über die Sohn-Vater-Liebe noch eine Freundschaft, bei der wir uns auch beruflich austauschen und um Rat fragen.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Man kann jemanden nur anerkennen, wenn man ihn respektiert - daher hat Anerkennung für mich immer mit Respekt zu tun. Ich kann einen Menschen anerkennen, weil ich mir etwas von ihm erhoffe oder weil ich ihn persönlich mag. Mir ist es wichtiger, anerkannt zu werden, weil ich als Person geschätzt werde.
Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Die größte und gleichzeitig schwierigste Aufgabe von Tchibo ist es, beste Qualität so günstig wie möglich auf den Markt zu bringen.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Ich habe ohne Mitarbeiter keinen Erfolg.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Fachliche Qualifikation ist natürlich die Grundvoraussetzung. Sind dann die besten und interessantesten Bewerber aufgrund ihrer Ausbildung und Erfahrung herausgefiltert, spielt mein Bauchgefühl eine entscheidende Rolle. Ich muß spüren, daß im Gespräch ein gewisser Funke überspringt.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Mit viel Information - die Mitarbeiter müssen wissen, warum sie etwas wie machen sollen. Nur wenn man das Produkt kennt und mag, kann man sich auch entsprechend dafür einsetzen. Außerdem wissen die Leute, daß alles, was ich sage, ehrlich gemeint ist. Ich spreche meine Meinung offen aus und komme nicht über irgendwelche Hintertürchen.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Unsere Zentrale engagiert sich sehr stark in den Bereichen Green Forest und Fair Trade, sodaß wir nur noch Produkte auf den Markt bringen, die vernünftig, umweltbewußt, leistungsgerecht bezahlt und ohne Kinderarbeit hergestellt werden. Wir sind in Sachen Kaffee die Nummer 1 im deutschsprachigen Raum, wobei die Qualität und Produktvielfalt eine wesentliche Rolle spielen. Außerdem schafften wir es als einziger Anbieter, daß in unseren Filialen nicht nur Kaffee getrunken und gekauft werden kann, sondern daß wir auch höchst erfolgreich Non-Food-Produkte am Markt etablieren konnten.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Hier in Wien läßt sich das sehr gut vereinbaren, weil die Arbeitszeiten so gestaltbar sind, daß auch meine Familie nicht zu kurz kommt. Das ist mir im Moment besonders wichtig, da die Kinder ja noch sehr klein sind.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Peitscht das Studium nicht im Eilzugstempo durch, sondern genießt diese Zeit auch. Nach dem Studium finde ich es ratsam, nicht gleich bei einem großen Unternehmen oder bei einem Konzern zu beginnen, da kleinere Firmen oft viel besser ausbilden. Sonst kann ich nur empfehlen, sich immer selbst treu zu bleiben.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Ich genieße es, unsere 2005 und 2006 geborenen Kinder aufwachsen zu sehen. Ihnen eine gesunde und glückliche Kindheit zu ermöglichen ist derzeit mein vorrangiges Ziel. Den nächsten entscheidenden beruflichen Schritt sehe ich in der Selbständigkeit, vielleicht sogar gemeinsam mit meinem Vater.
Ihr Lebensmotto?
Erkenne auch im Negativen das Positive.
Andreas Winnen
1988-1993: Mitglied im Deutschen Modellfliegerverband e.V., 1993-1994: Präsident des Lokalkomitees AIESEC Braunschweig, 1994-1995: Vorstand External Relation der AIESSEC Braunschweig, 2003-2006 Vorstand und Gründungsmitglied des Deutschsprachigen Wirtschaftsklubs Nordsiebenbürgen (DWN).

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Maturaniveau
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Zitate aus Club-Carriere

Zitate überdauern Jahrhunderte, helfen über schwierige Momente hinweg, leiten den Weg, zaubern manchmal ein Lächeln auf unsere Gesichter und zwingen uns oft nachzudenken. Hier ein kleiner Auszug aus tausenden Interviews.

„Bewahre deine Eigenständigkeit, mache deine Musik, vielleicht kommt der Trend, der deine Musik gefragt sein lässt.“ (Udo Jürgens - siehe Bockelmann)
Prof. Udo Jürgens
Sänger, Komponist, Musiker
„Erfolg ist kontinuierliches Wachstum. Man ist nicht besser als andere, sondern einfach nur anders. Für das Wachstum eines Baumes mit 5 Blättern, der nach 7 Blättern strebt, ist der Baum nebenan mit 10.000 Blättern völlig unerheblich.“
Prof. Samy Molcho
Pantomime
„Erfolg hat nichts mit Geld, Ruhm oder Macht zu tun, sondern zeigt sich in der eigenen Lebensfreude.“
Franco D´Alonzo
Gastronom
„Erfolg ist für mich etwas höchst Verdächtiges, das von den wesentlichen Dingen und von der Menschlichkeit ablenkt.“
DDr. Günther Nenning
Journalist

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