Über Club-Carriere

Club-Carriere ist die weltweit größte sozialpsychologische Studie zum Thema "Parameter und Faktoren des Erfolgs". Seit 1997 wurden über 40.000 Interviews persönlich geführt und ausgewertet. Die Analyse kann auf diesem Portal www.club-carriere.com kostenlos eingesehen werden und ist für junge Talente, aber auch für Karriere-Suchende als Orientierung für Ihren Weg zum individuellen Erfolg gedacht.
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Karlheinz Tschannett

Karlheinz Tschannett
Geschäftsführender Gesellschafter
Corso Reisen GmbH
2340 Mödling, Hauptstraße 34
Reisebürokaufmann
20/11/1944
Bludenz
Reisen
Lesen, Garten, Joggen, Schwimmen, Moderne Kunst
Geschäftsführer der Warenvertriebs GmbH der Wiener Secession (Wiege des Jugendstils).

Zur Karriere von Karlheinz Tschannett


Welche waren die wesentlichsten Stationen Ihrer Karriere?
Es war mein berufliches Ziel, Hotelkaufmann zu werden. Zuerst besuchte ich die Handelsschule in Feldkirch und wechselte dann an die Hotelfachschule Kleßheim in Salzburg. Zu dieser Zeit entstand mit der Höheren Lehranstalt für Fremdenverkehrsberufe ein neuer Schultyp. Diese Ausbildung interessierte mich, daher absolvierte ich nach Abschluß der Hotelfachschule auch diese Höhere Schule und legte dort die Matura ab. Während der Studienzeit machte ich auch diverse Praktika in Österreich, Frankreich und der Schweiz. Es war immer mein Wunsch, während meiner Ausbildung und über meinen Beruf so viel wie möglich von der Welt zu sehen. Deshalb begann 1968 mein Berufsweg als Cruise Director bei Donaukreuzfahrten Dr. Lüftner. Ich war für den touristischen Bereich am Schiff verantwortlich und befuhr so die Donau zwischen Wien und dem Schwarzen Meer. Das war damals eineheikle touristische Gegend - Stichwort: Eiserner Vorhang und die sehr komplizierten Wasserstände der Donau. Ich war der einzige Nicht-Rumäne in der Crew, jeder Dritte an Bord war vom rumänischen Geheimdienst Securitate. In schwierigen Situationen war ich auf mich selbst gestellt, Handys gab es ja noch nicht. In dieser Zeit lernte ich vorausschauend und detailliert zu organisieren, mit Menschen von unterschiedlichstem kulturellem Verständnis umzugehen und stieß so auf das Phänomen, daß Bauchentscheidungen immer die richtigen sind. In weiterer Folge wechselte ich in das Management der Donaukreuzfahrten, entwickelte weitere Fahrten mit anderen Städte-Zielen und spürte erstmals, daß sich Initiative im Geschäftsleben lohnt. 1970 hatte ich das Gefühl, genug touristische Erfahrung gesammelt zu haben und nahm ein Angebot an in London zu arbeiten. Mein neuer Arbeitgeber war Clarksons Holiday Ltd, zu dieser Zeit der größte Reiseveranstalter der Welt. Zuerst war ich im Verkauf Österreich tätig, avancierte rasch zum „Troubleshouter“ für Problemfälle in Bezug auf Hotels innerhalb des Clarksons Urlaubsangebotes. Danach wurde ich zum jüngsten Vertragsmanager des Unternehmens bestellt.

Zum Erfolg von Karlheinz Tschannett


Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Für mich setzt sich Erfolg aus mehreren Komponenten zusammen: Meine Familie, meine persönliche Entwicklung, der wirtschaftliche Erfolg in meiner Arbeit und die ernsthafte Auseinandersetzung mit den Menschen, die mit meiner Arbeit verbunden sind - also Win-Win-Situationen zu schaffen.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Ausschlaggebend war zunächst meine feste Überzeugung, daß CORSO das beste Reisebüro am Platz sein kann, ein Reisebüro, über das begeistert gesprochen wird. Der zweite Faktor ist meine Persönlichkeitsstruktur - ich bin ein sorgfältiger Überleger, ein wirtschaftlich strukturierter Mensch mit einem Hang zur Kreativität. Ich habe CORSO ohne in Anspruchnahme von Krediten aufgebaut, so daß ich immer genügend Spielraum für Investitionen, insbesondere im technischen Bereich hatte. Auch die Größenordnung der Firma entspricht mir voll und ganz, als Manager eines Großkonzerns mit tausenden Angestellten wäre ich wahrscheinlich ungeeignet. Der Erfolg meiner Firma beruht ja in erster Linie auf meinen Mitarbeitern. Jene zwei Mitarbeiter, die 1989 mit mir begannen, sind heute noch im Unternehmen tätig. Auch sonst ist die Personalfluktuation sehr gering, was ich auch auf das soziale und freundschaftliche Betriebsklima und die interessanten Arbeitsfelder zurückführe. Ein zweiter wichtiger Abschnitt für die Entwicklung der Firma war die beginnende Verbreitung des Internet in den Jahren 1996/97. Das war für das CORSO-Team der Anlaß, die Zielgruppen neu zu definieren. Als konsequente Folge konzentrierten wir uns auf individuelle Reiseplanung und -verkauf mit umfassender Betreuung in einem relativ hohen Preissegment, angepaßt an den Markt in unserem weiteren Umfeld. Damit verbunden war die Reduzierung des reinen „Kataloggeschäftes“ (internetanfällig) zugunsten nicht über das Internet buchbarer Leistungen und selbst kalkulierbarer Produkte. Um diese spannende Herausforderung gut zu bewältigen sind hoch qualifizierte, freundliche Mitarbeiter und aufwendige „Hightech“-Ausstattung erforderlich.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Die wichtigste Weichenstellung in meinem beruflichen Leben war die Berufswahl und die Gründung eines eigenen Unternehmens.
Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Auch unsere Branche ist von riesigen Fusionen betroffen. Immer mehr Firmen schließen sich zu großen Ketten zusammen, um den Markt flächendeckend mit auf Preisvorteil ausgerichteten Marketingstrategien und hohen Werbebudgets zu bearbeiten. Fluglinien und Reiseveranstalter reduzieren die bis dato üblichen Provisionen - teilweise bis auf Null und verlangen so neue Ertragsstrategien von den Reisebüros. Angebote über Internet und von nicht Reiseunternehmen wie z.B. Hofer, Spar u.v.m. über deren klassische Vertriebsschienen sind eine Herausforderung für die Branche. Ein ganz anderes Problem ist die zunehmende Austauschbarkeit der Urlaubsreisen. Die meisten Clubs ähneln sich in puncto Ausstattung, Personal, Freizeitangebote usw. wie ein Ei dem anderen, egal ob in Griechenland, Tunesien oder Italien. Die ursprüngliche Motivation des Reisens war ja der Wunsch, Neues kennen zu lernen. Durch die jetzt stattfindende mangelnde Harmonisierung der touristischen Angebote mit den lokalen Strukturen wird den Menschen bald der Reiz des Reisens in organisierter Form abhanden kommen. Alle touristischen Anbieter sind also gefordert, neue Wege zu finden, die stärker in Einklang mit der Natur, der Kultur und den Eigenheiten eines Landes stehen.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Der Mensch steht im Mittelpunkt unseres Handelns, und die Mitarbeiter sind die Quelle jeder Prosperität.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Grundsätzlich findet Motivation auf persönlicher Ebene statt. Unser Kommunikationszentrum ist unsere Küche - wir nennen sie „Wohlfühlecke“, wo die Mitarbeiter gemeinsam essen und sich austauschen können. Außerdem unternehmen wir viel gemeinsam - das können Ausflüge, Bowling-Abende oder Besichtigungen mit anschließendem Heurigenbesuch sein. Unsere Weihnachtsfeier ist der Höhepunkt aller unserer gemeinsamen Veranstaltungen und wird deshalb ganz besonders „zelebriert“. Meine Bürotüre steht für jeden Mitarbeiter immer offen, wenn es um kleine oder große Anliegen geht. Firmeninterne Schulungen, Persönlichkeitsseminare und die Teilnahme an Studienreisen sind ebenfalls ein hoher Motivationsfaktor. Natürlich gibt es auch finanzielle Anreize, die individuell im Rahmen der jährlichen Mitarbeitergespräche vereinbart werden.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Corso kümmert sich um Menschen, die interessante Reisen machen wollen und nähert sich dieser Aufgabe auf eine sehr individuelle und für den Kunden zeitsparende Art und Weise. In einem Bereich betreuen wir Einzelkunden, die einen Urlaub, unabhängig von Form oder Inhalt, buchen wollen; in der Abteilung Business Powering® organisieren wir, ebenfalls sehr individualisiert - auch bei ganz großen Veranstaltungen - Konferenzen, Incentives und Events. Das Leitmotiv des rechtlich geschützten Begriffes Business Powering® lautet: „Mit Kraft und Phantasie Ziele umsetzen“.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Als ich das Reisebüro eröffnete, habe ich natürlich im Verhältnis zu heute wesentlich mehr gearbeitet. Nach Erreichen einer gewissen Größe ergaben sich geeignete Mittel, um sich mehr Luft zu verschaffen, indem man den Mitarbeitern Verantwortung und Kompetenzen überträgt, und ihnen so eigene Entscheidung ermöglicht und die Möglichkeit gibt, sich weiterzuentwicklen.
Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Derzeit mache ich auf der fachlichen Seite etwas weniger, dafür lerne ich jetzt gemeinsam mit meiner Frau Spanisch. Sonst informiere ich mich sehr stark über einschlägige Literatur, spreche mit Personen meines Vertrauens und absolviere immer wieder Trainings im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Ein Rat, den ich jedem mitgeben kann, lautet: Schau auf deinen Nächsten, nehme ihn wahr und zolle ihm Respekt. Halte Dich so viel als möglich in der Natur auf und lerne dich zu wundern. Das gilt für den Beruf ebenso wie im Privatleben. Ebenso wichtig ist es, auf seine persönliche Struktur zu achten - wer bin ich, wo bin ich, wohin gehe ich?
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Ich nähere mich dem Ende meiner beruflichen Laufbahn, daher ist es mein primäres Ziel, das Unternehmen in gutem Zustand an meine Tochter zu übergeben. Wenn ich dann in Pension bin, möchte ich das Leben gemeinsam mit meiner Frau weiterhin, aber auf eine etwas andere Art genießen.
Ihr Lebensmotto?
Leben und leben lassen.
Karlheinz Tschannett
Mitglied der TUI TRAVELStar Gruppe, Mitglied der Fachgruppe der Reisebüros und in der Kammer der Gewerblichen Wirtschaft, Landesgruppe Niederösterreich, Mitglied des Österreichischen Reisebüroverbandes.

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Zitate aus Club-Carriere

Zitate überdauern Jahrhunderte, helfen über schwierige Momente hinweg, leiten den Weg, zaubern manchmal ein Lächeln auf unsere Gesichter und zwingen uns oft nachzudenken. Hier ein kleiner Auszug aus tausenden Interviews.

„Bewahre deine Eigenständigkeit, mache deine Musik, vielleicht kommt der Trend, der deine Musik gefragt sein lässt.“ (Udo Jürgens - siehe Bockelmann)
Prof. Udo Jürgens
Sänger, Komponist, Musiker
„Erfolg ist kontinuierliches Wachstum. Man ist nicht besser als andere, sondern einfach nur anders. Für das Wachstum eines Baumes mit 5 Blättern, der nach 7 Blättern strebt, ist der Baum nebenan mit 10.000 Blättern völlig unerheblich.“
Prof. Samy Molcho
Pantomime
„Erfolg hat nichts mit Geld, Ruhm oder Macht zu tun, sondern zeigt sich in der eigenen Lebensfreude.“
Franco D´Alonzo
Gastronom
„Erfolg ist für mich etwas höchst Verdächtiges, das von den wesentlichen Dingen und von der Menschlichkeit ablenkt.“
DDr. Günther Nenning
Journalist

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