Über Club-Carriere

Club-Carriere ist die weltweit größte sozialpsychologische Studie zum Thema "Parameter und Faktoren des Erfolgs". Seit 1997 wurden über 40.000 Interviews persönlich geführt und ausgewertet. Die Analyse kann auf diesem Portal www.club-carriere.com kostenlos eingesehen werden und ist für junge Talente, aber auch für Karriere-Suchende als Orientierung für Ihren Weg zum individuellen Erfolg gedacht.
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Mag. Dr. Wolfgang Marka

Mag. Dr. Wolfgang Marka
Member of the Executive Committee
Schiedel AG
A-1120 Wien, Schönbrunner Straße 289
Manager
Technische Industrie
08/04/1970
Voitsberg
Alexander (1996) und Theresa (1998)
Verheiratet mit Doris
Industrie
Mag. Dr.
Gertrude und Andreas
Schi, Laufen, Rad, Schwimmen, Malerei, Sammeln von Antiquitäten, Wein, Reisen
Vortragstätigkeit im In- und Ausland

Zur Karriere von Wolfgang Marka


Welche waren die wesentlichsten Stationen Ihrer Karriere?
Nach der Matura an der Handelsakademie Voitsberg leistete ich den Präsenzdienst ab und begann im Herbst 1989 mit dem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Karl-Franzens-Universität Graz. Über meine Frau, die zu dieser Zeit in Wien lebte, entstand ein Kontakt zur OMV, und so arbeitete ich während der Studienzeit von Juni 1991 bis September 1992 als Werkstudent im Produktionscontrolling der OMV Wien. Parallel dazu legte ich einige Prüfungen an der Wirtschaftsuniversität Wien ab. Um Bewerbungsgespräche zu trainieren, bewarb ich mich dann bei der Schiedel Kaminwerke GmbH, wo ein Auslands-Controller mit Erfahrung gesucht wurde. Ich nahm die ganze Sache nicht so ernst, weil ich die Bewerbung eher als Training betrachtete, doch zu meiner Überraschung überstand ich alle Vorrunden und sprach schließlich mit dem damaligen Geschäftsführer, der heute CEO der gesamten Schiedel-Gruppe ist. Er war begeistert von mir und wollte mich sofort engagieren; auch daß ich mein Studium noch nicht beendet hatte, störte ihn nicht. So begann ich im August 1993 zunächst als Consulter bei Schiedel, wurde im Oktober 1994 in ein fixes Angestelltenverhältnis übernommen und war dann als Controller für die Auslandsniederlassungen in Osteuropa zuständig. Gleich zu Beginn wurde ich als Troubleshooter in das damals neu übernommene Werk in Kroatien geschickt, was allein schon aufgrund der Sprachbarriere eine riesige Herausforderung war. Aber ich absolvierte einen Crash-Kurs in Kroatisch, und schließlich gelang es auch, das Unternehmen zu sanieren. Neben meiner Berufstätigkeit schloß ich im Juli 1995 das Studium mit der Sponsion zum Magister erfolgreich ab. Bei Schiedel war ich damals die Schnittstelle zwischen den lokalen Geschäftsführern in Osteuropa und unserem Geschäftsführer in Wien, außerdem leitete ich alle Finanzagenden. Nach dem Kroatien-Projekt folgten weitere Übernahmen bzw. Gründungen in Slowenien und Bosnien, parallel gab es Aktivitäten in Ungarn. Dann hatten wir einen Sanierungsfall in Rumänien, und so wurde ich im Mai 1998 zum Geschäftsführer von Schiedel Romania bestellt. Auch dort ist es gelungen, das Unternehmen zu restrukturieren und zu sanieren. Schließlich rief mich unser CEO, Herr Wallner, an und fragte, ob ich mit meiner Frau nach Irland fliegen möchte. Ich dachte zunächst an einen Urlaubsbonus und sagte freudig zu, aber wie sich herausstellte, handelte es sich um eine geschäftliche Aufgabe - ich sollte ein Unternehmen, das Schiedel in Nordirland gekauft hatte, in den Konzern integrieren. Das war eine spannende Aufgabe, auch weil ich meine ersten Begegnungen mit der IRA und dem irischen Arbeitsstil hatte. Eigentlich sollte ich nur 18 Monate bleiben, aber nachdem Irland aufgrund des Klimas ein sehr guter Boden für das Kamingeschäft ist, kam es zu einer zweiten Akquisition in der Republik Irland, und ich war dann auch für dieses Werk zuständig. Als nächster Schritt folgte die Übernahme einer Firma im Süden Englands, zwei Jahre später kauften wir den zweitgrößten Edelstahlkaminproduzenten im Norden Englands. So gelang es Schiedel innerhalb von acht Jahren, Großbritannien und Irland zum zweitgrößten Markt hinter Deutschland aufzubauen. Nebenbei schloß ich im Juli 2004 mein Doktoratsstudium mit der Promotion erfolgreich ab, im September 2005 wurde ich zum Regional Director Eastern Europe, UK and Republic of Ireland sowie zum Mitglied des Executive Committee der Schiedel Group ernannt. Im Juli 2007 übersiedelten wir von Irland zurück nach Österreich; von hier aus setze ich die Expansionsstrategie fort. Zuletzt gründeten wir Niederlassungen in Albanien, Mazedonien und Montenegro und sind dabei, drei weitere Firmen in der Region zu akquirieren. Derzeit ist Schiedel in 29 Ländern inklusive den USA tätig.

Zum Erfolg von Wolfgang Marka


Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Ich empfinde es als Erfolg, wenn ich die Aufgaben, die ich mir selbst stelle, zufriedenstellend löse. Aus der Sicht des Controllers ist Erfolg immer mit dem Erreichen von Zielen verbunden. Ich selbst bin daher auch sehr zielorientiert, beziehe in meine Arbeit aber immer stark die Menschen mit ein. Die Hauptthese meiner Doktorarbeit war: Akquisitionen sind zum Scheitern verurteilt, wenn die betroffenen Personen nicht integriert werden.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja, ich handelte schon in der Volksschule mit kleinen Spielzeugautos und hatte bereits damals den Wunsch, eines Tages Manager oder Chef zu werden. Dieses Ziel habe ich konsequent verfolgt und auch erreicht.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Ich bin ein guter Kommunikator und ein guter Netzwerker. Ich versuche, andere Menschen und fremde Kulturen zu verstehen, unsere manchmal recht harte Geschäftspolitik etwas „weicher“ zu machen und in die verschiedenen Kulturen hineinzubringen.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Natürlich kann man es als Erfolg sehen, wenn es gelingt, Firmen zu sanieren. Trotzdem sah ich mich erst wirklich erfolgreich, als es mir gelang, Irland und England von Null weg zum zweitgrößten Markt der Schiedel-Gruppe aufzubauen.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Besonders prägte mich ein Cousin meines Vaters, Dipl.-Ing. Hubert Marka. Er verfügte als Direktor eines großen Unternehmens über langjährige Auslandserfahrung, was mich sehr faszinierte. Außerdem unterstützte er mich bei meiner Dissertation. Auch mein Vater, ein leitender Angestellter, wirkte sich prägend auf meinen Berufsweg aus. Er nahm mich schon sehr früh in die Firma mit und zeigte mir, was Arbeit bedeutet. Ein wichtiger Mentor für mich ist auch Ing. Mario Wallner, CEO der Schiedel AG, weil er mir alle Aspekte, die im Wirtschaftsleben von Bedeutung sind, beibrachte.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Das Unternehmen wurde von Senator Schiedel in Bayern gegründet, 1990 von der Brass GmbH gekauft und 1997 von der Lafarge-Gruppe übernommen. Seit 2007 gehört Schiedel zu 65 Prozent einem Venture-Kapitalisten aus Frankreich, wobei sich aber der Hauptsitz der AG in Wien befindet und in der Führungsriege sehr viele Österreicher vertreten sind. Die große Stärke des Unternehmens ist die weltweite Technologieführerschaft, wir arbeiten schnell und flexibel, und beweisen beim Schritt in neue Länder immer wieder Pioniergeist und Mut. Alle Firmen im Ausland sind Tochtergesellschaften der Schiedel AG in Wien, wobei wir vor Ort aber mit lokalem Management arbeiten.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Meine Karriere in dieser Form war nur durch die Unterstützung und das Verständnis meiner Frau Doris möglich. Sie ist sehr flexibel und zögerte damals auch nicht, mit mir nach Irland zu gehen. Unsere Kinder waren damals noch sehr klein, sie gingen dort zur Schule und waren in allen Klassen „top of the group“. Trotz des beruflichen Engagements ist mir das Privatleben sehr wichtig, die Familie gibt mir Kraft.
Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Schon ein altes Sprichwort sagt „Man lernt nie aus!“ Dementsprechend absolvierte ich neben Studium und Job immer wieder Ausbildungen, beispielsweise 2004/05 das Lafarge Senior Management Programme in Fontainebleau. Nachdem ich nach wie vor viel im Ausland unterwegs bin, möchte ich demnächst meine Kroatischkenntnisse wieder etwas aufpolieren.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Verlange von einem Mitarbeiter nichts, das du nicht selbst schon gemacht hast oder kannst. So zeigte ich einem Staplerfahrer in Irland, der etwas behäbig unterwegs war, wie man das Gerät richtig und zügig bedient. Das ist für eine Führungskraft sehr wichtig, weil die Mitarbeiter nie sicher sein können, was man nicht noch alles kann.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Mein Ziel ist es, so weiterzumachen wie bisher.
Ihr Lebensmotto?
Man ist nur so stark wie das Netzwerk, das man verwendet.
Wolfgang Marka
Downsizing. A Management Tool for Mergers and Acquisitions (Dissertation), Karl-Franzens-Universität Graz, 2004
- Club in Irland und Voitsberg/Köflach
- Jägerschaft Voitsberg
- Skiklub Arlberg
- 3. Platz bei den Steirischen Meisterschaften im Riesentorlauf
- unter den Top 10 bei den Steirischen Triatlonmeisterschaften

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Zitate aus Club-Carriere

Zitate überdauern Jahrhunderte, helfen über schwierige Momente hinweg, leiten den Weg, zaubern manchmal ein Lächeln auf unsere Gesichter und zwingen uns oft nachzudenken. Hier ein kleiner Auszug aus tausenden Interviews.

„Bewahre deine Eigenständigkeit, mache deine Musik, vielleicht kommt der Trend, der deine Musik gefragt sein lässt.“ (Udo Jürgens - siehe Bockelmann)
Prof. Udo Jürgens
Sänger, Komponist, Musiker
„Erfolg ist kontinuierliches Wachstum. Man ist nicht besser als andere, sondern einfach nur anders. Für das Wachstum eines Baumes mit 5 Blättern, der nach 7 Blättern strebt, ist der Baum nebenan mit 10.000 Blättern völlig unerheblich.“
Prof. Samy Molcho
Pantomime
„Erfolg hat nichts mit Geld, Ruhm oder Macht zu tun, sondern zeigt sich in der eigenen Lebensfreude.“
Franco D´Alonzo
Gastronom
„Erfolg ist für mich etwas höchst Verdächtiges, das von den wesentlichen Dingen und von der Menschlichkeit ablenkt.“
DDr. Günther Nenning
Journalist

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