Über Club-Carriere

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Heinrich Strondl

Heinrich Strondl
Betriebsleiter und Bürgermeister
Franz Malaschofsky GesmbH. Nfg. KG und Gemeinde Maria Taferl
Krummnußbaum 10, 3671 Marbach an der Donau und Maria Taferl 35, 3672 Maria Taferl
Radladerfahrer/Landmaschinenbauer
Assoziierte Institutionen, Vereine, Sonstiges
21/02/1956
Obererla
Alexandra (1983). Thomas (1985)
Verheiratet mit Maria
Verwaltung
Leopold und Stefanie
Wandern, Reisen, Fotografieren, Skifahren
Bürgermeister von Maria Taferl.

Zur Karriere von Heinrich Strondl


Welche waren die wesentlichsten Stationen Ihrer Karriere?
Meine Karriere fängt eigentlich erst jetzt richtig an. Von 1970 bis 1974 machte ich meine Lehrausbildung bei der Firma Steinecker in Marbach als Landmaschinenbauer. Danach war ich von 1974 bis 1990 als LKW-Fahrer tätig. Zuerst bei Baumeister Weber, dann bei Alois Kousek und zuletzt bei Malaschofsky GmbH (bei der ich bis heute geblieben bin). Dazu muss ich auch sagen, dass ich 1974 meinen Führerschein machte und zu dieser Zeit arbeitssuchend war. Ich hörte, dass die Firma Baumeister Weber einen Chauffeur brauchte und dachte mir, dass ich einfach frech hin gehe und noch ohne Führerschein frage, ob er einen Chauffeur braucht. Das tat ich dann auch und drei Tage später, am Tag nach meiner Führerscheinprüfung, fing ich schon zu arbeiten an. Noch dazu bekam ich von Anfang an einen fast neuen LKW. Das ist ja normalerweise nicht üblich. Aber Herr Weber vertraute mir. Ich enttäuschte ihn auch nie. Denn ich hatte in meiner gesamten LKW-Fahrer-Laufbahn nie einen Unfall. Höchstens, dass ich z.B. mal irgendwo, beim zurückschieben, zu weit ran fuhr. Als LKW-Fahrer waren meine Stationen großteils im Inland aber auch im Ausland und so kam ich sehr viel herum. Es war auch ein sehr interessanter Job, den ich gern machte. Aber im Laufe der Jahre will man auch etwas anderes versuchen und diese Chance bekam ich dann auch. Ich ließ mich 1988 in einem Steinbruch der Firma Malaschofsky GmbH stationieren. Binnen acht Jahren arbeitete ich mich dort bis zum Betriebsleiter hoch. Neben der Tätigkeit als Betriebsleiter fahre ich auch noch Radlader. Dass ich mich so schnell zum Betriebsleiter hocharbeiten konnte, lag an meiner sehr schnellen Einarbeitung. Der Chef merkte, dass ich die Sache sehr gut machte und mehr aus mir rauszuholen war. 2010 kam ich in die Kommunalpolitik. Wenn mir vor zwei Jahren jemand gesagt hätte, dass ich in zwei Jahren Bürgermeister von Maria Taferl werde, hätte ich wahrscheinlich gelacht. Jetzt sind diese zwei Jahre vorbei und ich bin Bürgermeister. Für mich, muss ich sagen, eine Herausforderung und eine Selbstbestätigung. Denn bis jetzt habe ich alles, was ich begann, auch zu Ende gebracht.

Zum Erfolg von Heinrich Strondl


Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Ich glaube ausschlaggebend für meinen Erfolg war, dass ich an mich selbst glaubte und ich nie an mir selbst zweifelte. Wenn man diese zwei Komponenten zusammen gibt und sagt: Ich zweifle nicht an mir. Ich schaffe das. Das ist das Wichtigste. Bei mir, muss ich sagen, dass der Erfolg dann einfach irgendwann von selbst kam.

Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Ein richtiger Erfolg war für mich, als ich bei der Firma Malaschofsky GmbH zum Betriebsleiter aufstieg. Das war das erste Mal, dass ich wirklich sagen konnte: Das habe ich erreicht. Ich habe ja nur einen Hauptschulabschluss und ich glaube nicht, dass man das zur heutigen Zeit nochmal schaffen würde. Wobei ich auch sagen muss, dass es damals für mich auch gar nicht möglich war zu studieren. Denn meine Eltern hatten nur eine kleine Landwirtschaft und somit wäre ein Studium einfach zu teuer gewesen, da man sich alles noch selbst zahlen musste.

Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Da fallen mir nur zwei Personen ein und das sind meine Eltern. Sie prägten meine Einstellung zum Leben und lehrten mich Vieles, auf das ich immer wieder zurückkomme. Ehrlichkeit, Professionalität, also seine Arbeit hochwertig zu erfüllen, zu sich selbst zu stehen und Fehler einzugestehen.

Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Ich sage immer Herausforderungen sind da, um gemeistert zu werden. Zum Beispiel das Bürgermeisteramt ist gerade für mich eine große Herausforderung. Mein Vorgänger, Herr Herbert Gruber, war ein sehr umsichtiger und wirklich guter Bürgermeister. Was er für die Gemeinde Maria Taferl tat, wird ein kommender Bürgermeister wahrscheinlich nicht mehr toppen können. Er hat wirklich Unglaubliches geleistet. Neben meinen Befürwortern habe ich auch Kritiker die meinen, dass ich nicht länger als ein halbes Jahr bestehen werde. Denen muss ich natürlich das Gegenteil beweisen. Deshalb bedeutet es eine große Herausforderung für mich.

In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Eine erfolgreiche Entscheidung war z.B., dass ich meine Frau geheiratet habe. Ich meine, dass hinter einem erfolgreichen Mann immer eine Frau steht, die ihn unterstützt. Wenn meine Frau nicht hinter mir stehen würde, könnte ich das alles nicht machen. Weiters traf ich in der Firma viele erfolgreiche Entscheidungen bei denen es auch um Geld ging und Gewinne erzielt wurden. Ob es eine erfolgreiche Entscheidung war, dass ich dieses Amt annahm, kann ich noch nicht sicher sagen.

Ist Originalität oder Imitation besser um erfolgreich zu sein?
Ich finde, einen coolen Menschen zu imitieren, wenn man selbst eigentlich jemand ist, der sich eher zurück zieht, ist eine Lüge. Man soll immer so sein, wie man ist und nichts verstecken. Was ich bin, das bin ich. Da brauche ich nichts zu imitieren. Also finde ich, dass Originalität sehr wichtig ist.

Wie werden Sie von Ihrem Umfeld gesehen?
Ich glaube überwiegend würde mich mein privates Umfeld als zuverlässig, vertrauenswürdig, humorvoll und als Pfundskerl beschreiben. Ich bin ja auch, seit 1972, bei der freiwilligen Feuerwehr als Hauptlöschmeister tätig und ich glaube, dass ich im Großen und Ganzen nicht schlecht bei den Menschen ankomme. Bei der Bürgermeisterwahl bin ich auch immerhin einstimmig gewählt worden und ich glaube das zeugt auch von menschlicher Qualität.

Welches Verhältnis haben Sie zu Ihrem privaten Umfeld?
Zu meiner Familie habe ich ein sehr gutes Verhältnis. Ich sagte meinen Kindern immer: Wenn irgendetwas ist, es gibt kein Problem das man nicht lösen kann, dann bitte kommt zu mir und sagt es. Man kann über alles reden. Es gibt fast nichts bei dem man nicht irgendeine Lösung findet. Meine Kinder kommen auch wenn sie Probleme haben. Das finde ich einfach schön. So sehe ich, dass das, was ich die ganzen Jahre immer wieder sagte, gefruchtet hat. Ich bin wirklich stolz auf meine Tochter und auf meinen Sohn. Es ist wirklich eine tolle Sache solche Kinder zu haben.

Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Das Privatleben ist jetzt durch meinen Zweitberuf als Bürgermeister und meinen Hauptberuf bei der Firma Malaschofsky GmbH natürlich sehr eingeschränkt. Aber Samstag und Sonntag soll meiner Frau, meinen Kindern und meinen Freunden gehören. Mit meiner Frau wandere und reise ich z.B. sehr gerne und daran soll sich auch nichts ändern. Es gibt ja auch noch den Vizebürgermeister der, wenn ich nicht da bin, die Geschäfte weiterführt. Aber die Freizeit ist wirklich sehr eingeschränkt.

Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Bei mir gibt es eigentlich keine Kriterien. Ich glaube, dass ich sehr gute Menschenkenntnis habe und rede einfach eine Weile mit den Bewerbern. Wenn ich mit ihnen ca. eine viertel Stunde rede, stelle ich einige Fragen und aus diesem Gespräch sehe ich wie dieser Mensch zu dem Ganzen steht und so entscheide ich mich dann. Das hat immer gut funktioniert. Ich sehe mir auch keine Referenzen an, um mir meine eigene Meinung bilden zu können und um mich dadurch nicht manipulieren zu lassen. Ich bin aber auch so ehrlich Fehler einzugestehen, wenn ich mich für jemanden falsch entschieden habe. Das ist aber erst zwei Mal passiert.

Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Mitarbeiter zu motivieren ist gar nicht so schwer. Man muss einen Mitarbeiter einfach nur mit guter Laune gegenübertreten und ihm nie spüren lassen, wenn man selbst einmal schlecht gelaunt sein sollte oder man vielleicht einmal ein kleines Problem haben sollte. Ein Mitarbeiter soll sich wohl fühlen. Eine gute Arbeitsqualität kann ich von einem Mitarbeiter nur verlangen, wenn er mit seinem Arbeitsplatz zufrieden ist. Man soll einem Mitarbeiter auch nie spüren lassen, dass man selbst der große Chef ist und er der kleine Mitarbeiter ist. Ich möchte nicht, dass meine Mitarbeiter vor Angst zusammenzucken, wenn ich in den Raum komme. Das ist mir sehr wichtig.

Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Wirklich das Wichtigste ist, dass man an sich selbst glaubt und ehrlich ist. Immer ehrlich und geradlinig einen korrekten Weg gehen. Wenn man so eine Einstellung hat, kann man fast nichts falsch machen.

Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Meine Ziele, die ich jetzt noch habe sind, dass ich als Bürgermeister wirklich das Beste für die Gemeinde machen möchte. Wie z.B. die Wasserversorgungsanlage noch auf den neusten Stand zu bringen. Wenn ich in den nächsten Jahren alles, was in meinem Kopf ist, verwirklichen kann, dann kann ich damit wirklich zufrieden sein.

Ihr Lebensmotto?
Man muss so sein, wie man ist.
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Heinrich Strondl
Freiwillige Feuerwehr.
25 Jahre freiwillige Feuerwehr.

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Zitate aus Club-Carriere

Zitate überdauern Jahrhunderte, helfen über schwierige Momente hinweg, leiten den Weg, zaubern manchmal ein Lächeln auf unsere Gesichter und zwingen uns oft nachzudenken. Hier ein kleiner Auszug aus tausenden Interviews.

„Bewahre deine Eigenständigkeit, mache deine Musik, vielleicht kommt der Trend, der deine Musik gefragt sein lässt.“ (Udo Jürgens - siehe Bockelmann)
Prof. Udo Jürgens
Sänger, Komponist, Musiker
„Erfolg ist kontinuierliches Wachstum. Man ist nicht besser als andere, sondern einfach nur anders. Für das Wachstum eines Baumes mit 5 Blättern, der nach 7 Blättern strebt, ist der Baum nebenan mit 10.000 Blättern völlig unerheblich.“
Prof. Samy Molcho
Pantomime
„Erfolg hat nichts mit Geld, Ruhm oder Macht zu tun, sondern zeigt sich in der eigenen Lebensfreude.“
Franco D´Alonzo
Gastronom
„Erfolg ist für mich etwas höchst Verdächtiges, das von den wesentlichen Dingen und von der Menschlichkeit ablenkt.“
DDr. Günther Nenning
Journalist

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