Über Club-Carriere

Club-Carriere ist die weltweit größte sozialpsychologische Studie zum Thema "Parameter und Faktoren des Erfolgs". Seit 1997 wurden über 40.000 Interviews persönlich geführt und ausgewertet. Die Analyse kann auf diesem Portal www.club-carriere.com kostenlos eingesehen werden und ist für junge Talente, aber auch für Karriere-Suchende als Orientierung für Ihren Weg zum individuellen Erfolg gedacht.
Die derzeit über 110.000 Besucher pro Monat sorgen zudem dafür, dass die Persönlichkeiten, deren Interviews veröffentlicht wurden, einen massiven PR-Nutzen genießen.


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Hofrat Dipl.-Ing. Helmut Ertl

Hofrat Dipl.-Ing. Helmut Ertl
Betriebsleiter, Gesamtprokurist, Sicherheitschef
Münze Österreich AG
1030 Wien, Am Heumarkt 1/Postfach 181
Assoziierte Institutionen, Vereine, Sonstiges
223
23/02/1942
Deutsch-Beneschau
Silvia
Verheiratet mit Monika
Verwaltung
Dipl.-Ing.
Familie, Bergsteigen, Klettern, Reisen, Malerei, Klassische Musik, Natur, Meer, Tauchen, Kulturgeschichte
Konsulent für Firmen, die Prägemaschinen herstellen.

Zur Karriere von Helmut Ertl


Welche waren die wesentlichsten Stationen Ihrer Karriere?
Wichtig in meinem Werdegang war, daß in meinen Adern Bauernblut fließt. Mein Vater war Maurer und meine Mutter Stubenmädchen; wir übersiedelten in meiner Kindheit nach Wien, wo ich an der Bundesrealschule Wien III mit Auszeichnung maturierte. Im selben Jahr begann ich das Maschinenbaustudium an der Technischen Hochschule, das ich 1974 mit der Sponsion zum Diplom-Ingenieur abschloß. Am 2. Jänner 1975 trat ich in den öffentlichen Dienst, in das damalige Österreichische Hauptmünzamt ein, wo ich als Assistent des Bereichsleiters für die Normalprägung tätig war. Im Laufe der Zeit wurde ich vom provisorischen Münz-Wardein zum Oberkommisär und Oberrat, letzten Endes zum Hofrat befördert, wobei mir die beiden letzten Amtstitel vom Bundespräsidenten verliehen wurden. Heute bin ich als Prüfer im Bundesministerium für Finanzen für das Fach Münzwesen zuständig. Ich habe drei internationale Münztechnikertagungen organisiert und Projekte als Leiter durchgeführt. Seit 1994 bin ich ständiger Delegierter der Republik Österreich bei der Europäischen Kommission und habe die Euro-Münzen mitentwickelt.

Zum Erfolg von Helmut Ertl


Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich in erster Linie Zufriedenheit.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja. Eine Bestätigung dessen ist unser neuester Auftrag, die Planung einer hochtechnischen Sicherheitsmünze für die Zukunft. An dem Projekt sind 13 Mitarbeiter aus verschiedenen EU-Ländern beteiligt, es wurden verschiedene Ideen eingereicht, aber es waren nur zwei technisch gute dabei, eine war von einem Griechen, die zweite von mir. Mein Entwurf ist nun abgesegnet worden, weil er der Beste und durch seine Kombination von Nickel und Titan eine Weltneuheit darstellt. Diese Idee überkam mich in der Nacht, ich wachte auf und suchte im Brockhaus nach seltenen Metallen. Ich stieß auf Titan, das den Vorteil hat, keine allergischen Reaktionen auszulösen wie Nickel. Da aber Nickel wegen der magnetischen Eigenschaft für die Automaten wichtig ist, bleibt es als dünne Schicht in der Mitte der Münze und nicht mehr in der Gesamtlegierung. Die Entwicklung dieser Münze ist jetzt abgeschlossen und funktioniert so, wie ich es mir vorgestellt habe, nun wird das europäische Patent angemeldet.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Die Münze Österreich AG hat weltweit den höchsten Qualitäts-Standard bei der Produktion von Edelmetall-Ronden (Gold, Silber und Platin). Die Produkte der Rondenfertigung werden an Kunden in die ganze Welt geliefert.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Alles was ich tue, wie ich lebe und wie ich mit meinen Mitarbeitern umgehe, muß so sein, daß ich mich jeden Tag in der Früh in den Spiegel schauen kann und mich nicht für irgend etwas schämen muß. Ich bin meinen Zielen und Idealen immer treu geblieben, habe meine Meinung immer vertreten und versucht, sachpolitisch zu agieren. Ich versuche offen auf die anderen zuzugehen und mich anzupassen, dabei jedoch nicht unterwürfig, sondern bescheiden zu sein.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Bei der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft arbeiteten wir mit einer Beratungsfirma, dadurch lernte ich viel über Projektarbeit, Strukturieren und Prozeßbeschreibung. Ein Problem wird kanalisiert, analysiert, sodann wird eine Lösung gesucht und durchgeführt. Außerdem muß man immer eine Alternative parat haben - ich beziehe deshalb in jeder Situation auch ein Worst Case-Szenario ein.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Anerkennung habe ich teilweise ganz leise und zum Teil auch öffentlich erfahren. Stille Anerkennung erfuhr ich durch die Entwicklung der Titanmünze, ich bekomme nichts dafür, aber es reicht mir, diese Idee realisiert zu haben. Andrerseits werde ich oft von meinem Chef gelobt und erhalte Ehrungen in Form von Amtstiteln und letztlich durch mein Gehalt.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Ich verfolge einen kooperativen Führungsstil. Für mich bedeutet mein akademischer Grad nur eine Ausbildung zum Techniker, und daher nichts anderes als eine Ausbildung zum Schlosser oder zum Gärtner. Ich scheue mich nicht, einen Hilfsarbeiter etwas zu fragen, denn wenn die Leute sehen, daß man nicht von oben herab mit ihnen spricht, akzeptieren sie, daß man nur in seinem Bereich ausgebildet ist und nicht durch den Titel der Allwissende ist.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Durch meinen Beruf durfte ich meine Frau 20 Jahre nicht heiraten, weil sich der Amtsleiter quergelegt hat. Ich war damals stellvertretender Amtsleiter und sie stellvertretende Kassenleiterin, wenn beide Chefs auf Urlaub sind, bin ich ihr Vorgesetzter und könnte ihr Anweisungen geben. Durch diese Abhängigkeit des Vorgesetzen in eine Kassa gibt es die Notwendigkeit, daß das Ministerium zustimmen muß. Das Ministerium hätte zugestimmt, aber der Amtsleiter hat sich aus unverständlichen Gründen quergelegt.
Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Während meiner Dienstjahre im Münzamt machte ich eine Ausbildung zum Sicherheitsingenieur und Sicherheitschef. Nebenbei absolvierte ich auch unzählige Kurse und Seminare. Ich bin der Meinung, daß man nie aufhören darf zu lernen, auch im Urlaub habe ich zumindest die wichtigsten Wörter der Sprache des jeweiligen Landes gelernt.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Man soll nie etwas gegen die eigene Überzeugung tun, wenn man von etwas überzeugt ist, soll man darauf beharren, auch wenn man dadurch als lästig erscheint.
Helmut Ertl
Beiträge für die Zeitschrift: "Der Bergsteiger", Verlag Bruckmann, München; Mitautor der Fachbücher: "Die Münze in Wien" und "Vom Schilling zum Euro".
Parteimitglied der SPÖ, Bund Sozialistischer Akademiker, Ingenieur- und Architektenverein; Numismatische Gesellschaft.

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Voraussetzungen
Maturaniveau
keine Altersbeschränkung
native Speaker - Deutsch, oder Englisch
Wohnort - Europa

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Zitate aus Club-Carriere

Zitate überdauern Jahrhunderte, helfen über schwierige Momente hinweg, leiten den Weg, zaubern manchmal ein Lächeln auf unsere Gesichter und zwingen uns oft nachzudenken. Hier ein kleiner Auszug aus tausenden Interviews.

„Bewahre deine Eigenständigkeit, mache deine Musik, vielleicht kommt der Trend, der deine Musik gefragt sein lässt.“ (Udo Jürgens - siehe Bockelmann)
Prof. Udo Jürgens
Sänger, Komponist, Musiker
„Erfolg ist kontinuierliches Wachstum. Man ist nicht besser als andere, sondern einfach nur anders. Für das Wachstum eines Baumes mit 5 Blättern, der nach 7 Blättern strebt, ist der Baum nebenan mit 10.000 Blättern völlig unerheblich.“
Prof. Samy Molcho
Pantomime
„Erfolg hat nichts mit Geld, Ruhm oder Macht zu tun, sondern zeigt sich in der eigenen Lebensfreude.“
Franco D´Alonzo
Gastronom
„Erfolg ist für mich etwas höchst Verdächtiges, das von den wesentlichen Dingen und von der Menschlichkeit ablenkt.“
DDr. Günther Nenning
Journalist

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