Über Club-Carriere

Club-Carriere ist die weltweit größte sozialpsychologische Studie zum Thema "Parameter und Faktoren des Erfolgs". Seit 1997 wurden über 40.000 Interviews persönlich geführt und ausgewertet. Die Analyse kann auf diesem Portal www.club-carriere.com kostenlos eingesehen werden und ist für junge Talente, aber auch für Karriere-Suchende als Orientierung für Ihren Weg zum individuellen Erfolg gedacht.
Die derzeit über 110.000 Besucher pro Monat sorgen zudem dafür, dass die Persönlichkeiten, deren Interviews veröffentlicht wurden, einen massiven PR-Nutzen genießen.


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Martin Holnthoner

Martin Holnthoner
Geschäftsführender Gesellschafter
Auditreu, SteuerberatungsgmbH
A-1010 Wien, Gonzagagasse 17
Wirtschaftsprüfer, Steuerberater
70
cb-banner
18/05/1960
Lockenhaus
Berater
Sport, Tennis, Schwimmen, Familie
- Aufsichtsrat einer AG

Zur Karriere von Martin Holnthoner


Welche waren die wesentlichsten Stationen Ihrer Karriere?
Nach der Matura und dem Präsenzdienst war ich für etwa zwei Jahre im Bankensektor tätig. Ich merkte aber schon bald, dass mich eigentlich das Steuerwesen mehr interessierte. Ich nahm also das Branchentelefonbuch zur Hand und rief bei sämtlichen Steuerberatungskanzleien an, um mich vorzustellen. Ich kam nur bis zum Buchstaben B, denn man suchte bei einer Firma eine Karenzvertretung für die Telefonistin. So begann ich meine Laufbahn im Dezember 1981 als Telefonist, der ab und zu auch Steuererklärungen bearbeitete. Der Anfang war also gemacht. In der Folge besuchte ich zahlreiche Kurse, um schließlich 1986 zur Steuerberaterprüfung antreten zu können. Einige Tage vor meiner Prüfung kam mein Kollege und einziger Steuerberater der Filiale ums Leben und der Druck, die Prüfung zu bestehen, stieg enorm, da die Filiale zu ihrem weiteren Bestehen einen Steuerberater brauchte. Ich bestand die Prüfung im September 1986 und wurde Filialleiter. Gleichzeitig übernahm ich auch die Hälfte der Klientel meines verstorbenen Kollegen. Ich musste jetzt die Mitarbeiter führen, die mir zuvor die Grundlagen beigebracht hatten. Die Honorarverrechnung wurde mir ebenfalls übertragen. Zu Beginn der Neunziger Jahre kaufte die Gesellschaft, die in Summe etwa 40 Mitarbeiter beschäftigte, eine größere Steuerberatungsgesellschaft, um den internationalen Anforderungen gerecht zu werden. Tatsächlich schluckte die größere Einheit die kleinere. Die größere Firma hatte bereits eine Abteilung für das sogenannte Small Business, nämlich Buchhaltung und Lohnverrechnung, und ich merkte schon bald, dass die Situation nicht mehr meinen Vorstellungen entsprach. In Folge wurde damals ein Geschäftsführer gesucht, der einerseits eine Ahnung vom klein- und mittelständischen Steuerberatungsgeschäft haben sollte, es andererseits aber auch gewohnt sein sollte, international aufzutreten, ich bewarb mich und wurde - gemeinsam mit dem gesamten Team aus meiner vorigen Firma eingestellt. Ab 1994 wurde ich Partner von Auditreu Steuerberatungs Ges.m.b.H., deren Schwestergesellschaft die Auditor Treuhand GmbH war, welche inzwischen assoziiertes Mitglied von Arthur Andersen wurde. Anfang 2000 vollzog die Auditor Treuhand einen - wie sich herausstellte - unglücklichen Schritt, nämlich die Vollmitgliedschaft bei Arthur Andersen. Auditreu sollte entweder den Schritt mitgehen oder draußen bleiben. Mit Beginn 2000 übernahm ich die entsprechenden Anteile. Mittlerweile beschäftigen wir 70 Mitarbeiter und ich bin heute in der Position des geschäftsführenden Gesellschafters der Auditreu Steuerberatungsgesellschaft m.b.H. tätig. Wir richten den Fokus auf die Lohnverrechnung und dürfen uns mit monatlich ca. 12.000 Lohnabrechnungen zu den -TOP 5- in diesem Metier zählen. Im Jahre 2005 übernahmen wir Gesllschaftsanteile an AK AUDIT, einem tschechischen Unternehmen. Seit 2015 sind wir ein Teil des WIRAS-Netzwerkes, einem weltweit tätigen deutschsprachigen Verbund welcher sich aus Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern und Rechtsanwälten zusammensetzt, die die Klienten, international begleiten. Weiters schloss ich im Jahre 2015 ein einjähriges MBA-Studium an der Universität Klagenfurt ab, welches für Steuerberater abgehalten wurde, die eine Führungsfunktion innehaben. Dieser Lehrgang wurde seinerzeit im Rahmen einer Kooperation der Universität Klagenfurt mit der Kammer der Wirtschaftstreuhänder durchgeführt.

Zum Erfolg von Martin Holnthoner


Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg ist Anerkennung durch andere Menschen, vor allem aber von Kunden und Mitarbeitern.

Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja. Ich habe heute erreicht, was ich mir seinerzeit erträumte und sehe mich daher als erfolgreich.

Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Ich hatte immer das Glück des Tüchtigen und habe Situationen richtig eingeschätzt. Auf Änderungen konnte ich stets flexibel reagieren und war immer für Neues offen. Mein Engagement wird vor allem durch die Freude an meiner Arbeit genährt. Auch ein gewisses Gespür für Menschen zählt zu meinen Stärken, was gerade im Dienstleistungsbereich von Bedeutung ist.

Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Das größte Problem sehe ich momentan darin, qualifizierten Nachwuchs für die Lohnverrechnung zu finden, um die gewohnte und bekannte Qualität unseres Unternehmens weiterhin zu gewährleisten. Leider ist es eine Tatsache, dass HAK-Schülern vorgesagt wird, dass man ohne Studium ein Mensch zweiter Klasse ist. Daher studieren die meisten HAK-Absolventen Recht oder Wirtschaft, ohne auf die eigenen Vorstellungen zu achten. Ideal wäre, wenn größeres Augenmerk auf die Lohnverrechnung bereits während der handelsakademischen Ausbildung gelegt würde, um das Interesse zu wecken. Den momentanen Bedarf an LohnverrechnerInnen versucht das AMS durch diverse Aktivitäten zu schließen, was aber letztlich schon deshalb nicht immer zum gewünschten Erfolg führt, weil nicht jeder Mensch eine Affinität zu Zahlen aufweist und darüber hinaus nicht bereit ist, sich laufend weiter zu bilden. Das Thema der Lohnverrechnung wird in Österreich so lange ein sehr komplexes bleiben, solange die Gesetzgebung nicht in der Lage ist, einen radikalen Schnitt durchzuführen. In Österreich gibt es zurzeit 450 Kollektivverträge; diese zu kennen ist eine Wissenschaft für sich! Ebenso könnte man den 13. und 14. Gehalt glätten, d.h. auf 12 Bezüge aufteilen, was zu einer Vereinfachung führen könnte, und der betreffende Lohnempfänger hätte keinen Nachteil! Fakt ist, dass Nachwuchs gesucht wird, welcher die Bereitschaft zum permanenten Lernen mitbringt. Auch das Berufsbild des Buchhalters wird sich längerfristig wandeln, d.h. auf Grund der Digitalisierung und Automatisierungsprozesse wird der Buchhalter zu einer IT-Fachkraft mutieren und mehr Kontroll- und Prüfungsfunktionen wahrnehmen als bisher.

Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Wir legen großen Wert auf Identifikation mit dem Unternehmen und wollen keine Einzelkämpfer, sondern Teamplayer. Jeder Mitarbeiter muss sowohl fachlich als auch menschlich zu uns passen.

Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Für die Führung von 70 Mitarbeitern ist es notwendig eine starke zweite Ebene zu haben, d.h. Teamleiter führen ein kleineres Team, wobei es mir wichtig ist, dass diese Teamleiter Managementqualitäten besitzen. Bereits vor Jahren starteten wir Programme zur Persönlichkeitsentwicklung, die sehr gut bei den Mitarbeitern ankamen.

Wie verhalten Sie sich dem Mitbewerb gegenüber?
Wenn man zu den TOP fünf Unternehmen in unserem Metier zählt, kennt man die Mitbewerber am Markt. Der Markt ist jedoch so groß, dass jeder Mitbewerber seinen Anteil am Kuchen bekommen kann.

Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Die Flexibilität und unsere breite Angebotspalette. Einerseits sind wir groß genug, um auch internationale Konzerne zu beraten, und andererseits bieten wir Klein- und Mittelbetrieben ein zielgruppengerechtes Leistungsspektrum. Zwischenzeitlich erfreuen wir uns auch in der Immobilienbranche guten Rufes. Weiters schätzen unsere Kunden unser umfangreiches Service-Angebot in der Lohnverrechnung, das heißt, wir übernehmen die komplette Lohnverrechnung für Unternehmen, welche einen sehr hohen Mitarbeiterstand haben. Wir sind stolz darauf 12.000 Lohnabrechnungen pro Monat vorweisen zu können und zu den TOP-fünf Unternehmen in unserer Branche zählen zu dürfen. Es gehört zu unseren Arbeitsstandards, dass wir umfassend, präzise und vor allem verständlich informieren. Wir bilden für jeden Klienten ein persönliches Arbeitsteam. Dieses Team bearbeitet unter der Führung eines Steuerberaters intensiv die individuellen Anforderungen. So können notwendige Entscheidungen schnell und überaus flexibel getroffen werden. Vor einigen Jahren implementierten wir ein kompetentes Human Ressource-Beratungsteam, welches auf die Personalrechtsberatung in den unterschiedlichsten Ausprägungen Bedacht nimmt. Dieser Schritt war deshalb notwendig, weil Mitarbeiter immer mehr bei Unternehmensentscheidungen eine bedeutende Rolle spielen. Umso wichtiger ist es, Personalrechtsagenden unverzüglich und kompetent zu bearbeiten. Gleichzeitig werden die steuer- sozialversicherungs- und arbeitsrechtlichen Themen komplexer. Unsere Expert/innen verfügen über jahrelange Erfahrungen in diesem Bereich und unterstützen unsere Klienten rasch und vor allem haben sie die aktuelle Gesetzeslage immer im Auge. Bei Bedarf greifen wir auf das Wissen und die Kompetenz von externen Konsulenten zurück. Dieser Bereich hat sich sehr gut entwickelt und wird auch von namhaften Unternehmen kontaktiert.

Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Nur mit einem erfüllten und zufriedenen Privatleben kann man beruflich erfolgreich sein. Ein Familienleben mit Kindern trägt wesentlich zum Erfolg im Beruf bei, und umgekehrt ist der berufliche Erfolg wichtig für ein harmonisches Privatleben.

Wie viel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Die eigene Fortbildung ist ein permanenter Vorgang. Seitens unserer Interessensvertretung gibt es die gesetzliche Fortbildung von 30 Stunden, welche in der Praxis eindeutig zu wenig ist. Um am aktuellen Stand der Gesetzeslage zu sein, bedarf es viel Zeit um die Veränderungen zu verstehen um somit den Klienten optimal zu betreuen.

Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Heutzutage ist es schwierig, ohne Studium in höhere Positionen vorzudringen. Das Studium alleine macht aber sicher nicht den Erfolg aus. Nichts passiert automatisch: Man muss eine Idee haben und an deren Verwirklichung hart arbeiten, ohne sich von Rückschlägen einschüchtern zu lassen. Es gibt kein Zurück und in diesem Sinne auch keine falsche Entscheidung: bei der nächsten Kreuzung muss man sich dann eben erneut entscheiden. Wenn man sich für den Beruf des Lohnverrechners interessiert, sollte man große Zahlenaffinität, ausgeprägtes Interesse für den IT-Bereich und die Bereitschaft für permanentes Lernen mitbringen. HAK-Absolventen müssen den einjährigen Lohnverrechnungskurs und anschließend den einjährigen Arbeitsrechtskurs absolvieren. Früher lassen wir den Nachwuchs nicht an die Front! Trotzdem ist die Lohnverrechnung ein interessanter Job und Arbeitsplätze gibt es dafür genug!

Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Unser Augenmerk richten wir auf Wachstum, wobei wir unseren hohen Qualitätsstandard nicht vernachlässigen und die Basis festigen werden, um weiterhin unsere Marktposition zu halten und auch zu erhöhen.
Martin Holnthoner
- Fachartikel in Tagespresse

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Zitate aus Club-Carriere

Zitate überdauern Jahrhunderte, helfen über schwierige Momente hinweg, leiten den Weg, zaubern manchmal ein Lächeln auf unsere Gesichter und zwingen uns oft nachzudenken. Hier ein kleiner Auszug aus tausenden Interviews.

„Bewahre deine Eigenständigkeit, mache deine Musik, vielleicht kommt der Trend, der deine Musik gefragt sein lässt.“ (Udo Jürgens - siehe Bockelmann)
Prof. Udo Jürgens
Sänger, Komponist, Musiker
„Erfolg ist kontinuierliches Wachstum. Man ist nicht besser als andere, sondern einfach nur anders. Für das Wachstum eines Baumes mit 5 Blättern, der nach 7 Blättern strebt, ist der Baum nebenan mit 10.000 Blättern völlig unerheblich.“
Prof. Samy Molcho
Pantomime
„Erfolg hat nichts mit Geld, Ruhm oder Macht zu tun, sondern zeigt sich in der eigenen Lebensfreude.“
Franco D´Alonzo
Gastronom
„Erfolg ist für mich etwas höchst Verdächtiges, das von den wesentlichen Dingen und von der Menschlichkeit ablenkt.“
DDr. Günther Nenning
Journalist

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