Über Club-Carriere

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Dr. med. vet. Ingrid Gazzari

Dr. med. vet. Ingrid Gazzari
Geschäftsführerin
Wiener Institut für internationale Wirtschaftsvergleiche (WIIW)
1010 Wien, Oppolzergasse 6
Assoziierte Institutionen, Vereine, Sonstiges
37
24/02/1939
Bad Aussee
Verwaltung
Dr. med. vet.
Musik, Kunst, Architektur, Bildungsreisen
Verschiedene ehrenamtliche Tätigkeiten im Kulturbereich.

Zur Karriere von Ingrid Gazzari


Welche waren die wesentlichsten Stationen Ihrer Karriere?
Ich maturierte am Gymnasium in Gmunden und studierte in der Folge mehrere verschiedene Fächer, mein Abschluß erfolgte in Jus. Im Rahmen dieses Studiums hatte ich mich insbesondere mit Nationalökonomie befaßt. Nachdem ich einige Monate des vorgeschriebenen Gerichtsjahres absolviert hatte, begann ich am Wirtschaftsforschungsinstitut zu arbeiten und wurde von der Fakultät als 24-jährige für eine Universitätslehrtätigkeit für Nationalökonomie in Puerto Rico empfohlen, wo ich zwei Jahre tätig war. Nach meiner Rückkehr nach Österreich war ich in der Industrie tätig und studierte parallel dazu Staatswissenschaften, da es damals keine andere Möglichkeit gab, sich mit Nationalökonomie zu befassen. 1975 trat ich in das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung ein, wo ich sehr bald begann, mich mit österreichischem Osthandel zu beschäftigen. Im Rahmen dessen wurde ich ein halbes Jahr nach Berlin geschickt. In der Folge baute ich eine eigene Abteilung für internationale Wirtschaftsforschung auf, war aus privaten Gründen zwei Jahre in Holland tätig und kehrte an das WIFO zurück. Mit 1. Jänner 1973 wurde schließlich die Abteilung für internationale Wirtschaftsforschung ausgegliedert und wird seither unter dem Namen Wiener Institut für internationale Wirtschaftsvergleiche geführt. Nach zehn Jahren wechselte ich die Branche und leitete eine Kuranstalt in Bad Aussee, weil ich etwas völlig anderes machen und zeigen wollte, daß ich selbst fähig bin, einen Betrieb zu leiten. Diese Tätigkeit übte ich sechs Jahre sehr erfolgreich aus, ehe ich an das Museum für Angewandte Kunst in Wien wechselte. Schließlich holte man mich 1991 aufgrund einer Krise zurück an das WIIW, wo ich seither als Geschäftsführerin tätig und für 37 Mitarbeiter verantwortlich bin.

Zum Erfolg von Ingrid Gazzari


Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich, ein Ziel zu erreichen, das ich mir gesteckt habe.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja. Ich sehe mich heute als erfolgreich, weil ich bisher viel erreichen konnte.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Ich zeichne mich durch meine Fähigkeit aus, meine Mitarbeiter zu motivieren und zu fördern. Eine meiner Stärken ist zudem mein Vermögen, das Institut gut nach außen hin zu repräsentieren. Meine Arbeit macht mir große Freude, ich identifiziere mich – wie alle Mitarbeiter – mit dem Institut und setze mich selbstverständlich für unsere Ziele ein, auch wenn ich am Wochenende arbeiten muß.
Ist es für Sie als Frau in der Wirtschaft schwieriger, erfolgreich zu sein?
Nein, ganz im Gegenteil. Ich fühlte mich von Beginn meiner Tätigkeit eher privilegiert, weil ich allein aufgrund der Tatsache, daß ich oft die einzige Frau innerhalb eines Gremiums war, einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangte. Wenn ein Redner mit den Worten begann: „Sehr geehrte Dame, sehr geehrte Herren“, drehten sich alle herum, um die Dame im Saal zu finden. Nichtsdestotrotz bin ich der Überzeugung, daß man mindestens so gut oder kompetent sein muß wie ein Mann, um Erfolg haben zu können. Ich habe beispielsweise zwei Kinder großgezogen, dennoch aber nie gefehlt; so hatte ich in all den Jahren weniger Krankentage als die meisten männlichen Kollegen. Auch war es immer meine persönliche Philosophie, nie zu vermitteln, daß ich durch meine Mutterschaft gehandikapt wäre.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Ich habe einen Großteil der Mitarbeiter, die heute am Institut tätig sind, selbst eingestellt und denke, daß ich bei der Auswahl meiner Mitarbeiter gut daran tat, mich auch von meinem Gefühl leiten zu lassen. Fachliche Kompetenz einmal vorausgesetzt, zählt für mich vor allem Teamfähigkeit, weil wir fast alle Arbeiten in Teams abwickeln.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Wir befassen uns mit klassischer Wirtschaftsforschung und Consultingtätigkeiten in osteuropäischen Ländern, geben Publikationen heraus und können unseren Kunden als kleines, feines Institut Experten für das jeweilige Land zur Verfügung stellen. Als wirtschaftspolitisches Institut gehört das WIIW zum Finanz-, nicht etwa zum Bildungsministerium; als privater Verein werden wir zu einem bestimmten Teil vom Staat gefördert. In unseren Statuten ist festgehalten, daß es unsere Pflicht ist, die Öffentlichkeit objektiv zu informieren, vor allem über die Wirtschaftsentwicklung in Osteuropa in Zusammenhang mit den geplanten EU-Beitritten. Das WIIW ist hinsichtlich der Forschung unabhängig und international tätig, mehr als die Hälfte unseres Budgets verdienen wir uns am freien Markt – durch Expertisen, Studien, EU-Projekten, Aufträgen von der EU und Publikationsverkauf, wobei sämtliche Publikationen auf Englisch verfaßt sind. Eine Stärke ist unsere starke Medienpräsenz, die wir durch Prognosen für Osteuropa erreichen. Nach innen sind unsere Stärken hohe Motivation, Einsatzbereitschaft und hervorragende Qualität unserer wissenschaftlichen Arbeit.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Heute definiere ich mich sehr stark über meinen Beruf; meine Kinder sind bereits erwachsen. Aus diesem Grund gelingt es mir sehr gut, die beiden Bereiche zu vereinbaren. Ich habe zahlreiche Freunde, nehme viele ehrenamtliche Aufgaben im Kulturbereich wahr und führe insgesamt ein sehr glückliches Leben.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Man sollte sich vielseitig interessieren und offen für Möglichkeiten sein – ich kenne viele junge Leute, die ein ursprüngliches Hobby erfolgreich zum Beruf gemacht haben. Eine fundierte Ausbildung ist gerade in unserer Zeit grundsätzlich sehr wichtig, um Fuß fassen zu können. Als wichtig erachte ich die Fähigkeit, nach Niederlagen wieder aufzustehen.
Ingrid Gazzari
MAK Arts Society.

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Voraussetzungen
Maturaniveau
keine Altersbeschränkung
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Zitate aus Club-Carriere

Zitate überdauern Jahrhunderte, helfen über schwierige Momente hinweg, leiten den Weg, zaubern manchmal ein Lächeln auf unsere Gesichter und zwingen uns oft nachzudenken. Hier ein kleiner Auszug aus tausenden Interviews.

„Bewahre deine Eigenständigkeit, mache deine Musik, vielleicht kommt der Trend, der deine Musik gefragt sein lässt.“ (Udo Jürgens - siehe Bockelmann)
Prof. Udo Jürgens
Sänger, Komponist, Musiker
„Erfolg ist kontinuierliches Wachstum. Man ist nicht besser als andere, sondern einfach nur anders. Für das Wachstum eines Baumes mit 5 Blättern, der nach 7 Blättern strebt, ist der Baum nebenan mit 10.000 Blättern völlig unerheblich.“
Prof. Samy Molcho
Pantomime
„Erfolg hat nichts mit Geld, Ruhm oder Macht zu tun, sondern zeigt sich in der eigenen Lebensfreude.“
Franco D´Alonzo
Gastronom
„Erfolg ist für mich etwas höchst Verdächtiges, das von den wesentlichen Dingen und von der Menschlichkeit ablenkt.“
DDr. Günther Nenning
Journalist

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