Über Club-Carriere

Club-Carriere ist die weltweit größte sozialpsychologische Studie zum Thema "Parameter und Faktoren des Erfolgs". Seit 1997 wurden über 40.000 Interviews persönlich geführt und ausgewertet. Die Analyse kann auf diesem Portal www.club-carriere.com kostenlos eingesehen werden und ist für junge Talente, aber auch für Karriere-Suchende als Orientierung für Ihren Weg zum individuellen Erfolg gedacht.
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Maximilian Walch

Maximilian Walch
Vizepolier und Vorsitzender des Betriebsrates
Ing. Harald Weissel GmbH
4020 Linz, Franckstraße 19
Bauarbeiter
Bau- u. Innenausbauunternehmen
250
08/02/1952
Mitterkirchen
Susanne (1978)
Verheiratet mit Roswitha
Bau
Baden, Schwimmen, Wandern, Geselligkeit, Gartenarbeit, gut Essen
Abgeordneter zum Nationalrat, Stellvertretender Landes- und Bundesparteiobmann der FPÖ, Laienrichter am Arbeits- und Sozialgericht Linz seit 1987.

Zur Karriere von Maximilian Walch


Welche waren die wesentlichsten Stationen Ihrer Karriere?
Die Volksschule besuchte ich in den Jahren 1958 bis 1966 in Mitterkirchen, anschließend absolvierte ich den Polytechnischen Lehrgang in Perg von 1966 bis 1967. Ursprünglich war geplant, die Fleischhauerlehre zu beginnen - jedoch machte ein Mopedunfall, bei dem ich mir die rechte Hand schwer verletzte, diese Pläne zunichte. Im Jahre 1968 begann ich, trotz des Umstandes, daß dies vom Elternhaus nicht gerne gesehen wurde, bei der Firma Weissel zu arbeiten. 1972 leistete ich meinen Präsenzdienst ab, kehrte anschließend wieder sofort zum meinem früheren Unternehmen zurück und war in dieser Zeit als Kraftfahrer beschäftigt, arbeitete mich stets hinauf und wurde 1983 Vizepolier. Da man mir rhetorisches Talent bescheinigte engagierte ich mich ab 1976 für den Betriebsrat und wurde 1983 mit 100 Prozent zum Betriebsratsvorsitzenden gewählt. In dieser Funktion spielt die Parteizugehörigkeit nicht die geringste Rolle, da ich der Meinung bin, daß Parteipolitik in einem Unternehmen nichts verloren hat. Im Jahre 1989 begann meine Tätigkeit als Kammerrat der Arbeiterkammer Oberösterreich, von 1994 bis 1997 war ich auch im Vorstand vertreten. 1991 wurde ich zum Landes- und Fraktionsobmann der FA (Freiheitliche Arbeitnehmer) für Oberösterreich gewählt. Seit 1998 bin ich Bezirksparteiobmann von Freistadt. Ende 1997 wurde ich in den Oberösterreichischen Landtag gewählt und bekleidete diese Funktion bis Ende 2002. Seit 20. Dezember 2002 bin ich Abgeordneter zum Nationalrat, und seit Herbst 2002 auch Bundesparteiobmannstellverteter, sowie seit 1991 Landesparteiobmannstellvertreter der FPÖ - Oberösterreich.

Zum Erfolg von Maximilian Walch


Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg geht Hand in Hand mit einem ausgeprägten Willen.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Es war nie mein Ziel, in meinem Leben eine große Karriere zu machen. Meinen heutigen Erfolg hätte ich mir nie träumen lassen. An der Person Max Walch hat sich aber nie etwas geändert.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Ausschlaggebend für meinen Erfolg war, daß ich, aufgewachsen auf einem Bauernhof, eine strenge Erziehung genossen habe. Ich habe stets hart gearbeitet und habe mir immer etwas zugetraut. Sicherlich war auch meine ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit ein Faktor für meinen Erfolg. Als wichtigsten Erfolgsfaktor betrachte ich, daß ich stets zu meinem Wort gestanden bin.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Ich halte viele sozial- und arbeitsrechtliche Referate in den Bezirken und diskutiere danach immer gerne mit den Zuhörern, weil sie mich spüren lassen, daß sie in mir einen Experten sehen, mit dem man über alles reden kann. Dies ist für mich die höchste Anerkennung.
Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Als problematisch sehe ich, daß wir unter akutem Facharbeitermangel leiden, weil nur mehr sehr wenige Lehrherren willens sind, Lehrlinge auszubilden.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Zeugnisse sind für mich nicht so wichtig. Mich interessieren die Wurzeln des Anwärters, da ich z.B. davon ausgehen kann, daß jemand, der auf einem Bauernhof aufgewachsen ist, auch handwerkliches Geschick und Interesse mitbringt.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Durch Offenheit und Ehrlichkeit. Mein Name steht für Ehrlichkeit und ich versuche ein gutes Vorbild für die Mitarbeiter zu sein, das keinerlei Frust aufkommen läßt. Weiters legen wir großen Wert darauf, daß unsere Mitarbeiter auch am richtigen Posten eingesetzt werden – viele Firmen erkennen das Potential ihrer Mitarbeiter nicht. Ich bewahre stets Ruhe, lasse nie Hysterie aufkommen und lasse meine Mitarbeiter stets ausreden. Auch unser Prämiensystem trägt zur Motivation bei.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Unsere Mitarbeiter sind gute Mitarbeiter. Wir arbeiten mit 70 Prozent Stammpersonal, was in unserem Wirtschaftszweig hervorragend ist. Wir haben gute Bauleiter und Poliere, die auch in der Menschenführung erfahren sind. Wir bieten Pünktlichkeit, beste Qualität, sind preislich attraktiv für unsere Kunden und bestechen durch unsere offene Struktur. Da eine Firma nichts anderes ist als eine Familie, sind bei uns Kontaktpflege (natürlich auch zu unseren Kunden) sowie der Umstand, daß unsere Mitarbeiter niemals um Ihr Geld bangen mußten, was ja nicht unbedingt branchenüblich ist, gelebte Prinzipien. Unter anderem ist es eine Stärke dieses Unternehmens, daß die Mitarbeiter auch im Winter stets Arbeit haben.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Zuerst muß klar sein, daß unsere Generation der nächsten die Zukunft vorbereitet. Unsere Nachfolger sollen die Umwelt schützen, die eigene Lebensfähigkeit erhalten und niemals Schulden hinterlassen.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Ich möchte die sozialrechtliche Angleichung der Arbeiter und Angestellten erreichen, was eine Zusammenlegung verschiedener Sozialversicherungsanstalten nach sich zöge, und stehe für eine Pensionsreform, um die Pensionen langfristig zu sichern - die erste Etappe dazu ist bereits erfolgt. Die zweite Etappe muß nun mit 1. Jänner 2004 in Kraft treten. Ich stehe für ein Pensionsantrittsalter von 65 Jahren bis 2017 für alle Berufsgruppen, außer jenen, die schwere körperliche Arbeit leisten. Denn ich muß für meine Bauarbeiter und alle anderen, die neben der Arbeitskraft auch die Gesundheit ihres Körpers einbringen, ja etwas tun. Ich kann einen Bauarbeiter, der ja unter das Schwerarbeitergesetz fällt, nicht erst mit 65 Jahren in Pension schicken. Ich möchte ganz einfach den Menschen Krankheiten und der Wirtschaft Schaden ersparen. Meine Vision ist, daß es letztendlich nur mehr eine Sozial- und nur eine einzige Pensionsversicherungsanstalt gibt, um Ungleichbehandlungen abzuschaffen.
Ihr Lebensmotto?
Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es zurück.
Maximilian Walch
FPÖ (seit 1968), Gewerkschaft für Bau/Holz (seit 1968).

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Zitate aus Club-Carriere

Zitate überdauern Jahrhunderte, helfen über schwierige Momente hinweg, leiten den Weg, zaubern manchmal ein Lächeln auf unsere Gesichter und zwingen uns oft nachzudenken. Hier ein kleiner Auszug aus tausenden Interviews.

„Bewahre deine Eigenständigkeit, mache deine Musik, vielleicht kommt der Trend, der deine Musik gefragt sein lässt.“ (Udo Jürgens - siehe Bockelmann)
Prof. Udo Jürgens
Sänger, Komponist, Musiker
„Erfolg ist kontinuierliches Wachstum. Man ist nicht besser als andere, sondern einfach nur anders. Für das Wachstum eines Baumes mit 5 Blättern, der nach 7 Blättern strebt, ist der Baum nebenan mit 10.000 Blättern völlig unerheblich.“
Prof. Samy Molcho
Pantomime
„Erfolg hat nichts mit Geld, Ruhm oder Macht zu tun, sondern zeigt sich in der eigenen Lebensfreude.“
Franco D´Alonzo
Gastronom
„Erfolg ist für mich etwas höchst Verdächtiges, das von den wesentlichen Dingen und von der Menschlichkeit ablenkt.“
DDr. Günther Nenning
Journalist

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