Über Club-Carriere

Club-Carriere ist die weltweit größte sozialpsychologische Studie zum Thema "Parameter und Faktoren des Erfolgs". Seit 1997 wurden über 40.000 Interviews persönlich geführt und ausgewertet. Die Analyse kann auf diesem Portal www.club-carriere.com kostenlos eingesehen werden und ist für junge Talente, aber auch für Karriere-Suchende als Orientierung für Ihren Weg zum individuellen Erfolg gedacht.
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Friedrich Holek

Friedrich Holek
Inhaber
FHK Handelsagentur Ing. Friedrich Holek
1210 Wien, Prager Straße 74
Kaufmann
Import / Export und Handel allgemein
12/01/1947
Wien
Nathalie (1974), Kathrin (1976), Martin (1982) und Michael (2000)
Verheiratet mit Bernadetta
Handel
Ernestine und Friedrich
Hochseesegeln, Modelleisenbahnbau

Zur Karriere von Friedrich Holek


Welche waren die wesentlichsten Stationen Ihrer Karriere?
Nach Abschluß der Hauptschule absolvierte ich die HTL der Fachrichtung Maschinenbau in Wien, die ich 1965 mit der Matura abschloß. Anschließend begab ich mich nach Kanada, wo ich Verwandte hatte. Ich jobbte dort unter anderem als Tankwart, im Blumenhandel und einem Blumen-Großmarkt. Nach eineinhalb Jahren kehrte ich nach Österreich zurück, arbeitete ein Jahr lang und absolvierte 1968 den einjährigen Präsenzdienst. Ich verpflichtete mich, für 13 Jahre an den periodischen Waffenübungen teilzunehmen und rüstete als Oberleutnant der österreichischen Luftwaffe ab. Mein Berufsleben begann ich als Konstrukteur bei Chemiefaser Lenzing, wo ich vier Jahre tätig war. Nach Erlangen des Ingenieurtitels kehrte ich nach Wien zurück und war von bis 1974 in einer Drahtzieh- und Drahtlackiermaschinen-Firma angestellt. Das Werk befand sich in Oberösterreich, von Wien aus wurde für ganz Österreich und Osteuropa der Verkauf getätigt. 1974 wechselte ich zu einer amerikanischen Luftfilter-Firma und übernahm deren Verkauf für Osteuropa. Meine Verkäufertätigkeit dauerte bis Ende der achtziger Jahre, danach übernahm ich wieder als Vertretung den Vertrieb der Drahtfirma, zusätzlich zum Verkauf der Luftfilter als Angestellter der AAF. 1988 machte ich mich selbständig und begann allein als Vertreter für Waren aller Art. 1990 erfolgte die Scheidung von meiner ersten Frau, daher war mein ehemaliges Büro auch verloren, und ich übersiedelte nach Floridsdorf. Zu meinem Sortiment kamen noch Disketten, die ich aus Bulgarien importierte. Ich war einer der größten Importeure für billige No-Name-Disketten. Mittlerweile hatte ich in Warschau eine weitere FHK Handelsagentur mit drei Mitarbeitern gegründet. Auch dort wurden Waren aller Art gehandelt, aber grundsätzlich American Air Filter. Die Zentrale ist in Wien, ich erledige hier den Einkauf, die Fakturierung und teilweise auch den Verkauf, der aber hauptsächlich aus den Oststaaten erfolgt. Seit 1994 mietete ich das Objekt in der Prager Straße 74 mit Büroräumen im ersten Stock. Der untere Stock dient als Wohnraum. Meine Handelsobjekte wechseln, das Standbein in Warschau sind jedoch die Erzeugnisse von AAF.

Zum Erfolg von Friedrich Holek


Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg macht süchtig. Hat man Erfolg, will man immer mehr davon haben. Hat man keinen Erfolg, verfällt man der Depression.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Erfolgreich sehe ich mich darin, daß ich die Firma aufgebaut habe, die hoffentlich von jemandem aus meiner Familie weitergeführt wird.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Durch konsequente Verfolgung der gesteckten Ziele, ständigen Arbeitseinsatz und Befriedigen der Kundenwünsche schaffte ich den Grundstock zu meinem Erfolg.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Als junger Mensch bewältigte ich alles leicht, heute ist das nicht mehr so einfach. Ich gehe jedoch alle Probleme positiv an, aber es wird immer schwieriger, zumal auch die Wirtschaftslage zu wünschen übrig läßt. Die Zahlungsmoral in Polen und Bulgarien wird immer schlechter. Ich kann als kleine Firma der Konkurrenz von Multikonzernen nicht standhalten.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Nachdem ich Verkaufsleiter für Osteuropa für die amerikanische Luftfilterfirma war, wurde mein Erfolg durch die Verleihung des Titels Verkäufer des Jahres 1987 sichtbar. Als Selbständiger hatte ich natürlich anfänglich mit Schwierigkeiten zu kämpfen, 1988 bekam ich die Investitionen in Bulgarien zu spüren, jedoch florierte immer noch mein Diskettengeschäft. Als die CDs auf dem Markt erschienen, war dieses gute Geschäft blitzartig verloren. Die Firma in Bulgarien ging pleite und wurde von der Regierung geschlossen, Importe von dort waren daher unmöglich. Ich suchte ein anderes Standbein, das waren dann die Luftfilter von AAF. Auch das Diskettengeschäft mit Polen mit einer vorübergehenden Steigerungsrate von 100 Prozent war schlagartig mit dem Aufkommen der CDs vorbei.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Meine beste Entscheidung bisher war die Übernahme der Diskettenvertretung für Österreich. Die AAF-Vertretung ist ein Grundstock, jedoch finanziell nicht besonders ergiebig.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Ich bin ein absoluter Self Made Man, ich könnte keine Gönner oder Vorbilder nennen.
Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Das größte Problem ist die Zahlungsmoral der Kunden, es gibt keine Vorauskasse, sondern Zahlungsziele, die in Polen und Bulgarien, aber auch in Österreich immer länger werden. Die großen Multikonzerne gewähren Zahlungsziele und Begünstigungen, die ich als kleine Firma nicht anbieten kann. Es kommt immer wieder zu Zahlungsschwierigkeiten der Kunden, ich muß jedoch auch meine Lieferanten bezahlen.
Wie werden Sie von Ihrem Umfeld gesehen?
Meine Geschäftspartner schätzen mich als seriösen Geschäftsmann. Sie wissen, daß ich keine linken Geschäfte mache. Die Mitarbeiter sind alle Familienmitglieder, wir sind partnerschaftlich verbunden. Das Personal in Polen wechselt sehr häufig, daher habe ich keine enge Bindung mit diesen Leuten.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Meine Stärke ist, daß ich für meine Kunden in Polen und Bulgarien immer alles finde, was sie brauchen oder wünschen. Das muß natürlich sowieso immer das Günstigste sein, im Internet sehen die Kunden schließlich Vergleichsmöglichkeiten. Ausländische Firmen wollen mit polnischen und bulgarischen Firmen eher wenig zu tun haben, daher bin ich das Zwischenglied.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
In meiner ersten Ehe kam das Privatleben zu kurz, daher ging sie kaputt. In meiner jetzigen Verbindung ist das etwas anders, weil meine Frau die Chefin des Warschauer Büros ist. Es gibt zwar Meinungsverschiedenheiten, wenn wir nicht immer gleicher Ansicht sind, ansonsten haben wir aber mehr Berührungspunkte, und ein Familienleben ist eher möglich.
Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Derzeit lerne ich gerade Polnisch. Ich bin im ersten von zwei Semestern. Mein Sohn lernt gemeinsam mit mir.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Die Integrität eines Menschen ist eigentlich das Wichtigste. Es muß sehr genau überlegt werden, ob man überhaupt selbständig werden kann oder möchte. In Österreich selbständig zu werden, ist schwer. Man bekommt keine Hilfe, aber jeder kassiert. Auch in einem guten Jahr bleibt einem aufgrund der vielen Abzüge wenig. Eine gute Ausbildung ist natürlich für jeden jungen Berufsanfänger Voraussetzung, und die laufende Weiterbildung erfolgt automatisch. Für die Selbständigkeit sollte ein gewisser finanzieller Hintergrund vorhanden sein.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Ich möchte meine Firma ordentlich in drei bis fünf Jahren an Frau und Sohn übergeben und nur mehr beratend wirken. Die Erfahrung, die ein älterer Mensch im Berufsleben sammelt, wird im allgemeinen nicht goutiert, jeder ältere Mensch wird von der Firma gern wegrationalisiert. Ich finde jedoch, daß ich meinem Sohn mit meinen Erfahrungen sehr nützlich sein kann.
Ihr Lebensmotto?
Versuchen, immer gut zu sein.
Friedrich Holek
Lebensrettungsmedaille

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Maturaniveau
keine Altersbeschränkung
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Zitate aus Club-Carriere

Zitate überdauern Jahrhunderte, helfen über schwierige Momente hinweg, leiten den Weg, zaubern manchmal ein Lächeln auf unsere Gesichter und zwingen uns oft nachzudenken. Hier ein kleiner Auszug aus tausenden Interviews.

„Bewahre deine Eigenständigkeit, mache deine Musik, vielleicht kommt der Trend, der deine Musik gefragt sein lässt.“ (Udo Jürgens - siehe Bockelmann)
Prof. Udo Jürgens
Sänger, Komponist, Musiker
„Erfolg ist kontinuierliches Wachstum. Man ist nicht besser als andere, sondern einfach nur anders. Für das Wachstum eines Baumes mit 5 Blättern, der nach 7 Blättern strebt, ist der Baum nebenan mit 10.000 Blättern völlig unerheblich.“
Prof. Samy Molcho
Pantomime
„Erfolg hat nichts mit Geld, Ruhm oder Macht zu tun, sondern zeigt sich in der eigenen Lebensfreude.“
Franco D´Alonzo
Gastronom
„Erfolg ist für mich etwas höchst Verdächtiges, das von den wesentlichen Dingen und von der Menschlichkeit ablenkt.“
DDr. Günther Nenning
Journalist

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