Über Club-Carriere

Club-Carriere ist die weltweit größte sozialpsychologische Studie zum Thema "Parameter und Faktoren des Erfolgs". Seit 1997 wurden über 40.000 Interviews persönlich geführt und ausgewertet. Die Analyse kann auf diesem Portal www.club-carriere.com kostenlos eingesehen werden und ist für junge Talente, aber auch für Karriere-Suchende als Orientierung für Ihren Weg zum individuellen Erfolg gedacht.
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Prof. Dr. Jürgen Schön

Prof. Dr. Jürgen Schön
Wissenschaftlicher Leiter
Joanneum Research Forschungsgesellschaft mbH
8700 Leoben, Roseggerstraße 17
Geophysiker
Wissenschaftliche Institute, Forschung
16
20/05/1939
Dresden
Claudia (1963), Tobias (1965), Cathleen (1968), Rico (1969) und Peter (1983)
Verheiratet mit Monika, geb. Kampfrath
Bildung
Dr.
Oskar und Hella
Wandern, Photographieren, Lesen
Honorarprofessor an der Montanuniversität Leoben, Lehrbeauftragter an der TU Graz.

Zur Karriere von Jürgen Schön


Welche waren die wesentlichsten Stationen Ihrer Karriere?
Zu Kriegsende besuchte ich die Grundschule und die Oberschule in Dresden und legte dort das Abitur ab. Ich hatte das Glück, unmittelbar nach dem Schulbesuch mit dem Studium der Geophysik an der Bergakademie Freiberg beginnen zu können und schloß das Studium 1962 mit einer Diplomarbeit ab, deren Thema bereits meinen beruflichen Werdegang vorzeichnete. Danach war ich vier Jahre lang an der Technischen Universität Dresden als Bearbeiter in der Baugrunduntersuchung tätig. In der Folge kehrte ich nach Freiberg zurück und begann meine berufliche Laufbahn an der Bergakademie als wissenschaftlicher Mitarbeiter. 1967 promovierte ich im Alter von 28 Jahren zum Dr. rer. nat und drei Jahre später zum Dr. sc. nat.. 1976 wurde ich Hochschuldozent und - für deutsche Verhältnisse in relativ jungen Jahren - im Jahr 1980 ordentlicher Professor an der Bergakademie. Ich nahm an der Universität verschiedene Funktionen ein, so vor allem als Institutsdirektor und Prorektor; diese Funktionen nahm ich auch in der Zeit der politischen Wende in der damaligen DDR wahr. In dieser Zeit gewaltiger Umbrüche und gestärkt von meiner Familie wagte ich schließlich einen Neustart und zog nach Österreich. 1991 begann ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Joanneum Research/Institut für Angewandte Geophysik in Leoben und bin heute als wissenschaftlicher Leiter dieses Instituts tätig. 1999 wurde ich zum Honorarprofessor berufen. In der Zwischenzeit war ich als Gastprofessor in den USA an der Colorado School of Mines. Weiterbildungskurse führten mich auf alle Kontinente.

Zum Erfolg von Jürgen Schön


Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Persönlich bedeutet Erfolg für mich eine sehr wichtige Komponente, eines in der Familie und in der Arbeitsumgebung erfüllten Lebens. Erfolg ist etwas dynamisches und kein statisches Denkmal.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
In der Gesamtheit von Beruf, Familie, Persönlichkeit und Gesundheit sehe ich mich als erfolgreich, was aber nicht mein alleiniger Verdienst ist.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Ich habe den Beruf gefunden, der mich begeistert. Ich hatte in jungen Jahren exzellente Lehrer, und ich habe eine großartige Familie.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Das Gefühl von Erfolg hatte ich erstmals mit 18 Jahren, als ich an der Bergakademie immatrikuliert wurde.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Die wichtigsten Entscheidungen bestanden darin, mit meiner Studienwahl, der Geophysik, genau meine Interessen getroffen zu haben und nach dem Studium die berufliche Laufbahn von Forschung und Lehre zu beschreiten. Im Alter von 50 Jahren noch einmal eine grundlegende Veränderung meines Berufslebens mit einem Neustart vorzunehmen, das war eine wichtige, vor allem aber auch richtige Entscheidung. Und dann gibt es noch eine Entscheidung, die ganz wesentlich für meine Leben ist, aber doch wohl mehr meiner Frau lag: mit unserem Nachzügler in dieser Phase beständig das wirksame Mittel gegen irgendeine Trägheit zu haben.
Ist Originalität oder Imitation besser, um erfolgreich zu sein?
Originalität ist dauerhafter als Imitation. Imitation schafft nur Scheinerfolg. Der Imitation verwandt ist die beständige Ergebnispflege, das heißt ein Wiederholen oder wiederholtes Präsentieren eines Ergebnisses, das dann zwangsläufig verwässert oder langweilt.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Was mein Studium und das Herangehen an Probleme betrifft, ist das mein Vater gewesen; ich hatte das Glück, in allen Lebensphasen, gute Lehrer und wunderbare Kollegen gehabt zu haben. Meine großen beruflichen Vorbilder, insbesondere Otto Meißer und Edward White, leben leider nicht mehr.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
In meiner ersten Berufsphase an der Bergakademie Freiberg erfuhr ich Anerkennung, als ich ein neu zu etablierendes Wissenschaftsgebiet mit einer ordentlichen Professur erhielt und wenig später damit verbunden die Mitgliedschaft in der Akademie der Wissenschaften. Auch auf die Verleihung der Humboldt-Medaillie bin ich sehr stolz.
Wie werden Sie von Ihrem Umfeld gesehen?
In der ehemaligen DDR hatte ich mit den Studenten ein sehr freundschaftliches, fast familiäres Verhältnis. Auch heute bemühe ich mich um ein vertrauensvolles und leistungsforderndes und -förderndes harmonisches Klima. Aber als Institutsleiter habe ich natürlich auch Konflikte auszutragen.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Die Mitarbeiter spielen in allen Phasen eine sehr wesentliche Rolle.Ergebnisse wachsen in Gruppen, die auch von einer gewissen Spannung geprägt sind. Unterschiedliche Generationen können nach meiner Ansicht mit die kräftigsten Impulse geben, wenn sich die Kühnheit und Besonnenheit paaren.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Motivation stellt sich dann ein, wenn man den Mitarbeitern das Gefühl gibt, einen bestimmten Bereich des Spektrums am Institut zu repräsentieren.
Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Ich würde meinen, daß ein Drittel meiner wissenschaftlichen Tätigkeit reinen Fortbildungscharakter hat.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Definiere wenige anspruchsvolle und klar definierte Ziele, die du ansteuern willst und bei denen du einen gewissen Optimismus hast, sie erreichen zu können. Bleibe aber auch offen für andere Entwicklungsmöglichkeiten, die sich ergeben.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Ich möchte noch eine Zeit lang die Entwicklung des Institutes mitgestalten und unterstützen und meine Lehrtätigkeit an der Universität fortführen. Dann gibt es die Idee zu einem neuen Buchprojekt und die Vorstellung, endlich etwas Zeit für Hobbies zu finden.
Ihr Lebensmotto?
Es ist ein wunderbarer Satz von R. Tagore: Ich schlief und träumte, das Leben sei Freude. Ich erwachte und sah, das Leben ist Pflicht. Ich erwachte und schaffte und siehe, die Pflicht ward zu Freude.
Jürgen Schön
Rund 80 Artikel in Fachzeitschriften und mehrere Bücher, unter anderem: Petrophysik, Ferd. Enke Verlag Stuttgart 1983; Physical Properties of Rocks: Fundamentals and Principles of Petrophysics, Pergamon Press, 1. Auflage 1996, 2. Auflage 1997; Militzer, H., Schön J., Stötzner, U. Stoll, R.: Angewandte Geophysik im Ingenieur- und Bergbau, 1. Auflage 1979, 2. Auflage 1986, VEB Verlag für Grundstoffindustrie Leipzig 1986 und Ferd. Enke Verlag Stuttgart; Fricke, S., Schön J.: Praktische Bohrlochgeophysik, Ferd. Enke Verlag Stuttgart 1999.
Deutsche Geophysikalische Gesellschaft, SPWLA - Society of Professional Well Log Analysts.
Humboldt-Medaille, Mitgliedschaft der Akademie der Wissenschaft DDR.

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Zitate aus Club-Carriere

Zitate überdauern Jahrhunderte, helfen über schwierige Momente hinweg, leiten den Weg, zaubern manchmal ein Lächeln auf unsere Gesichter und zwingen uns oft nachzudenken. Hier ein kleiner Auszug aus tausenden Interviews.

„Bewahre deine Eigenständigkeit, mache deine Musik, vielleicht kommt der Trend, der deine Musik gefragt sein lässt.“ (Udo Jürgens - siehe Bockelmann)
Prof. Udo Jürgens
Sänger, Komponist, Musiker
„Erfolg ist kontinuierliches Wachstum. Man ist nicht besser als andere, sondern einfach nur anders. Für das Wachstum eines Baumes mit 5 Blättern, der nach 7 Blättern strebt, ist der Baum nebenan mit 10.000 Blättern völlig unerheblich.“
Prof. Samy Molcho
Pantomime
„Erfolg hat nichts mit Geld, Ruhm oder Macht zu tun, sondern zeigt sich in der eigenen Lebensfreude.“
Franco D´Alonzo
Gastronom
„Erfolg ist für mich etwas höchst Verdächtiges, das von den wesentlichen Dingen und von der Menschlichkeit ablenkt.“
DDr. Günther Nenning
Journalist

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