Über Club-Carriere

Club-Carriere ist die weltweit größte sozialpsychologische Studie zum Thema "Parameter und Faktoren des Erfolgs". Seit 1997 wurden über 40.000 Interviews persönlich geführt und ausgewertet. Die Analyse kann auf diesem Portal www.club-carriere.com kostenlos eingesehen werden und ist für junge Talente, aber auch für Karriere-Suchende als Orientierung für Ihren Weg zum individuellen Erfolg gedacht.
Die derzeit über 110.000 Besucher pro Monat sorgen zudem dafür, dass die Persönlichkeiten, deren Interviews veröffentlicht wurden, einen massiven PR-Nutzen genießen.


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Gerlinde Kerschbaumer

Gerlinde Kerschbaumer
Inhaberin
Privates Pflegeheim Pension Patricia KEG
3373 Oberegging 15
Heimleiterin
Diverse Gesundheitseinrichtungen
10
28/07/1940
Aigen
Reinhold (1966), Alexandra (1970 -1976) und Patricia (1972)
Gesundheit
Garten, Tiere, Sport

Zur Karriere von Gerlinde Kerschbaumer


Welche waren die wesentlichsten Stationen Ihrer Karriere?
1981 wurde ich geschieden und wußte damals, daß ich etwas tun mußte. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich auch noch zwei Pflegekinder, ich hatte zwar ein Haus, war aber sonst völlig mittellos und wußte nicht einmal, wie ich Heizöl kaufen konnte. Ich begann Zimmer zu vermieten, da es aber meist Gäste für nur eine Nacht waren, war die Arbeit mit fünfzehn Betten fast nicht zu schaffen. Ein Sozialarbeiter riet mir, ein Pflegeheim aufzubauen. Der damalige Bezirkshauptmann, Dr. Lechner, unterstützte mich dann bei meinem Vorhaben. Vier Personen zur Pflege wurden mir bewilligt, in weiterer Folge dann zwölf Personen. Obwohl ich keine Ausbildung absolvierte, hatte ich durch die Pflege meiner krebskranken Tochter Alexandra und meines behinderten Sohnes Reinhold viel Erfahrung. Das Pflegeheim entwickelte sich stetig weiter, 1988 hatte ich 15 bis 20 Patienten aus der Landesnervenheilanstalt Mauer für betreutes Wohnen übernommen und erhielt ein Vertrag mit dem Land Niederösterreich. Auflage war, daß die Patienten arbeiten mußten. 1989 kaufte ich ohne eigenes Kapital ein Haus in Kemmelbach, um dort eine geschützte Werkstätte einzurichten. Nach der Sanierung und Einrichtung des Hauses wurde der Werkstättenbetrieb aufgenommen. Nur wenige Monate später sollte ein neuer Vertrag mit dem sozialen Dienst in Mauer abgeschlossen werden und als Tagessatz pro betreuter Person nur mehr ein Drittel des ursprünglichen Tagessatzes bezahlt werden. Damit war das Projekt jedoch nicht finanzierbar, ich unterzeichnete den Vertrag nicht, und das Haus blieb leer. 2002 verkaufte ich es, aber trotz dieser schweren Niederlage resignierte ich nicht. Ich arbeitete im Pflegeheim weiter, es wuchs ständig, und es wurde regelmäßig zugebaut. Ich übernahm alte Menschen in Pflege, und das Pflegeheim sowie der Bereich betreutes Wohnen verfügt heute über 775 Quadratmeter. Heute haben wir 25 Krankenbetten zur Verfügung, und ebenso viele Patienten haben hier ihr Zuhause.

Zum Erfolg von Gerlinde Kerschbaumer


Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Die größte Freude ist es, wenn ein kranker Mensch einem ein Lächeln schenkt. Menschlichkeit ist der persönliche Erfolg, über den ich mich jeden Tag freuen kann.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja, nachdem ich viele Jahre Tag und Nacht gearbeitet habe, hat sich auch der finanzielle Erfolg eingestellt, auch er ist mir wichtig, denn er beweist, daß ich es geschafft habe.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Die Bereitschaft, Tag und Nacht zu arbeiten und auf Urlaub zu verzichten. Bis heute hatte ich noch keinen einzigen Tag Urlaub. Auch die geistige Fähigkeit und die Bereitschaft, Dinge wie z.B. Buchhaltung zu erlernen, ohne eine dementsprechende Schulausbildung dafür gemacht zu haben.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Es gibt kein Problem, das nicht lösbar ist. Probleme sind dazu da, um gelöst zu werden.
Ist Originalität oder Imitation besser, um erfolgreich zu sein?
Sicher die Originalität, ich bin immer meinen eigenen Weg gegangen, trotz oft widriger Umstände und großer Schwierigkeiten.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Ja, mein ganzes Leben, angefangen bei meiner Kindheit und Jugend, da ich in sehr ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen bin, sowie die schweren Krankheiten meiner Kinder Alexandra und Reinhold und mein Ehemann, der mich in schwierigsten Zeiten im Stich gelassen hat. Meine Pflegekinder, Patienten und Betreute der letzten Jahrzehnte, sie alle haben meinen beruflichen Lebensweg geprägt.
Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Die Behörden machen einem das Leben manchmal nicht unbedingt leichter, aber ich habe alles im Griff, und so gibt es kein unlösbares Problem.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Eine große Rolle, ich beschäftige zwei diplomierte Schwestern, drei Altenpfleger und fünf Hilfskräfte. Alleine könnte ich die ganze Arbeit nicht bewältigen, einige Arbeiten behalte ich mir aber vor.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Nach unseren Dienstbesprechungen lade ich die Mitarbeiter auf eine Pizza ein, weiters mit Geschenken, Aufmerksamkeiten und auch mit Prämien. Das diplomierte Personal erhält gesetzliche Erschwerniszulagen, den anderen Mitarbeitern zahle ich diese Zulage freiwillig.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Flexibilität, Ehrlichkeit und die Bereitschaft immer für die Patienten da zu sein. Eine unserer Stärken ist sicher auch die familiäre Atmosphäre, ich sehe uns als Familienbetrieb.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Da gibt es keine Trennung, es gibt kein übliches Wochenende, sondern Bereitschaft Tag und Nacht.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Eine Berufsausbildung halte ich für wichtig. Im Pflegeberuf ist es jedoch so, daß man für diesen Beruf auch eine gewisse Berufung haben sollte, sonst hat es keinen Sinn. Freude am Beruf zu haben ist ebenfalls sehr wichtig.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Ich möchte das Pflegeheim mit den zwölf Pflegebetten weiterführen, aber nicht mehr erweitern. Wenn es meine Gesundheit erlaubt, möchte ich die nächsten zehn Jahre den Betrieb weiterhin leiten.
Ihr Lebensmotto?
Mit Ehrlichkeit und Korrektheit bringt man es am weitesten.
Gerlinde Kerschbaumer
Mein Weg, Eigenverlag 2004.

Club-Carriere

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Voraussetzungen
Maturaniveau
keine Altersbeschränkung
native Speaker - Deutsch, oder Englisch
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Zitate aus Club-Carriere

Zitate überdauern Jahrhunderte, helfen über schwierige Momente hinweg, leiten den Weg, zaubern manchmal ein Lächeln auf unsere Gesichter und zwingen uns oft nachzudenken. Hier ein kleiner Auszug aus tausenden Interviews.

„Bewahre deine Eigenständigkeit, mache deine Musik, vielleicht kommt der Trend, der deine Musik gefragt sein lässt.“ (Udo Jürgens - siehe Bockelmann)
Prof. Udo Jürgens
Sänger, Komponist, Musiker
„Erfolg ist kontinuierliches Wachstum. Man ist nicht besser als andere, sondern einfach nur anders. Für das Wachstum eines Baumes mit 5 Blättern, der nach 7 Blättern strebt, ist der Baum nebenan mit 10.000 Blättern völlig unerheblich.“
Prof. Samy Molcho
Pantomime
„Erfolg hat nichts mit Geld, Ruhm oder Macht zu tun, sondern zeigt sich in der eigenen Lebensfreude.“
Franco D´Alonzo
Gastronom
„Erfolg ist für mich etwas höchst Verdächtiges, das von den wesentlichen Dingen und von der Menschlichkeit ablenkt.“
DDr. Günther Nenning
Journalist

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