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* Surendra Chaudhry

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Eigentümer
Restaurant Tandoor Indian Cuisine
1070 Wien, Spittelberrggasse 19
Gastronom
Speiselokale
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Profil

Zur Person

Surendra
Chaudhry
15.10.1951
Prem und Narin
Kevin Chaudhry MBA (1992)
Verheiratet mit Magistra Madhu
Tennis, Reisen

Service

Surendra Chaudhry
Werbung

Chaudhry

Zur Karriere

Zur Karriere von Surendra Chaudhry

Welche waren die wesentlichsten Stationen Ihrer Karriere?
Geboren wurde ich in Indien. mein Vater, Generalinspektor der Indian Central Reserve Police Force (CRPF), dachte ich würde die Tradition fortführen und im Staatsdienst entweder dem Militär, oder der Gendarmerie beitreten. Ich war in der Jugend teil der National Cadet Corps (youth wing of the Indian Armed Forces). Das ist der Jugendflügel der indischen Streitkräfte Indiens. Dort hatte ich den Rang des Senior Unteroffiziers, obwohl ich nur 16 war. Ich habe im Alter von 16 Jahren diesen hohen Rang erhalten, weil ich der jüngste der Gruppe war, die es geschafft haben den Hanuman Tibba zu besteigen. Es waren 40 Teilnehmer und ich war einer der fünf, die den Gipfel erklommen. (Anmerkung der Redaktion: Der 5932 m hohe Hanuman Tibba liegt in der Pir Panjal-Bergkette). Allerdings zog ich mir bei einer militärischen Übung eine Verletzung zu, aufgrund derer mir jeder Rang über dem General Oberst verwehrt gewesen wäre. Daher beschloss ich, meine Karriere zu verändern. 1976 begann ich dann an in einem 5 Sterne Hotel in Indien als Commis de Rang und später als Chef de Rang zu arbeiten. Mein Vater, ranghoher Polizist, war nicht sehr glücklich, dass ich den „dienenden“ Beruf in der Gastronomie dem Staatsdienst vorzog. Vielleicht hätte ich darauf hören sollen. Aber tatsächlich reiste ich im Jahr 1979 nach Dubai, wo ich drei Jahre lang im Hotel Holiday Inn in verschiedenen Abteilungen der Gastronomie beschäftigt war, um mich weiterzuentwickeln. Nachdem ich zufällig in einer Zeitung von der Hotelfachschule in Salzburg gelesen hatte, reiste ich dorthin, um diese Schule zu besuchen. Neben der erstklassigen Ausbildung, die ich dort genoss, war ich ein Monat im Hotel Kleßheim tätig. Dort war ich allerdings deutlich unterfordert. Danach ging ich nach Wien, um an der Hotelfachschule am Judenplatz weitere Kurse zu besuchen. Nebenbei war ich im Restaurant Kobenzl und im Lokal Chattanooga am Graben (1986) beschäftigt. Im Jahr 1989 verbrachte ich sechs Monate in Australien und besuchte in Sydney und Melbourne Barkeeper-Kurse. Davor und danach besuchte ich die USA/New Jersey, um einen Eindruck zu bekommen, wie die Situation für Gastronomiebetriebe ist. Da der Bruder meiner Frau dort lebt und damals eine Tankstelle betrieb, wollte ich dort ein Restaurant eröffnen. Dies kam aber schlussendlich wegen verschiedenster Gründe nicht zustande. Nach einem viermonatigen Kurs am WIFI reiste ich nach New Delhi, wo im Jahr 1991 meine Hochzeit stattfand. In Indien ist eine Hochzeit bekannter Weise ein sehr großes und pompöses Fest. Unsere Hochzeit dauerte zwei Tage und bewirtete 300 Gäste. Nach der Hochzeit kehrte ich mit meiner Frau, die davor noch nie ins Ausland gereist war und auch nicht Deutsch sprach, nach Wien zurück. Sie konnte sich aber schnell einleben und besuchte einen einjährigen Deutschkurs. Sie hat alle indischen Zeugnisse hier nostrifizieren lassen, alle Deutschkurse besucht, Geographie und Wirtschaft studiert, alles mit besten Noten absolviert und dennoch wurde sie als Lehrkraft abgelehnt, weil sie mit Akzent spricht. Als ausgebildete Englischlehrerin jobbte sie vor ihrem Studium als Kindergärtnerin. Sie war und ist auch die Inhaberin unserer Restaurants. Ich hatte immer schon geplant, mich selbständig zu machen, und eröffnete eine Imbissstube im 23. Bezirk in der Ketzergasse. Ich leitete diese ein Jahr lang, doch diese Tätigkeit bereitete mir keine Freude, da ich lieber ein richtiges Restaurant führen wollte. Die Suche nach einem geeigneten Lokal dauerte neun Monate, in denen wir überhaupt kein Einkommen hatten. Diese Zeit war sehr hart für uns. Endlich fanden wir ein Restaurant, das wir für geeignet hielten, ein typisches Wiener Gasthaus. Wir kauften das Lokal in der Antonigasse 9 im 18. Wiener Gemeindebezirk im März 1993, bezahlten Ablöse für diverses Inventar (ATS 1.200.000,-) und richteten es anschließend im indischen Stil ein. Diese Investitionen verschlangen unser restliches Geld. Dennoch konnten wir bereits im Juli das neu ausgestattete Restaurant eröffnen. Die Möbel kauften wir in den indischen Bundesländern Rajasthan und Utter Pradesh. Seit 2002 verfügten wir auch über einen Gastgarten. Danach wollte ich nach Indien reisen um meinem Vater von meinem Restaurant zu berichten, doch leider erlitt mein Vater einen Herzinfarkt, bevor ich ankam. Bis heute, bedauere ich es am meisten im Leben, den Erfolg mit meinem Vater nicht teilen zu können. 1999 eröffneten wir ein zweites Lokal am Franz-Josefs-Kai 49, leider mit jemand anderem zusammen. Weil die Vertrauensbasis in der Zusammenarbeit zerrüttet wurde, stieg ich 2002 aus. Von 2005 bis 2014 betrieben wir ein Tandoor-Restaurant am Salzgries 2. Ein weiteres Restaurant in der Spittelberggasse eröffneten wir 2014. Wenn die Rahmenbedingungen ähnlich derer in New York, oder London wären, hätte ich in jedem Bezirk ein Lokal eröffnet. Leider erhielt ich 2016 die Diagnose Krebs. Daraufhin schloss ich alles, außer dem Lokal in der Spittelberggasse 19, da mein Sohn es weiterführen wollte. Dies übernahm er auch von mir. In vielen Jahren zwischen 2008 und 2014 präsentierten wir auch als Caterer die indische Küche beim Filmfestival Wien - 2008 und 2019. 2016 bis 2019 war mein Sohn an meiner Seite am Wiener Rathaus Filmfestival, mit bis zu 1400 Essen pro Tag. 2010 haben wir auch die „BLS International VISA Services Austria KG“ eröffnet, die im Auftrag der indischen Botschaft administrative Arbeiten im Zusammenhang mit Reisen, Visa und Migration übernommen hat. Dieses Büro hat meine Frau Magistra Madhu Chaudhry bis 2020 geleitet. Leider konnte Sie das Unternehmen aufgrund der Pandemie nicht mehr weiterführen und schloss dieses im Jahre 2021. Mein letztes Lokal in der Spittelberggasse werde ich 2021 auch schließen und in Pension gehen. Ich möchte es nicht meinem Sohn übergeben, weil das Arbeitspensum nur mit großer Leidenschaft für das Kochen zu bewältigen ist und seine Leidenschaft dem Investment Banking gilt. Die Alternative wäre 5-Sterne Köche aus Indien nach Wien zu holen, was aber aufgrund der behördlichen Auflagen unternehmerisch nicht umsetzbar ist. Auch aufgrund dieser bürokratischen Hürden sieht mein Sohn für sich nur beschränkte Perspektiven in der Gastronomie.

Zum Erfolg

Zum Erfolg von Surendra Chaudhry

Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich, dass unsere Gäste von der Atmosphäre in unserem Restaurant begeistert sind, sich wohl fühlen und wiederkommen.

Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ich sehe mich nicht als etwas Besonderes. Ich glaube, wir haben gut gekocht, haben viele und herausragende Gäste gehabt, wie dreimal Bundespräsident Heinz Fischer, Bürgermeister Michael Ludwig, Anna Netrebko, Ludwig Hirsch, Jazz Gitti, Barbara Wussow, Albert Fortell und viele andere Prominente, haben die gute indische Küche nach Wien gebracht, einige Köche gut ausgebildet, die nun teilweise selbst Restaurants betreiben, haben viel gearbeitet und genießen auch die Früchte unserer Arbeit. Man sagt, dass ich die indische Küche im Wien von heute, durch meine Lokale, aber auch durch die Köche, die ich ausgebildet habe, geprägt habe.

Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Leidenschaft, Ausdauer, solide Ausbildung und langjährige Erfahrung vor dem Beginn der Selbständigkeit sind die Grundpfeiler meines Erfolges. Es ist auch wesentlich, immer Ambitionen zu haben. Man sollte Verschiedenes ausprobieren und dann das, was gut funktioniert, beibehalten und alles andere verwerfen. Wenn man ein Ziel hat, muss man dafür alles geben. Man benötigt viel Ausdauer, man muss an sich und seinen Erfolg glauben und stets positiv denken. Ich hatte nie Zweifel, ob ein Restaurant Gewinn abwerfen würde. Alle meine Restaurants warfen bereits im ersten Monat Gewinn ab. Man muss allerdings in Spitzenzeiten wirklich alles geben. In der Zeit der Filmfestivals habe ich oft nur drei Stunden geschlafen, um vier Lokale und das Catering beim Filmfestival zu bewältigen. Sobald man mehrere Restaurants betreibt, hat man auch den Vorteil, personelle Engpässe in einem Restaurant ausgleichen zu können. Das zu nutzen, ist mit Sicherheit auch ein Erfolgsparameter.

Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Man muss sie akzeptieren. Aufgrund meiner Arthrose in den Händen, meinten die Ärzte, ich würde zu viel arbeiten. Ich hatte zwei Operationen, aber das Leben geht weiter.

Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Mein vorheriger Vorgesetzter in Indien, Herr D`Souza, und mein letzter Chef in Österreich, Herr Brandl, haben mich sowohl in beruflicher als auch in menschlicher Hinsicht sehr beeindruckt und geprägt.

Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Mir wird Anerkennung vor allem von meinen Gästen gezollt. Unser Restaurant wurde von ihnen zum gastronomischen Betrieb mit dem besten und schönsten Gastgarten des Bezirkes gewählt. Es gab Medienberichte von mir im Kurier, im Profil, Krone, Presse, Standard. De facto gab es in fast jeder Zeitung Berichte über meine Lokale und mich.

Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Indische Köche zu finden, stellt sich als fast unlösbares Problem dar.

Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Unsere Mitarbeiter spielen eine wesentliche Rolle.

Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Engagement, Ehrlichkeit und Pünktlichkeit sind mir wichtig.

Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Ich achte auf ein gutes Betriebsklima, um meine Mitarbeiter nicht zu demotivieren.

Wie werden Sie von Ihren Mitarbeitern gesehen?
Ich glaube, dass ich in meiner Funktion als Chef vor allem deshalb positiv gesehen werde, weil ich aktiv mitarbeite, helfe, einspringe, erkläre und nicht nur überwache.

Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Neben unseren indischen Spezialitäten, die mit hochqualitativen Produkten zubereitet werden, legen wir großen Wert auf die hervorragende Betreuung unserer Gäste.
Wie verhalten Sie sich der Konkurrenz gegenüber? Ich beschäftige mich lieber mit meinem Geschäft.

Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Meine Frau und ich waren abwechselnd in Indien, einer musste immer in den Lokalen sein. Eine Reise nach Indien ist kein Kurztrip, da braucht man schon mindestens drei Wochen. Und wir konnten das Geschäft nicht drei Wochen unbeaufsichtigt lassen, oder zusperren. (Anmerkung des Sohnes: In meinen 28 Lebensjahren hatte ich keinen gemeinsamen Urlaub mit beiden Elternteilen.)
Ich versuche, genug Zeit für meine Familie zu haben, was jedoch nur möglich ist, wenn ich über genügend Personal verfüge, das auch qualifiziert ist.

Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Meines Erachtens ist es wesentlich, hohen persönlichen Einsatz an den Tag zu legen und zielorientiert zu handeln.

Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Jetzt in der Pension möchte ich mein Leben genießen und reisen. Ich werde Kroatien besuchen, Dann Spanien und mit Sicherheit möchte ich in Texas eine Ranch mieten und wie ein Cowboy reiten.

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