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* Dr. Eva Prieschl-Grassauer

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Wissenschaftliche Leiterin
Marinomed Biotechnologie GmbH
1210 Wien, Veterinärplatz 1
Biologin
Pharmazie
7
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Profil

Zur Person

Dr.
Eva
Prieschl-Grassauer
02.02.1968
Linz
Dr. Walter und Erika Prieschl
David Niklas (2004)
Verheiratet mit Dipl.-Ing. Dr. Andreas Grassauer
Lesen
Beraterin anderer Firmen (Immunologie)

Service

Eva Prieschl-Grassauer
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Prieschl-Grassauer

Zur Karriere

Zur Karriere von Eva Prieschl-Grassauer

Welche waren die wesentlichsten Stationen Ihrer Karriere?
Im Gegensatz zu meinen älteren drei Schwestern studierte ich nicht Mathematik oder Physik, sondern Biologie, nicht zuletzt auch, weil ich nicht in Linz studieren wollte. Ich hatte die Wahl zwischen Genetik und Wirtschaftswissenschaften, also eher gegensätzliche Orientierungen. Mir war schon damals klar, daß ich Entscheidungsträgerin sein wollte. Aufgrund des starken naturwissenschaftlichen Hintergrundes in der Familie wurde es dann eben Biologie. Ich begann 1986 mit dem Studium, das ich zunächst als eher frustrierend erlebte, weil der Bezug zur Realität fehlte. Was man für den Beruf braucht, findet man nur bedingt auf der Universität. Ich begann daher mit 21 Jahren als Werkstudentin bei Sandoz zu arbeiten, was sich mit dem Studium sehr gut vereinbaren ließ. Hier lernte ich den echten Laborbetrieb kennen, den es auf der Universität eigentlich nicht gibt. Dies hing auch mit einer damals besonderen Aufbruchstimmung bei Sandoz und einem daraus resultierenden großen Bedarf an neuen Mitarbeitern zusammen. Ich blieb von 1989 bis 2002 bei Sandoz, später Novartis, mit einer kurzen Unterbrechung zum Abschluß meines Studiums. Mein damaliger Laborleiter wurde Abteilungsleiter, sodaß ich noch während der Dissertationszeit das Labor übernehmen durfte und damit viele Entscheidungen selber treffen konnte. Es gab damals bei Sandoz ein fast uneingeschränktes Budget für die Forschung, was mit der Situation an der Universität nicht vergleichbar war. Daß mir diese Leitung übertragen wurde, war durchaus eine Ausnahme, da Laborleiter damals eigentlich nur von außen besetzt wurden. Ich arbeitete mit meinem Vorgänger sehr gut zusammen, und durch diese Kooperation kam es auch zu einer Reihe von wissenschaftlichen Publikationen und Auszeichnungen. Wir waren insbesondere im Bereich der Allergieforschung sehr erfolgreich. Obwohl es seine Vorteile hat, so lange bei einer Firma zu arbeiten, kam dann doch der Zeitpunkt, wo mir eine Veränderung notwendig erschien. Da ein Wechsel innerhalb von Novartis nicht möglich war, ging ich 2002 als Produktmanagerin zur Wyeth-Lederle Pharma GmbH, doch war ich dort aus technischen Gründen einfach unterfordert. Ich belegte einen Postgraduate PR-Kurs an der Universität Wien und wechselte im Herbst 2002 zur Austrianova Biotechnology GmbH, wo ich die Entwicklungslabore übernahm und für die Forschung und Entwicklung des Lead Products verantwortlich war. Als ich erkannte, daß es prinzipielle Auffassungsunterschiede zwischen der Firmenleitung und mir gab, beschloß ich gemeinsam mit meinem Mann, den schon lange geplanten Schritt in die berufliche Selbständigkeit zu realisieren. Nach einer kurzen Phase als Projektmanagerin bei der onepharm Research & Development GmbH, mit der es noch immer ein sehr gutes Einvernehmen gibt, wurde aus diesem Projekt dann Realität, und so wurde die Marinomed Biotechnologie GmbH gegründet. Mittlerweile haben wir bereits vier Patente eingereicht und einen Investor gefunden, der unser Überleben für drei Jahre garantiert.

Zum Erfolg

Zum Erfolg von Eva Prieschl-Grassauer

Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Beruflicher Erfolg bedeutet für mich, die Möglichkeit zu haben, Verantwortung zu tragen und Entscheidungen zu treffen. Insofern war es für mich ein großer Erfolg, meine eigene Firma zu gründen. Erfolgreich sein heißt auch, Ziele zu erreichen und zeitliche Vorgaben einhalten zu können. Zum Erfolg gehört auch eine Mitarbeiterführung, die es ermöglicht, daß beide Seiten zufrieden sind.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Das müssen vielleicht andere beurteilen, aber ich fühle mich in dem, was ich derzeit tue, sehr wohl.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Nicht unwesentlich ist der Faktor Glück: Man muß zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sein und die richtigen Personen treffen. Ich kam zu einem sehr wichtigen Zeitpunkt meiner Entwicklung in ein sehr gutes Labor. Wichtig ist auch eine gewisse Frusttoleranz: Wenn etwas nicht funktioniert, darf man nicht gleich aufgeben, speziell in der Forschung. Weiters braucht man Flexibilität, Offenheit, Neugierde und Antriebskraft, aber auch Reflexion und Fähigkeit zur Selbstkritik.
Ist es für Sie als Frau in der Wirtschaft schwieriger, erfolgreich zu sein?
Prinzipiell würde ich diese Frage bejahen, da die äußeren Umstände derzeit für berufstätige Frauen nicht gerade förderlich sind. Persönlich habe ich jedoch keine schlechten Erfahrungen gemacht. Ich wurde immer gefördert und konnte dies auch nutzen.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Es gab viele Momente, da ich das Gefühl hatte, erfolgreich zu sein: beim Abschluß der Dissertation, ab einer gewissen Anzahl von Publikationen und schließlich auch bei der Gründung der eigenen Firma.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Es war sehr gut und richtig, zu Sandoz zu gehen, und es war ebenso richtig, zum gegebenen Zeitpunkt Sandoz wieder zu verlassen. Ganz wesentlich und bisher sehr erfolgreich war die Entscheidung, die eigene Firma zu gründen.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Mein damaliger Vorgesetzter bei Sandoz prägte mich nachhaltig, indem er mir unter anderem das wissenschaftliche Arbeiten vermittelte. Ebenso wichtig war die berufliche Interaktion mit den Kollegen von der Marketingabteilung bei Wyeth sowie mit Kollegen von der Universität.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Es gibt die fachliche Anerkennung, wenn man in bestimmten Fachzeitschriften publizieren kann. Ich erhielt bei Novartis/Sandoz sehr viel Anerkennung durch die Verantwortung, die mir anvertraut wurde, und auch durch den Einsatz bestimmter Kollegen für mich.
Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Derzeit sehe ich Probleme in den Beziehungen zwischen der pharmazeutischen Industrie, den Universitäten und der Biotechnologie. Das klingt paradox, denn natürlich müssen die drei zusammenarbeiten, aber bei genauer Betrachtung gibt es sehr große gegenseitige Ressentiments. Es wäre notwendig, hier gewisse Gräben zuzuschütten und aufeinander zuzugehen.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Unsere Stärken liegen in erster Linie in der Innovation und der Strategie. Natürlich bringen wir auch sehr viel Erfahrung und Know-how mit ein, doch ist das auch ein Teil der Strategie. Wir haben den Vorteil eines besonders soliden Backgrounds und sind in der Lage, uns auf unsere Kunden in der pharmazeutischen Industrie sehr gut einzustellen.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Für mich funktioniert die Vereinbarkeit dieser beiden Bereiche sehr gut. Mein Mann und ich arbeiten ja auch beruflich zusammen, wobei unsere Aufgabengebiete sehr klar definiert und abgegrenzt sind.
Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
In meinem Bereich muß man sich ständig auf dem laufenden halten und trachten, up to date zu sein. Ich wende wohl gut 30 bis 50 Prozent der Zeit für meine Weiterbildung auf.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Unser vorrangiges Ziel ist es, die Firma nach den drei Jahren, für welche die Finanzierung garantiert ist, lebensfähig gemacht zu haben, sodaß wir sie als normale eigenständige Firma gewinnorientiert betreiben können.

Publikationen

21 Originalarbeiten, zwölf Übersichtsartikel und Buchkapitel, sieben Patente

Ehrungen

- Clemens von Pirquet-Preis 1999 (ÖGAI)
- Dissertationspreis 1996 (ÖGAI)
- Förderungspreis 1994 der GÖCH

Mitgliedschaften

- Gesellschaft Österreichischer Chemiker (GÖCH)
- Österreichische Gesellschaft für Allergologie und Immunologie (ÖGAI)
- American Association of Immunologists (AAI)

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