Über Club-Carriere

Club-Carriere ist die weltweit größte sozialpsychologische Studie zum Thema "Parameter und Faktoren des Erfolgs". Seit 1997 wurden über 40.000 Interviews persönlich geführt und ausgewertet. Die Analyse kann auf diesem Portal www.club-carriere.com kostenlos eingesehen werden und ist für junge Talente, aber auch für Karriere-Suchende als Orientierung für Ihren Weg zum individuellen Erfolg gedacht.
Die derzeit über 110.000 Besucher pro Monat sorgen zudem dafür, dass die Persönlichkeiten, deren Interviews veröffentlicht wurden, einen massiven PR-Nutzen genießen.


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Mag. Dr. Heinrich Ferenczy

Mag. Dr. Heinrich Ferenczy
Abt
Schottenstift
1010 Wien, Freyung 6
Glaubensgemeinschaften
24
30/01/1938
Wien
Klerus
Mag. Dr.
Géza und Stephanie
Bücher, Fotografie

Zur Karriere von Heinrich Ferenczy


Welche waren die wesentlichsten Stationen Ihrer Karriere?
Entstammend einer Akademikerfamilie, welche in den Wirren des Krieges aus Wien vertrieben wurde, wuchs ich zum Teil in Ungarn und zum Teil in Oberösterreich, wo ich die Volksschule besuchte, zur Zeit des auslaufenden Weltkrieges auf. Erst 1950 konnten wir in unsere beschädigte Wohnung in Wien zurückkommen, und ich konnte meine Schulbildung im Schottengymnasium fortsetzen. Nachdem ich 1957 maturiert hatte, schloß ich das Noviziat an und begann anschließend mit dem Studium der Theologie. 1965 promovierte ich, gleichzeitig wurde ich zum Priester geweiht. Ich schloß meinem Studium noch die Lehramtsfächer Deutsch, Geschichte und Philosophie/Psychologie an und unterrichtete diese ab 1970 am Schottengymnasium, wo ich jahrelang als Direktor tätig war. Im Jahr 1988 wurde ich zum Abt des Schottenstiftes gewählt. Weil mich diese Verpflichtungen stark in Anspruch nahmen, beendete ich 1996 meine Unterrichtstätigkeit, um mich voll meinen neuen Aufgaben als Abt zu widmen. Mein Aufgabengebiet ist sehr vielfältig, der Bogen spannt sich von den rein wirtschaftlichen Angelegenheiten über pastorale, theologische Themen bis hin zur Kommunikation mit anderen Klöstern. Das Kloster erwirtschaftet Einnahmen durch Mieten, Land- und Waldwirtschaft, die in eine gemeinsame Kasse fließen. Das Wichtigste an meiner Aufgabe ist, einer Gemeinschaft vorzustehen und dieser zu dienen. Das Zweckfreie, aber nicht Sinnlose, das wir hier tun, gehört für mich zu den größten Bereicherungen meines Lebens.

Zum Erfolg von Heinrich Ferenczy


Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Es ist sehr schön, Erfolg zu haben. Für mich steht aber nicht der wirtschaftliche Erfolg im Vordergrund, denn in meinem Tätigkeitsgebiet wird der Erfolg nicht finanziell belohnt.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Im Laufe der letzen Jahre konnte ich zahlreiche Verbesserungen initiieren, angefangen von Restaurierungen innen und außen bis hin zu personellen Umstrukturierungen, wobei wir auch Leute aus Reintegrations- oder Resozialisierungsprojekten hier arbeiten lassen. Besonders wichtig war mir die Erneuerung des Gottesdienstes. Es macht mir sehr viel Freude, wenn neue Leute ins Kloster kommen - wir sind nicht überlaufen, aber auch kein sterbendes Kloster. Ich habe mich immer sehr darum bemüht, das klösterliche Leben in den Vordergrund des Bewußtseins zu rücken, weil es wichtig ist, daß die Gemeinschaft zusammenhält.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Ausschlaggebend für die Wahl zum Abt war, daß ich mich für vieles interessiert habe und in verschiedenen Bereichen tätig war. Sogar für die Wirtschaft habe ich mich immer interessiert; ich war eine Zeitlang Kämmerer. Ich engagierte mich zudem in der Seelsorge. Ich denke, eine recht umgängliche Art und Weise zu haben, neige zwar manchmal dazu, impulsiv zu sein, aber im großen und ganzen versuche ich, mich um Versöhnung zu bemühen.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Ich unterrichtete immer sehr gerne, die Schüler hörten mir gerne zu und ich war gerne in den Klassen. Nur das Prüfen und Benoten war mir unsympathisch am Unterrichten, weil es mir schwer gefallen ist, schlechte Noten zu geben.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Es gab verschieden Persönlichkeiten, die mich sowohl menschlich, als auch wissenschaftlich prägten. Eine große Rolle spielte ein Katechet und Kaplan, der ein sehr großer Mann und eine eindrucksvolle Persönlichkeit war. Er prägte mich vor allem durch seine erfrischende und etwas lausbübische Art. Abt Hermann, bei dem ich meine Novizenstunden hatte, war eine spirituelle Persönlichkeit mit großer menschlicher Tiefe und Intensität in seiner Religiosität. Abt Bonifaz, mein unmittelbarer Vorgänger, beeindruckte mich in seiner schlichten, einfachen und herzlichen Art. Zu den überragenden Persönlichkeiten in der Theologie gehört für mich Karl Rahner, dessen Werke ich heute noch gerne lese, weil er eine Theologie großer Weite, die nicht durch strikte Dogmen einengt wird, verfolgte. Er prägte das Vatikanische Konzil stark mit. Auch Papst Johannes Paul II war immer wieder sehr eindrucksvoll, vor allem durch seine Begabung, den starren Ostblock aufzubrechen; und sogar die jüngsten Initiativen dieses gesundheitlich schwer gezeichneten Mannes, der sich mit einer Leidenschaft für den Frieden einsetzte, sind sehr beeindruckend.
Wie werden Sie von Ihrem Umfeld gesehen?
Die Wahl des geistlichen Weges ist von meiner Familie sehr positiv gesehen worden, obwohl ich einer ökumenischen Familie entstamme. Mein Vater war Protestant und stand meinem Weg etwas distanziert gegenüber, aber er war sehr loyal und hat mir keine Hindernisse in den Weg gelegt. Meine Mutter hat sich immer darüber gefreut.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Mein dringendster Rat wäre der: sei offen für die Fragen der Welt, igle dich nicht ein, und suche Kontakt zu verschiedenen Religionen und auch esoterischen Gemeinschaften der Welt. Dabei ist es wichtig, einen eigenen Standpunkt zu haben und ebenso wesentlich, sich keine zu engen Grenzen zu setzen, denn die Kirche hat keine Grenzen. Mein Wunsch für die Zukunft wäre, daß man sich mehr um die armen Menschen kümmert, es ist ein Skandal, daß heutzutage Menschen verhungern müssen. Von der Politik muß man zwei Dinge verlangen können: der Staat muß dem Menschen Arbeit und Essen geben.
Ihr Lebensmotto?
„Die Liebe Christi drängt uns.“ Das hatte ich früher zu meinen Wahlspruch gewählt, heute verfolge ich das Motto: „Seid klug wie die Schlangen und arglos wie die Tauben.“
Heinrich Ferenczy
Publikationen zur Geschichte des Schottenstifts.

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Zitate aus Club-Carriere

Zitate überdauern Jahrhunderte, helfen über schwierige Momente hinweg, leiten den Weg, zaubern manchmal ein Lächeln auf unsere Gesichter und zwingen uns oft nachzudenken. Hier ein kleiner Auszug aus tausenden Interviews.

„Bewahre deine Eigenständigkeit, mache deine Musik, vielleicht kommt der Trend, der deine Musik gefragt sein lässt.“ (Udo Jürgens - siehe Bockelmann)
Prof. Udo Jürgens
Sänger, Komponist, Musiker
„Erfolg ist kontinuierliches Wachstum. Man ist nicht besser als andere, sondern einfach nur anders. Für das Wachstum eines Baumes mit 5 Blättern, der nach 7 Blättern strebt, ist der Baum nebenan mit 10.000 Blättern völlig unerheblich.“
Prof. Samy Molcho
Pantomime
„Erfolg hat nichts mit Geld, Ruhm oder Macht zu tun, sondern zeigt sich in der eigenen Lebensfreude.“
Franco D´Alonzo
Gastronom
„Erfolg ist für mich etwas höchst Verdächtiges, das von den wesentlichen Dingen und von der Menschlichkeit ablenkt.“
DDr. Günther Nenning
Journalist

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