Über Club-Carriere

Club-Carriere ist die weltweit größte sozialpsychologische Studie zum Thema "Parameter und Faktoren des Erfolgs". Seit 1997 wurden über 40.000 Interviews persönlich geführt und ausgewertet. Die Analyse kann auf diesem Portal www.club-carriere.com kostenlos eingesehen werden und ist für junge Talente, aber auch für Karriere-Suchende als Orientierung für Ihren Weg zum individuellen Erfolg gedacht.
Die derzeit über 110.000 Besucher pro Monat sorgen zudem dafür, dass die Persönlichkeiten, deren Interviews veröffentlicht wurden, einen massiven PR-Nutzen genießen.

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Dr. Hubert Poppe

Dr. Hubert Poppe
Oberarzt
Anton Proksch-Institut, Stiftung Genesungsheim Kalksburg
1230 Wien, Mackgasse 7-11
Facharzt für Psychiatrie und Neurologie
Fachärzte für Neurologie und Psychiatrie
22/09/1962
Wien
Katharina (1994) und Clemens (1997)
Gesundheit
Dr.
Edith und Hubert
Golf, Motorrad
Ordinationen in Wien und Niederösterreich.

Zur Karriere von Hubert Poppe


Welche waren die wesentlichsten Stationen Ihrer Karriere?
Die erste wichtige Station war das Bundesrealgymnasium, wo wir in der Oberstufe eine relativ kleine Klasse von guten Schülern waren. So wurde ich vom hohen Niveau der Klasse mitgezogen, obwohl Fleiß nicht meine große Stärke war. Nach der Matura studierte ich Medizin, weil mich dieses Gebiet als einziges wirklich interessierte. Während des Studiums genoß ich das Studentenleben und lernte nur soviel wie nötig. Ich war der Meinung, das ist die schönste Zeit, ehe der Ernst des Lebens beginnt, und daher wollte ich mir diesen Abschnitt nicht künstlich verkürzen. 1986 famulierte ich im Fach Psychiatrie am Anton Proksch-Institut, war dort sehr erfolgreich und wiederholte diese Tätigkeit jedes Jahr. Als Famulant war ich dann recht gut integriert und durfte - unter Supervision - zum Teil schon eigene Patienten führen, was in dieser Position nicht unbedingt vorgesehen war. Im Vergleich zu vielen anderen medizinischen Fachrichtungen steht in der Psychiatrie eindeutig der Mensch im Mittelpunkt, was mir sehr gut gefiel. Trotzdem ließ ich mir bis zum Ende des Studiums alle Fachrichtungen offen und absolvierte auch diverse Praktika, konnte mir aber letztendlich nicht vorstellen, bis zu meiner Pensionierung als Zahnarzt, Chirurg oder Internist tätig zu sein. Da wäre mir nach einigen Jahren schnell langweilig geworden. Daher faßte ich den Entschluß, mich auf die Psychiatrie zu spezialisieren, nach Kalksburg ans API zu gehen und mit Suchtkranken zu arbeiten. Es interessierte mich auch nicht, zuerst die klassische Ausbildung zum Allgemeinmediziner mit Turnus zu machen, da dies zu viel Zeit gekostet hätte. Nach meiner Promotion und dem Bundesheer ging ich nach Kärnten, wo ich die Möglichkeit hatte, das interne Gegenfach zu machen. Nach elf Monaten kam ich zurück nach Kalksburg, weil dort eine Karenzstelle frei wurde. Dort arbeitete ich ein Jahr im Rahmen meiner Psychiatrieausbildung, dann machte ich ein Jahr Neurologie als Gegenfach am Krankenhaus Wiener Neustadt. Schließlich gelang es mir, eine Karenzstelle am AKH Wien zu bekommen, wo ich die Ausbildung in meinem Hauptfach Psychiatrie abschließen konnte. Das war eine von der Justiz bezahlte Ausbildungsstelle, dafür arbeitete ich die Hälfte meiner Zeit in der Justizanstalt Göllersdorf in der Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher. Professor Mader, der damalige Leiter des Anton Proksch-Instituts, ermöglichte mir dann eine 20-Stunden-Stelle in der Ambulanz des API. Schließlich konnte ich an die Station 1.2 wechseln, und in der Folge wechselte ich nach einem Jahr auf die Station 2.1. Seit 2002 bin ich Oberarzt am API, Stiftung Genesungsheim Kalksburg. Inzwischen eröffnete ich auch eine Privatordination in Niederösterreich, ein Jahr später meine Zweitordination in Wien, und seit März 2006 leite ich die Suchtberatung in Wiener Neustadt. Unter anderem bin ich als Fachreferent für Internet- und PC-Sucht tätig, ein Gebiet, mit dem ich mich seit 1999 beschäftige. Zusätzlich zählt neben Medikamenten- und Alkoholabhängigkeit auch pathologisches Glücksspiel zu meinen beruflichen Interessen.

Zum Erfolg von Hubert Poppe


Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Der Beruf soll Freude machen und eigentlich schon fast eine Berufung sein, dann bin ich auch erfolgreich. Es ist nicht ratsam, Erfolg erzwingen zu wollen. Sobald er zum einzigen Lebenszweck und -inhalt wird, hat man ein Problem. Es ist wichtig, seine eigenen Grenzen zu kennen und zu respektieren. Wenn man authentisch ist und flexibel bleibt, kommt der Erfolg von selbst. Ich stelle beruflichen und privaten Erfolg unabhängig voneinander auf eine gleiche Stufe.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Bis dato bin ich mit dem bisher Erreichten nicht unzufrieden und versuche, aus meinen Fehlern in der Vergangenheit für meine Zukunft zu lernen.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Das läßt sich nicht so leicht definieren. Im Endeffekt waren es wahrscheinlich eine gewisse Anpassungsfähigkeit, Ehrgeiz und der Mut, auch unangenehme Entscheidungen zu treffen. Es war auch vorteilhaft, über mehrere Standbeine zu verfügen, um sich ein Maß an Entscheidungsfreiheit zu bewahren. Ausschlaggebend ist aber die Freude am Beruf bzw. am Umgang mit Menschen und Verständnis für ihre Probleme.
Ist Originalität oder Imitation besser, um erfolgreich zu sein?
Ich glaube, Imitation ist nur bis zu einem bestimmten Grad möglich, danach ist man nicht mehr authentisch. Als Arzt ist es wichtig, sich selbst treu zu bleiben.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Nein, das wäre nicht authentisch, sondern wieder nur Imitation. Ich bin kein Mensch, der gezielte Aktionen setzt, um auf der Karriereleiter weiter nach oben zu gelangen. Ich würde beispielsweise nicht zu klettern beginnen, nur weil mein Chef ein begeisterter Kletterer ist.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
In meinem Beruf erfahre ich hauptsächlich Anerkennung durch die Patienten, wenn ich ihnen helfen konnte. Auch positives Feedback von den Vorgesetzten ist mir wichtig, speziell wenn mir besondere Aufgaben übertragen werden.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Ohne Mitarbeiter gibt es keinen Erfolg. Ich war 20 Jahre lang aktiver Handballer, und in diesem Mannschaftssport lernte ich, daß nur das Team gemeinsam gewinnt und verliert. Jeder Mitarbeiter muß seine Aufgaben kennen, ich als Oberarzt muß diese so gut und klar wie möglich definieren.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Es ist nicht leicht, da es in unserem Fach nicht allzu viele Bewerbungen gibt. Auch ein persönliches Gespräch ist nicht immer aussagekräftig, weil sich diverse Eigenheiten eines Mitarbeiters erst nach einiger Zeit herausstellen.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Mit viel Lob und Verständnis für die Problematik in unserem Beruf. Wenn es mir möglich ist, etwas zum Besseren zu verändern, mache ich das auch.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Mein Privatleben ist natürlich durch meine Familie und meine Hobbys bestimmt. Meine berufliche Tätigkeit am Anton Proksch-Institut und meine Privatordinationen sind doch sehr zeitintensiv, daher versuche ich, in der wenigen Freizeit für meine Partnerin und die Kinder da zu sein.
Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Wir haben am API ein Weiterbildungsprogramm mit verschiedenen Schwerpunkten, das ich regelmäßig in Anspruch nehme. Dazu kommen noch fallweise Tagungen und Kongresse.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Menschlichkeit und viel Verständnis, auch wenn es manchmal schwerfällt, sind Voraussetzungen, um in der Psychiatrie erfolgreich arbeiten zu können. Es ist ein Beruf, in dem man an seine eigenen psychischen Grenzen geht, daher sollte man belastbar sein. Ein junger Mensch sollte sich auch im klaren sein, daß man in diesem Beruf nicht reich wird.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Mein wichtigstes Ziel ist, weiterhin als Mensch und Psychiater authentisch zu bleiben, aus meinen Fehlern zu lernen und weiter an mir zu arbeiten, um mich zu verbessern - und dann sollte sich der weitere Erfolg daraus ergeben.
Hubert Poppe
ÖGPP, ÖSG, ÖGVT, Golfclub Enzersfeld.

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Zitate aus Club-Carriere

Zitate überdauern Jahrhunderte, helfen über schwierige Momente hinweg, leiten den Weg, zaubern manchmal ein Lächeln auf unsere Gesichter und zwingen uns oft nachzudenken. Hier ein kleiner Auszug aus tausenden Interviews.

„Bewahre deine Eigenständigkeit, mache deine Musik, vielleicht kommt der Trend, der deine Musik gefragt sein lässt.“ (Udo Jürgens - siehe Bockelmann)
Prof. Udo Jürgens
Sänger, Komponist, Musiker
„Erfolg ist kontinuierliches Wachstum. Man ist nicht besser als andere, sondern einfach nur anders. Für das Wachstum eines Baumes mit 5 Blättern, der nach 7 Blättern strebt, ist der Baum nebenan mit 10.000 Blättern völlig unerheblich.“
Prof. Samy Molcho
Pantomime
„Erfolg hat nichts mit Geld, Ruhm oder Macht zu tun, sondern zeigt sich in der eigenen Lebensfreude.“
Franco D´Alonzo
Gastronom
„Erfolg ist für mich etwas höchst Verdächtiges, das von den wesentlichen Dingen und von der Menschlichkeit ablenkt.“
DDr. Günther Nenning
Journalist

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