Über Club-Carriere

Club-Carriere ist die weltweit größte sozialpsychologische Studie zum Thema "Parameter und Faktoren des Erfolgs". Seit 1997 wurden über 40.000 Interviews persönlich geführt und ausgewertet. Die Analyse kann auf diesem Portal www.club-carriere.com kostenlos eingesehen werden und ist für junge Talente, aber auch für Karriere-Suchende als Orientierung für Ihren Weg zum individuellen Erfolg gedacht.
Die derzeit über 110.000 Besucher pro Monat sorgen zudem dafür, dass die Persönlichkeiten, deren Interviews veröffentlicht wurden, einen massiven PR-Nutzen genießen.


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Margit Vetter

Margit Vetter
Prokuristin, Leitung IT und Business Development
LexisNexis Verlag ARD Orac GmbH & Co KG
1030 Wien, Marxergasse 25
Internet
03/05/1963
Mistelbach
Julia (1985)
Medien
Romana und Walter
Bergwandern, Reiten, Lesen

Zur Karriere von Margit Vetter


Welche waren die wesentlichsten Stationen Ihrer Karriere?
Ich besuchte bis zur siebten Klasse das Realgymnasium in Laa an der Thaya, zog dann aber nach Wien und legte die Reifeprüfung an der Maturaschule Dr. Roland ab. Anschließend studierte ich einige Semester Jus, fand dafür aber nach meiner Heirat und der Geburt meiner Tochter immer weniger Zeit und gab das Studium später ganz auf. Außerdem hatte ich parallel dazu auch immer gearbeitet. Schließlich trat ich als Buchhalterin bei Julius Meinl ein, wo ich mir direkt in der Praxis betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse aneignen konnte. Danach war ich auf Werkvertragsbasis für das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Fessel-Gfk im Sekretariat tätig, wo ich Fragebögen auswertete und Berichte zu den Studien schrieb. Eine andere interessante Anstellung fand ich bei der Evangelischen Akademie, deren Leiter gerade seine Biografie verfaßte, wobei ich seine Diktate vom Band zu Papier brachte. Dann kam meine Tochter ins Kindergartenalter, und ich machte mich auf die Suche nach einer fixen Stelle. Zu dieser Zeit studierte ich noch nebenbei und bewarb mich mit meiner Diplomarbeit über Arbeitsrecht beim ARD Verlag, der auf arbeitsrechtliche Publikationen spezialisiert war. Meine Bewerbung war erfolgreich, und so begann ich 1993 in diesem Verlag im Lektorat als Arbeitsrechtredakteurin. Kurz bevor ich meine Stelle antrat, hatte das Unternehmen die ersten Windows-Rechner installiert, welche die elektrischen Schreibmaschinen ablösen sollten. Nur kannte sich mit diesen PCs niemand so recht aus, ich hatte damit aber bei Fessel und auch privat bereits Erfahrung gesammelt, sodaß ich mir binnen zwei Wochen den Ruf eines EDV-Gurus erwarb. Ich brachte den Kollegen nicht nur die richtige Bedienung der Rechner bei, sondern machte auch Vorschläge, wie die neue Technologie besser und effizienter zu nutzen wäre. Als dann 1995 das Internet-Zeitalter so richtig begann, hatte der große juristische Fachverlag Manz bereits eine eigene Homepage. Davon war mein Chef recht begeistert, und ich bot ihm an, auch für unseren Verlag einen Internet-Auftritt auf die Beine zu stellen. Ich organisierte einen Provider und Webdesigner, erstellte ein Konzept, und bald darauf war unsere Homepage online. Zufällig entdeckte ich dann ein Seminarangebot zum Thema Electronic Publishing in München. Ich konnte unseren Geschäftsführer von der Wichtigkeit dieser zukunftsweisenden Methode überzeugen und durfte dieses Seminar besuchen. So kam die Sache ins Laufen, und wir begannen aktuelle Gesetzesänderungen im Bereich Arbeitsrecht auf unserer Homepage zu veröffentlichen, was natürlich wesentlich günstiger und schneller war, als ein neues Buch zu drucken. Daraus entstand 1996 die erste kostenpflichtige Online-Rechtsdatenbank Österreichs, und wir bewiesen, daß auch ein Kleinverlag ein innovatives und rentables Geschäftsmodell etablieren kann. ARD Online wurde binnen kürzester Zeit zu einem Riesenerfolg. Durch dieses erfolgreiche elektronische Produkt wurde der große Verlag LexisNexis auf uns aufmerksam, und in weiterer Folge wurden wir 1999 aufgekauft und 2000 mit dem Orac Verlag zusammengeführt. Wir bekamen einen neuen Geschäftsführer, der aus den bestehenden Mitarbeitern ein Management-Team bildete, dem auch ich als IT-Verantwortliche angehörte. Mittlerweile bin ich Prokuristin, zuständig für Strategie und Business Development und habe außerdem die Leitung des IT-Bereiches inne. Im LexisNexis-Konzern bin ich eine der wenigen weiblichen IT-Direktoren, obwohl ich, abgesehen von einigen Kursen, nie eine echte Fachausbildung absolviert habe.

Zum Erfolg von Margit Vetter


Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Ich sehe es als Erfolg, wenn mir meine Arbeit Freude macht. Ich glaube, daß man nur mit Spaß und Begeisterung für seine Tätigkeit erfolgreich sein kann.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja, speziell wenn man in Betracht zieht, daß ich alleinerziehende Mutter war und Studienabbrecherin bin, konnte ich in meinem Berufsleben sehr viel erreichen.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Ich habe einige Kolleginnen, die damals gleichzeitig mit mir beim ARD Verlag begannen. Ich bin heute in einer Führungsposition, die meisten anderen machen noch immer dieselbe Arbeit wie damals. Der Unterschied liegt meines Erachtens darin, daß ich in der Lage bin, Chancen zu erkennen und zu nutzen.
Ist es für Sie als Frau in der Wirtschaft schwieriger, erfolgreich zu sein?
Nein. Ich kann auch nie das Gesicht verlieren, weil jeder von vornherein annimmt, daß ich als Frau nicht kompetent bin. Darum darf ich auch ungeniert Fragen stellen, die einem Mann aus Angst vor einer Blamage vielleicht peinlich wären.
Ist Originalität oder Imitation besser, um erfolgreich zu sein?
Will man erfolgreich sein, muß man andere Konzepte so gut kopieren oder weiterentwickeln, daß sie besser als das Original sind. Das ist zumindest meine persönliche Erfahrung.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Der frühere Eigentümer des ARD Verlages war für meine Karriere insofern prägend, als er meinen Ideen stets offen gegenüber stand und mir die Freiheit ließ, neue Wege zu beschreiten. Dadurch erwarb ich auch Selbstvertrauen und Sicherheit in den eigenen Fähigkeiten.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Ich erfahre für meine Leistungen immer wieder Anerkennung. So wurde mir beispielsweise im Rahmen eines großen Projektes ein internationaler Award des Konzerns verliehen, den man normalerweise sehr schwer bekommt. Ich bin bislang auch die einzige österreichische Preisträgerin.
Wie werden Sie von Ihrem Umfeld gesehen?
Wenn ich neuen Freunden und Bekannten von meinem Beruf erzähle, ruft dies oft Erstaunen und Bewunderung hervor, weil ich als Frau in dieser verantwortungsvollen Position tätig bin. Meine Tochter ist jedenfalls stolz auf mich.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Zunächst muß ich überzeugt sein, daß der Bewerber den Job wirklich will. Ein ernsthafter Interessent wird sich vor dem Gespräch über unser Unternehmen via Internet informieren und zumindest in groben Zügen über unser Tätigkeitsfeld bescheid wissen. Ist das nicht der Fall, hat der Bewerber keine Chance mehr - auch wenn die Zeugnisse noch so gut sind. Ist diese erste Hürde überwunden, muß der Kandidat seine angegebenen Fähigkeiten in Form eines Tests unter Beweis stellen. Ganz wichtig ist aber, daß ein neuer Mitarbeiter Begeisterung für die Materie mitbringt.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Wir leiten positives Kundenfeedback immer an entsprechenden Mitarbeiter weiter - wer gute Arbeit leistet, darf auch stolz darauf sein. Herausragende Leistungen werden außerdem in unserem internen Newsletter publiziert. Anerkennung ist ein guter Motivationsfaktor.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Es war sicher nicht einfach, diese beiden Bereiche unter einen Hut zu bringen, als meine Tochter noch kleiner war. Inzwischen ist sie erwachsen, und daher fällt dieser zeitliche Streß, pünktlich daheim sein zu müssen, weg. Trotzdem muß ich aufpassen, mich nicht vollkommen im Beruf aufzuopfern und nicht Raubbau an meinem Körper zu betreiben.
Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Derzeit studiere ich an der Donauuniversität Krems berufsbegleitend Strategisches Informationsmanagement.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Laßt euch durch Hindernisse und Rückschläge nicht abschrecken. Auch wenn die ersten Jobs nicht so toll oder gut bezahlt sind, kann man daraus für das spätere Leben lernen.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Ich sehe meine derzeitige Position nicht als den Endpunkt meiner Karriere. Innerhalb des LexisNexis-Konzerns gibt es noch viele interessante, auch internationale Positionen, die mich reizen würden. Mit dem Abschluß des Studiums an der Donauuniversität stehen meine Chancen dafür auch recht gut. Ich halte es für wichtig, stets wach zu bleiben und mich weiterzuentwickeln.
Margit Vetter
Firmeninterner Award des LexisNexis-Konzerns.

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Zitate aus Club-Carriere

Zitate überdauern Jahrhunderte, helfen über schwierige Momente hinweg, leiten den Weg, zaubern manchmal ein Lächeln auf unsere Gesichter und zwingen uns oft nachzudenken. Hier ein kleiner Auszug aus tausenden Interviews.

„Bewahre deine Eigenständigkeit, mache deine Musik, vielleicht kommt der Trend, der deine Musik gefragt sein lässt.“ (Udo Jürgens - siehe Bockelmann)
Prof. Udo Jürgens
Sänger, Komponist, Musiker
„Erfolg ist kontinuierliches Wachstum. Man ist nicht besser als andere, sondern einfach nur anders. Für das Wachstum eines Baumes mit 5 Blättern, der nach 7 Blättern strebt, ist der Baum nebenan mit 10.000 Blättern völlig unerheblich.“
Prof. Samy Molcho
Pantomime
„Erfolg hat nichts mit Geld, Ruhm oder Macht zu tun, sondern zeigt sich in der eigenen Lebensfreude.“
Franco D´Alonzo
Gastronom
„Erfolg ist für mich etwas höchst Verdächtiges, das von den wesentlichen Dingen und von der Menschlichkeit ablenkt.“
DDr. Günther Nenning
Journalist

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